22.9. Azenhas do Mar (Sven, Serdar, Rolf, Stefan)

Fotografie – weitere Workshops

Seit dem ersten Abendworkshop (Köln bei Nacht, 2012) hat es mich gepackt, mich für eine bestimmte Zeit zu 100% auf eine Sache zu konzentrieren:

  • Ich  lasse mich voll und ganz auf eine Location ein.
  • Motiv & Technik müssen eins werden: Was ist geeignet, womit bringt man die Stimmung zu Geltung?
  • Die Qual der Wahl oder auch umgekehrt „Mir sagt der Ort aber gar nichts“: Ich bin gleichzeitig aktiv und fremdbestimmt.
    Manchmal springen die Ideen auf mich zu, manchmal brauche ich eine Stunde, ehe die erste vage Idee kommt.
  • Und nicht zuletzt: Der Austausch mit Gleichgesinnten ist spannend. (Oder, wie Freunde und Verwandte sagen: „mit genauso Verrückten“).

So stöbere ich immer wieder, welche Workshops es gibt, bevorzugt als Kurzreise oder auch am Urlaubsort.

 
12.5.2012: Köln bei Nacht – Rhein, Dom, Kraftwerke

Abend- und Nachtfotografie hat mich schon immer fasziniert – aber ich war nie über ein (talentiertes?) Knipsen hinaus gekommen. Beim Stöbern im Internet fand ich den Workshop „Köln bei Nacht“ von drei engagierten Fotofreaks (damals PhotographerCrossing  – aber der gute Serdar betreibt jetzt PhotoTours4u).

Wir treffen uns am frühen Abend an der Hohenzollernbrücke, zum Sonnenuntergang geht es auf den LVR-Turm und bis weit nach Mitternacht sind wir unten am Rhein und fotografieren Wasser, Licht, Dom und Brücken.

Erstmals fange ich an zu ahnen, wie man mit Grau- und Grauverlaufsfiltern die Belichtung auch in schwierigen oder gar extremen Lichtsituationen in den Griff bekommen kann.

 

31.5.2015: Auf eigene Faust zu d.e.r Location für die Golden Gate Bridge

Unter Fotografen mittlerweile sehr bekannt, von Touristen praktisch nie besucht: Marshall’s Beach.

Der Grund: Man muss vom Parkplatz ca. 45 min. gehen und zum Teil auch kraxeln. Zudem ist der ideale Standort nur bei Ebbe erreichbar. Während einer Dienstreise haben wir uns zu zweit diesen Abendausflug gegönnt.

 

11.10.2016: Halbtages-Workshop in der St. Ives Bay

Während unsere Urlaube in Porthleven waren uns das Café und die Galerie schon lange aufgefallen – dann las ich über Carla Regler in einem Fotoforum und fragte in den Herbstferien spontan nach einem Halbtagesworkshop.

Wir verbrachten einen erfrischenden Nachmittag in der St. Ives Bay, mit Seehunden, Leuchtturm, Strand und Sonnenuntergang. Ein netter Nachmittag.

 

 

03.11.2017: Halbtages-Workshop in Porthleven

Während unserer 4 Wochen Work and Travel nutzte ich die Gelegenheit für einen weiteren halben Tag mit Carla Regler.

Diesmal blieben wir in Porthleven und nutzten die Dämmerung und die blaue Stunde für Langzeitbelichtungen. Auf mein erstes Langzeit-Panorama bin ich stolz – noch mehr als wegen des Bildergebnisses (aber auch schön, siehe unten, der erste Overlay-Vergleich), sondern wegen der technischen Leistung: Stativ in absoluter Waage (hatte ich noch nie ;-), Ausgleich der Belichtungsunterschiede, Nachbearbeitung in Lightroom und Photoshop.

  • Nach der ersten 2-Minuten-Belichtung erinnerte ich mich, das Schwarzbild zu aktivieren. Siehe meine leidvollen Erfahrung mit den Hotpixeln der X-T2.
  • Immer wieder erstaunlich und faszinierend finde ich, wie sehr sich die Bildstimmung durch Langzeitbelichtungen ändert.
  • Vor allem die letzten, kleinen Sonnenstrahlen werden erst durch die lange Belichtung sichtbar, siehe das Beispiel unten links.
  • Die märchenhafte Verwischung von Lichtern (siehe Beispiel unten rechts) ist sicher Geschmacksache, aber mir gefällt es immer.

 

Hier im direkten Overlay-Vergleich drei Aufnahmen des Porthleven Harbor. Man sieht die Effekte durch Langzeitbelichtung deutlich. [… bitte ggfs. <Refresh>… das Plugin hat manchmal Probleme.]

Panorama aus 4 Bildern
1/70 sec vs. 30 sec
2.11.2017 - Workshop Carla Regler - Porthleven Harbor (Stitch of 4, 1/70s)2.11.2017 - Workshop Carla Regler - Porthleven Harbor (Stitch of 4, 30s)
1/80 sec vs. 27 sec
2.11.2017 - Workshop Carla Regler - Porthleven Harbor (1/80s)2.11.2017 - Workshop Carla Regler - Porthleven Harbor (27s)
2 sec vs. 240 sec
2.11.2017 - Workshop Carla Regler - Ship Inn & Clock Tower (2s, 1600 ISO)2.11.2017 - Workshop Carla Regler - Ship Inn & Clock Tower (240s, 200 ISO)
13.-20.5.2017: Ein Woche in Nordspanien

Rund um Bilbao und Santander haben wir praktisch rund um die Uhr fotografiert: Steilküste, Felsen, Strände, Bilbao und auch alte Bäume in einem Nationalpark. Höhepunkte waren das Guggenheim-Museum bei Nacht und die Sonnenuntergänge.

Es war eine intensive, aber auch anstrengende Woche mit (zu?) vielen Locations und (zu?) vielen Kilometern. Aber mit tollen Bildern :-)
Wie immer gut organisiert von PhotoTours4u.

 

23.9.2017: Nachtfotografie im Landschaftspark Duisburg Nord

Zum Klettern waren wir schon öfter dort und hatten erfahren, dass an den Wochenenden die alten Industrieanlagen spektakulär beleuchtet werden. Aber mit der Familie einen Abend nur zum Fotografieren verbringen … ist eher langweilig für die Nicht-Freaks … da kam das Angebot gerade recht, und der Termin passte auch.

Von 18:00 Uhr bis 1:30 Uhr in der Nacht tummelten wir uns mit 7 Teilnehmern und Serdar als Tutor auf dem Gelände der ehemaligen Thyssen-Hüttenwerks mit seinem Hochofen, Gebläsehallen, Gießhalle, Koks- und Schlackelagern usw.

 

28.-30.6.2019: Naturfotografie im Hohen Venn

21.1.2018 - Wanderung im Hohen Venn: Chapelle Fischbach
21.1.2018 – Wanderung im Hohen Venn: Chapelle Fischbach

Direkt vor der Haustier … aber zum Fotografieren war ich noch nie dort, bisher sind nur Familienbilder und Schnappschüsse entstanden, i.W. im Winter. Dann sah ich in der Zeitschrift Naturfoto die Anzeige von Paul Kornacker mit dem Schwerpunkt Wasser.

So hatte ich das Hohe Venn noch nie erlebt: brütend heiß, knochentrocken, nix mit Sumpf, Nebel, Kühle. Wir haben jede Menge Bäche fotografiert (da waren nämlich Bäume als Schatten ;), eine Herausforderung, die krassen Helligkeitsunterschiede in den Griff zu bekommen.

Gelernt habe ich, wie man Libellen fotografiert: Wenn man sich nähert, fliegen alle Libellen auf und flüchten. Aber jede Libelle hat genau einen, immer denselben Ansitz – einen Halm, einen Zweig, einen Stein. Dahin kehrt sie zurück, wenn man ein paar Minuten ruhig sitzen bleibt. Und von diesem Ansitz wird immer wieder die exakt gleiche Route geflogen, man kann in Ruhe seine Belichtung und Fokus einstellen und warten, bis die Libelle ins Visier kommt.

 

 
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