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Nordwesten 2017 – Rückreise

In 3 Tagen vom Mount Rainier nach Aachen – mit Tochterverlust ;-)

Diesmal war deutlich mehr zu organisieren als sonst: Wohnmobil-Rückgabe am Samstag, Meilenflüge aber nur Freitag oder Sonntag, und der genaue Beginn des Auslandshalbjahres von Karla klärte sich erst im späten Frühjahr. Die Zusatzübernachtung von Samstag auf Sonntag war uns deshalb ganz recht, so hatten wir ein bisschen Flexibilität für Karlas Weiterreise nach Vancouver.

Zunächst hatten wir geplant, Karla mit dem Auto nach Vancouver zu bringen. Das verwarfen wir aber, weil Karla nicht als einzige von den Eltern gebracht werden wollte … und sowohl Automiete (>500€) als auch Fahrzeit (2x 4-5 Stunden) waren abschreckend. Der Flug kostet inklusive Übergepäck nur 200$.

So haben wir am Samstag 2x Abgabe (Karla und Wohnmobil) und den Rest des Tages verbringen wir mit Sightseeing.

Fazit:

  • Die Fahrt mit dem Link (Schnellbahn) vom Flughafen nach Downtown ist bequem, schnell (35 min) und günstig (3$).
  • Die Gegend vom Pioneer Square bis Chinatown ist schön und gut zu Fuß zu erkunden.
  • Das Marriott SeaTac liegt ideal, wenn man eine Übernachtung direkt vor/nach dem Flug möchte.
  • Und – Premium Economy ist sehr entspannend :-)
 

Rückreise:

 
Freitag, 25.8.: Ausklang am Mount Rainier, Fahrt zum SeaTac KOA

Der Plan heute morgen ist, am Longmire Shop zu schauen, ob Luis die Kette für eine Freundin kaufen kann, die er gestern im Paradise Shop gesehen hat. Wenn nicht, fährt Michael mit ihm noch einmal die 14 mls zurück nach Paradise. Die Kette ist da … und so haben wir jetzt auf einmal ganz viel Freiraum. Gar nicht gut für die Stimmung und eine laaange Diskussion entspannt sich:

  • Wanderung mit Blick auf den Mount Rainier oder zum Wasserfall?
  • Ein oder zwei Stunden Wanderung?
  • Aber um 15:00 Uhr müssen wir im KOA sein!
  • Noch zur Hängebrücke gehen?
  • Junior Ranger fertigstellen!?
  • Oder lieber im Wohnmobil chillen?

Am Ende einigen wir uns: Karla macht ihre Junior Ranger Aufgaben fertig, Karin hilft. Die Männer spazieren derweil zur historischen Nisqually Suspension Bridge (1923 gebaut, 1952 verstärkt) mit Blick auf den Mount Rainier. Anschließend wandern wir zu den Carter Falls und Madcap Falls, ca. 1 mls oneway. Dabei queren wir den Nisqually River (der sehr breite Abfluss des Nisqually Gletschers, mit viiiiel Wasser im Frühjahr) mit tollem Blick auf den Mount Rainier.

Um 13:15 Uhr machen wir uns auf die Rückfahrt, über #7, #161 und #167 nach Kent zum SeaTac KOA, wo wir gegen 16:00 Uhr ankommen – etwas verspätet, aber Karla ist gnädig . Unterwegs fotografieren wir eines der vielen Volcano Evacuation Route-Schilder, die Mount Rainier Historical Railroad und immer wieder den Mount Rainier.

Abends packt Karla ihre zwei Koffer (um), Karin wäscht alle dreckigen Sachen von Karla, wir anderen gehen in den Pool, schreiben Postkarten.

 

 
Sa. 26.8. Karla->Kanada, Wohnmobil-Rückgabe, Chinatown

26.8.2017 - Seattle Chinatown

Wir stehen um 7:00 Uhr alle auf (sogar Luis ;-) und sind um 8:20 Uhr wie geplant startklar; Dumpen und Abfahrt zum Flughafen. Karin und Luis steigen mit Karla aus und regeln den Gepäck-Check-in (75$ für 6 kg Übergewicht beim Koffer, 25$ für das Snowboard), Michael und Robert bringen das Wohnmobil zurück. Für die  Probleme mit Batterie, Generator und Markise bekommen wir die Generatorstunden und das Propan erlassen (oops – völlig vergessen, das auch nachzutanken), so dass wir nur die 174 Mehrmeilen zahlen müssen (92,16$).

Gegen 10:30 Uhr sind wir alle am Flughafen wieder vereint und verabschieden Karla in ihren Kanada-Austausch. Michael ist (wie immer) aufgeregt, dass auch alles mit Ausreise und Immigration klappt, Karla hat Abschiedstränen. Sie kommt aber 2 Stunden später gut bei ihrer Gastmutter an und findet alle sehr nett.

Wir vier checken im SeaTac Marriott ein, essen dort zu Mittag. Wir haben ein Vierbettzimmer, recht groß und das Hotel gefällt uns auf Anhieb: eine große Pool-Landschaft mit Whirlpools, eine großzügige Lobby und ein wirklich gutes Restaurant. Dazu liegt es fußläufig zur Link-Station und (wenn man nicht viel Gepäck hat) auch zum Flughafen.

Die Jungs chillen etwas und gehen dann in die Southside Mall ins Kino. Es gibt sogar einen kostenlosen Shuttle zwischen Hotel und Mall.

Wir Eltern fahren mit dem Link (Schnellbahn) nach Chinatown und verbringen bei sonnigem Wetter eine entspannten Nachmittag:

  • Wing Luke Museum of the Asian Pacific American Experience mit sehr interessanter Führung in einen Laden von 1910 und ein Originalhotel für die Immigranten auch von 1910.
    Die Ausstellung ist gleichzeitig interessant (moderne Kunst, Informationen zu prominente Immigranten aus Asien) und erschütternd (Fakten und Geschichte zum seit mehr als 200 Jahren kultivierten und immer noch gelebten Rassismus der weißen Amerikaner). Wir wissen jetzt, auf welchen und wie breiten Wurzeln Trump entstanden und fest verankert ist. Man schüttelt sich …
    Aber gleichzeitig wird klar, welche Vorreiterrolle der Westen der USA hinsichtlich Menschenrechten und Abschaffung der Apartheid in USA auch heute noch spielt.
  • Anschließend spazieren wir zum Pioneer Square, machen eine leckere Kaffee-und-Kuchen-Pause am Occidental Square. Wie auf vielen anderen Plätzen in Seattle gibt es kostenlose Einrichtungen (Sport, Sitzgelegenheiten, Kunst, Lesen) für alle Einwohner. Auch für Obdachlose, die in Seattle zum nicht nur geduldeten, sondern sogar gewollten Stadtbild gehören. Sie werden versorgt, nicht kriminalisiert und verhalten sich (v)erträglich.
  • Wieder in Chinatown erleben wir das Nachbarschaftsfest im Hing Hay Park, mit Musik, Cosplay-Darstellern, einer Filmvorführung und interessanter Kunst.

Luis und Robert kommen abends nach und wir lassen den Urlaub beim Japaner ausklingen.

 

Seattle Chinatown & Pioneer Square District:

 
So./Mo. 27./28.8. Rückflug

Nach dem Aufwachen gehen wir noch in den Pool und anschließend genießen wir das reichhaltige, frische und leckere Frühstücksbüffet im Marriott (mit 22$ pP ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis).

Um 11:15 Uhr nehmen wir ohne Hektik den Shuttle zum Airport, schnelles Check-in der Koffer, auch wenig Wartezeit an der Sicherheitskontrolle (viel weniger Heckmeck als in Frankfurt). Wir vertreiben uns die Wartezeit mit Lesen, Massieren und Herumalbern.

Mit 30 Minuten Verspätung startet der Flug, aber wir haben nur 8:50 Stunden Flugzeit, so dass wir pünktlich um 8:45 Uhr landen. Der ICE bringt uns direkt nach Aachen, wo wir um kurz nach Mittag ankommen.

Eine recht entspannte Rückreise, auch wenn keiner geschlafen hat. Abends geht Luis noch auf eine Party, wir anderen sind um 22:00 Uhr k.o., nach 27 Stunden auf den Beinen.

 

Nordwesten 2017 – Seattle

Donnerstag, 27.7.: Hinflug, direkt mit Lufthansa

Früh geht es heute los, mit dem Zug um 4:51 Uhr via Köln nach Frankfurt. Die Lufthansa hatte uns informiert, dass man wegen der zusätzlichen Sicherheitskontrollen eine Stunde zusätzlich einplanen muss. Um 6:49 Uhr sind wir ohne Hektik am Flughafen, mit genügend Reserve für den Abflug um 10:45 Uhr mit LH 490. Und … nullkommanull Schlangen bei Gepäck und Sicherheitskontrolle, ganz relaxed frühstücken wir, bummeln und warten. Wir alle sind aber heute Gutelaunebären :-).

Die Premium Economy ist super, der Flug dauert 10:05 std, die Immigration ist superschnell, wir sind direkt dran. Die Koffer dauern etwas länger, sie werden am Zoll noch Mal durchleuchtet (“Wurst, Fleisch, Obst, Samen?”). Mit dem Light Trail Link geht es in die Innenstadt (viel schneller und vor allem billiger als mit Shuttle, Taxi oder Mietwagen), noch 2 min Fußweg zum Marriott Courtyard Downtown – um 14:30 Uhr sind wir in unserer 1-Bedroom-Suite im 12. Stock mit Sicht auf die Elliott Bay. Schlafzimmer für die Eltern, Wohnzimmer für die Kids, ein großes Bad für alle.

Die Kids verschwinden blitzartig in Gym und Pool, Michael holt Bargeld und Latte von Starbucks, Karin ruht sich auch. Um 16:00 Uhr ziehen wir in zwei Gruppen los: Luis zeigt Robert Amerika, wir anderen drei spazieren gemütlich an der Waterfront entlang und essen lecker (Delicatus am Pioneer Square). Um 18:15 Uhr treffen wir uns alle wieder im Hotel … und schaffen es tatsächlich, die träge Masse noch einmal zum Aufbruch zu kriegen: Anti-Jetlag-Fähre-fahren. 😃

Wir nehmen die 19:20-Uhr-Fähre nach Bainbridge Island (wie schon 2004 ;-), eine schöne Fahrt mit Blick auf Skyline in der Abendsonne, Mount Rainier (97 km Luftlinie entfernt!) und das Meer. Um 21:00 Uhr sind wir wieder im Hotel. Schicht für heute!

 

27.7.2017 - Seattle Harbour mit Mt.Rainier (97 km!) im Hintergrund
27.7.2017 – Seattle Harbour mit Mt.Rainier (97 km!) im Hintergrund
 
Donnerstag – Sonntag, 27.-30.7.: Seattle

Wir alle sind nach dem 26-Stunden-Tag so erschöpft, dass wir erst zwischen 5 und 7 Uhr aufwachen. Wir frühstücken  im Cherry Street Coffee Shop, und um 9:00 Uhr startet die sehr interessante Seattle Underground Tour. Den Nachmittag verbringen wir getrennt – die Kids sind ja schon groß und gehen ins Kino (War for the Planet of the Apes) – wir Eltern bummeln durch Downtown, gehen ins Seattle Art Museum und haben ein lustiges Erlebnis in einem Supermarkt mit Kamera- und Brillenabteilung: „Do you have Solar Eclipse glasses“ – „What the hack is this?“ – „Special glasses for …“ – „No, I mean Solar something“ – „This is, when then moon is shading the sun“ – „THIS can happen?? Didn’t know this … must be interesting, and you need glasses for this?“

Am nächsten Morgen sind alle gegen 6 Uhr wach … es ist Luis Geburtstag :-). Ein kleines Frühstück im Hotelzimmer mit Kerze, Kuchen, Starbucks-Kaffee und -Kakao.  Anschließend Gym, Pool und Aufbruch via Monorail zur Space Needle – der Geburtstags-Brunch ruft. Das Essen ist sehr lecker, die Aussicht spektakulär. Wunderschön. Nach zwei Stunden chillen wir noch ein bisschen auf dem Spielplatz mit vielen Bildern von Monorail und MoPoP. Über den Olympic Sculpture Park (tolle Blicke aufs Meer, die Stadt und die Olympic Mountains) geht es 21 Blocks an der Sea Front entlang zurück zum Hotel. Unterwegs eine erholsame Kaffeepause in Paddy Coyne’s Irish Pub mit lustiger Wasser- und Eiswürfelschlacht. Der Tag klingt mit Abendessen beim Türken, La Paloma, aus.

Nach 2 ½  erlebnisreichen Tagen geht es am dritten Morgen 100 mls nach Norden: Anacortes, dem Startort unserer Kayaktour. Aber zunächst besuchen Luis und Michael um 6 Uhr den Pikes Place Market, aber viel zu früh, es wird gerade erst aufgebaut. Nach dem full-american Breakfast im Arctic Club holen Luis und Michael den Mietwagen bei Alamo, einen Dodge Van 7-Sitzer. Via Meredith’ House (wer rät, was das ist? ;-) und REI (es werden noch Schuhe gebraucht) geht es mit der Whidbey Island Ferry über Deception Pass zu unserem Hotel, dem Ship Harbor Inn (tolle Zimmer, nette Leute und schöner Ausblick auf’s Meer). Leckeres Abendessen im Rockfish Grill & Brewery,  schöner Abendspaziergang mit Sonnenuntergang, Herons, Kormoranen und Rehen, alles für die Kayaktour in die wasserdichten Säcke umpacken … vor Aufregung bleiben wir alle viel zu lange auf, Aufstehen um 5:15 Uhr ist angesagt …

 

 

Fazit:
  • Seattle landet zu recht immer in den Top 10 der lebenswertesten Städte: Meer, Freizeit, Kultur, weltoffen, Aktivitäten en masse.
  • Der Downtown-Bereich rund um den Pioneer Square ist ideal, um Seattle zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden.
  • Das Marriott Courtyard Pioneer Square liegt perfekt, hat 1-Bedroom-Suites, ist schon etwas älter, aber gepflegt. 
  • Am besten haben uns gefallen: Space Needle, Fähren & Sea Front, die vielen Museen. Und die relaxte Atmosphäre.
 
 

Nordwesten 2017

27.7.-28.8.2017: Seattle – Kayaktour – Washington&Oregon – Sonnenfinsternis

Der Auslöser für diese Reise war die totale Sonnenfinsternis am 21.8.2017, die von Oregon bis South Carolina quer über die USA zieht: Etwas ganz besonderes, Sommerferien, außerdem war ein Wohnmobilurlaub mal wieder dran … also konnte mit der Planung begonnen werden.

Wie 2012 (Rim2Rim) und 2014 (Rafting) ist ein Outdoor-Erlebnis wieder der einhellige Wunsch. Über Besteigung des Mount Rainier (nein – man braucht Gletschererfahrung und -ausrüstung), Mehrtageswanderung im Regenwald (nein – eventuell zu nass), Gebirgswanderung in den Cascades (wir fanden nichts, was uns ansprach) liefert uns die Google-Suche nach „Outdoor Activity Washington, Oregon” schließlich den Treffer: eine Seekayaktour in den San Juan Islands. Nach intensiver Recherche entscheiden wir uns für die 5-Tages-Tour.

Und schließlich als drittes: Genügend Meilen für vier Freiflüge in der Premium Economy :-)

Also: Die drei Buchungen (Wohnmobil, Meilenflüge, Kayaktour) sind unter einen Hut zu bringen. Mit Geduld, Hartnäckigkeit, vielen Telefonaten und ein bisschen Kompromissen gelingt es … und wir stellen uns diese unvergessliche Reise zusammen :-)

Im Frühjahr entscheidet sich Robert, unser Neffe/Cousin, mit zu fahren. Alle freuen sich :-)

Fazit:

  • Die Kayaktour ist anspruchsvoll, erlebnisreich, Spaß und Abenteuer zugleich. Dazu Adler, Delfine, Robben, Waschbären … und Anstrengung und Muße.
  • Seattle gefällt uns ausgesprochen gut: tolle Lage, weltoffen, liberal, relaxed, friedlich. 
  • Die Vielfalt der Olympic Peninsula: Küste&Meer, Berge, Regenwald, Waldwirtschaft, Gletscher – abwechslungsreich und interessant.
  • Die Oregonküste ist Sand, Fels, Wasser, Luft – irgendwie ist alles immer gleichzeitig.
  • Die Vulkane sind gigantisch, noch aus 100-150 km überwältigend präsent, ehrfurchtgebietend und schön.
  • Und ja – die Sonnenfinsternis ist das erwartete Once-in-a-Lifetime Erlebnis. Wir staunen, sind begeistert und irgendwie ergriffen.

 

 

Nordwesten 2017 – Reiseroute

Reiseroute:
USA 2017 Wohnmobiltour: 5.-26.8.2017 ( © Google, 2017 )

Wir waren insgesamt 32 Tage unterwegs, aufgeteilt in folgende Etappen:

  • 3 Tage Seattle: Seafront, Museen, Space Needle, Downtown
  • Fahrt nach Anacortes via Deception Pass, Übernachtung an der Fähre
  • 5 Tage Kayaktour, von San Juan Island zurück nach Anacortes
  • Übernahme des Wohnmobils, bei Roadbear am SeaTac Airport
  • 6 Tage Olympic Peninsula: Hurricane Ridge, Salt Creek, Sol Duc, Rialto Beach, Hot Rain Forest und Ruby&Kalaloch Beach
  • 5 Tage Oregon Coast, von Cape Disappointment / Astoria bis zu den Oregon Dunes
  • 5 Tage Central Oregon: Newberry Crater, Madras mit der Sonnenfinsternis, Columbia River
  • 3 Tage Mount St. Helens und Mount Rainier
  • … und dann noch 3 Tage für Wohnmobilrückgabe, Abflug der Tochter in das Auslandshalbjahr nach Vancouver, noch einmal Seattle Downtown und Chinatown und den Rückflug
31.7.-4.8.2017 - Kayaktour auf den San Juan Islands (87 km in 5 Tagen)
31.7.-4.8.2017 – Kayaktour auf den San Juan Islands (87 km in 5 Tagen, © Google, 2017)

Die Kayaktour startet im Westen von San Juan Island. In 5 Tagen (mit Übernachtungen auf den Inseln Stuart Island, Jones Island, Blind Island und James Island) paddeln wir zurück nach Anacortes.

Die Wohnmobiltour ist betont geruhsam, insgesamt nur 1674 mls an 19 Fahrtagen, ein Durchschnitt von 88 mls. Dadurch haben wir viel Zeit für Wanderungen, Strand, Hot Springs und Action.

Die drei Doppelübernachtungen (Kalaloch, Newberry und Horsethief Lake) sind erholsam. Davon hätten wir gerne mehr gehabt – aber das geruhsame Umrunden der Olympic Peninsula und natürlich der Schlenker zur Sonnenfinsternis in Madras wiegen dies auf.

Wir fliegen diesmal wieder direkt,  Meilenflüge mit Lufthansa in der Premium Economy – sehr angenehm.

 
Tag Datum von nach Highlights mls
1 27.7. Aachen Seattle Direktflug mit Premium Economy :-)
2 28.7. Seattle (Marriott Courtyard) Underground Tour, SAM
3 29.7. Geburtstag auf der Space Needle
4 30.7. Seattle Anacortes Deception Pass, Packen für die Kayaktour
5 31.7. Kayaktour  13 mls bis Stuart Island
6 1.8.  11 mls bis Jones Island
7 2.8.  10 mls bis Blind Island
8 3.8.  13 mls bis James Island
9 4.8.  Grand Crossing, 8 mls bis akt
10 5.8.  SeaTac Scenic Beach SP  Übernahme des Wohnmobils, Großeinkauf 77
11 6.8.  Scenic Beach SP Heart o‘ the Hills  Hurricane Ridge, Wanderung 108
12 7.8.  Heart o’the Hills Salt Creek RA  Tide Pooling :-) 62
13 8.8.  Salt Creek RA Sol Duc  Hot Spring, Wanderung 38
14 9.8. Sol Duc Mora  Hoh Rain ForestRialto Beach 55
15 10.8. Mora Kalaloch  Hoh Rain Forest, Hochzeitstag :-) 84
16 11.8. Kalaloch  Wale, Ruby Beach 16
17 12.8.  Kalaloch Cape Disapp. SP  Fahrtag, Lewis&Clark Center 151
18 13.8. Cape Disapp. SP Nehalem Bay SP  Strand, Baden 67
19 14.8.  Nehalem Bay SP Cape Kiwanda  Sand Boarding, Strand, Sonnenuntergang 52
20 15.8.  Cape Kiwanda Cape Perpetua  nix besonderes heute, schöne Küste 75
21 16.8.  Cape Perpetua Jessie M. Honeyman SP  Dune Buggies, Lake Cleawox 39
22 17.8. Jessie M. Honeyman SP Paradise in Oregon  Hot Springs, Waldwanderung 137
23 18.8.  Paradise in Oregon Newberry Crater  Hot Springs, Paddle Boards, Relaxing 120
24 19.8.  Newberry Crater  Mehrere Wanderungen 15
25 20.8.  Newberry Crater Madras  Solar-Rummel, viele Fans 104
26 21.8. Madras Columbia Hills SP  Sonnenfinsternis, Stau, Baden&Duschen 97
27 22.8. Columbia Hills State Park  Ausspannen, Kayak, Baden 22
28 23.8. Columbia Hills SP Eagle Cliff  Gary Rosenquist, Ape Cave 126
29 24.8.  Eagle Cliff  Mt. Rainier  Windy Ridge, 4-Vulkane-Wanderung 132
30 25.8. Mt. Rainier SeaTac KOA  Wanderung, Waschen&Packen auf dem KOA 84
31 26.8.  SeaTac KOA SeaTac Marriott  Abschied, Chinatown 13
32 27.8.  SeaTac Marriott  …  Keine Hektik, schöner Rückflug …
33 28.8.  …  Aachen  … alles pünktlich, um 12:30 Uhr sind wir zuhause :-)

 

 

Nordwesten 2004 – Puget Sound

26.-27.8.2004 Bainbridge Island und Seattle
  • Geruhsame Fahrt über Tacoma (I-5), Bremerton (#16), Poulsbo (#3) zum Fay Bainbridge SP (#305) auf Bainbridge Island. Ein Super-Campground, ca. 25 Sites, alle mit Meerblick (wegen der Nähe zu Seattle an Wochenenden nur mit Reservierung).
  • Da es noch früher Mittag war (so ungestresst kann man 111 mls fahren ;-), entschieden Daniel, Florian und ich uns, mit der Fähre nach Seattle zu fahren. Karin brachte uns zum Hafen Winslow (ca. 5mls, zurück mit dem Taxi kostete $10), dann 30 min über den Puget Sound, direkt auf die Skyline zu:
  • Die erste deutsche Zeitung, Internet-Cafe (wie hat Alemannia gespielt ;-), öffentliche Verkehrsmittel für den nächsten Tag erkundet. Schön, nach all der Natur wieder eine Großstadt zu erleben.
  • Unser “offizielles” Seattle-Programm am nächsten Tag: Flight Museum (sehenswert: Concorde, Airforce No.1), Chinatown (nicht so schön wie in San Francisco, aber die Shops sind hier authentischer, weil nicht nur für Touristen), Space Needle. Wir waren stolz auf unsere Entdeckung, als Basis nicht einen der überall empfohlenen Stadt-Campgrounds (z.T. 25 mls entfernt) genommen zu haben, sondern Bainbridge Island. Es ist landschaftlich schön – und außerdem lieben wir Meer, Schiffe, Strand.
    PS: Auf der Rückfahrt war die Skyline im Dunkeln noch viel schöner – aber auf der schwankenden Fähre gelang einfach kein scharfes Foto ;-(
 
 
28.-29.8.2004 Larrabee SP und Rückgabe des Wohnmobils
  • Wir bummeln weiter (über #3, #19, #20, #11) nach Norden: Suquamish Indian MuseumPort Townsend (eine nette Stadt, mit vielen Trödelgeschäften, Restaurants), Fähre nach Keystone, bis zum vor-reservierten Larrabee SP.
  • Der ist dunkel+feucht, und der “Kinder”rat beschließt, die zweite reservierte Nacht sausen zu lassen zugunsten eines CG mit Pool (nur 6 mls entfernt von der Rückgabestation).
  • Der Felsstrand vom Larrabee SP entpuppt sich als wunderschön: Tidepools, Anemonen, Krabben, Seesterne, Steinformationen … :-)
    Aber die Kinder wollten zum CG mit Pool, also Aufbruch: Bellingham, Birch Bay, Baine, und den Nachmittag/Abend verbrachten wir im Cedars RV Resort: die Sonne schien wieder, der Pool+Site waren schön, Packen+Aufräumen ging schnell von der Hand.
  • Die Rückgabe in der El-Monte-Station Ferndale war problemlos, der deutsche Leiter freundlich+nett.

30./31.8.2004 Rückflug von Vancouver

  • Circa 1 Stunde Transfer, Check-In ohne Schlange, ein ruhiger Rückflug im nagelneuen A340-600 (das auch nach dem A380 das längsteFlugzeug der Welt bleiben wird, wie Daniel wusste ;-).
  • Landung in Frankfurt mit etwas Verspätung um 11:40, wir bekamen aber ohne Probleme den Anschluss-Zug (mit LH-Flugnr) nach Köln. Nur unsere Koffer nicht, die einen Tag später nach Hause geliefert wurden. Hat aber auch seine Vorteile – man braucht nichts schleppen!
  • Ankunft in Aachen um 14:30, alle noch ziemlich fit.
Hinweise:
  • Die Fähren im Puget Sound sind alle problemlos für Wohnmobile geeignet. Wir haben auch nichts von langen Wartezeiten mitbekommen.
  • Auch auf dem Rückflug war das Durch-Checken / der Anschluss-“Flug” mit der Bahn empfehlenswert: Frankfurt ist ohne Gepäck besser zu ertragen.
 
Larrabee State Park:

 

 

Nordwesten 2004 – Die Reiseroute

Insgesamt sind wir 3.018 mls in 25 Tagen gefahren, stressig waren dabei nur der erste Tag, und die beiden Mammut-Etappen von Burney-Falls zum Rogue-River (viel Landstraße) und von Bend nach John Day (einfach zu viele Meilen).

Im Durchschnitt sind das zwar nur 120 mls pro Tag, aber uns war es dann doch zu viel. Für die nächste USA-Reise (wir schwanken zwischen Canyon-Lands und noch einmal Oregon/Nordkalifornien) haben wir uns vorgenommen:

  • Pro Etappe maximal 150 mls;
  • Und wenn eine ausgeprägte Fahretappe nötig ist, dann
    – keine Besichtigungen (die Mischung aus Fahren/Besichtigung hat uns genervt),
    – und möglichst gute Straßen (Interstate).
  • An den meisten Orten 2-3 Übernachtungen vorsehen.

Konkret für diese Reise würden wir ändern:

  • #1 in Nordkaliforniern weglassen, dafür lieber länger bleiben, zum Beispiel 2 Tage in Burlington, 2 Tage in Grizzly Creek, sogar 3 Tage im Lassen Park.
  • #101 (Oregon-Küste) mit 2 Übernachtungen (z.B. Beverly Beach), einen Tag mehr in den Oregon Dunes, oder am Umpqua-River.
  • Newberry/Bend besser organisieren (vormachen oder nicht am Wochenende).
  • Nicht Oregon und Washington, d.h.
    entweder High Desert, John Day, Columbia Gorge, Mt.St.Helens
    oder            Mt.St.Helens, Puget Sound, Seattle
Tag Datum von nach Highlights Meilen
Teil 1: Vater und die beiden Ältesten starten alleine (Karte 1)
1 28.7. Aachen Frankfurt Gut und günstig: Novotel
2 29.7. Frankfurt Chicago Keine Wartezeit bei United
3 30.7. Chicago Tour auf dem Chicago River
4 31.7. Chicago Sears Tower bei Nebel
Fahrt im “California Zephyr
(Denver, Salt Lake City, Reno)
Schlafwagen und 1.Klasse
5 1.8.
6 2.8. San Francisco
7 3.8. San Francisco Radtour, Fußball WM 2004 ;-)
8 4.8. San Francisco Cable Car, Chinatown
Teil 2: Mit dem Wohnmobil durch Nordkalifornien, bis Portland (Karte 2)
9 5.8. San Francisco Bodega Bay WoMo sehr gut, Highway #1 117
10 6.8. Bodega Bay Mendocino Kayak gefahren, Seelöwe gesehen 102
11 7.8. Mendocino Burlington SP Avenue of the Giants 114
12 8.8. Burlington SP Grizzly Creek SP #36, Van Duzen River (Baden!) 70
13 9.8. Grizzly Creek SP Lassen NP Manzanita Lake 185
14 10.8. Lassen National Park Bumpass Hell, Summit Lake 47
15 11.8. Lassen NP Burney Falls Lassen Peak bestiegen 86
16 12.8. Burney Falls Rogue River Fahrt auf dem #89: auf Mt.Shasta zu 184
17 13.8. Rogue River Eugene Fahren 186
18 14.8. Eugene Portland PDX Karin und Luis abgeholt :-) 130
Teil 3: Nun zu fünft durch Oregon und Washington (Karte 3)
18 14.8. Portland PDX Cape Lookout SP 90
19 15.8. Cape Lookout SP Scenic Route, Netarts 51
20 16.8. Cape Lookout SP Oregon Dunes Devil’s Punchbowl, Wale gesehen 133
21 17.8. Oregon Dunes Umpqua River Dune Buggy fahren, Lake Cleawox 67
22 18.8. Umpqua River Crater Lake traumhaft :-) 137
23 19.8. Crater Lake Newberry Crater Sun Notch Trail, Rim Road 159
24 20.8. Newberry Crater Bend Obsidian Flow 92
25 21.8. Bend John Day High Desert Museum, Wüste 224
26 22.8. Clyde Holiday SP Regen :-(, John Day Fossil Beds 87
27 23.8. John Day Warm Springs Kah-Nee-Ta Resort 174
28 24.8. Warm Springs Cascade Locks Columbia Gorge Interpretive Center 122
29 25.8. Cascade Locks Tumwater Scenic Hwy, Mt.St.Helens ohne Sicht 156
30 26.8. Tumwater Bainbridge Island Puget Sound, Seattle via Fähre 111
31 27.8. Bainbridge Island Seattle: Flight Museum, Needle 13
32 28.8. Bainbridge Island Larrabee SP Suquamish Indian Museum 113
33 29.8. Larrabee SP Ferndale morgens Strand, abends Pool 62
34 30.8. Ferndale Vancouver Rückgabe, Transfer nach Vancouver 6
35 31.8. Vancouver Aachen Ruhiger Flug im A340-600