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Südafrika 2013: Überblick

18.10. – 3.11.2013: Je eine Woche auf Ant’s Hill und in/bei Kapstadt

Die Idee entstand Anfang 2012: Karla & Michael gaben in Google „Afrika Reiten Safari” ein … und Ant’s Nest & Hill kamen als erster Treffer. 2012 war dort schon ausgebucht, für Sommer 2013 war Cornwall geplant, wir nahmen uns diese Reise für Herbst 2013 vor :)

Im Oktober 2012 wurden Flüge und Lodge gebucht, der Reiseplan stand fest:

  • Nachtflug nach Johannesburg
  • 1 Woche Reitferien in Ant’s Hill
  • Flug von Johannesburg nach Kapstadt
  • 2 Tage Kapstadt
  • 4,5 Tage Südküste mit dem Mietwagen:
    • Kap der guten Hoffnung, Übernachtung in Hout Bay
    • Fahrt durch’s Landesinnere nach Struisbaai, Cape Agulhas
    • Küste und Hermanus zur Walbeobachtung
    • Rückflug von Kapstadt am Nachmittag

Es war noch viel, viel schöner als erhofft: die Lodge ein Traum (freundlich, Reiten, Natur, Tiere), das Land ist weltoffen und eine interessante Mischung aus erster und dritter Welt, die Menge und Nähe der Tiere muss man selber erleben (Fotos und Erzählen reichen nicht). Aber am beeindruckendsten war für uns die Freundlichkeit der Menschen, überall!


 

 

Südafrika 2013: Wildlife II

Zebras

Wunderschöne Tiere, in freier Wildbahn noch viel beeindruckender als im Zoo.

Die Hengste sind die Aufpasser der Herde – Menschen, Autos, Reiter werden misstrauisch beäugt (gut für Fotos ;) ) – die Stuten und die Kleinen halten deutlich mehr Abstand. Gleichzeitig sind Zebras sehr neugierig, so dass man die überall trifft.


 

Antilopen

Zuerst dachte ich: Antilopen, wie langweilig, sind doch auch nichts anderes als Rehe bei uns.

Aber die Vielfalt ist schon toll, dazu noch die schiere Größe von z.B. Elands. Und so seltsame Gestalten wie die Kuhantilope oder die Säbelantilope. Lustig auch die Afrikaans-Namen … ihr könnt ja mal raten, was Wildebiest, Hartebiest, Bleesbok oder Bontebok sind ;) .


 

Vögel


 

Details und kleine Tiere

Zahlreiche Termitenhügel, z.T. 50 m im Durchmesser, mit Millionen Bewohnern, sind in der Buschlandschaft verteilt. 90% des Hügels sind unter der Erde. Die Lüftungen sind ausgeklügelt, manche an der Sonne ausgerichtet zum Heizen, manche im Schatten zur Kühlung. Insgesamt wird ein konstantes Klima erzeugt, und genug Sauerstoffzufuhr.

Mistkäfer-Männchen rollen jede Menge Mistkugeln: innen Dung als Nahrung für die Larven, außen Stroh und Lehm für Kühlung und Stabilität. Die Weibchen inspizieren jede Kugel – und die schlechten werden energisch zerstört, die guten werden mit Eiern befüllt und verschlossen ;-)

Südafrika 2013: Tiere am Kap

Tiere am Kap

Protea - Nationalblume Südafrikas
Protea – Nationalblume Südafrikas
30.10. Struisbaai - vom Wind erzeugte Zirkel !
30.10. Struisbaai – vom Wind erzeugte Zirkel !

Die Tierwelt am Kap ist natürlich nicht so „wild” wie in einem Game Reserve, aber trotzdem kein Vergleich mit Deutschland – die Tiere sind mehr, näher, und natürlich exotischer.

Die Robbe beim Baden, der Pavian auf der Straße, große und farbenprächtige Eidechsen … nach eine Weile hat man sich dran gewöhnt. Aber irgendwie doch nicht: die Präsenz von „Wildlife” ist eines der Erlebnisse in Afrika.

 


 

Pinguine, Wale, Haie, Robben …

… und Delphine sind die „Big Ocean Five”, in Anlehnung an die „Big Five” Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard und Büffel.

Wir haben alle Ocean Five an der Kapküste gesehen:

    • Pinguine am Strand von Boulders Beach – dort ist die nördlichste Kolonie von Eselspinguinen. Die heißen so, weil sich ihr Schrei genauso anhört.
    • Robben sieht man an (fast) jedem Strand. Sie haben keine Scheu vor Menschen.
    • Wale in der Walhauptstadt der Welt – in Hermanus.
    • Haie, genauer den Großen Weißen Hai, auf unserer Shark Cage Diving Tour.
    • Delphine nur einmal, von weitem, in Hermanus.

 

  • 29.10. Pinguine am Boulders Beach
    29.10. Pinguine am Boulders Beach

Südafrika 2013: Cape Hope

29.10.: Tagestour zum Kap der guten Hoffnung

Michael holt morgens den Wagen ab – ein riesiger, recht neuer Ford Ranger Pickup. Der Papierkram dauert ewig … so kommen wir erst um 11:30 los. Wir liefern unser Gepäck schon in der für den Abend gebuchten Brightwater Lodge ab (sicher ist sicher: niemals mit Gepäck parken, sagt man). Das B&B ist gut, sehr zu empfehlen, freundliche Gastgeber, aber nicht so „stunning views” wie in Kapstadt oder das folgende in Struisbaai.

Über den Chapman Peak Drive geht es zur ersten Station, dem Boulders Beach mit seiner berühmten Pinguin-Kolonie. Eine schöne Bucht mit großen Felsbrocken („Boulders”) zum Baden. Die eigentliche Pinguin-Kolonie ist abgetrennt, es gibt ein kleines Museum … und jede Menge Reisebusse mit Hunderten von Touristen. Trotzdem einen Besuch wert – wann sieht man schon mal Pinguine in freier Wildbahn. Das Baden mit den Pinguinen (es gibt einen kleinen Strand) fällt leider aus: im Oktober sind die Pinguine in der Mauser und gehen 4 Wochen nicht ins Wasser (2-3 waren wohl schon raus aus der Mauser), außerdem war das Wasser eiskalt.

Nach einem leckeren Mittagessen im Boulders Beach Guest House fahren wir weiter zum Cape of Good Hope. Wir kommen spät an, gegen 16:00 Uhr, die Busladungen fahren gerade weg. Museum, Restaurant etc. schließen nämlich gerade … und es ist wunderschön, das Cape fast für sich zu haben. Außerdem machen sowieso nur die wenigsten die 1,5-Stunden-Wanderung zum Cape, sondern die Busladungen fahren alle mit der Bahn hoch zum Leuchtturm.

Wir verbringen fast 3 Stunden in dieser wilden Gegend, die Kinder toben in den Dünen des Dias Beach, wir sehen ein paar Paviane und eine beeindruckende „Kap-Eidechse” (Black Girdled Lizard, gibt’s nur hier).

Abends kommen wir spät in Houts Bay wieder an, und finden einen gemütlichen Italiener mit leckerem Rotwein ;-)
Ein schöner erster Tag unserer Autorundfahrt.

 

 

 

Südafrika 2013: Kapstadt

25.-28.10.: Kapstadt

26.10. Pizza in Kapstadt
26.10. Pizza in Kapstadt
27.10. V&A Waterfront - die 4 Friedensnobelpreisträger.
27.10. V&A Waterfront – die 4 Friedensnobelpreisträger.

Nach 2,5 Stunden Flug geht es mit dem vorbestellten Taxi zu unserem B&B No. 15 Welgemeend Street. Das liegt in einer ruhigen Wohngegend zu Füßen des Tafelbergs, hat genau zwei Doppelzimmer, mit Garten, so sind wir ganz für uns. Wunderschön :) . Es ist erst 20:00 Uhr, so dass wir noch gemütlich Pizza essen gehen, in der Kneipengegend der oberen Kloof Street.

Zwei Tage ist eigentlich viel zu kurz für Kapstadt, denn es gibt nicht viele Millionenstädte, die so viel Verschiedenes zu bieten haben: Landschaft (Tafelberg, Meer), Freizeit (Strände, Ausgehen, Wandern, Klettern, Surfen), Kultur (Museen, Historie), Shopping und jede Menge Ausflüge (Kap, Weingüter, Whale- und Shark-Watching).

Wir hetzen uns aber nicht durch die Sehenswürdigkeiten, sondern konzentrieren uns auf Baden und den Tafelberg, angereichert durch Stadtrundfahrt, Bummeln in der V&A Waterfront – und leckeres Essen ;-)

 

 


 

27.10.: Badetag in Camps Bay

Es scheint die Sonne, klarer Himmel und – also „muss” man auf den Tafelberg, sagt Liz, unsere Gastgeberin. „Morgen kann wieder Nebel sein, also los”. Wir besteigen den Hop-on-Hop-off Bus und fahren zum Tafelberg. Es gibt zwei Linien, mit denen man fast alle Ziele in und um Kapstadt erreichen kann; die Preise sind – besonders für Familien – erstaunlich günstig.

Am Tafelberg ist es jedoch unglaublich voll – es ist Sonntag, ganz Kapstadt steht Schlange (siehe oben, „man muss“, es ist kein Nebel ;-) ). Wir beschließen, mit dem Bus weiterzufahren, bis zum Strand. Die nächste Station ist Camps Bay, der In-Strand von Kapstadt. Ein toller Badetag :-) .

Am späten Nachmittag geht’s weiter zur V&A Waterfront, aus dem ehemaligen Hafenviertel ist eine nette Mischung aus Rummel, Shopping und Restaurants geworden. Der Tag klingt aus mit einem guten Essen beim Thailänder und einen Gläschen Wein im Zimmer ;-)

 


 

28.10.: Tafelberg

Frühstück schon um 7:00 Uhr – wir wollen früh zum Tafelberg. Aber, es ist neblig, man sieht nichts – „seht ihr, hab’ ich’s doch gesagt – wärt ihr mal gestern gegangen“.

Luis hatte im Reiseführer Abseiling Africa entdeckt: 112 m von ganz oben vom Tafelberg runter. Wir rufen dort an, „Visibility perfect, slots available, come around 10am”. So geht es doch – statt des wegen Nebel geplanten Aquarium – zum Tafelberg. Es ist nichts los ;-)

Der Ausblick von hier oben ist traumhaft – gerade die immer wieder aufreißende Wolkendecke ist wunderschön. Die Kids machen ihr Abseiling, die Eltern Fotos und eine kleine Wanderung. Runter teilen wir uns auf – Karin&Kids gehen zu Fuß, den Platteklipweg, 2,5 Stunden. Michael hat keine Schuhe, sondern nur Sandalen … und nimmt die Seilbahn.

Shopping im African Art Center, Vietnamese, ruhiger Abend. Wieder ein toller Tag :-)

 

 

Südafrika 2013: Impressionen