Alle BeitrƤge von Michael

Südafrika 2013: Kapstadt

25.-28.10.: Kapstadt

26.10. Pizza in Kapstadt
26.10. Pizza in Kapstadt
27.10. V&A Waterfront - die 4 FriedensnobelpreistrƤger.
27.10. V&A Waterfront – die 4 FriedensnobelpreistrƤger.

Nach 2,5 Stunden Flug geht es mit dem vorbestellten Taxi zu unserem B&B No. 15 Welgemeend Street. Das liegt in einer ruhigen Wohngegend zu Füßen des Tafelbergs, hat genau zwei Doppelzimmer, mit Garten, so sind wir ganz für uns. Wunderschön :) . Es ist erst 20:00 Uhr, so dass wir noch gemütlich Pizza essen gehen, in der Kneipengegend der oberen Kloof Street.

Zwei Tage ist eigentlich viel zu kurz für Kapstadt, denn es gibt nicht viele Millionenstädte, die so viel Verschiedenes zu bieten haben: Landschaft (Tafelberg, Meer), Freizeit (Strände, Ausgehen, Wandern, Klettern, Surfen), Kultur (Museen, Historie), Shopping und jede Menge Ausflüge (Kap, Weingüter, Whale- und Shark-Watching).

Wir hetzen uns aber nicht durch die Sehenswürdigkeiten, sondern konzentrieren uns auf Baden und den Tafelberg, angereichert durch Stadtrundfahrt, Bummeln in derĀ V&A WaterfrontĀ – und leckeres Essen ;-)

 

 

 


 

27.10.: Badetag in Camps Bay

Es scheint die Sonne, klarer Himmel und – also ā€žmuss” man auf den Tafelberg, sagt Liz, unsere Gastgeberin. ā€žMorgen kann wieder Nebel sein, also los”. Wir besteigen den Hop-on-Hop-off Bus und fahren zum Tafelberg. Es gibtĀ zwei Linien, mit denen man fast alle Ziele in und um Kapstadt erreichen kann; die Preise sind – besonders für Familien – erstaunlich günstig.

Am Tafelberg ist es jedoch unglaublich voll – es ist Sonntag, ganz Kapstadt steht Schlange (siehe oben, ā€žman mussā€œ, es ist kein Nebel ;-) ). Wir beschließen, mit dem Bus weiterzufahren, bis zum Strand. Die nƤchste Station istĀ Camps Bay, der In-Strand von Kapstadt. Ein toller Badetag :-)Ā .

Am spƤten Nachmittag geht’s weiter zur V&A Waterfront, aus dem ehemaligen Hafenviertel ist eine nette Mischung aus Rummel, Shopping und Restaurants geworden. Der Tag klingt aus mit einem guten Essen beim ThailƤnder und einen GlƤschen Wein im Zimmer ;-)

 


 

28.10.: Tafelberg

Frühstück schon um 7:00 Uhr – wir wollen früh zum Tafelberg. Aber, es ist neblig, man sieht nichts – ā€žseht ihr, hab’ ich’s doch gesagt – wƤrt ihr mal gestern gegangenā€œ.

Luis hatte im ReiseführerĀ Abseiling AfricaĀ entdeckt: 112 m von ganz oben vom Tafelberg runter. Wir rufen dort an, ā€žVisibility perfect, slots available, come around 10am”. So geht es doch – statt des wegen Nebel geplanten Aquarium – zum Tafelberg. Es ist nichts los ;-)

Der Ausblick von hier oben ist traumhaft – gerade die immer wieder aufreißende Wolkendecke ist wunderschƶn. Die Kids machen ihr Abseiling, die Eltern Fotos und eine kleine Wanderung. Runter teilen wir uns auf – Karin&Kids gehen zu Fuß, den Platteklipweg, 2,5 Stunden. Michael hat keine Schuhe, sondern nur Sandalen … und nimmt die Seilbahn.

Shopping im African Art Center, Vietnamese, ruhiger Abend. Wieder ein toller Tag :-)

 

 

Südafrika 2013: Impressionen

Afrika 2015: Impressionen

Südafrika 2013: Wildlife I

Ant’s Giraffen

Black Boy
Black Boy

Es gibt etwa 50 Giraffen: EinzelgƤnger, Familien und Jungbullengruppen. Wir begegnen ihnen überall, beim Laufen, bei jedem Game Walk oder Drive, als Zuschauer beim Baden … sie sind fast noch neugieriger als wir Besucher.

Drei erwachsene Bullen gibt es, aber nur jeweils einer kann die Herde mit den Weibchen haben: White Boy ist der Ƥlteste, schon besiegt von Black Boy, er streift als EinzelgƤnger durch den Busch. Black Boy und Golden Boy (der jüngste erwachsene Bulle) buhlten gerade um die Herde … und in “unserer” Woche übernahm Golden Boy die Herde. Diesmal ging es ohne Kampf ab, beim letzten Mal haben die kƤmpfenden Giraffen auf einer LƤnge von 100m den 3m hohen Zaun eingerissen, der Ant’s Hill & Nest umgibt.

 


 

Ant’s Büffel

Der Alpha-Bulle
Der Alpha-Bulle

Ant’s Collection hat eine Herde von ca. 30 Büffeln.

Büffel sind groß: 1,70 m hoch, 3,50 m lang, bis 1,5 t schwer. Sie gehƶren zu den ā€žBig Five”, weil sie das gefƤhrlichste Tier sind: Ƥußerst aggressiv! Sobald man sich zu Fuß mehr als ~150 m nƤhert, jagt der Bulle solange, bis er den Stƶrenfried erwischt hat. Wie sagte Koos beim Game Walk: ā€žIf he looks at you, go back; if he still looks at you, look for a tree and climb it. Then wait for help.”

Die Büffel sind der Grund, weshalb keiner der Gäste ohne Guide die Lodge verlassen darf. Zu Pferde oder im Jeep sind die Büffel allerdings nicht aggressiv, sie empfinden diese wohl nicht als Bedrohung.

Michael hat, da er nicht reitet, noch keine Büffel gesehen. Am letzten Tag wird also ein Game Drive mit Dan organisiert,Ā demĀ FƤhrtensucher von Ant’s Hill, er wird ā€žTracker” genannt! Mit ihm soll es gelingen, die Büffel zu finden.

Wir folgen den Spuren vom Vortag –Ā ā€žyesterday, 11 am”, Ā ā€žyesterday, 1pm”, ā€žoh – 6am this morning”, ā€žjust 30 min ago”Ā (für mich sahen Spuren und Kƶttel alle gleich aus ;-) – nach 1 1/4 Stunden haben wir die Büffelherde gefunden. Sie nƤhern sich dem Jeep, man hat das Gefühl, sie fast anfassen zu kƶnnen. Unglaublich, wie groß die Bullen sind!


 

Ant’s Nashƶrner

6 Nashƶrner werden sorgfƤltig gehegt … und bewacht!

Rhino Poaching ist eine furchtbare Plage in Afrika. Für den Aberglauben an die chinesische Medizin werden Tausende Nashörner wegen ihrer Hörner getötet, allein in Südafrika ca. 600 (2012) und über 900 schon 2013, die meisten im Krüger Park. Fast immer sind es bewaffnete Banden aus Zimbabwe oder Mozambique.

In der Waterbergregion ist der Schutz seit 2012 sehr intensiv: Bewaffnete Patrouillen, Straßensperren und in jedes Rhinohorn wird ein giftiger Farbstoff injiziert, der das Horn als Medizin unbrauchbar macht.

Die ā€žWhite Rhinos” in Ant’s Hill sind recht friedlich, aber nƤher als 30 m sollte man nicht kommen. Sie rennen einen sonst einfach um. Aber sie sehen und hƶren nicht besonders gut. Wenn man sich im rechten Winkel entfernt, oder hinter einem Baum, ist man sicher.

Südafrika 2013: Ant’s Hill

19.-26.10.: Ant’s Hill

Ant's Hill
Ant’s Hill

Die Anreise ist zwar genauso lang wie nach USA, aber dank des Nachtflugs etwas angenehmer. Trotz Überbuchung und uralter 747 ohne Inseat-Video kommen wir gut gelaunt in Johannesburg an; nicht nur die Immigration, sondern auch der 3,5-Stunden-Transfer vergehen wegen der vielen neuen Eindrücke wie im Fluge.

Ant’s Hill und Ant’s NestĀ gehƶren mit 60 qkm zu den kleinen bis mittleren Game Reserves in Südafrika. Zu klein für Elefanten (jeder Elefant braucht 10 qkm) und wegen der Pferde, die frei mit den anderen Tieren laufen, gibt es keine Lƶwen. Aber es gibt Nashƶrner, Büffel, Leoparden, Gnus, SƤbel- und andere Antilopen, Zebras, …

Wir hatten auf dem Papier natürlich alles gelesen … aber dieser Luxus hat uns dann doch überrascht … super gepflegt alles, exquisites Essen, jeder Wunsch wird einem vom Mund abgelesen (die Kinder hatten sich nach 5 min drangewƶhnt, ich fand es auch nach einer Woche noch komisch) … 45 Pferde und ca. 40 Guides, Kƶche, Angestellte für ca. 20 GƤste.

Ach ja: kein Telefon, kein TV, nur ab und zu Handynetz oder WLAN. Sehr entspannend.


 

Activities

Am Ankunftstag gibt es für uns eine Extrawurst – wir dürfen noch um 15:00 Uhr wƤhlen, was wir nachmittags machen wollen: Karin und die Kids reiten, Michael (der überzeugte Nichtreiter) lƤuft.
Jeden Abend und jeden Mittag kƶnnen wir die jeweils nƤchste ā€žActivity” für den Vormittag bzw. Nachmittag wƤhlen: Reiten, Laufen, Mountain Biking, Game Walk oder Game Drive. Danach bleibt dem Chef genug Zeit, Guides und ggf. Pferde und SƤttel zuzuteilen.
Die Nachmittags-AktivitƤten werden so organisiert, dass sich alle – egal was sie machen – um ca. 18:00 Uhr zum Sundowner treffen. Jedes Mal eine andere wunderschƶne Stelle mit Aussicht auf den Sonnenuntergang.


 

Reiten

Ein Reiterparadies …
45 Pferde stehen für die 16-20 GƤste in Ant’s Hill bereit, in der anderen Lodge Ant’s Nest sind noch einmal ca. 40 Pferde für die 20 GƤste dort. So bekommt jeder ā€žsein” passendes Pferd.
Die Pferde leben inmitten der wilden Tiere, werden allerdings morgens und mittags in den Stables gefüttert, gepflegt und auch medizinisch versorgt. Manchmal kommen aber auch einige Pferde nicht und müssen dann eingefangen werden ;-)
Tiere und Pferde sind aneinander gewƶhnt, dadurch ist zu Pferde die ā€žFluchtdistanz” deutlich kleiner als zu Fuß oder im Auto. Antilopen, Zebras, Gnus, Giraffen, sogar Büffel sieht man fast zum Greifen nah.

Karin, Luis und Karla reiten tƤglich, manchmal sogar zweimal … wie gesagt, ein Reiterparadies :-)

 


 

Sundowner

Reiter, LƤufer, Game Walker und Driver … alle treffen sich kurz vor Sonnenuntergang. Die Guides haben Stühle, Decken, Tische aufgebaut. Als letzte kommen meist die Reiter an; lustig – die Pferde werden schon von ihren frei laufenden Kumpels erwartet (irgendwie spricht es sich auch bei den Pferden rum, wo der Sundowner jeweils stattfindet ;-). Die SƤttel werden in den Jeep geladen, die Pferde bekommen einen Klaps und freuen sich auf die freie Wildbahn.

Für uns gibt es Snacks, SƤfte, Drinks – jeden Tag an einer anderen, wunderschƶnen Sonnenuntergangs-Location. Es wird gequatscht, die Kinder tollen rum, man schaut den Pferden noch zu. Anschließend fahren alle im Jeep zurück zur Lodge.


 

Ant’s Tiere

Ant’s Collection ist mit ca. 6.000 ha (60 qkm) eine mittelgroße Tierfarm, zu klein für Elefanten und wegen der Pferde ohne Lƶwen. Aber es gibt Nashƶrner, Giraffen, Zebras, SƤbelantilopen, viele Antilopenarten, Gnus, Büffel, sogar Leoparden. Die Tiere laufen frei (ein Zaun begrenzt das Gebiet), werden aber medizinisch versorgt und (selten) gefüttert. Also ein bisschen wie ein Zoo, sozusagen ein ā€žbegehbares Freigehege”.

Faszinierend ist die schiere Menge und NƤhe der Tiere – man ist mittendrin, ein ganz anderes Gefühl als im Zoo. Das Gefühl kann man nicht beschreiben, man muss es gesehen haben. Besonders mein Laufen zuhause im Wald wird nie mehr das gleiche sein – zu erleben, wie Giraffen, Zebras, Wildebiests neugierig zuschauen, ist unvergleichlich.

Hier einige Bilder als ā€žAppetithappen” … ausführlicher auf der ExtraseiteĀ Wildlife.

 


 

22.10.: Ausflug – Elefantenreiten

Elefanten gibt es ja nicht auf Ant’s Hill – dafür werden Ausflüge zurĀ Shambala LodgeĀ angeboten. Dort gibt es die ā€žBig Five” – Lƶwe, Elefant, Nashorn, Leopard, Büffel. Der Begriff stammt aus der Zeit der JƤger; das waren die gefƤhrlichsten Tiere für die JƤger. Hippos gehƶren – obwohl die noch gefƤhrlicher sind – nicht dazu, weil sie nicht gejagt wurden damals.

Wir sind eine Gruppe von 10 Personen, jeweils zu zweit auf einem afrikanischen Steppenelefanten. Anders als indische Elefanten sind dies keine Haustiere, sondern bleiben immer wild. Bis zum Alter von ca. 15 Jahren lassen sie sich reiten.

Wir reiten eine Stunde – allen macht es Riesenspaß, nur Michael hat eine Sch…angst, von den 4 m hohen Biestern runter zu fallen ;-(

 


 

25.10.: Baden mit den Pferden

Einmal in der Woche gehen die Guides mit den Pferden baden. Ein kleiner Stausee, der ganzjƤhrig Wasser führt, ist der Badeplatz. Die Pferde werden abgesattelt, die Reiter ziehen sich Badesachen an … es ist ein Riesenspaß :).


 

26.10.: Abschied von Ant’s Hill

Eine traumhaft schƶne Woche geht zu Ende – nicht nur, dass wir rundum verwƶhnt wurden, sondern wir fühlten uns fast als Freunde behandelt.

Für jeden Geschmack wird etwas angeboten – Hauptsache man mag Natur, Tiere, Pferde, nette Menschen – und leckeres Essen :).

Am morgen unserer Abfahrt kƶnnen die drei noch einmal reiten, Michael packt ;-)
Der Abschied von den Guides ist besonders herzlich – einigen sind die Kids fast ans Herz gewachsen. Wir alle sind traurig, hier weg zu müssen.

Gegen Mittag werden wir zum Flughafen Johannesburg gebracht, ca. 3,5 Stunden Transfer. Ein geruhsamer, problemloser Flug.


 

 

Afrika 2015: Kambaku

3.8.-8.8.: Kambaku Safari Lodge
3.-8.8. Kambaku
3.-8.8. Kambaku

Um 15:00 Uhr kommen wir an, ein nettes Willkommen, der Fahrer hatte per Telefon schon organisiert, dass die drei noch reiten können.

Das Reiten geht sofort los, leider passiert Karin direkt beim Losreiten ein Missgeschick – sie achtet nicht auf einen großen Dornenbusch und zerkratzt sich Gesicht und Arm. Es blutet ziemlich – aber weh tut ihr mehrĀ der Ƅrger über sich selbst. SieĀ will nicht mehr reiten, und als sie nach dem Verarzten doch will, sind die anderen schon weg … so wird es ein Schmoll- und Lese-Nachmittag.

Michael mach sich ausgiebig frisch, holt zum ersten Mal seit 9 Tagen wieder Email rein: Dani hat seinen Praktikumsplatz bei Audi, sonst gibt es nichts wichtiges. Insgesamt kommen wir alle langsam wieder in der Zivilisation an, WƤsche wird gewaschen, die Füße werden allmƤhlich wieder sauber, getaktete Zeiten für die Mahlzeiten, richtige Tische und Stühle …

Wir haben ein schƶnes Abendessen unter Sternenhimmel, die anderen GƤste sind auch nett.Ā Als wir ins Bett gehen … hat jeder eine heiße WƤrmflasche am Fußende liegen.

Eine nette That-Is-Africa Geschichte:Ā Der Sende-/Empfangsmast für Telefon und Internet steht an der GrundstücksgrenzeĀ auf einem Hügel, Zufahrt nur über das Grundstück eines Nachbarn. Als vor ein paar Jahren die namibische Telecom zur Wartung zum Mast fuhr, hat der Nachbar den Wagen beschossen. Seitdem müssen Wartung bzw. Reparatur immer per Hubschrauber gemacht werden – die Telecom beordert einen Hubschrauber nach Otjiwarongo, der bringt Techniker samt Ersatzteile zum Mast und holt nach einer Weile auch wieder ab. Tja – that’s Africa ;-).

3.-8.8. Kambaku - Stables
3.-8.8. Kambaku – Stables
 
 
8./9.8.: Rückreise nach Aachen
8.8. "Unsere" Boing 767, Condor von Windhoek nach Frankfurt
8.8. “Unsere” Boing 767, Condor von Windhoek nach Frankfurt

MorgensĀ ist noch einmal Springstunde für die Kids. Anschließend heißt es: frisch machen und packen. Der letzte Tag ist immer doof … wie bestellt und nicht abgeholt …Ā die Zeit bis zur AbfahrtĀ um 14:30 Uhr verbringen wir mit Essen, Warten, Lesen.Ā Bis zum Flughafen in Windhoek sind es knapp 450 km, gut 4 StundenĀ Fahrt.

Am Flughafen ziehen wir uns noch um, dank Check-in am Business-Class-Schalter sind wir schnell durch alle Kontrollen … leider hat Karla ihr iPhone beim Umziehen auf der Toilette liegen lassen … wenige Minuten nur und es ist weg. damit auch alle Fotos und Videos.

Der Flug ist um mehr als 1,5 Std verspätet, dank Priority Pass können wir in der Oshoto-Lounge bei Getränken, Imbiss und WLAN warten. Die Loungegäste werden als letzte geholt, als alle schon im Flugzeug sind. Die Boeing 767 in toller Bemalung wartet auf uns, wir haben die Sitze 7HK, 8HK, Flug DE 6279.

Sehr vernünftig, dass wir Premium Economy gebucht haben – Michael hatte monatelang auf ein SchnƤppchen gelauert und irgendwann für 100€ pro Person zugeschlagen.Ā Ruhiger Flug, sogar Karin schlƤft ein bisschen. Unsere Spezialmenüs – je 1x moslemisch, vegan, glutenfrei und vegetarisch – schmecken sehr gut. Etwas von der VerspƤtung wird aufgeholt, wir landen um 9:45 Uhr, nur 30 min verspƤtet. Die Koffer sind schnell da, Luis wünscht sich dringend Pizza von seiner Leib- und Magenbude im Übergang vom Bahnhof zum Flughafen … so essen wir alle Pizza zum Frühstück.

Wir bekommen ohne Hektik den gebuchten ICE um 11:09 Uhr von Frankfurt nach Kƶln. Dort nehmen wir ein Taxi nach Aachen, damit wir nicht mit Bahn/Bus/Taxi umstƤndlich die Baustelle zwischen Kƶln und Aachen um”schiffen” müssen. Ā Um 13:00 Uhr sind wir zuhause :-) .

 

 

Afrika 2015: Damaraland

30.7.-1.8.: Hoada
4T Etosha, 4T Damaraland, 5T Kambaku
4T Etosha, 4T Damaraland, 5T Kambaku

In Kamanjab kaufen wir für die nächsten vier Tage ein, auch die Mitbringsel für die Himbas. Die wenigen Touristenautos hier werden von (selbsternannten) Parkplatzwächtern, Straßenhändlern und Künstlern umlagert.

Der kleine Ort (an der Kreuzung C35/C40 sind 2 Tankstellen, 1 Supermarkt, 1 Fleischerei, 2 oder 3 “Restaurants”) lƤsst uns nicht los: Nach dem Einkaufen wollen wir noch Bargeld holen, aber der Geldautomat ist defekt, ebensoĀ an der Shell-Tankstelle. Der nƤchste Automat ist in Outjo (152 km) oder Khorixas (100 km).

Wir beschließen sparsam zu sein, wollenĀ aber noch Fleisch kaufen. Auf dem Rückweg von der Fleischerei ist der StraßenhƤndler mit zwei Souvenirs dann doch erfolgreich, so dass wir jetzt echt wenig Bargeld haben. Karin schafft es, im Supermarkt an der Kasse Bargeld (1000 NAD = 75€) von der Kreditkarte zu bekommen. Mal schauen, wie weit das reicht.

Um 13:30 Uhr geht es endlich auf die letzte Etappe, noch 68 km Schotterpiste. Ein echtes “Pad” (=Piste), mit vielen “Rivieren” (Flüsse, die nur in derĀ Regenzeit Wasser führen), die wir durchqueren. Aber natürlich sind alle trocken. Karla wünscht sich “endlich mal ‘nen Platten oder eine Panne”, mindestens jedoch eine Flussdurchquerung.

Um 14:45 Uhr kommenĀ wir in HoadaĀ anĀ … sofort ist klar, dass es hier 5 Sterne gibt: netter Camphost (Andrew), 8 Sites eingebettet in Felshügel, jede Site hat fantasievoll gemauerte Dusche und WC, eine große Küchenecke mit Spüle und einen kombinierter Braai/Donkey (nur wer grillt, hat auch heißes Wasser zum Duschen ;-). Dazu noch ein kleiner Pool, eine Bar und Activities wie Hiking, Biking und Ausflug zu einem Himba-Dorf. Siehe auch die tollen Reviews bei TripAdvisor.

Wir gehen kurz in den Pool, klettern, lesen, grillen, genießen die unwirkliche Abendstimmung:

30.7.-1.8. Hoada Camp
Hoada Camp

 

DasĀ Hoada Camp erinnert uns frappierend an denĀ Jumbo Rocks Campground im Joshua-Tree National Park. Ā In einemĀ Areal von ca. 500-1000 m Durchmesser sind ein Dutzend “Jumbo Rock Hügel” verteilt, jeder 50-60 m groß und 20-30 m hoch.

Ein Kletterparadies mit urigen BƤumen, in demĀ 6 Einzel-Campsites und 2 Group Sites weitrƤumig verteilt liegen – jede Site hat quasi ihren eigenen Kletterhügel. Auf dem größten Hügel liegt die Bar mit einem kleinen Swimmingpool.

Wir freuen uns, hier zwei Tage zu verbringen.

 
31.7.: Himba-Dorf, die lƤngsten “2x 10 km”

Wir frühstücken gemütlich, Andrew klƤrt, dass wir das Himba-Dorf besuchen kƶnnen, allerdings müssen wir mit dem eigenen Auto fahren, Owen (einer der Angestellten des Campgrounds, er ist Damara und kommt aus dem nƤchsten Dorf, Erwee) fƤhrt mit und zeigt die “Road”. Wir hƶren, dass esĀ “ca. 10 km”Ā sind, die HƤlfte davon seiĀ “GelƤndegang erforderlich”.

Gegen 9:30 Uhr geht es los, zunƤchst in die Grootberg Primary School von Erwee, wo uns die SekretƤrin des Schuldirektors empfƤngt undĀ herumführt. Wie in Biro (bei der River Dance Lodge) sind es ca. 370 Kinder, von Pre-School bis Grade 7. Wegen der großen Entfernungen hier (manche Kinder haben es 3-4 Stunden zu Fuß nachhause, für einen Weg)Ā besuchenĀ ca. 240 Kinder die sogenannte “Boarding School” (Internat) von Montag bis Freitag. Wir sehen uns einige SchulklassenĀ und die SchlafrƤumeĀ an; es gibt sogar einen Computerraum mit 7 PCs. Nicht jedes Kind hat ein Bett oder eine Matratze, manche schlafen auf dem Boden, zu zweit oder zu dritt in einem Bett. Wir machen viele Fotos, versprechen die per Email und einige auf Papier zu schicken, und übergeben als Geschenk Stifte und Kuscheltiere und spontanĀ auch eineĀ Spende , wir haben zwar keine namibischen Dollar mehr, aber noch USD.

Dann geht es Richtung Nordwesten zum Himba-Dorf, das schon im Kaokoland liegt. ZunƤchst 9 km auf schlechter Piste (wie wir fanden) bis zum VeterinƤrzaun, dann sagt Owen “jetzt bitte Low 4”. (Wie bitte? Die Piste kann doch gar nicht schlechter werden!?) Ā Karin fragt “this is a road?”, Owen antwortet “yes, this is a road”. Und 9 km waren wir schon gefahren … okay, wir lernen, dass Entfernungsangaben eher als Orientierung zu nehmen sind. Ohne Owen würden wirĀ sofort umdrehen.

So fahren wir langsam 10 weitere km über Felsen, sechsmal durch einen kleinen Fluss, der hier von Quellen gespeist wird und deshalb Wasser führt. Jeweils steil runter und genauso steil wieder hoch, teilweise über dicke Steine. Ab und zu müssen wir große Bodenwellen mit Steinen auffüllen um durch zu kommen.

Nach über einer Stunde erreichen wir ein Doppel-Dorf, links ein Herero-Dorf, rechts das Himba-Dorf. (Himba und Herero sind verwandt und leben im KaokolandĀ oft in direkter Nachbarschaft.) Owen kann die Sprache der Himba/Herero, und führt uns rum. Die Begrüßung geht mit afrikanischem HƤndedruck, den Worten “moro-moro” und einem leise gegrunztem “hrmmmh”. Wir geben drei Kindern Wasserflaschen mit Wasser, sehen zu, wie aus Ton und Rinderfett die ockerfarbene Farbe gemacht wird, die alle Himbafrauen sich als Schutz auf Haut und Haare reiben. Dazu den aus Rinde/KrƤutern gebrannten Reinigungs- bzw. Parfüm-Rauch. In der Zwischenzeit haben die MƤnner und Frauen in einem großen Kreis ihre Ketten, ArmbƤnder, Schnitzereien etc. aufgebaut und wir kaufen einiges. Irgendwann bremst Michael, denn wir brauchen ja noch Bargeld für Owen und um Holz/GetrƤnke auf dem Campground zu bezahlen.

Zum Abschluss wird getanzt, wir geben (wie vom Reiseführer vor 2 Tagen gesagt) 100 NAD als Tanzspende, was aber zu Protesten führt. Wir gebenĀ noch 200 NAD dazu … wonach wir nur noch genug Bargeld für Owen haben, nicht aber für die GetrƤnke, die wir gestern an der Bar hatten.

Der Rückweg klappt auch, Michael schwitzt zwar ab und zu Blut und Wasser – tiefe Zweifel befallen uns immer wieder, ob das Auto den vor uns liegenden Hang hoch kommt.Ā Nach 1 ¾ StundenĀ sind wir wieder im Hoada-Campground. Andrew kann uns mit Bargeld auch nicht helfen, schenkt uns aber die GetrƤnke, nur das Brennholz müssen wir bezahlen (mehr Bargeld haben wir auch nicht). Andrew lƤdt uns sogar auf je ein GetrƤnk ein, wofür wir uns mit der angebrochenen Flasche Wein revanchieren. Owen kommt dazu … ein nettes Gespann, wir quatschen noch lange in den Abend hinein.

Wie versprochen tauschen wir heute die Schlafplätze: Vater zum Sohn, Tochter zur Mutter. Aber die Kids schniefen so laut, dass wir mitten in der Nacht wieder die Plätze tauschen. Mal sehen, wie die beiden Kids morgen staunen.

 
1.8.: Fahrt zur Ugab Terrace Lodge
1.8.: Hoada --> Ugab Terraces
1.8.: Hoada –> Ugab Terraces

Owen hatte gesagt, dass wir am Samstag nur bis 13:00 Uhr in Khorixas Bargeld bekommen. Darum stehenĀ wir um 7:00 Uhr auf. Die Kids sind tatsƤchlich überrascht, wer da neben ihnen liegt …

Um kurz vor 9:00 Uhr geht’s los,Ā es geht auf 218 km Rüttelpiste, via Grootbergpass, Palmwag nach Khorixas. Unterwegs versuchen wir an der Palmwag-Lodge Bargeld zu bekommen, das gelingt nicht. Wir kaufen von unseren letzten NAD Nudeln und Würstchen, am VeterinƤrkontrollpunkt Palmwag, in einem winzigen LƤdchen. Dort nehmen wir einen Herero aus Sesfontein mit, der nach Khorixas zum Arzt muss.

Nach 170 km besuchen wir den Petrified Forest. Es kostet jedochĀ Eintritt, aber die Leute sind dort so nett, dass man unsere USD eintauscht, zwar nur 1:10 statt 1:12, aber das machen wir gerne. Unser AnhalterĀ kommt auch gerne mit, er hat noch nie versteinertes Holz gesehen, findet das ganz toll. Unsere Führerin ist Susana, sie spricht sogar die Klicksprache der Buschleute. Hƶrt sich lustig an. Alle sind übrigens beeindruckt, weil wir “moro-moro” kƶnnen. Die versteinerten BƤume sind 260 Mio. Jahre alt, bis zu 30 m lang und einer hat einen Durchmesser von 1,20 m.

Um 14:00 Uhr sind wir in Khorixas, einer richtig großen Stadt. der Supermarkt hat auf, und sogar der ATM funktioniert.

Jetzt noch 55 km asphaltierte Straße, und noch einmal ca. 15 km Schotter … dann sind wir da. Am Campground ist niemand, also fahren wir hoch zur Lodge, die steilste Straße, die wir jemals gefahren sind. Wir sind alle k.o. und erholen uns allmƤhlich bei einem spƤten Lunch, mit Kaffee und Sprudel. Um 16:45 Uhr beziehen wir die Campsite No.1, nicht ohne vorher für die Kids die Double Zipline zu buchen.

Die Kids sind etwas durch den Wind, die Fahrt und das lange Stillsitzen hat sie überhaupt nicht ausgelastet. Gegen 19:00 Uhr ist wieder Frieden … und die 30 Day six Pack Challenge wird gemacht, heute sind 40/18/35 dran.

1.-3.8. Ugab Terraces
1.-3.8. Ugab Terraces
 
2.8.: Ugab Terrace Campground, Wanderung

Wir stehen um 7:00 Uhr auf, sind pünktlich um 8:30 Uhr oben an der Lodge … und der Besitzer erƶffnet uns, dass es sonntags nur Ziplining gibt, wenn mindestens 4 Teilnehmer da sind … grrr, so was doofes, warum sagen die das denn nicht am Vortag :-(

Karla ist so sauer, dass sie lieber wieder zum Auto geht und liest, wir anderen fragen nach einer Wanderung. Ein Angestellter beschreibt uns den Weg zur “Cave”, ca. eine Stunde. (Wir hatten zunƤchst nicht verstanden, ob hin oder hin und zurück, war uns egal – spƤter hƶrten wir “für hin und zurück”.)

Wir folgen den rot/weißen Pfeilen, sind ganz am Anfang an einer Gabelung unsicher, finden aber spƤter Steinhaufen und wieder ganz viele Pfeile. Wir durchqueren ein weites, sandiges Tal mit BƤumen, klettern an der anderen Seite den markierten Weg wieder hoch, und kommen über einen steilen Weg in das nƤchste Tal. Ein Pfeil weist nach links, eine “Road” führt in einem großen Bogen durch dieses Tal ins nƤchste. Nach 1 ¾ Std. beschließen wir umzukehren, eine kurze Diskussion, ob wir den gleichen Weg zurückgehen, oder weitergehen und die Straße finden, oder quer durch den Busch abkürzen … wir gehen den gleichen Weg wieder zurück. Zwar eventuell nicht der kürzeste, aber auf jeden Fall der sicherste Rückweg!

Gegen 12:00 Uhr, nach 3 ¼ Std (und nur 1 Liter Wasser) sind wir wieder an der Lodge. Wir erfahren, dass wir an der ersten Gabelung, noch ganz am Anfang, also nach 10-15 min, statt links ins Tal rechts auf der Höhe hätten bleiben sollen. Dann wären wir nach weiteren 10-15 min an der Höhle und dem Windrad gewesen.

 

Wir trinken was, ruhen kurz aus, dann holen wirĀ Karla und die Schwimmsachen. Der Pool ist sehr schƶn,Ā wir machen unsere Challenge (45/20/40) und toben ein bisschen. Dann bestellen wir um 14:00 Uhr einen kleinen Imbiss … es dauert ewig, wir erfahren spƤter, dass der Koch erst um kurz nach drei kommt. HƤtte man uns ja auch sagen kƶnnen, aber (“TIA”) man sagt hier nicht nein Ā ;-).Ā Egal, es schmeckt, wir gehen runter zum Campground, lesen, spielen Canasta, Frisbee. Kochen, Abendessen im Dunkeln.

 
3.8.: Rückgabe des Wagens

Die Kids sind schon um 6:30 Uhr wach, wir stehen alle um 7:00 Uhr auf, Frühstück, Packen ohne Hektik, wir kommen um 9:15 Uhr los. Auf dem Pad zur Hauptstraße ist ein Himba-Stand, wir erstehen noch einige dringend nƶtige Geschenke. Fahrt über Asphalt via Outjo nach Otjiwarongo, um 11:30 Uhr sind wir am verabredeten Autorückgabepunkt, dem ToyotahƤndler. Um 12:00 Uhr ist der Fahrer von Kambaku da, aber der Mitarbeiter von Bushlore kommt erst um 13:15 Uhr. Michaels kaputtes iPhone ist der Grund – Bushlore hatte SMSe geschickt, und wir hatten nicht geantwortet. Aber alles kein Problem, Rückgabe ist reibungslos, wir holen noch einen Imbiss bei Superspar und werden dann die 80 km bis Kambaku gefahren.

 

Afrika 2015: Etosha

26.-30.7. Etosha Nationalpark
26.-30.7. Etosha NP - Halali -> Okaukuejo -> Dolomite
26.-30.7. Etosha NP – Halali -> Okaukuejo -> Dolomite

4,5 Tage haben wir uns Zeit genommen und wollen den Park komplett von Ost nach West er”fahren”. Ā Auf direkter Route sind es 325 km, wir rechnen mit 500-600 km, weil ja doch einige Umwege zu Wasserlƶchern und Aussichtspunkten anfallen werden.

Neben derĀ offiziellen WebsiteĀ mit detaillierten Maps gibt es gute Informationen Ā aufĀ namibia.deĀ und vor allemĀ bei Wikipedia.

28.-30.7. Dolomite Lodge
28.-30.7. Dolomite Lodge

Unsere Übernachtungen sind: Halali, Okaukuejo und das Dolomite Camp im Westen, wo wir nach den vielen Kilometern zwei Übernachtungen zum Ausspannen einlegen. Außerdem ist dort Luis Geburtstag … und er hat sich gewünscht: Ein ganzer Tag Relaxing.

Die Route zwischen den Camps richtet sich danach, welche Wasserlöcher von unseren Reiseführern empfohlen werden. Dadurch entsteht eine Fahrtroute mit ein bisschen Zickzack. Voll ist es nirgends, meistens sind wir allein.

Fazit:
  • Unsere Befürchtung war, dass nach der Natur- und TiernƤhe im Chobe und Caprivi wir uns hier eingesperrt vorkommen.
    Ja, man darf nicht aussteigen, die Camps werden abends verschlossen … aber die schiere Anzahl und Vielfalt der Tiere sindĀ einzigartig.
  • Die beleuchteten Wasserlƶcher in Halali und Okaukuejo sind etwas ganz Besonderes: 24 Stunden Kino.
  • Die Camps sind schƶn, Dolomite mit seinen Chalets und dem Ausblick hat uns begeistert.
  • Trotz Hochsaison – wir fanden es überhaupt nicht voll. Aber wir hatten wohl auch etwas Glück, dass gerade an unseren Tagen weder Busladungen noch Overlander-Massen da waren.
  • Insgesamt fahren wir an den 4,5 Tagen ~510 km, das ging trotz Sand-Kies-Pisten sehr gut und war uns nicht zu viel.
 

 

 

Afrika 2015: Caprivi

19.7.: Nambwa Campsite im Bwabwata Nationalpark

Gemütliches Frühstück in der Morgensonne, mit Blick auf den Chobe River. Gegen 10:00 Uhr kommen wir los, fahren 190 km über (i.W.) schnurgerade Teerstraßen, dann 14 km über Sandpiste im L4-Gang in den Bwabwata Nationalpark, bis zum Nambwa Camp. Diesmal mit reduziertem Reifendruck, es geht problemlos. Um ca. 14:00 Uhr kommen wir an, unsere Site 4 liegt direkt am Kwando River, mit Sitzplatz am Wasser.
Mittagssnack am Flußufer, Elefanten laufen über den Campground. Später kommen die Elefanten sogar auf unsere Site. Nur durch eine Buschreihe getrennt fressen sie und beäugen uns immer wieder. Wenn wir zum Auto gehen, schauen sie uns an, nur ~10 m entfernt.

Es wird früh dunkel, die Ladies kochen leckeres Gemüse mit Curry und anderen Gewürzen, dazu Steak. Im Hintergrund immer wieder Elefanten, jetzt auch im Wasser direkt gegenüber.

Toller Abend, gute Stimmung :-). Die ganze Nacht hören wir Elefanten und Hippos, so nah als fräßen sie direkt unter unseren Zelten. Grandios.

 


 

20.-22.7.: Fahrt durch den Caprivi-Strip, 2 Tage River Dance Lodge

Entspanntes Frühstück, man muss nur akzeptieren, dass halbwüchsige Jungs mehr Wert auf ihre Ruhe legen als zu helfen :-!
Um 10:00 Uhr geht’s los, die 13 km Sandpiste gehen in 45 min ganz entspannt … Übung macht den Meister.

20.7.: Nambwa --> Divundu. Ein Kudu kreuzt!
20.7.: Nambwa –> Divundu. Ein Kudu kreuzt!

Dann 200 km durch den Caprivi-Streifen, immer geradeaus bis auf zwei oder drei kleine Knicke. Auch Luis fƤhrt einmal, ca. 35 km, sehr gut klappt das ;-).
Unterwegs immer wieder Tiere, die die Fahrbahn kreuzen, einmal sogar eine kleine Kudu-Herde. Das letzte der Kudus springt fast über die ganze Straßenbreite, so hoch wie unser Auto – damit will man nicht zusammenstoßen. Ansonsten Kühe, Antilopen, Ziegen.

Um 13:40 Uhr sind wir in Divundu, finden einen Supermarkt. Das nƶtigste einkaufen, dann noch ca. 30 km bis zur River Dance Lodge. DortĀ empfƤngt uns das Kontrastprogramm zu gestern: keine Wildnis mehr, sondern die Kategorie “super gepflegtes Resort”, und wir werden freundlich willkommen geheißen. Wir kƶnnen in der Lodge essen, Sunset- (~15:00 Uhr) oder Sunrise- (5:30 Uhr) Bootstour machen, eine Angeltour oder eine Village-Tour.

Dann bringt man uns zu unserer Campsite (No.4), direkt am Fluss, mit eigenem Steg, Waschhaus, kleinem Garten. Idylle pur, schöner Blick auf den Fluss, tolle Atmosphäre. Die Kids versinken im weltweiten Netz, die Eltern relaxen und essen etwas. Frieden :-)

Wir lesen, surfen, schauen in der Abendstimmung auf den Okavango, trinken etwas in der Lodge, planen die nƤchsten Tage … gemütliches Abendessen an der Campsite, Lagerfeuer. Wir freuen uns, nach jetzt vier Tagen unterwegs auf zwei Tage Ruhe.

 


 

22.-24.7.: Fahren, 2 Tage Rundu

Alles in allem bezahlen wir in der River Dance Lodge für Essen&Activities 3.200 NAD (~215€), für je 4x Lunch, Dinner und Frühstück, die Village-Tour zu viert, die Sunrise-Tour zu zweit, und diverse GetrƤnke. Das Waschen der WƤsche ist gratis. Um 10:30 Ā Uhr fahren wir gemütlich los.

Ca. 180 km sind es bis Rundu, wieder i.W. geradeaus über den Caprivi-Highway. Die Gegend ist dicht besiedelt, immer wieder Dörfer, ab und zu eine Art Rasthaus mit Imbiss (leider kein Foto). Rundu ist ein Kontrastprogramm zum bisher Gesehenen: eine wuselige Fast-schon-Großstadt, sehr afrikanisch mit einer Mischung aus Betrieb, Geschäften, Marktständen, Verkehr, aber eben auch Staub, Dreck, Müll. Wir lesen später, dass Rundu mit 80.000 Einwohnern nach Windhoek die zweitgrößte Stadt Namibias ist.

Die Tambuti Lodge ist schön, nicht 5 Sterne wie die River Dance Lodge, aber ein schöner Garten, große und saubere Zimmer, Pool, Restaurant etc.

Wir lassen die Kinder in der Lodge beim WLAN-Sitter und fahren einkaufen, im Spar. Wir bringen einen kleinen Imbiss mit, Essen den vor unserenĀ Zimmern. Nach ein bisschen Ausruhen gehen wir runter zum Strand am Kavango und wollen baden. Die Einheimischen meinen: “Viel plantschen und nicht weiter rein gehen als man stehen kann. Dann sind die Krokodile kein Problem.” Wir haben im Kavango geplantscht ;-).

Anschließend noch einen “Bummel” in der Stadt, an den ObststƤnden und ein bisschen gucken.

Das Abendessen ist “traditional cooking”, in der Tambuti Lodge: Vater und TochterĀ haben Glück mit ihrer Wahl (“Fish Dish with Couscous”), Mutter und SohnĀ aber ziemlich Pech mit ihrem “Chicken traditional”. Aber die Nachtische sind lecker.

Früh sind wir im Bett, schon um 20:15 Uhr. Michael lässt dann noch sein Handy fallen, aus der Hemdtasche, totaler Glasbruch :-(.
Selber schuld, wie die SƶhneĀ spƤter in Whatsapp schreiben …

 


 

24.-25.7.: Zwei Fahrtage von Rundu zum Etosha Nationalpark

Wir kommen um 10:00 Uhr im Hotel los, Einkaufen und dann geht es wieder auf dieĀ B8, die wir bereits seit mehreren Tagen durch den Caprivi fahren.Ā Schnurgerade geht es Richtung Grootfontein, unterwegs halten wir an einem Schnitzstand, kaufen zwei Holzschalen und verschenken noch ein paar Kuscheltiere.

 


 

 

Fazit:
  • Der Caprivi-Streifen ist landschaftlich und hinsichtlich der Tiere vƶllig anders als der Rest von Namibia: Es gibt jede Menge Wasser, die Tiere sind “nƤher” und mehr.
  • WirĀ befinden uns nƶrdlich desĀ VeterinƤrzaunsĀ … und das heißt, im “afrikanischen” Teil von Namibia: Statt Farmen, ZƤunen, eherĀ europƤischen StƤdtchen findet manĀ Krals, Vieh auf der Straße, MarktstƤnde und nicht eingezƤunte Natur.
  • Wir sind froh, dass wir beides kennengelerntĀ haben. Welches schƶner ist … beides!

Afrika 2015: Chobe

16.7.: Transfer nach Kasane

PackenĀ gehtĀ ganz schnell, ist ja fast noch alles in den Reisetaschen. Bis auf TƶchterleinsĀ Regenjacke und Fleecejacke … die sind, wie wir jetzt merken, auf dem Hinflug verloren gegangen.Ā Um 10:00 Uhr werden wir abgeholt, ca. eine Stunde Fahrt bis Kazungula, der Grenze zu Botswana am Sambesi. Wir werden etappenweise weiter gereicht: Unser Fahrer bringt uns zur Ausreisekontrolle, geht schnell, dann übergibt er uns an ein kleines Speedboot. Das fƤhrt sofort los, keine Warteschlange für die FƤhre. Auf der Botswana-Seite werden wir von unserem nƤchsten Fahrer mit einem frƶhlichen “Welcome to Angola”Ā empfangen. Der bringt uns zur Ebola-Kontrolle, zur Desinfektion der Schuhe und dann zur Einreisekontrolle. Alles superschnell, wir werden an allem(n) vorbei geleitet. Wir sehen die km-lange LKW-Schlange und erfahren, dass die Lastwagen 2-3 Wochen(!) für die Grenzkontrolle und FƤhre warten!

Um 12:00 Uhr sind wir in der Pension Kasane Self Catering, dürfen schon in eins der Zimmer. Sehr schön, die Zimmer und der Garten. Wir buchen die Abendtour auf dem Chobe-River, gehen einkaufen, Essen (indisch) und gehen noch in den Pool. Wir sind k.o., die Kids lustlos, doofe Stimmung.

 

16.7.: Chobe River Tour:

Die Rivertour hellt aber wieder die Stimmung auf, es ist wunderschƶn, die Landschaft, die Tiere. Krokodile, Elefanten, Giraffen, jede Menge Vƶgel und Antilopen. Toller Sonnenuntergang.


 

17.7.: Übernahme des Mietautos, Chobe National Park, Ihaha Campsite

Der Wagen sollte um 8:00 Uhr gebracht werden, um 9:00 versuchen wir erfolglos, jemanden zu erreichen. Zum Glück kennt John, unser Gastgeber, den Manager der lokalen Bushlore-Vertretung und erreicht ihn auch: “Oh, wir dachten 11:50 … wir kommen sofort”. Sofort – das ist dann doch 13:30 Uhr, es fehlen ein paar Sachen, vor allem die Stühle. Und: die Windschutzscheibe hat einen großen Sprung, das geht gar nicht. Ein Ersatzauto ist erst für morgen verfügbar, also heißt es, nach dem Chobe Nationalpark noch einmal zurück nach Kasungula und Auto tauschen. Aber Mann hat sich schon angepasst, ist afrikanisch gelassen ;-) .

Einkaufen, für’s Tanken noch einmal 20 km zum nƤchsten Ort fahren (an der Tankstelle in Kasane meinte der Tankwart vorwurfsvoll:Ā “you are late, Diesel is out in the afternoons”), ein kleiner Fertigimbiss vom Spar (lecker) und um 15:00 Uhr fahren wir endlich in den Chobe Nationalpark ein und nehmen noch den ca. 30 km langen River Drive zum Ihaha Campground. Atemberaubend, in der Abendsonne, Unmengen von Tieren, ganz nah, manchmal sind die Elefanten oder Giraffen direkt neben dem Auto. Um 17:15 Uhr sind wir in Ihaha, Campsite 1, wunderschƶn gelegen. Die Kids machen die Dachzelte, FrauĀ kocht, Mann sucht Feuerholz (was aber rar ist). Toller Sonnenuntergang, Abendessen im Dunklen, idyllisch.

Die Ranger kommen, warum wir kein Feuer haben, das geht nicht, wegen der wilden Tiere, ohne FeuerĀ müssen wir sofort ins Zelt. Sie bieten uns Feuerholz an, aber wir haben keine botswanischen Pula …. nachĀ ein bisschen Diskussion nehmen sie eine Mischung aus ZAR und USD, 2$ für ein Bündel Holz. Gemütliches Lagerfeuer.Ā SpƤter kommt noch die Polizei vorbei, stellt sich freundlich vor und begrüßt uns. Sie werden nachts Streife fahren, denn in den vergangenen Monaten ist es hier ein paar Mal zu ÜberfƤllen gekommen, durch RƤuber, die über den Fluss aus Namibia gekommen sind. Ooops … nachts hƶren wir immer mal ein Auto fahren …. und hoffen, dass es die Polizei ist.

Aber wir hƶren auch jede Menge Tiere, am lustigsten (und sehr merkwürdig) sind die lachenden HyƤnen. Aber auch Baboons und – erstaunlich – ganz laut: Frƶsche.

 

 

18.7.: Geburtstag, Autotausch, Fahrt nach Namibia

Schönes Geburtstagsfrühstück auf dem Ihaha Campground, es gibt Lesenachschub und Gutscheine für Hausarbeit von den Kids.

WirĀ fahren den River Drive weiter Richtung Ngoma (23 km). Die letzten 2 km sind tiefe Sandpiste, zum ersten Mal mit dem Jeep, Luft rauslassen istĀ bestimmt nicht nƶtig, dachten wir,Ā undĀ Mann kƤmpft mit Piste und Nerven, die anderen halten das GottseidankĀ aus. Danach haben wir beiĀ Sandpisten immer Luft aus den Reifen gelassen … und der Wagen fƤhrt dann auch wie ein Trecker problemlos durch tiefsten Sand.

Dann 65 km zurück nach Kazungula (der gleichnamige Ort in Botswana, es gibt den Ort zweimal), das andere Auto ist fertig, es müssen jetzt alle Sachen umgerƤumt werden, inkl. des ganzen Board-Equipments wie Küchensachen, Werkzeug etc.Ā Im neuen Auto ist sogar mehr Stauraum, für Lebensmittel, weil der 2. Ersatzreifen nicht im Kofferraum liegt (und Platz wegnimmt), sondern außen an der Kofferraumklappe hƤngt. Wir haben einen Toyota Hilux Double Cab 4×4 mit zwei Dachzelten, ausgestattet mit allem, was man zum Camping braucht.

Zurück inĀ Kasane kaufen wir Biernachschub, Feuerholz und wieder einen Imbiss bei Spar (nicht zum letzten Mal ;- ) … um 14:00 Uhr geht es wieder in den Chobe Nationalpark. Wir entscheiden uns gegen den River Drive, aus Zeitmangel, was zwar schade ist, aber wegen der spƤten Zeit eine gute Entscheidung. Die Grenze zwischen Botswana und Namibia ist eigentlich problemlos, aber … wir haben ja keine Pula oder namibischen Dollar, um die Fahrzeuggebühr zu bezahlen (242 NAD ~ 20$). Der Officer ist gnƤdig, und wir dürfen mit einem Sonderpermit zum Camp Chobe fahren, sind ja nurĀ 5 km, um dort Geld zu tauschen. Schnell wieder zurück zur Grenze, bezahlen und wieder raus aus der Sicherheitszone. Es geht schnell, weil alle sich noch an uns erinnern. Um 16:00 Ā Uhr sind wir im Chobe River CampĀ (früher: Camp Chobe), bzw. es ist 15:00 Uhr, in Namibia ist es eine StundeĀ früher.

Die Kids sind ausgehungert … und zwar nach WLAN ;-) und bleibenĀ an der Rezeption.

Wir Eltern fahren zur Campsite, bauen alles auf. Wir sind k.o. und brauchen Erholung.Ā SpƤter kommen die Kids angerannt: “Lƶwen”! Karin geht mit, Michael schreibt bei einem Kaffee gemütlich Tagebuch. Aber jetzt kommen die Mücken … also duschen, einsprühen mit Mückenzeug.Ā Die Ladies kommen auch noch zum Duschen, Luis setzt PrioritƤten (ratet mal … WLAN oder duschen ???). Aber plƶtzlich bricht Hektik aus …Ā weil hier im Caprivi-Strip doch noch keine Zeitumstellung ist, falsch gedacht bei der Ankunft. Erst ab Rundu ist Windhoek-Zeit. So fehlt ganz plƶtzlich eine Stunde und wir kommen etwas zu spƤt zum Essen …

Das Dinner ist fein, 3 Gänge, als Überraschung ein Geburtstagsständchen für Michael. Zum Abschluss singen die Angestellten ein paar afrikanische Lieder. Auf dem Rückweg (ca. 1 km bis zur Campsite) machen wir Krach, damit die wilden Tiere uns hören. In der Ferne trompeten Elefanten.

Morgen wollen wir um 7:00 Uhr aufstehen. Genauer gesagt: alle bis aufĀ Luis … er will maximal lange schlafen und willĀ erst geweckt werden, wenn das AufrƤumen anfƤngt.

 

18./19.7. Camp Chobe
18./19.7. Camp Chobe
Fazit:
  • Kasane ist der Touristen-Hub für den Chobe Nationalpark, dafür aber noch recht überschaubar und geruhsam. Einkaufen, Tanken, Restaurants, Mietwagen, sogar ein kleiner Flughafen mit Verbindungen nach Windhoek und Johannesburg.
  • Die Chobe River Tour ist ein Muss …
  • … und der Chobe Nationalpark ein Traum.
  • Mit mehr Zeit würden wir die Tour Richtung Maun / Okawangodelta ausdehnen.