Archiv der Kategorie: Fotografie-Equipment

Fotografie: Fuji X-T2 und X-T3

Das Fujifilm X System
Das Fujifilm X System
Juli 2018: Fujifilm Objektiv-Roadmap
Juli 2018: Lens Roadmap

Spiegellose Systemkameras wurden erstmals 2008 vorgestellt (Micro Four Thirds). Ich habe sie mir immer mal angeschaut, aber Bildqualität, Autofokus und vor allem der Sucher waren lange Zeit deutlich schlechter als bei digitalen Spiegelreflexkameras.

Besonders der Sucher störte mich: Flimmern, Aussetzer, Rauschen und – am schlimmsten – das zeitverzögerte Bild beim Schwenken. Mir wurde dabei sogar schwindelig.

2012 kam Fujifilm mit der X-Serie auf den Markt. Ein Kollege wechselte von Canon APS-C auf die Fuji X-E1 und war begeistert. Bildqualität und die Objektive fand auch ich sehr überzeugend, aber Autofokus und vor allem der elektronische Sucher waren mir noch zu schlecht. Aber ein deutlicher Fortschritt und es war absehbar, dass in wenigen Jahren die spiegellosen System vorne liegen werden. Auch bei Kameras begann sich digital gegen analog durchzusetzen!

Angetan war ich vom Gewicht und der Kompaktheit.  Die Fuji-Evolution :-)

 

Fotografie: Equipment

Nach nun mehreren Jahren ernsthafter Hobby-Fotografie stelle ich hier einmal meinen Lebenslauf rein … 2004, 2005, 2006, 2008, 2012 und 2016 sind die Stationen.

2004: Die erste Digitalkamera, eine Minolta Z2

minolta_z2-bMein ganzes Leben war ich praktisch ein Nicht-Fotografierer: die Kamera (eine Rollei-Kleinbildkamera) lag das ganze Jahr unbenutzt in der Ecke, im Urlaub habe ich die Canon-SLR meiner Frau ab+zu benutzt, Punkte wie Blende, Tiefenschärfe, Brennweite waren mir ein Rätsel. (Vielleicht geht es anderen ja auch so: die „Lernschleife” von der Aufnahme bis zu dem Zeitpunkt, wo ich das entwickelte Papierbild in der Hand hatte, war mir einfach zu lang. Warum welche Blende, welcher Ausschnitt o.ä. schlecht oder gut war, erschloss sich alleine schon deshalb nicht, weil ich diese Daten nicht mehr wusste ;-)

Dann wurde im Juli 2004 die Minolta Z2 meine erste Digitalkamera. Im Grunde ein “Schrott-Teil” (Billiggehäuse, der Autofokus würfelt, starkes Rauschen) – aber wohl doch insgesamt gute Bildqualität, ein schöner Videomode, und dank der Sofortkontrolle jedes Fotos am LCD-Screen fing ich an, die Grundbegriffe zu begreifen. Außerdem war das Bearbeiten der Bilder im Computer für mich eine Offenbarung, was Bildqualität, Schärfe, Ausschnitt, Belichtung für die Bildwirkung ausmachen.

 
Original, aufgenommen durch die dreckige, getönte Scheibe
Bearbeitet mit Fixfoto. 12 years later – bearbeitet mit Lightroom 6
Das Colorado Valley bei Glenwood Springs
 

Ein Lieblingsthema sind seitdem Panorama-Aufnahmen, die ich in jeder Lebenslage versuche. Hier ein Panorama aus 3 Aufnahmen, “genäht” mit PanoramaStudio:

Weihnachten und Silvester
Weihnachten und Silvester

 

Meine Wunschkamera gibt es derzeit noch nicht: ich hätte gerne die Bildqualität und Auslösegeschwindigkeit einer DSLR (Canon 20D), aber mit Videomode (wie bei Minolta oder Sony), und ohne Wechselobjektiv. Aber für den Kameramarkt gelten ja jetzt auch die PC-Gesetze – also höchstens noch 1 Jahr, und zum halben Preis der heutigen DSLRs ;-) [Dies sagte ich im Februar 2005]

 

2005: Es wird eine Spiegelreflexkamera – die Canon 350D

Autofokus-Qualität und Auslösegeschwindigkeit störten mich an der Minolta Z2 am meisten

… die Testberichte lotsten mich dann zu meiner ersten “richtigen” Kamera.

… die Canon 350D begleitete mich 3 Jahre treu und brav, ich war alles in allem sehr zufrieden.

2006: Der Objektiv-Hunger beginnt … und wird gestillt ;-)

Tja, es kam wie es kommen musste: nix mit “ich mag kein Objektiv-Wechseln, ein Superzoom muss reichen” …
… DSLR-Forum und DForum lehrten mich Begriffe wie “Immerdrauf”, “gute Festbrennweite”, “Telezoom”, “Sportobjektiv” … und all dies wurde es dann auch ;-)

 
2008: Aufstieg zur Canon 40D

“Available Light”-Fotos waren mittlerweile meine Lieblingsmotive geworden: nachts, innen ohne Blitz, Abendstimmung.

Das Rauschen der 350D war hierfür oft zu hoch … da kam die 40D als erste erschwingliche High-ISO-Kamera genau richtig (nach 3 Jahren war’s mit Gewissen und Geldbeutel verträglich ;-).

 
2012: Vom Crop zum Vollformat: Canon 5D Mark III

Weitwinkel, Rauscharmut, Sucher … okay, all diese “Sachgründe” kann man finden, wenn man will ;-)
Ich gebe aber zu, dass der Hauptgrund das reine Haben-Wollen war.

Für Urlaubsbilder, Garten, Ausflüge etc. … okay, da reicht auch eine 40D.

Aber für Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen, Sport, große Ausbelichtungen … ja, da lohnt sich die 5D Mark III wirklich, die Bilder sind deutlich besser, manche sind überhaupt erst mit einer solchen Profikamera möglich.

2013/14: Filter und Stativ

Der Fotoworkshop auf den Lofoten war Anlass und Ursache zugleich:

  • Vor dem Workshop war eine Grundausstattung an Filtern fällig. Die Entscheidung fiel auf Lee-Filter, denn hier gibt es Top-Qualität und vollständige Auswahl:
    – Graufilter 0.9 ND (3 Blendenwerte) und den Big Stopper 3 ND (10 Blendenwerte)
    – Grauverlaufsfilter Soft, in den Stärken 0.3, 0.6 und 0.9
    – Grauverlaufsfilter Hard in 0.6 und 0.9
    – Polfilter
  • Nach dem Workshop war die nächste Investition klar: Stativ und Kopf, geeignet für Langzeitaufnahmen und Vollformatkamera und -Objektive:
    – Nach intensiver Recherche: Karbonstativ Gitzo Systematic, 3er Serie (GT3542LS)
    – und der mittelgroße Kugelkopf Arca-Swiss Monoball Z1.
  • Um leichter unterwegs zu sein, kam später noch ein Gitzo Einbeinstativ dazu, mit dem Markins Q3t Kugelkopf.
 
2016: Umstieg von Spiegelreflex auf Systemkamera: Fuji X-T2

Eigentlich störte nur eins an der Vollformatkamera: Größe und Gewicht. Wanderungen mit 2-2½ kg um den Hals wurden zunehmend zur Qual.

Im Februar las ich dann, dass Christian Ringer („mein“ Mentor auf dem Lofoten-Workshop) von Nikon-Vollformat auf Fujifilm umgestiegen war. Die Gründe klangen überzeugend:  geringeres Gewicht, gute Handhabung, haptische Qualität, Bildqualität „gut genug“ und hohe Qualität der Objektive. Und wenn der Profi Christian Ringer „gut genug“ sagt, dann reicht es ganz sicher auch für mich.

Die Specs der für den Sommer angekündigten Fuji X-T2 überzeugten mich … kurzentschlossen kaufte ich das Vorgängermodell Fuji X-T1 mit dem Kitobjektiv 18-55 … und die Bildqualität war vergleichbar mit der Canon 5D III mit dem 24-105L.

Im September kam die Fuji X-T2 heraus, der letzte Check galt dem elektronischen Sucher (super). Ich tauschte mein gesamtes Canon-Equipment gegen die entsprechenden Fuji-Objektive. Zum ersten Workshop (Lewis&Harris) nahm ich zur Sicherheit noch das Canon-Equipment mit (um Bedienfehler in der Nacht zu vermeiden) … aber das Bedienkonzept der Fuji’s war überzeugend, die Bildqualität hervorragend (siehe Beispiele links), so dass ich am 3. Tag umgestiegen bin und seitdem kein Canon mehr angerührt habe ;-).

 

Fotografie: Ixus und iPhone

Ixus (2005-2015)

So eine Spiegelreflexkamera wiegt mit Objektiv, Tasche, Ersatzakkus schnell 1.5-2 kg … immer nehmen wir sie also nicht mit. Dann las ich dieses Review bei Bob Atkins, noch weitere Tests bei dcresource und Imaging Resource …

Die Ixus 30 (SD200 in USA) hatte zwar nur 3 Megapixel, aber die waren völlig ausreichend für Web-Bilder und Papierabzüge bis 10×15.

Die Vorteile waren ziemliche Rauscharmut (die folgenden Ixus-Modelle rauschen stärker – Canon, shame on you!) und Schnelligkeit (Bildfolge, Auslösezeit).

Klar – eine Schönwetterkamera, nix für Available-Light-Fotografie oder schwierige Lichtsituationen. Auch der eingebaute Blitz ist eher eine Notlösung.

Aber sie ist halt immer dabei :-)

Leider ging die Ixus 30 nach 3 Jahren kaputt: mittlerweile war es ein Liebling der Kleinen, und irgendwann fiel sie ‘runter :-(
Update 7.2.2008: sie ist wieder da – für 40€ bei Ebay geschossen :-)
Update 4.8.2010: am Lake Powell verloren gegangen :-( Nicht wieder ersetzt … die Ebay-Stücke sind leider mittlerweile zu “ausgelutscht”.

Als Ersatz kauften wir die Ixus 70 (SD1000), 5 Generationen weiter.

  • ISO nominal bis 1600. Ab 800 rauscht es zwar sehr, aber ehe man kein Foto machen kann …
    Leider ist auch in den niedrigen Stufen das Rauschen stärker als an der Ixus 30.
  • 7 Megapixel sind gut, wenn man Ausschnitte braucht.
  • Auch der Film-Mode ist besser.
  • Aber sie ist langsamer als die Ixus 30 – der Preis der 7 Megapixel.

Die Ixus 70 ist auch immer dabei und macht schöne Bilder, wenn es hell genug ist.

Später gesellte sich noch die Ixus 105 dazu. Mehr Megapixel, mit IS, schlechteres Gehäuse mit mehr Plastik, kein optischer Sucher mehr, noch langsamer … Canon, shame on you … wieder eine Produktverschlechterung, aufgepeppt mit unnützen Marketing-Features.

Zur Bildqualität: Wenn heller Tag ist und keine schwierigen Lichtbedingungen herrschen (wie Kontraste oder Gegenlicht), dann kann man auf Web-Bildern oder Papierabzügen bis 10×15 (4″x6″) fast keinen Unterschied zur 40D sehen. Klar – DIN A4 Bilder oder größer, Nacht- oder Blitzaufnahmen, schwierige Lichtverhältnisse – da kommen die Ixus’e nicht an eine Spiegelreflexkamera heran.

Unübertroffen sind aber die Handlichkeit und die gute Bedienbarkeit.
Und beinahe hätte ich’s vergessen: eine Ixus ist einfach s c h ö n :-)

Update (Feb. 2013): Seit dem iPhone 5 benutze ich nur noch das iPhone als “Immerdabei-Kamera”. Die Bildqualität ist besser als Ixus- oder andere Kompaktkameras, einzig das optische Zoom fehlt.
Frau und Kinder lieben die Ixus aber immer noch – und die Bilder damit sind ja nicht schlechter geworden.

 
iPhone (ab 2011)

Das Ende der Kompaktkameras wurde 2007 mit dem ersten iPhone eingeleitet – die eingebaute Kamera  verbesserte sich stetig und rapide.

  • Mit dem iPhone 4s wird 2012 die „Ixus-Klasse” erreicht. Bilder bei Tageslicht sind bereits besser.
  • 2012 kommt mit dem iPhone 5 eine deutliche Verbesserung beim ISO hinzu. Low-Light-Fotografie ist besser.
  • 2014 leistet das iPhone 6 Autofokus mit Phasendetektion, bewegte Motive sind jetzt kein Problem mehr.
  • 2015 schlägt das iPhone 6s endgültig alle Kompaktkameras in allen Disziplinen: Autofokus, ISO, Farbtreue.

Im Detail ist die Entwicklung hier nachzulesen.

Aus meiner Sicht fehlt nur noch eins, damit das iPhone die perfekte Kompaktkamera ist: ein optischer Zoom. Gerüchte sagen, dass es in diesem Jahr schon kommen soll … spätestens 2017 wird es dann wohl werden.

 

Fotografie: Software für Bildbearbeitung

Software für Bildbearbeitung

Seit Frühjahr 2008 war ich mit meiner Foto-Software-Sammelsurium (Fixfoto, i2e, PerfectlyClear, PTLens, Schlagwortsuche, Neatimage, JAlbum) zunehmend unzufrieden. Außerdem sah ich bei Freunden, wie viel besser RAW statt JPG sein kann. Meine RAW-Versuche in Fixfoto waren aber alle gescheitert – einfach zu kompliziert.

Dann kam Lightroom 2, sehr gute Testberichte, und damit die Hoffnung, alle meine Bearbeitungsschritte in einem Tool integriert zu haben:

  • Kopieren von der Kamera, in einem Rutsch mit RAW-Konvertierung,
  • Sichten und Löschen,
  • Verschlagworten und Bilder verwalten,
  • Basisbearbeitung: Ausschnitt, ggf. Entrauschen, Helligkeit/Farben/Kontrast, Schärfen,
  • für manche Bilder Sondertuning wie Objektivkorrektur, Entfernen von CAs, lokales Bearbeiten,
  • Web-Gallerien,
  • und Verkleinern/Aufbereiten der Bilder für meine Webseiten.

Besonders gut an Lightroom finde ich die RAW-Konvertierung, die grundlegenden Konzepte Virtuelles Arbeiten, Sammlungen und Presets, die elegant integrierten Plug-Ins.

Kurz: Eigentlich gibt es nur ein Manko – man braucht einen schnellen Rechner mit viel Speicher. Mein Thinkpad T61 mit nur 3GB RAM war etwas träge, aber mit MacBookPro ist die Geschwindigkeit super.

 

Mit Absicht unterbelichtet, damit der Himmel nicht ausbleicht. Dann die Tiefen aufgehellt. Überbelichtet, um die Kids richtig zu haben. Dann auf die RAW-Reserven gehofft … Ausschnitt verbessert, Staubflecken entfernt, Himmel per Gradient verschönert.

Update 13.2.2016: Ich habe jeweils noch eine Bildversion ergänzt, das mit dem aktuellen Lightroom 6.4 bearbeitet ist. Man sieht große Fortschritte bei der Bearbeitung von Tiefen (siehe das linke Beispiel), während bereits richtig belichtete Bilder (das rechte Beispiel) von einer Bildbearbeitung nur minimal profitieren.

Außer Lightroom benutze ich derzeit nur noch zwei Tools:

  • AutopanoPro zum “Nähen” von Bildern. Habe ich als halbautomatisches Export-Plugin sehr bequem eingebunden.
    Allerdings kann Lightroom mittlerweile auch Panoramas und vor allem die iPhone-Panoramen werden zunehmend besser. AutopanoPro nutze ich nur noch selten.
  • Photoshop CS5, falls ich Bildmanipulationen wie Kollagen oder komplizierte Retuschen brauche. Aber Lightroom wird immer mächtiger, so dass maximal 1% meiner Bilder in Photoshop bearbeitet werden.

Update Sep. 2017: Ich bin auf Adobe Creative Cloud umgestiegen, mit Lightroom CC classic und Photoshop CC.  Da jetzt auch Panoramas und HDR in Lightroom gehen (oder Photoshop, falls Handarbeit erforderlich ist), benötige ich keinerlei andere Software mehr. Sehr angenehm :-).

Tipps:

 

Fotografie: Objektive

Objektive

Nach einigen Monaten mit dem “Suppenhuhn” Tamron 18-200 begannen mich schon in den ersten Monaten (2005) folgende Punkte zu stören:

  • die geringe Lichtstärke, d.h. Innenaufnahmen ohne Blitz oder Nachtbilder sind problematisch,
  • der fehlende Bildstabilisator, d.h. Verwackelungen bei hoher Brennweite und/oder wenig Licht,
  • 200 mm Brennweite waren manchmal doch zu wenig

Dazu kam das Studium von Objektivtests bei PhotozoneDigital PictureFred Miranda und die Übersicht im DSLR-Forum. Ich kämpfte lange mit mir, weil eigentlich (und immer noch!) hasse ich Objektivwechsel unterwegs.

Mein Fazit war: ich bleibe bei “ein Objektiv muss reichen”, aber nicht eins insgesamt, sondern “eins pro Trip”. Also eins für Ausflüge, eins für Wanderungen, eins für Sport, eins fürs Museum. (Das habe ich bis heute auch so gehalten: vor jeden Ausflug, Wanderung, Spaziergang entscheide ich mich für eins der Objektive. Die anderen bleiben zuhause bzw. im Fahrzeug.)

Auswahlkriterien sollten weniger der Preis sondern Qualität und Gewicht sein. (Ja – Gewicht. Siehe meine prägende Erfahrung mit dem Canon 100-400L ;-). Daneben haben sich für mich mittlerweile als wichtigste Kriterien herausgestellt:

  • Qualität in Auflösung, Kontrast und Farbe,
  • Autofokus-Genauigkeit und -Geschwindigkeit,
  • Bildstabilisator.

Links: Canon 5D3 mit 16-35L, 35, 24-105L, Tamron 28-75, Sigma 150-600S, 70-300L
Rechts: Fuji X-T2 mit 18-55, 1.4x, 16, 10-22, 100-400, 50-140

24.7. Vergleich Fuji und Canon24.7. Vergleich Fuji und Canon