16.2. Morfjord

Lofoten 2013: Langzeitbelichtung

Ein Universum von Möglichkeiten, Techniken, Motiven, Wissen fing an, mir zu dämmern, der Kopf schwirrte: Graufilter, Grauverlaufsfilter, Histogramm, Tiefenschärfe, Belichtung, Verwischen von Wolken, Glätten von Wasser, Wellen, Dynamikeffekte …
… mir schwirrt noch Wochen nach dem Workshop der Kopf, vieles habe ich technisch verstanden, nur einen Teil fotografisch begriffen, noch weniger habe ich verinnerlicht oder beherrsche ich nach diesem ersten Workshop. Also noch ein Workshop …

Die Equipment-Frage ist einfach zu beantworten: Stativ, Grau- und Grauverlaufsfilter, Fernauslöser.
Schon schwieriger, diese richtig einzusetzen, zu entscheiden, welche Belichtungszeit man braucht …
… und dann das schwierigste: Motiv und Bildaufbau!

Warum überhaupt Langzeitbelichtung? Einige Beispiele:

  • Bildqualität: mit ISO 100 werden die Bilder nun einmal besser als mit hohen ISO-Werten. Also geht die Zeit rauf.
    Dies gilt natürlich insbesondere in der Dämmerung oder nachts.
  • Tiefenschärfe: kleine Blende -> mehr Zeit. Dann kann auch tagsüber die Belichtung mehrere Sekunden erfordern.
  • Hohe Kontrastunterschiede erfordern den Einsatz von Grauverlaufsfiltern, was wiederum die Belichtungszeit erhöht.
  • Wenn man Wasser, Wolken, Wellen verwischen oder glätten möchte, landet man schnell im Minutenbereich. Graufilter bis 10 Blenden werden erforderlich. In diesem Zeitbereich von mehreren Minuten kommt zusätzlich als weiterer Effekt dazu, dass man “auf einmal” Farben aufnimmt, die bei kurzen Belichtungszeiten nicht oder kaum sichtbar sind. Zum Teil surreale Bilder entstehen.

Hier ein paar Bilder die ganz gut gelungen sind:
(Weitere werden folgen … nach dem nächsten Urlaub, wo ich viel üben werde ;-)

 
Tiefenschärfe durch f/16, darum 0,4s.
ND-0,6-Verlaufsfilter.
Wellen, dynamisch bei 1/15s, f/16.
Wichtig und schwierig ist, den richtigen Moment so abzupassen, dass das Wasser auch fließend aussieht.
Wellen, bei  30s, f/10 sind nebelartig verwischt. Man beachte den Unterschied in der Wellenhöhe bei den beiden Bildern. 221s, 10x Graufilter, ND-0,9-Verlaufsfilter.
Das Wasser ist glatt, die Wolken verwischt, Rottöne im Himmel sichtbar.
 
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