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Nordwesten 2017 – Oregon Coast

Oregon Coast: in 5 Tagen von Kalaloch bis zu den Oregon Sand Dunes

Wir verbringen 5½ Tage an der Oregon-Küste (wenn wir das Cape Disappointment zu ā€žOregon ehrenhalberā€œ erklƤren – es liegt ja auch direkt gegenüber Oregon an der Mündung des Columbia River).

Zwischen Astoria und den Sand Dunes sind es nur 230 mls (inkl. einigem Hin- und Herfahren), allerdings zzgl. des ā€žAnlaufsā€œ von 150 mls von Kalaloch bis Cape Disappointment.

Die Etappen zwischen den fünf Stationen sind jeweils sehr kurz (30-70 mls), so dass wir hauptsächlich über Mittag fahren und jeweils den Nachmittag und den folgenden Vormittag vor Ort bleiben. Dadurch haben wir nirgends das Gefühl, etwas zu verpassen, und vermissen auch nicht die Doppelübernachtungen, die wir sonst gerne einstreuen. Kandidaten dafür wären Nehalem Bay (Wandern, Reiten, Junior Ranger), Cape Kiwanda (Bootsausflug, Sand Boarding, Wandern, Baden) und die Oregon Dunes (Baden, Kanu, Wandern, Dune Buggies).

Die Oregon-Küste hat uns stellenweise an die hollƤndische Nordseeküste erinnert: Dünen, große SandstrƤnde, viele Familien mit Kindern. Etwas ganz anderes als die wilde, mit ihrem Treibholz urwaldartige Washington-Küste – aber ebenfalls wunderschƶn. Aber man findet auch dramatische Steilküste und wilde Brandung, die an die Felsen donnert. Die Abwechslung macht’s :-)

Das Wetter hat es prima mit uns gemeint: Bis auf die erste Nacht im Cape Disappointment (Starkregen) war es immer sonnig und warm.

 

Fazit:

  • Die Küste ist abwechslungsreich – von Dünen über Steilküste bis Felsen reicht das Angebot. Mehr Meer findet man woanders kaum.
  • Ein Ƥußerst beliebtes Ferienziel, entsprechend muss man früh,Ā sehr früh reservieren. Im Sommer ist es stellenweise richtig rummelig, wirklichĀ einsam nirgendwo. Aber okay.
  • Dafür findet man ein tolles Freizeitangebot: Baden, Tide Pooling, Wandern, Kayak, Sand Boarding, DuneĀ Buggies, Reiten und vieles mehr …
  • Wer hier einfach nur durchfƤhrt (unsere Teilstrecke kƶnnte man in 2 Etappen fahren), verpasst eigentlich alles, was man hier sehen und erleben kann.
 

Best of Oregon Coast:

 
Samstag, 12.8.: Cape Disappointment State Park
12.8.2017 - Cape Disappointment SP, Benson Beach
12.8.2017 – Cape Disappointment SP, Benson Beach
12.8.2017 - Cape Disappointment SP, Visitor Center
12.8.2017 – Cape Disappointment SP, Visitor Center

Heute ist der lƤngste Fahrtag der Wohnmobiltour, 150 mls. Um trotzdem den Nachmittag noch am Ziel zu verbringen, brechen wir schon kurz vor 9:00 Uhr auf – allerdings muss an der Ranger Station noch schnell der Doppelpack (Junior Ranger und Ocean Steward) fertig gestellt werden.

Wir fahren in zwei Etappen – 2 Stunden bis Aberdeen, eine super hƤssliche Industriestadt, aber mit großem Safeway zum Einkaufen – dann noch 1:45 Stunden bis zum Cape Disappointment State Park.Ā Heiß begehrt: die ersten Duschen seit 7 Tagen :-).

Nach einem kleinen Mittagssnack besuchen wir ausführlich das interessante Lewis&Clark Interpretive Center. Von der Aussichtsterrasse sehen wir einige Weißkopfseeadler, Unmengen von Pelikanen und viele Kormorane.

Am Campground, der fast 3 mls abseits liegt, kommen wir um 18:30 Uhr erst an. Alles voll, aber wir haben ja reserviert.Ā Der Tag klingt mit Strandspaziergang, Strand-Football, Lesen und leckeren Nudeln aus.

 
Sonntag, 13.8.: Nehalem Bay State Park

13.8.2017 - Nehalem Bay SP

Wir kommen erst gegen 10:45 Uhr vom Campground weg, diesmal bekommen wir die träge Masse nicht beschleunigt. Nach Karlas Junior Ranger No. 4 geht es via Astoria-Megler-Bridge nach Astoria. Die Brücke ist 4,1 mls (= 6,6 km) lang und hat bis 60 m Durchfahrtshöhe. Sie wurde erst 1966 fertig gestellt, vorher musste man 110 mls Umweg fahren bis zur nächsten Brücke stromaufwärts. Im Welcome Visitor Center kaufen wir den 5-day-Pass, mit dem man alle State Parks an der Küste besuchen kann.

Den Nachmittag verbringen wir in Astoria, das uns gut gefällt. Für die Mittagspause stellen wir uns ans Maritime Museum, anschließend suchen wir Pier 38 mit den Seelöwen. Gegen 15:30 Uhr geht es auf die letzten 40 mls, nach einem langen Stau in Seaside kommen wir gegen 17:00 Uhr im Nehalem Bay State Park an.

Der Campground ist groß, sauber und schön. Jubel: es gibt Strom, alle Handies und Power Banks können geladen werden.
Wir sind uns einig: Dieser Nehalem Bay Campground gefƤllt uns bisher am besten – friedlich, schƶne Sites, Dünen, Meer, Strand. Und Horse Camp Sites, mit jeweils eigenen Corrals für die Pferde. Und sogar, für alle FƤlle, ein eigener Flugplatz mitĀ ā€žPrimitive Fly-in Campā€œ.

Wir gehen sofort an den tollen Strand, die Kids baden in der Brandung. Duschen, Kaffee, Lesen, Spielen. Karla besorgt sich sogar noch ein Junior Ranger Booklet, das vierte (oder fünfte?). Zum Abendessen gibt es selbst gemachte Chicken Teriyaki und Curry-Gemüse. Lagerfeuer, Lesen. Ein schöner, sonniger Tag geht zu Ende :-).

 
Montag, 14.8.: Cape Kiwanda

Karla vervollstƤndigt ihr Junior Ranger Abzeichen, die drei MƤnner machen das Wohnmobil klar Schiff. Gegen 11:45 Uhr fahren wir los und sind um 13:45 Uhr am Ziel in Pacific City, ein winziges Ɩrtchen mit ein paar Hotels, 2 Campgrounds, 2 Restaurants und einigen LƤdchen und Imbissbuden.

Der private Cape Kiwanda RV Resort ist entgegen der letzten Reviews im Internet doch proper und wir bekommen tatsƤchlich die vorher per Google Map ausgesuchte Site 101: Am Rand, also keine Nachbarn auf der Türseite, wir blicken auf die Tent Sites, mit Wiese und vielen BƤumen. Es gibt viele niedliche Kaninchen – aber auch einen kreisenden Adler in der Luft šŸ™‚.

Wir fühlen uns wie in Holland am Meer … und genießen die Abwechslung: Kleiner Taco-Sandwich-Imbiss an der Strandbude (Ben and Jeff’s Burgers & Tacos), die Kids gehen Sand Board’en, Karla ist so unermüdlich, dass ein paar Amerikaner sagen ā€žWow – look this Crazy German girl, she climbs up againā€œ.Ā Karin kümmert sich um zwei große WƤschen, Michael fotografiert. (Oder wie Karin in WhatsApp schreibt: ā€žKarin hat Urlaub: gerade hat sie die WƤsche gewaschen, wƤhrend die anderen am Strand sind … Endlich Ruhe šŸ˜‚ā€œ).

Der Strandtag endet mit einem kleinen Klippen- und Strandspaziergang, wir sammeln die Kids an der Sand Boarding Düne ein. Duschen, Pool, Kaffee, Tagebuch. Abends gehen wir lecker Essen in Doryland Pizza. Michael gelingen noch ein paar gute Sonnenuntergangsbilder, abends müssen die Kids ins Internet, die anderen schreiben Tagebuch und lesen.

 
Dienstag, 15.8.: Cape Perpetua

Den Vormittag verbringen wir noch in Pacific City, mit Lesen, Strand und Indoor-Pool, wir Eltern machen das Schiff startklar, Abfahrt um 12:30 Uhr. Großeinkauf im Safeway in Lincoln City, späte Mittagspause im Gleneden Beach State Park, ca. 7 mls südlich von Lincoln City. Die gesamte Küste ist dicht bewohnt, erst hinter Waldport wird es einsamer und auch steiler. Gegen 17:00 Uhr sind wir am Ziel, Cape Perpetua.

Wir gehen 2 Stunden noch ans Meer: Wellen, Blow Holes, Chasms, Devil’s Churn. Abends grillen wir.

Viel los ist hier nicht – gut für eine Nacht, falls man hier eine Etappe machen will oder muss. Ansonsten reicht ein Nachmittag oder Vormittag vollkommen aus für Visitor Center und die paar kurzen Trails.

 
Mittwoch, 16.8.: Oregon Dunes

Um 10:00 Uhr geht’s schon los, erst zum ā€žmost beautiful outlook of the Oregon Coastā€œ, der Cape Perpetua Day Use Area, oben auf dem Cape. Okay, ist schƶn, aber nicht wirklich beeindruckend … aber die Amis lieben ja Superlative …

Das Perpetua Visitor Center ist dafür nett und informativ, Karla macht in Rekordzeit (30 min ;-) ihren 6. Junior Ranger. Dann geht es 40 kurze Meilen zu den Oregon Dunes.

Erster Programmpunkt heute: die Kids fahren Dune Buggy – 60$ pro Stunde, jeder gibt die HƤlfte vom Taschengeld dazu. Wir Eltern gehen zu Fuß in die Dünen, schauen zu und machen ein paar Fotos. Alle 3 Kids sind voll begeistert, am wildesten fahren Luis und Karla, die auf der Rückfahrt sogar frontal ein Schild rammt. (Sie legt aber großen Wert darauf, dass gar nichts gerammt wurde, sondern nur die Kurve und der darin urplƶtzlich liegende Hügel etwas unglücklich ihren VorwƤrtsdrang gebremst haben und auf einmal der Pfahl von dem Schild einfach vor ihr lag 😳).

Gegen 15:00 Uhr sind wir im Jessie M. Honeyman State Park, fahren direkt zum Strand. Robert geht spazieren und fotografiert, wir anderen vier baden, balgen und schwimmen. Wir sehen einige Wassertiere: Molche, Wasserwurm, Schnecke, Fische, Wasserhüpfer und Michael hat sogar einen River Otter gesehen, evtl. war es auch was anderes. Ein toller State Park.

Um 17:30 Uhr sind wir auf unserer Site, Chillen, Junior Ranger, Ranger Abend, Lesen, Tagebuch, Sonnenuntergangfotos, Pizza zum Abendessen, Karla bombardiert ihre Umgebung mit Fragen aus dem Junior Ranger Booklet … das Übliche halt …

Seit heute gilt in ganz Oregon Fire Ban, und zwar wegen der Sonnenfinsternis. Weil überall sehr viel los ist, besteht die Gefahr, dass bei Feuerausbruch die Feuerwehr nicht durchkommt. Der Ranger erzƤhlt, dass ca. 1 Mio. Besucher zusƤtzlich für die Sonnenfinsternis nach Oregon kommen. Alleine in Madras seien es 500.000 … ab Freitag soll man damit rechnen, für 50 mls 8 Stunden zu brauchen … oops …

 

 

Nordwesten 2017 – Olympic National Park

1 Woche Olympic Peninsula

Wir haben Glück und kƶnnen unser Wohnmobil schon um 8:00 Uhr abholen. Nach einer kleinen EnttƤuschung dürfen wir tauschen und bekommen das ā€žgleiche Modell wie immerā€œ, vor allem die Kids freuen sich šŸ™‚.Ā Nach 2 Stunden sind wir fertig mit Checkliste, Umpacken, fetter Beute aus dem Resteregal (inkl. 5 Bündel Holz) und fahren in Kolonne zurück zu Alamo, den Mietwagen zurückgeben. Gegen 11:00 Uhr wird Luis im Hotel eingesammelt (für ihn war es zu früh, er musste noch ausruhen ;-) und wir fahren 68 mls bis zum Safeway in Silverdale. 2½ Ā Stunden Einkauf und Koffer ausrƤumen, dann geht es weiter noch ein paar Meilen zum Scenic Beach State Park.

Spätes Mittagessen bzw. frühes Abendessen, wir genießen die schöne Site, spazieren zum Strand und nehmen auf dem Rückweg den Urwaldpfad rund um den Campground. Gemütlicher Abend. Die Kids wandern später auch noch den Urwaldpfad.

Die nächsten 6 Tage bummeln wir gegen den Uhrzeigersinn um die Olympic Halbinsel, immer abwechselnd an der Küste und im bergigen Inland. Das Wetter meint es mehr als gut mit uns: warm, sonnig, ab und zu Nebel an der Küste.

Fazit zur Olympic Peninsula:

  • Eine unglaublich schƶne VielfaltĀ findet man hier: Hochgebirge mit Gletschern, Regenwald, Tide Pools, wilder Ozeanstrand,Ā Badeseen, Hot Springs, Urwald.
  • Wanderungen, Strand, Tide Pooling, Tiersichtungen waren unsere Highlights.
  • Die 7 Tage passen für uns gut: genug Muße und nicht zu lang.
  • Einen Verbesserungsvorschlag haben wir: Klare Sicht auf der Hurricane Ridge ;-)
 

Best of Olympic Peninsula:

 
 

Nordwesten 2017 – Kayaktour

5 Tage Kayaktour von San Juan Island nach Anacortes


Nach der Buchung derĀ 5-Tages-Tourim Herbst 2016 brauchen wir zur Vorbereitung nicht mehr viel zu organisieren: Die Packliste unterscheidet sich kaum von der Raftingtour – eigentlich kaufen wir nur Sonnenhüte und Kayakhandschuhe zusƤtzlich.

Ein wichtige Entscheidung war noch zu treffen: Nehmen wir zu fünft 1 Zweier + 1 Dreier oder 2 Zweier und 1 Einer? Die beiden krƤftigen Jungs plƤdieren energisch für die Variante mit dem Einer – und da wir alle sehr fit sind, sind auch wir Erwachsenen einverstanden. Ā Fast forward: Es hat wunderbar geklappt, abwechselnd paddeln wir jeweils zwei halbe Tagesetappen im Einer.

Fazit:

  • Sportlich, anstrengend, Naturerlebnis, Spaß, Relaxing … alles, was wir erwartet hatten, wurde erfüllt.
  • Die Tour ist perfekt organisiert, unser Führer passte wunderbar zu uns: genau die richtige Mischung aus Guide und Kumpel.
  • Wir hatten Einsamkeit erwartet … aber in einem Ballungsgebiet von 4,5 Mio. Einwohnern, die alle Freizeit-verrückt sind, gibt es keine einsame Inselwelt. Viele Schiffe, FerienhƤuser, große Campgrounds, aber trotzdem noch genügend Meer, Ruhe, Natur.
  • Man ist und fühlt sich klein und langsam mit dem Kayak. Aber das ist auch der große Reiz einer solchen Tour: Tief Eintauchen in eine Welt, in der man sich mit eigener Kraft fortbewegt und jede Menge Tiere sieht.Ā 
 
 

 

 

Nordwesten 2017 – Seattle

Donnerstag, 27.7.: Hinflug, direkt mit Lufthansa

Früh geht es heute los, mit dem Zug um 4:51 Uhr via Kƶln nach Frankfurt. Die Lufthansa hatte uns informiert, dass man wegen der zusƤtzlichen Sicherheitskontrollen eine Stunde zusƤtzlich einplanen muss. Um 6:49 Uhr sind wir ohne Hektik am Flughafen, mit genügend Reserve für den Abflug um 10:45 Uhr mit LH 490.Ā Und … nullkommanull Schlangen bei GepƤck und Sicherheitskontrolle, ganz relaxed frühstücken wir, bummeln und warten. Wir alle sind aber heute GutelaunebƤren :-).

Die Premium Economy ist super, der Flug dauert 10:05 std, die Immigration ist superschnell, wir sind direkt dran. Die Koffer dauern etwas lƤnger, sie werden am Zoll noch Mal durchleuchtet (“Wurst, Fleisch, Obst, Samen?”). Mit dem Light Trail Link geht es in die Innenstadt (viel schneller und vor allem billiger als mit Shuttle, Taxi oder Mietwagen), noch 2 min Fußweg zum Marriott Courtyard Downtown – um 14:30 Uhr sind wir in unserer 1-Bedroom-Suite im 12. Stock mit Sicht auf die Elliott Bay. Schlafzimmer für die Eltern, Wohnzimmer für die Kids, ein großes Bad für alle.

Die Kids verschwinden blitzartig in Gym und Pool, Michael holt Bargeld und Latte von Starbucks, Karin ruht sich auch.Ā Um 16:00 Uhr ziehen wir in zwei Gruppen los: Luis zeigt Robert Amerika, wir anderen drei spazieren gemütlich an der Waterfront entlang und essen lecker (Delicatus am Pioneer Square). Um 18:15 Uhr treffen wir uns alle wieder im Hotel … und schaffen es tatsƤchlich, die trƤge Masse noch einmal zum Aufbruch zu kriegen: Anti-Jetlag-FƤhre-fahren. 😊

Wir nehmen die 19:20-Uhr-Fähre nach Bainbridge Island (wie schon 2004 ;-), eine schöne Fahrt mit Blick auf Skyline in der Abendsonne, Mount Rainier (97 km Luftlinie entfernt!) und das Meer. Um 21:00 Uhr sind wir wieder im Hotel. Schicht für heute!

 

27.7.2017 - Seattle Harbour mit Mt.Rainier (97 km!) im Hintergrund
27.7.2017 – Seattle Harbour mit Mt.Rainier (97 km!) im Hintergrund
 
Donnerstag – Sonntag, 27.-30.7.: Seattle

Wir alle sind nach dem 26-Stunden-Tag so erschƶpft, dass wir erst zwischen 5 und 7 Uhr aufwachen. Wir frühstücken Ā im Cherry Street Coffee Shop, und um 9:00 Uhr startet die sehr interessante Seattle Underground Tour. Den Nachmittag verbringen wir getrennt – die Kids sind ja schon groß und gehen ins Kino (War for the Planet of the Apes)Ā – wir Eltern bummeln durch Downtown, gehen ins Seattle Art MuseumĀ und haben ein lustiges Erlebnis in einem Supermarkt mit Kamera- und Brillenabteilung: ā€žDo you have Solar Eclipse glassesā€œ – ā€žWhat the hack is this?ā€œ – ā€žSpecial glasses for …ā€œ – ā€žNo, I mean Solar somethingā€œ – ā€žThis is, when then moon is shading the sunā€œ – ā€žTHIS can happen?? Didn’t know this … must be interesting, and you need glasses for this?ā€œ

Am nƤchsten Morgen sind alle gegen 6 Uhr wach … es ist Luis Geburtstag :-). Ein kleines Frühstück im Hotelzimmer mit Kerze, Kuchen, Starbucks-Kaffee und -Kakao. Ā Anschließend Gym, Pool und Aufbruch via Monorail zur Space Needle – der Geburtstags-BrunchĀ ruft. Das Essen ist sehr lecker, die Aussicht spektakulƤr. Wunderschƶn. Nach zwei Stunden chillen wir noch ein bisschen auf dem Spielplatz mit vielen Bildern von Monorail und MoPoP. Über den Olympic Sculpture Park (tolle Blicke aufs Meer, die Stadt und die Olympic Mountains) geht es 21 Blocks an der Sea Front entlang zurück zum Hotel. Unterwegs eine erholsame Kaffeepause in Paddy Coyne’s Irish Pub mit lustiger Wasser- und Eiswürfelschlacht. Der Tag klingt mit Abendessen beim Türken, La Paloma, aus.

Nach 2 ½ Ā erlebnisreichen Tagen geht es am dritten Morgen 100 mls nach Norden: Anacortes, dem Startort unserer Kayaktour. Aber zunƤchst besuchen Luis und Michael um 6 Uhr denĀ Pikes Place Market, aber viel zu früh, es wird gerade erst aufgebaut. Nach dem full-american Breakfast im Arctic ClubĀ holen Luis und Michael den Mietwagen bei Alamo, einen Dodge Van 7-Sitzer. ViaĀ Meredith’ House (wer rƤt, was das ist? ;-) und REI (es werden noch Schuhe gebraucht) geht es mit derĀ Whidbey Island Ferry über Deception Pass zu unserem Hotel, demĀ Ship Harbor Inn (tolle Zimmer, nette Leute und schƶner Ausblick auf’s Meer). LeckeresĀ Abendessen im Rockfish Grill & Brewery, Ā schƶner Abendspaziergang mit Sonnenuntergang, Herons, Kormoranen und Rehen, alles für die Kayaktour in die wasserdichten SƤcke umpacken … vor Aufregung bleiben wir alle viel zu lange auf, Aufstehen um 5:15 Uhr ist angesagt …

 

 

Fazit:
  • Seattle landet zu recht immer in den Top 10 der lebenswertesten StƤdte: Meer, Freizeit, Kultur, weltoffen, AktivitƤten en masse.
  • Der Downtown-Bereich rund um den Pioneer Square ist ideal, um Seattle zu Fuß oder mit ƶffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden.
  • Das Marriott Courtyard Pioneer Square liegt perfekt, hat 1-Bedroom-Suites, ist schon etwas Ƥlter, aber gepflegt.Ā 
  • Am besten haben uns gefallen: Space Needle, FƤhren & Sea Front, die vielen Museen.Ā Und die relaxte AtmosphƤre.
 
 

Nordwesten 2017

27.7.-28.8.2017: Seattle – Kayaktour – Washington&Oregon – Sonnenfinsternis

Der Auslƶser für diese Reise war die totale Sonnenfinsternis am 21.8.2017, die von Oregon bis South Carolina quer über die USA zieht: Etwas ganz besonderes, Sommerferien, außerdem war ein Wohnmobilurlaub mal wieder dran … also konnte mit der Planung begonnen werden.

Wie 2012 (Rim2Rim) und 2014 (Rafting) ist ein Outdoor-ErlebnisĀ wieder der einhellige Wunsch. Über Besteigung des Mount Rainier (nein – man braucht Gletschererfahrung und -ausrüstung), Mehrtageswanderung im Regenwald (nein – eventuell zu nass), Gebirgswanderung in den Cascades (wir fanden nichts, was uns ansprach) liefert uns die Google-Suche nach ā€žOutdoor Activity Washington, Oregon” schließlich den Treffer: eine Seekayaktour in den San Juan Islands. Nach intensiver Recherche entscheiden wir uns für die 5-Tages-Tour.

Und schließlich als drittes: Genügend Meilen für vier Freiflüge in der Premium Economy :-)

Also: Die drei Buchungen (Wohnmobil, Meilenflüge, Kayaktour) sind unter einen Hut zu bringen. Mit Geduld, HartnƤckigkeit, vielen Telefonaten und ein bisschen Kompromissen gelingt es … und wir stellen uns diese unvergessliche Reise zusammen :-)

Im Frühjahr entscheidet sich Robert, unser Neffe/Cousin, mit zu fahren. Alle freuen sich :-)

Fazit:

  • Die Kayaktour ist anspruchsvoll, erlebnisreich, Spaß undĀ Abenteuer zugleich. Dazu Adler, Delfine, Robben, WaschbƤren … und Anstrengung und Muße.
  • Seattle gefƤllt uns ausgesprochen gut: tolle Lage, weltoffen, liberal, relaxed, friedlich.Ā 
  • Die Vielfalt der Olympic Peninsula: Küste&Meer, Berge, Regenwald, Waldwirtschaft, Gletscher – abwechslungsreich und interessant.
  • Die Oregonküste ist Sand, Fels, Wasser, Luft – irgendwie ist alles immer gleichzeitig.
  • Die Vulkane sind gigantisch, noch aus 100-150 km überwƤltigend prƤsent, ehrfurchtgebietend und schƶn.
  • Und ja – die Sonnenfinsternis ist das erwartete Once-in-a-Lifetime Erlebnis. Wir staunen, sind begeistert und irgendwie ergriffen.

 

 

Nordwesten 2017 – Reiseroute

Reiseroute:
USA 2017 Wohnmobiltour: 5.-26.8.2017 ( Ā© Google, 2017Ā )

Wir waren insgesamt 32 Tage unterwegs, aufgeteilt in folgende Etappen:

  • 3 Tage Seattle: Seafront, Museen, Space Needle, Downtown
  • Fahrt nach Anacortes via Deception Pass, Übernachtung an der FƤhre
  • 5 Tage Kayaktour, von San Juan Island zurück nach Anacortes
  • Übernahme des Wohnmobils, bei Roadbear am SeaTac Airport
  • 6 Tage Olympic Peninsula: Hurricane Ridge, Salt Creek, Sol Duc, Rialto Beach, Hot Rain Forest und Ruby&Kalaloch Beach
  • 5 Tage Oregon Coast, von Cape Disappointment / Astoria bis zu den Oregon Dunes
  • 5 Tage Central Oregon: Newberry Crater, Madras mit der Sonnenfinsternis, Columbia River
  • 3 Tage Mount St. Helens und Mount Rainier
  • … und dann noch 3 Tage für Wohnmobilrückgabe, Abflug der Tochter in das Auslandshalbjahr nach Vancouver, noch einmal Seattle Downtown und Chinatown und den Rückflug
31.7.-4.8.2017 - Kayaktour auf den San Juan Islands (87 km in 5 Tagen)
31.7.-4.8.2017 – Kayaktour auf den San Juan Islands (87 km in 5 Tagen, Ā© Google, 2017)

Die Kayaktour startet im Westen von San Juan Island. In 5 Tagen (mit Übernachtungen auf den Inseln Stuart Island, Jones Island, Blind Island und James Island) paddeln wir zurück nach Anacortes.

Die Wohnmobiltour ist betont geruhsam, insgesamt nur 1674 mls an 19 Fahrtagen, ein Durchschnitt von 88 mls. Dadurch haben wir viel Zeit für Wanderungen, Strand, Hot Springs und Action.

Die drei Doppelübernachtungen (Kalaloch, Newberry und Horsethief Lake) sind erholsam. Davon hƤtten wir gerne mehr gehabt – aber das geruhsame Umrunden der Olympic Peninsula und natürlich der Schlenker zur Sonnenfinsternis in Madras wiegen dies auf.

Wir fliegen diesmal wieder direkt, Ā Meilenflüge mit Lufthansa in der Premium Economy – sehr angenehm.

 
Tag Datum von nach Highlights mls
1 27.7. Aachen Seattle Direktflug mit Premium Economy :-)
2 28.7. Seattle (Marriott Courtyard) Underground Tour, SAM
3 29.7. Geburtstag auf der Space Needle
4 30.7. Seattle Anacortes Deception Pass, Packen für die Kayaktour
5 31.7. Kayaktour Ā 13 mls bis Stuart Island
6 1.8. Ā 11 mls bis Jones Island
7 2.8. Ā 10 mls bis Blind Island
8 3.8. Ā 13 mls bis James Island
9 4.8. Ā Grand Crossing, 8 mls bis akt
10 5.8.  SeaTac Scenic Beach SP  Übernahme des Wohnmobils, Großeinkauf 77
11 6.8. Ā Scenic Beach SP Heart oā€˜ the Hills Ā Hurricane Ridge, Wanderung 108
12 7.8. Ā Heart o’the Hills Salt Creek RA Ā Tide Pooling :-) 62
13 8.8. Ā Salt Creek RA Sol Duc Ā Hot Spring, Wanderung 38
14 9.8. Sol Duc Mora Ā Hoh Rain Forest,Ā Rialto Beach 55
15 10.8. Mora Kalaloch Ā Hoh Rain Forest, Hochzeitstag :-) 84
16 11.8. Kalaloch Ā Wale, Ruby Beach 16
17 12.8. Ā Kalaloch Cape Disapp. SP Ā Fahrtag, Lewis&Clark Center 151
18 13.8. Cape Disapp. SP Nehalem Bay SP Ā Strand, Baden 67
19 14.8. Ā Nehalem Bay SP Cape Kiwanda Ā Sand Boarding, Strand, Sonnenuntergang 52
20 15.8.  Cape Kiwanda Cape Perpetua  nix besonderes heute, schöne Küste 75
21 16.8. Ā Cape Perpetua Jessie M. Honeyman SP Ā Dune Buggies, Lake Cleawox 39
22 17.8. Jessie M. Honeyman SP Paradise in Oregon Ā Hot Springs, Waldwanderung 137
23 18.8. Ā Paradise in Oregon Newberry Crater Ā Hot Springs, Paddle Boards, Relaxing 120
24 19.8. Ā Newberry Crater Ā Mehrere Wanderungen 15
25 20.8. Ā Newberry Crater Madras Ā Solar-Rummel, viele Fans 104
26 21.8. Madras Columbia Hills SP Ā Sonnenfinsternis, Stau, Baden&Duschen 97
27 22.8. Columbia Hills State Park Ā Ausspannen, Kayak, Baden 22
28 23.8. Columbia Hills SP Eagle Cliff Ā Gary Rosenquist, Ape Cave 126
29 24.8. Ā Eagle Cliff Ā Mt. Rainier Ā Windy Ridge, 4-Vulkane-Wanderung 132
30 25.8. Mt. Rainier SeaTac KOA Ā Wanderung, Waschen&Packen auf dem KOA 84
31 26.8. Ā SeaTac KOA SeaTac Marriott Ā Abschied, Chinatown 13
32 27.8. Ā SeaTac Marriott Ā … Ā Keine Hektik, schƶner Rückflug …
33 28.8. Ā … Ā Aachen Ā … alles pünktlich, um 12:30 Uhr sind wir zuhause :-)

 

 

Fotografie – weitere Workshops

Seit dem ersten Abendworkshop (Köln bei Nacht, 2012) hat es mich gepackt, mich für eine bestimmte Zeit zu 100% auf eine Sache zu konzentrieren:

  • Ich Ā lasse mich voll und ganz auf eine Location ein.
  • Motiv & Technik müssen eins werden: Was ist geeignet, womit bringt man die Stimmung zu Geltung?
  • Die Qual der Wahl oder auch umgekehrt ā€žMir sagt der Ort aber gar nichtsā€œ: Ich bin gleichzeitig aktiv und fremdbestimmt.
    Manchmal springen die Ideen auf mich zu, manchmal brauche ich eine Stunde, ehe die erste vage Idee kommt.
  • Und nicht zuletzt: Der Austausch mit Gleichgesinnten ist spannend. (Oder, wie Freunde und Verwandte sagen: ā€žmit genauso Verrücktenā€œ).

So stƶbere ich immer wieder, welche Workshops es gibt, bevorzugt als Kurzreise oder auch am Urlaubsort.

 
 

Lewis & Harris 2016

10.-17.9.2016 Fotoworkshop auf Lewis&Harris
17.9.2016 - These heated whirlers aren't what they are cracked up to be ;-)
17.9.2016 – These heated whirlers aren’t what they are cracked up to be ;-)
11.-17.9.2016: Locations des Fotoworkshops Lewis&Harris
11.-17.9.2016: Locations des Fotoworkshops Lewis&Harris

Auch dieses Jahr stand mir der Sinn nach einer Woche Fotografieren-pur. Die Kurse bei PhotoTours4UĀ waren entweder schon ausgebucht oder mir nicht genug Abenteuer … Serdar empfahl mir daraufhin Tom Mackie, einen Fotografen, den er vor Jahren in Neuengland kennengelernt hatte. Ich buchte kurzentschlossen denĀ Workshop auf Lewis&Harris.

Lewis and Harris ist die größte Insel der Ƥußeren Hebriden, ganz oben im Nordwesten, ca. 80 km x 30 km groß. Nur 20.000 Menschen leben hier – und das auch nur im Sommer: Von Mitte September bis Mitte Mai wird es schlagartig leer, nur ca. 4.000 Leute überwintern in Regen, KƤlte und Sturm.

Der nƶrdliche Teil der Insel heißt Lewis, ist hauptsƤchlich eine flache Ebene mit vielen Seen und Steilküste … und besteht fast vollstƤndig aus Torf (ā€žpeat”) … besonders gut, wenn man wie ich nur Schuhe mit Belüftung dabei hat. Der Inselteil ist windumtost mit viel Regen und Stürmen. (Es hat Jahre gegeben ohne einen einzigen Sonnentag). Auch wir hatten ca. 50% unserer Zeit Starkregen und Wind/Sturm.

Der südliche Teil – Harris – war früher nur per Schiff erreichbar, erst seit den 50er Jahren gibt es eine Straße. Harris ist gebirgig und Ƥußerst heterogen: auf der Westseite findet man SandstrƤnde, die fast karibisch anmuten, auf der Ostseite ist es kahl, schroff und karg.

Fazit: Landschaft und Wetter sind faszinierend, die Menschen sehr nett und interessant. Gelernt habe ich, wie man sich schnell und selbstƤndig in eine Location einfindet. Dazu gab es viel Bildkritik und Lightroom-Tipps in den Regenstunden.

 

13.9.2016 - Callanish (I)
13.9.2016 – Callanish (I)

 
 

Lewis&Harris 2016 – der Workshop

ā€žWe will meet around 1pm at Stornaway airport” heißt es in den Workshop-Unterlagen. Wie kommt man also vom Rheinland nach Stornoway … und wo/was ist Stornaway?

  • Also : Stornoway ist die Hauptstadt von Lewis&Harris, 8000 Einwohner, ein großer Hafen und ein Flugplatz.
  • Okay: Der Flugplatz ist sogar nochĀ kleiner als Aachen-Merzbrück … im Sommer gibt es 3 Flüge mittags und 2 abends, von/nach Edinburgh, Glasgow und Inverness … im Winter (also Mitte September bis Mitte Mai) nur noch je ein Flug mittags und abends ;)
  • Und: Die Flugzeiten und Umsteigezeiten erfordern, dass man von Deutschland aus entweder in Glasgow/Edinburgh oder in London übernachten muss.

Ich entscheide mich für Direktflüge von Düsseldorf mit Eurowings und buche jeweils am Folge- bzw. Vortag den Flug nach Stornoway mit Flybe. Das Ganze ist recht erschwinglich, pro Flug 80-100€ plus die Übernachtung, auch je 80€. Auf dem Hinweg lege ich einen Ausflugstag in Edinburgh ein, auf dem Rückflug eine Übernachtung in einem Flughafenhotel in Glasgow.

 
10.9. Anreise über Edinburgh

Dank langer Warteschlangen und mehrerer Verspätungen lande ich gegen 15:00 Uhr in Edinburgh. Mit dem Bus geht es nach Downtown, wo ich ein zentrales Hotel gebucht habe. 9 Stunden war ich unterwegs :-(

Frisch geduscht und ein bisschen erholt bummele ich bei tollem Sonnenwetter durch die Innenstadt. Viele schƶne Fotomotive.

Zum Sonnenuntergang wandere ich auf den Hausberg von Edinburgh, den Arthur’s Seat, ein 251m hoher Vulkankegel. Dank des klaren Wetters hat man eine tolle Weitsicht (bis zur Nordsee, man sieht bis zum Bass Rock), der Sonnenuntergang ist wunderschƶn.

Um 21:30 Uhr bin ich erschossen wieder im Hotel.

 
11.9.Ā Ankunft auf Lewis. Sturm
11.9.2016 - Uig Bay, bei 60mph Wind
11.9.2016 – Uig Bay, bei 60mph Wind

Noch ein langer Reisetag. Um 8:30 Uhr fahre ich nach mittelmäßigem Frühstück zum Flughafen, Check-in geht schnell, 2 Stunden Lounge, lauter und unruhiger Flug in einem kleinen Propellerflugzeug, aber tolle Sicht auf Flüsse, Seen und Meer.

In Stornaway treffen nach und nach die anderen Teilnehmer ein. Nur die 3 Londoner haben eine relativ kurze Anreise, die anderen reisenĀ aus Grenoble, Italien und … Australien an. Als erstes wird natürlich ausgetauscht, welches Equipment zum Einsatz kommt: 2x Pentax, 1x Nikon, 1x Sony, 1x Canon und 1x Fuji. Und ich mit meiner Alt-Canon und Neu-Fuji (siehe Fuji X-T2) verstƤrke zwei Lager ;-)

Ab 14:00 Uhr regnet es in Strömen, gegen Nachmittag kommt Sturm auf, an der Westküste ist abends mehr als 100 km/h Wind.

Unser B&B Baile-na-Cille liegt ganz im Westen, einsam an einer sehr schƶnen Bucht. Ein uraltes Haus mit einfachen Zimmern (Etagenbad) und urgemütlichen Ess- und Wohnzimmern. Das Essen ist suuuperlecker, laut einem Kommentar bei TripAdvisor ist unser Gastgeber Richard ein Londoner Sternekoch, der sich hier zur Ruhe gesetzt hat. Am ersten Abend lernen wir RichardsĀ trockenen Humor kennen und die Wahrheit: ā€žNot really, I was 13 years the butler of a famous London chief – but why should I correct TripAdvisor, it’s good marketing!”

Abends sind alle k.o., Tom zeigt ein paar Bilder der Locations, wie sie bei Sonne aussehen.Ā Morgen werden wir versuchen, bei dem Regen bzw. Sturm Bilder zu machen. Ach ja –Ā Handynetz oder WiFi gibt es an der Westküste von Lewis nicht.

 
12.9. Dauerregen, Steinkreise und Wikingerhäuser
12.9.2016 - Callanish (I)
12.9.2016 – Callanish (I)

Das Frühstück ist sehr gut, nach 3 Tagen probiere ich sogar Porridge (und die Abendessen sind ein Gedicht :-). Bis 12:00 Uhr ist Dauerregen, wir verbringen den Vormittag mit Bilder zeigen: Tom zeigt uns wieder, wie es bei schönen Wetter aussieht, und wir legen die erste von vielen Bildkritik-Sessions ein.

Dann geht es – noch in starkem Regen – zu den Steinkreisen von Callanish. Dort gibt es drei große Steinkreise – einer ist fast so groß wie Stonehenge. Mittagessen gibt’s im Cafe des Museums.

Ganz interessant sind die Black Houses, ein Freilichtmuseum mit restaurierten Häusern, in denen man seit den Wikingern bis 1970 gewohnt hat: ohne Fenster, geheizt mit Torf (sehr nasser, den es hier überall gibt), links das einziger Zimmer, rechts das Vieh.

Zum Wetter: seit 16:00 Uhr wird nicht mehr geschossen – Ƥh, geregnet :-).

Nach dem Abendessen klart es auf und wir erleben einen tollen Sonnenuntergang in unserer Bucht Uig Bay. (Mir fƤllt gerade auf, dass Bay ja Bucht heißt, und Uig heißt auch Bucht … also steht da Bucht Bucht Bucht ;-)

 
 
13.9.Ā Callanish und Mangersta Stacks

Um 7:00 Uhr laufe ich eine Stunde, es ist eine tolle Luft, mild und schon sonnig.

Nach dem Frühstück geht es zur Mangersta-Bucht, ca. 15 min vom Hotel entfernt. Mir gelingen ganz nette Fotos von Strand und Brandung, aber ich finde mich nicht rein in das Motiv.
Um 11:03 Uhr ist ein denkwürdiger Moment: das letzte Bild mit der Canon 5D Mark III. Vorausgegangen war die unbefangene Frage des anderen Fuji-Fotografen, warum ich denn weiter die Canon nehme, wenn ich von der Fuji überzeugt sei. Und mir schoss die Antwort auch sofort durch den Kopf: reine Gewohnheit, sonst nichts. Ich packte die Canon weg, holte die Fuji raus (die ich schon beim Spaziergang durch Edinburgh benutzt hatte) und war sofort begeistert von der intuitiven Bedienung.
Nachmittags geht es noch einmal zu den Callanish Steinen, diesmal in der Sonne mit schönen Wolken. Es sind nur wenige Menschen dort, es gelingen  ein paar schöne Langzeitbelichtungen.
Abends fahren wir wieder zur Mangersta-Bucht, diesmal mit Ausblick auf die ā€žStacksā€œ. Ā Schƶne Bilder in der Abendsonne.

Der Tag klingt gemütlich aus, mit Lightroom-Lektionen, quatschen und Rotwein.

 

13.9.2016 - Callanish (I)
13.9.2016 – Callanish (I)
 
14.9. DerĀ Norden von Lewis
14.9.2016 - Highland Cows
14.9.2016 – Highland Cows


Es ist wieder Regen vorher gesagt: ab 14:00 Uhr bis morgen Abend. Übermorgen soll es wieder freundlich sein.

Wir fahren also direkt nach dem Frühstück los, heute geht es zum Leuchtturm von Lewis, dem Butt of Lewis  ganz im Norden. 2x 1 Stunde Fahrt, unterwegs sehen wir Highland-Rinder, große Bussarde, alte Häuser und auf der Rückfahrt auch eines der wenigen Cafés hier auf Lewis. Diese Cafés sind die einzige Möglichkeit, etwas zu essen. Einfach, aber frisch gemacht, immer lecker.

Der Leuchtturm und die Steilküste sind schön, aber das Licht ist schlecht: sehr bedeckt, diesig und extrem viel Wind.

Gegen 13:00 Uhr fängt es an zu regnen, leider so stark, dass wir zurück fahren, gegen 16:00 Uhr sind wir wieder im B&B.

Nachmittag und Abend vergehen damit, dass wir uns gegenseitig Bilder zeigen und untereinanderĀ Lightroom-, Photoshop- und NIK-Tipps austauschen.Ā Trotz wenig Fotografieren ein interessanter Tag.

 
15.9. Wir üben ā€žBilder im Regenā€œ ;-)
15.9.2016 - Wasserfall, Glen Valtos bei Uig
15.9.2016 – Wasserfall, Glen Valtos bei Uig

1 Stunde laufe ich vor dem Frühstück, in wunderbar frischer und milder Luft.

Bis ca. 14:00 Uhr sind wir heute unterwegs, ab 11:00 Uhr nieselt es, spƤter immer mehr. Mir gelingen nur mittelmäßige Bilder vom Strand bei Ebbe, aber schƶne Bilder von einem Schiffswrack und spƤter von einer rostigen Maschine in einem Steinbruch. ā€žBilder im Regenā€œ klappt gut – wir sind bis auf die Haut nass, die Kameras haben alle gut durchgehalten.

Der Nachmittag vergeht mit Lightroom-Lektionen und – sehr guter – gegenseitiger Kritik an unserenĀ Bildern.Ā Der Abend wird lustig, auch wegen der Vorfreude auf den morgigen Sonnenaufgang: laut Wetterbericht soll es aufklaren.

 
16.9. ā€žUnserā€œ Druide und Fahrt nach Harris
16.9.2016 - Callanish I (Sunrise, 7:21)
16.9.2016 – Callanish I (Sunrise, 7:21)
16.9.2016 - Callanish I (Sunrise, 7:37)
16.9.2016 – Callanish I (Sunrise, 7:37)

Um 6:00 Uhr geht es zum Sonnenaufgang nach Callanish. Eine zweite Gruppe (Workshop aus USA) ist auch da und einige weitere Leute. Wir sind ca. 30 Fotografen und sprechen uns kollegial im Dunkeln ab, wer wo sein Stativ aufbaut, damit keiner im Bild eines anderen ist. Auf einmal kommen zwei MƤnner, gehen mitten in die Steinkreise, eine große Kiste dabei …was ist das denn?

Ein Schamane mit Diener, die eine Zeremonie machen wollen. Ausgerechnet heute ist Sonnenwende! Wir haben keine Chance – sie weichen nicht. Bei guterĀ Stimmung (die EnglƤnder mit ihrer Hƶflichkeit und Gelassenheit sind in solchen Situationen sehr hilfreich ;-) beschließen wir, den Schamanen spƤter per Photoshop zu entfernen. So kommtĀ jeder von uns zu 2-3 Stunden Übung mit demĀ ReparaturpinselĀ ;-)
(Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, woher die beiden wissen, was damals vor 4000 Jahren für eine Zeremonie gemacht wurde.)

 

16.9.2016 - Callanish I (Sunrise, 7:08)
16.9.2016 – Callanish I (Sunrise, 7:08)

 

Gegen 8:00 Uhr geht es zurück zum Frühstück. Schnell packen und es geht auf die 1,5 Stunden Fahrt nach Harris, ins Harris Hotel im Hauptort Tarbert. Harris ist eine komplett andere Landschaft, viel rauher und viele Sandstrände. Wir fahren nachmittags der Reihe nach verschiedene Locations an der Westküste an:

  • Luskentyre Beach, eine riesige Bucht mit Dünen und StrƤnden
  • Northton, eine Bucht mit Salzmarschen
  • The Temple Cafe
  • Ein schnelles Abendessen im Hotel, danach wieder nach Süden, Sonnenuntergang am Strand von Horgabost.

Auf dem Rückweg, gegen Mitternacht, haben wir einen Glückstreffer: Vollmond, klarer Himmel und Springtide – in der Bucht von Seilebost sind die Salzmarsche überflutet und schimmern silbern im Mondlicht. Uns gelingen tolle Bilder :-)

 
 
17.9.Ā Die Golden Route von Harris
17.9.2016 - Waiting for the Bus ;-)
17.9.2016 – Waiting for the Bus ;-)

EinĀ spƤtesĀ Frühstück, dann geht es auf die Golden Route of Harris: Tarbert – Luskentyre – Horgabost – Northton – Rodel – zurück über die winzige und kurvige Straße an der Ostküste.

Wir gƶnnen uns ein langes, interessantes Tide Pooling bei Horgabost (Tom’s Anweisung lautet: Jeder sucht sich Details, heute Abend zeigt ihr mir eure interessantesten Grafiken!), an der Ostküste locken immer wieder kleine Zwischenstops:

  • The Mission House Studio – eine Galerie und Kunstausstellung
  • Choc na Ba – selbstgemachte Schokolade
  • Buchten mit einsamen Ruinen
  • Schafe :-)

Der letzte Abend klingt mit einer Fortbildung über Whiskey aus – ich mag am liebsten ā€žlight/smokeyā€œ,die Whiskeyprobe ergab als eindeutigen Favoriten den Ardbeg 12Ā  ;-).

 
18./19.9. Rückflug über Glasgow

DerĀ Abschied von Lewis&Harris ist zünftigĀ – es regnet in Strƶmen. Wir bleiben bis 12:00 Uhr im Hotel, fahren dann die ca. 1,5 Stunden nach Stornaway.

Im einzigen Pub, der sonntags geƶffnet hat, essen wir zu Mittag. Dann klart es auf und wir unternehmen einen langer Spaziergang durch den Park von Lew Castle. Das schƶne Anwesen wurde vor 170 Jahren von einem Lord erbaut, der gerade die ganze Insel gekauft hatte und hier wohnen wollte. Dann war es ihm aber zu kalt und nass, er verkaufte die Insel an den nƤchsten Lord, dem es auch zu kalt und nass war und der schenkte dann GebƤude und Garten der Allgemeinheit. Heute ist hier ein Park und ein Museum.

 

Die Rückreise war problem- und ereignislos: abends der kurze Flug nach Glasgow, am nächsten Morgen dann weiter nach Düsseldorf.