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Ein Wort zum Wetter: ab ca. Mitte Juli ist in den Four Corners, besonders in den südlichen Teilen, "Monsoon-Zeit", siehe auch hier. Das bedeutet - es gibt nahezu täglich kräftige, aber örtlich begrenzte Gewitter. Aber nur zweimal hat es uns voll erwischt - in Denver und in den Great Sand Dunes wurden wir klatschnass. Aber das gute: die Gewitter sorgen für Abkühlung, sie sind meist nur von kurzer Dauer, die Luft ist so trocken, dass es trotz Regen nicht schwül ist (oft verdunstet der Regen bereits in der Luft) ... und man hat malerische bis atemberaubende Lichtstimmungen. Problematisch sind allerdings Überschwemmungen, die immer wieder örtlich begrenzt passieren; so kurz vor unserer Ankunft im Canyon de Chelly, der mehrere Tage wegen Überflutung des Canyonausgangs nicht zugänglich war. Unsere Stationen:
24.7.: Cumbres & Toltec Scenic Railroad
Über den Highway #17 fahren wir durch Farmland immer höher, auf 3140 m, nach New Mexico hinein. Am Cumbres Pass (3050 m) machen wir Mittagpause und warten auf den Zug. Das war Glück - denn wir schwankten dazwischen, am Pass in der Kälte zu warten, oder bis nach Chama zu fahren. Glück deshalb, weil der Zug seit einem Brückenbrand vor ein paar Wochen nur bis zum Cumbres Pass fährt. Hier steigen alle Passagiere in den Bus um, der Zug fährt am nächsten Morgen wieder zurück nach Antonito. Die Station am Cumbres Pass war früher eine wichtige Abzweigung zu den Bergwerken und gleichzeitig Versorgungsstation für Lok und Menschen. Im Winter liegen hier 6 m und mehr Schnee, man hatte sogar Schneetunnel gebaut, um die Loks hier versorgen zu können. Heute ist hier nur noch etwas los, wenn der Zug kommt. Gegen 15:00 geht es weiter nach Chama. Früher war da wohl "der Bär los", heute gibt es außer den paar Zugtouristen kaum noch etwas. Luis und ich besichtigen die große Station von Chama mit vielen alten Gerätschaften, versuchen vergeblich einen Geo-Cache zu finden, ansonsten baumeln wir aus, die Kids plantschen im Rio Chama.
25.-26.7.: Die Stauseen - Heron Lake und Abiquiu Lake
Stattdessen planen wir einen Stausee und die Ghost Ranch (mit Reiten und Pool) als Zwischenetappen ein - wie sich dann heraus stellt, eine tolle Idee ;-)
26.7.: Ghost Ranch und Chimney Rock Der AAA Campguide klingt verlockend: Die Ghost Ranch bietet ein Dinosaurier-Museum, Reitpferde, Pool - die Kinder sind Feuer und Flamme. Gegen 12:00 kommen wir dort an ... und ...
Der Campground ist zwar sehr schön, aber ohne Pool wollen wir nicht hier bleiben. Wir studieren die Broschüren, die in dem kleinen Büro auslegen, und wir Eltern entschließen uns zu einer kleinen Wanderung - zum Chimney Rock, 3 mls Round Trip, ca. 2 Stunden. Aber die Kinder sind enttäuscht und bocken ziemlich. Unter Protest ("Wir sind toooodmüde, es ist vieeeel zu heiß, ich habe sooolchen Durst ...") schleppen wir sie hoch zum Chimney Rock ... aber dann gewinnt doch die schöne Aussicht, die tollen Felsen und natürlich unsere pädagogischen Fähigkeiten ;-) Gegen 15:00 fahren wir weiter, suchen in der laut Karte "Stadt" Abiquiu den Supermarkt, aber außer 1 kleinem Restaurant gibt es noch ein paar Häuser und eine Tankstelle. Also machen wir einen "Großeinkauf" in der Tankstelle, und fahren dann weiter zum Abiquiu Lake.
27.7.: Santa Fe - Annette stößt zu uns Wir stehen um 7:30 auf, Annette sitzt seit 2 Stunden im Flieger, wie wir später erfahren, war der Flug Frankfurt-Washington überbucht und sie sollte am nächsten Tag erst fliegen. Aber alles löst sich in Wohlgefallen auf, genauer in ein Upgrade in die Business Class Wir haben derweil eine kleine "Panne": das WC leckt - zum Glück nur die Spülpumpe, die ja frisches Wasser nutzt ;-). Aber nass wird trotzdem alles. So nutzen wir die Zeit auf dem Stadt-Campground in Santa Fe für die profanen Dinge des Lebens: RV-Repair-Service organisieren, 3 große Wäschen, Stativ-Ersatzteil besorgen. Die Hälfte klappt immerhin - das WC leckt zwar nicht mehr, aber dafür stinkt's, das Ersatzteil gibt es nicht, aber die Wäsche ist sauber. Annette kommt dann auch müde aber wohlbehalten an, von Frankfurt via Washington nach Albuquerque, von dort mit dem Shuttle direkt zum Campground. Das kalte Bier wartet schon ;-)
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