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Lewis&Harris 2016 – Was habe ich gelernt?!

Lessons learned
13.9.2016 - Mangersta Beach13.9.2016 - Mangersta Beach

Dieser Workshop unterscheidetĀ sich sehr von den bisherigen (die alle mitĀ PhotoTours4UĀ stattfanden):

  • Statt ausführlich eine Location (pro Tag) kennenzulernen und dort intensiv inĀ allen Feinheiten betreut zu werden …
  • … sind wir jetzt vergleichsweise kurz an einem Ort und werden dort ins kalte Wasser geworfen.
  • “So, guys, this is Luskentyre Beach, we have the grass, the beach, the tidal creeks … go, find your motif … we meet in 90 minutes again her at the van.”

Zu Beginn fƤllt gerade mir das sehr schwer, weil ich manchmal Stunden brauche, um mich mit einer Location anfreunden. Zum Glück ließ Tom sich darauf ein, die Zeit pro Location zu verlƤngern, zunehmend gelingt es mir besser … ich bin auch lernfƤhig ;-) … aber zu manchen Locations finde ich keinen Zugang.

EingeprƤgt hat sich, dass Beharrlichkeit ein wichtiges Element ist, siehe die folgenden Bilder in der Uig Bay:

  1. Schƶne Bucht, Wolken, Wasser, Licht … begeisternd. Stativ in den Sand, Weitwinkel, 0.8 sec … nicht so der Burner.
  2. Ein Stück weiter, die Abendsonne scheint auf eine Felswand … ein bisschen mit den Zeiten probiert … 30 sec sieht gut aus … ā€žokayishā€œ, wie Tom spƤter sagte.
  3. Die Gegenrichtung, eine Brücke … interessant, Kamera gaaanz niedrig gesetzt, Gegenlicht … das sieht sehr schƶn aus.
  4. Ah, wenn die Sonne noch etwas niedriger ist, wie sieht denn Langzeitbelichtung aus … 30 sec ist optimal … zehn Versuche spƤter ist die Lichtstimmung ideal: mein Topbild :-)
 
 
13.9.2016 - Mangersta Beach13.9.2016 - Mangersta Beach

Dafür wird äußerst viel Wert auf Bildbesprechungen gelegt. Immer wieder die gleichen bohrenden Fragen:

  • Was mƶchtest du zeigen, aussagen, ausdrücken? Gibt es eine, mehrere oder gar keine ā€žMessageā€œ?
  • Wird der Blick auf die Aussage/Stimmung/Message gelenkt?Ā Was lenkt ab? Welcher Bildausschnitt wƤre besser?
  • SchƤrfe, Farben, Kontrast, Langzeitbelichtung: Was kƶnnte besser sein? Achtet auch auf Details!
  • Wirkt das Bild besser mit einer anderen Farbstimmung? Oder in Schwarzweiß?

Konkret gibt Tom uns folgende Tipps mit:

  1. Entscheide dich für ā€žthe leitmotifā€œ. Lenke den Betrachterblick dahin, z.B. S-Kurve, Diagonale, goldener Schnitt.
  2. Investiere Zeit in den besten Bildausschnitt: Ablenkungen, Bild-Balance und -Aufteilung, nur eine Message.
  3. ETTR. Variere die Belichtungszeiten von Einfrieren bis Langzeit.
  4. Investiere in Nachbearbeitung: Sorgfalt, Ausschnitt, Lichter/Schatten, Weißabgleich, Schärfen.
  5. Mache einen Versuch, das Bild in schwarzweiß zu entwickeln.

Hier einige Beispiele:

  • Bild 1: ā€žWe can see that you seriously tried to make the foreground boulder workingā€œ. But ā€žit’s distracting and forcing to include the ugly dark clouds”.
  • Bild 2: Der waagerechte Beschnitt lƤsstĀ den BlickĀ durch’s Bild wandern, auf die markanten Felsen im Hintergrund.
Farbe vs. Schwarzweiß:

Bildeindruck, Kontrast und Details unterscheiden sich deutlich.

1/20 sec vs. 160 sec:

Das Wasser wird glatt,
Wolken verschwinden.

 

Wer mag, kann einen Blick in das Fotobuch werfen (Achtung: 13,6 MB). Es ist frappierend, wie unterschiedlich die gleichen Motive von den Teilnehmern interpretiert werden.

 
 

Lewis&Harris 2016 – Land und Leute

Unsere Gruppe …
18.9.2016 - Alec, Andrew, Cathy, Ian, Michael, Ursula and Tom @Lewis and Harris
Alec, Andrew, Cathy, Ian, Michael, Ursula and Tom @Lewis and Harris

… besteht aus vierĀ EnglƤndern (von denen einer aber seit Jahrzehnten in Frankreich lebt), einem Schotten (der als Kind nach Australien auswanderte), mir (dem Deutschen) und Tom (Amerikaner aus dem mittleren Westen, aber seit Jahrzehnten in England). Also 6x British Correctness vs. 1x German Directness ;-).

Das Eis taut aber bald auf, wir ticken alle recht ähnlich und spätestens, als am zweiten Abend auf Wunsch der Londoner jeder einen typischen, politisch inkorrekten Witz erzählen muss, ist das Eis gebrochen. (Kleine Kostprobe: Why has Obama two left hands?)
… und beim zweiten Rotweinabend erklƤrt man mir dann,Ā what British say, what British mean, what Germans understand. Oops.

 
Die Hotels …
12.9.2016 - Baile na Cille und Uig Bay
12.9.2016 – Baile na Cille und Uig Bay
17.9.2016 - Harris Hotel, Tarbert
17.9.2016 – Harris Hotel, Tarbert

Für die ersten 5 Tage ist das Baile-na-Cille unser Heim. Wir haben dieses kleine Bed&Breakfast (bis auf einen Tag) für uns alleine. Das Essen ist ein Gedicht :-)

Es liegt einsam im Westen von Lewis, an der Uig Bay. Das ist die Bucht, wo 1831 die berühmten Lewis Chessmen gefunden wurden. Ansonsten gibt es hier noch ein paar verstreut liegende Häuser und ein Tankstelle mit kleinem Shop.

Die beiden Nächte auf Harris verbringen wir im Harris Hotel im Hauptort Tarbert. Ein ziemlich großes Hotel, das vor 100 Jahren eine Luxusherberge war. Heute atmet es einen altenglischen Charme, das Essen ist sehr gut und frisch, die Bar exzellent.

Tarbert liegt an der engsten Stelle der Doppelinsel, es sind nur 400 m von der Ost- zur Westküste. Einkaufen, Souvenirs, Fähre, das Harris Tweed-Museum ist allerdings eher ein Shop.

 
Erlebnisse …
11.9.2016 - Blick vom Baile-na-Cille auf Tennisplatz, Friedhof und Uig Bay
11.9.2016 – Blick vom Baile-na-Cille auf Tennisplatz, Friedhof und Uig Bay

Auf Lewis and Harris leben in den Sommermonaten ca. 20.000 Einwohner, von Mitte September bis Mitte Mai sind es nur noch ca. 4.000. Der Hauptort Stornoway hat bis zu 12.000 Einwohner und als einziger Ort eine nennenswerte Infrastruktur. Insbesondere das einzige Restaurant, das sonntags geöffnet ist. Denn Sonntag ist Feiertag, da sind alle Geschäfte, Tankstellen, Kneipen, Museen, eben alles, geschlossen.

Das gilt nicht für das Mobilfunknetz – das ist nƤmlich die ganze Woche nicht vorhanden. Außerhalb von Stornaway und TarbertĀ (dem Hauptort von Harris)Ā hat man selten Empfang, und wenn, dann auf einem Hügel.

Das Wetter ist … sagen wir mal ā€žnordischā€œ: viel frische Luft (Wind, Sturm), viel Regen, dafür aber dann auch wunderbar klare Luft und tolles Licht, sobald die Sonne durch die Wolken lugt. Der Boden besteht fast überall aus Torf (ā€žpeatā€œ), man braucht wasserdichte Schuhe mit hohem Schaft.

Die Menschen sind extrem freundlich. Das merkt man besonders in den Museen und Schulen. Diese sind nämlich die (oft einzigen) Anlaufstellen für eine Mittagsmahlzeit: Jedes Museum und viele Schulen haben ein Café, wo leckeres, selbst gemachtes  Essen (Kuchen, Eintopf, Brote) verkauft werden.

 
 

Lewis&Harris 2016 – Impressionen

 

Europa – Kurzurlaube & Fotoalben

ā€žFotos purā€œ von weiteren Kurzreisen:

(Siehe auchĀ Fotoalben USAĀ undĀ Fotoalben Afrika)

 

(Durch Klick auf ein Fotoalbum öffnet sich das Album und man kann die Bilder durchblättern.)

 
Urlaub zu zweit :-)
 
Familienurlaube
 
Ausflüge / Kurzurlaube:
 
Sport & more:
 

 

USA … noch ein paar Fotoalben

Ein paar schƶne Reisen gab es noch:

(Siehe auch Fotoalben Europa und Fotoalben Afrika)

 

(Durch Klick auf ein Fotoalbum öffnet sich das Album und man kann die Bilder durchblättern.)

 

Afrika – noch mehr Reisen ;-)

Ein paar weitere (Kurz-)Reisen nach Afrika & Asien:

(Siehe auchĀ Fotoalben EuropaĀ undĀ Fotoalben USA)

 
 

(Durch Klick auf ein Fotoalbum öffnet sich das Album und man kann die Bilder durchblättern.)

 

Norwegen 2007 – Telemark

Tagestour in die Telemark:
 
Es goss eimerweise Berge und Wolken Der Bandaksee bei Dalen Vrangfoss-Schleuse am Telemarkkanal
Ausflug ins Landesinnere, in die Telemark.
Ausflug ins Landesinnere, in die Telemark.

Nach fünf Tagen war das Superwetter vorbei – in der Nacht hatte es angefangen, ununterbrochen zu regnen. (SpƤter hƶrten wir, dass es an diesem Tag 5x mehr geregnet hat, als sonst im ganzen Monat.)

Wir beschließen, heute die geplante Tagestour in den Telemark zu machen:

  • Durch’s Fyresdal,
  • nach Dalen am Bandaksee, der Endstation des Telemark-Kanals,
  • und zurück durch’s Setesdal.

Es wird ein langer Tag, wir fahren 575 km, und kommen erst um 0:30 Ā Uhr zurück zum Ferienhaus. Es ist gerade eben noch hell genug für unseren ā€žFußwegā€œ – eine Viertelstunde spƤter wƤre es stockdunkel gewesen.

Auf der Rückreise fahren wir noch einmal durch’s Telemark, und besuchen den wirklich sehenswerten Schleusenabschnitt des Telemark-Kanals.

Eindrücke aus dem Telemark:

 

Norwegen 2007

Wie die Zeit vergeht – der Ƅlteste ist jetzt Gruppenleiter und betreut selbst eine Bande von “kleinen 10-12-JƤhrigen”. So fahren wir zu nur fünft nach Norwegen, zum dritten Mal:

  • Anreise wie schon 2000 mit dem Auto bis Kiel, dann mit der FƤhre über Nacht nach Oslo. Insgesamt ist man doch fast 2 Tage lang unterwegs (… deutlich lƤnger als nach USA ;-)
  • Zwei Wochen Ferienhaus in Südnorwegen, diesmal ƶstlich von Kristiansand, zwischen RisĆør und KragerĆø.
    Direkt am Meer, mit kleinem Boot :-).
  • Auf der Rückfahrt übernachten wir noch zusƤtzlich in Oslo, gehen in einige Museen, bevor es mit der NachtfƤhre wieder zurück geht.
  • Karin und die Kinder waren dann noch einige Tage an der Schlei in Schleswig-Holstein.
Highlight war natürlich das Traumhaus am Meer:
Telemark-Kanal
Telemark-Kanal

Es liegt auf einemĀ Scherenhügel, mit toller Aussicht aufs Meer und einem Boot am eigenen Steg.

Wir haben jede Menge Fische geangelt (naja – die Kinder ;-)Ā und Bootstouren übers Meer gemacht.

Der lƤngste Ausflug mit dem Auto ging ins Telemark, kürzere Ausflüge in die umliegenden StƤdtchen … Shopping, FƤhrefahren, Schwimmen …

Wir alle waren begeistert – von der Landschaft, der Freundlichkeit und Gelassenheit der Norweger, vom Meer und den Seen.
(Der nƤchste Familienurlaub in Norwegen ist geplant, und “Hurtigruten zu zweit” ist schon gebucht :-)

 

Norwegen 2007 – Ausflüge

Autofähre nach Risør
Autofähre nach Risør

Unruhegeister, die wir sind, haben wir fast jeden Tag einen Ausflug gemacht: (sieheĀ diese Karte)

  • In die NachbarstƤdtchenĀ RisĆør oder KragerĆø.
  • Zum Baden nachĀ PortĆør.
  • Auf große Fahrt: über’sĀ Meer nach RisĆør.
  • NachĀ Tvedestrand und Langesund.
  • EineĀ AbschiedsfahrtĀ mit dem Boot auf die SchƤren.

Was Ausflüge betrifft, gefƤllt uns Südnorwegen viel besser als Fjordnorwegen. In den Fjorden ist es so einsam, das man doch ziemlich ā€žvon allem abā€œ ist. Mal eben für 2-3 Stunden ins nƤchste StƤdtchen geht kaum. Und: die Sorge, Südnorwegen sei zu voll, ist unbegründet; verglichen mit zuhause ist Südnorwegen einsam.

Kids on Tour ;-)
 
 

Norwegen 2007 – Hytte

ā€žVom Parkplatz nur 200 m Fußwegā€œ
ā€žVom Parkplatz nur 200 m Fußwegā€œ

Das Ferienhaus hatten wir auf einerĀ norwegischen WebseiteĀ gebucht … der englischen Wegbeschreibung konnten wir bis zum Parkplatz problemlos folgen. (Naja – den Schlüssel mussten wir etwas suchen ;-)

Die laut Prospekt 200 m Fußweg zum Haus entpuppten sich dann als eine Querfeldeintour, durch Büsche, über Felsen, Treppen, einen Steg – das Schleppen des GepƤcks hat fast eine Stunde gedauert. Aber ist Urlaub nicht auch immer ein Abenteuer … ? (Leider: bei Regen war es extrem rutschig, da haben wir uns einige Schrammen geholt :-(

(Übrigens: Ferienhaus heißt auf norwegisch ā€žHytteā€œ.)

Highlights:

  • ā€žPapaaa –Ā woĀ ist das Klo???ā€œ
    Seitdem weiß ich, was das norwegische Wort Økotoalett bedeutet ;-)
  • Die LageĀ – an einem eigenen Minifjord, mit tollem Ausblick aufs Meer.
  • Ein BootĀ am eigenen Anlieger – Bootfahren ist der Hit für die Kids, einfach nur so, oder zum Angeln, für Ausflüge zu den umliegenden SchƤren oder Buchten
  • Florians IdeeĀ auf der Rückfahrt :-)
Das Ferienhaus und die Umgebung

 
Boot, Angeln, Baden
Motorbootfahren vor den SchƤren :-)
Motorbootfahren vor den SchƤren :-)
Bootsausflug nach Risor - zweimal 10km übers Meer.
Bootsausflug nach Risor – zweimal 10km übers Meer.

Das Boot haben wir praktisch tƤglich benutzt – wobei Florian der ā€žStammfahrerā€œ war; Karla und Luis thronten meist als Galionsfigur auf dem vordersten Sitz. Aber natürlich durfte jeder von beiden auch ein paar Mal lenken!

In der ersten Woche angelten wir fast jeden Tag (und fingen auch jedes Mal etwas: viel Dorsch und Seelachs, wenig Heringe, ein paar Makrelen).
Dann war Karin es aber leid, Fisch zu kochen oder braten – wir verschenkten noch einmal Fische an die Nachbarn, ließen das Angeln aber dann bleiben ;-(

Aber man braucht das Boot ja auch, um Schwimmen zu fahren, Ausflüge zu machen, oder einfach nur um hin und her zu düsen.

 

 
Die Koffer werden per Boot abtransportiert ;-)
Unser GepƤcktransport ;-)
Unser GepƤcktransport ;-)
Koffertransport mit dem Boot
Koffertransport mit dem Boot

Am letzten Tag war regnerisches Wetter, die Felsen auf unserem Fußweg waren glitschig …

… da hatte Florian die Idee, unser GepƤck das kurze Stück zum Steg zu tragen, mit dem Boot in die Nachbarbucht zum kleinen Bootshafen zu fahren, und dort alles ins Auto zu laden.

Super :-)))

Statt einer Stunde Schleppen (und wahrscheinlich Ausrutschen) war alles in 20 Minuten erledigt!