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Hurtigruten 2008

20.3.2008: Inselwelt südlich von Tromsø

TromsĆø

Eine Traumreise als Geschenk zu Michaels 50. Geburtstag: mit dem Postschiff von Bergen bis Kirkenes.

Wir mussten dies einige Monate im Voraus planen – zum einen, um die Kinder unterzubringen – zum anderen, um die 8 Tage exakt in die schulfreien Osterferien einzupassen.

Als Schiff kam nur eines der größeren, neuen in Frage – Karin bestand auf Stabilisationsrudern und wenigsten ein bisschen Sicherheit vor wellenbedingter Schaukelei. (Wenn sie allerdings gewusst hƤtte, was ein Sturm auch mit so großen Schiffen macht … siehe links die Bilder der Kong Harald, nur 3 Wochen vor unserer Reise!)

Wir buchten auf der MS Trollfjord, dem (damals) größten und neuesten Schiff der Hurtigrute. Die Tagesstationen waren: ein Tag zu Beginn in Bergen, dann 5 Schiffstage mit Tagesaufenthalten in ƅlesund, Trondheim, BodĆø, TromsĆø und am Nordkapp, Rückflug von Kirkenes.

Fazit: die erhoffte Traumreise, 6 Tage wundervoller Eindrücke und Entspannung :-).

Sonnenuntergang im Vestfjord vor den Lofoten
Sonnenuntergang im Vestfjord vor den Lofoten
 

Hurtigruten 2008 – Impressionen

 

Hurtigruten 2008 – Bergen

Die nordgehende Route erscheint uns als ā€žErsttƤterā€œ als richtige Mischung zwischen Seereise und Landausflügen. Den Aufenthalt in Bergen verlƤngern wir um einen Tag, um diese schƶne Stadt auch ein bisschen zu besichtigen. Bergen ist seit 1920 Startpunkt der Hurtigrute (vorher ging es noch weiter in den Süden, bis Haugesund und Stavanger).

 

15.3.: Anreise

Wir fliegen ab Frankfurt, mit Umsteigen in Kopenhagen. Alles geht glatt, um 17:30 landen wir in Bergen. Für Kurzweil unterwegs sorgt Karins Last-Minute-Auftrag, so musste der Laptop mit und jeden Tag wird zwei Stunden gearbeitet ;-). Unser HotelĀ StrandĀ liegt direkt am alten Hafen von Bergen (dem Vagen), wir haben ein schƶnes Zimmer mit Hafenblick. Das Strand Hotel hat sehr viel AtmosphƤre, schließlich ist es das “Stammlokal” des KrimiheldenĀ Vark Veum.

Noch am ersten Abend gehen wir zum Hurtigruten-Kai, dort liegt das Ƥlteste Schiff der Hurtigrute, die MS Nordstjernen. Dank 9/11 sind auf Druck der Amerikaner zwar weltweit alle internationalen HƤfen hermetisch angeriegelt … aber die Norweger nehmen das gelassen (ā€žthis ISPS stuffā€œ ;-), wir dürfen ohne Probleme das Schiff besichtigen.

 

16.3.Ā BergenĀ Sightseeing

Morgens steigen wir auf den Hausberg von Bergen, den Floien. Hoch geht’s zu Fuß, oben stƤrken wir uns im Ausflugslokal, runter fahren wir mit derĀ Floienbaan. Das Wetter ist für Bergen-VerhƤltnisse super, wir haben Sonne! Schließlich gilt Bergen mit 248 Regentagen als Regenhauptstadt Europas. Außerdem ist Sonntag – und bei strahlendem Wetter ist ganz Bergen auf dem Floien ;-).

Die Ausblicke auf Bergen und Umgebung sind toll, frische Seeluft, ein nettes Ausflugslokal, eine urige seil-gezogene Bahn.

Nachmittags bummeln wir durch Bryggen, das alte Hanseviertel, und andere ältere Stadtteile. Wunderschön ist das Hanseatische Museum.

Dann schlƤgt das Wetter um: es wird kalt und es beginnt heftig zu schneien. So schiffen wir uns schon um 17:30 auf ā€žunsere MS Trollfjordā€œ ein.

 
Einige Eindrücke von Bergen:

 

Hurtigruten 2008 – was ist die ā€žHurtigruteā€œ?

Der Fahrplan der Hurtigrute (Stand April 2008)
Der Fahrplan der Hurtigrute (Stand April 2008)

ā€žHurtigruteā€œ heißt ā€žschnelle Linieā€œ und war bei der Gründung 1893 ein Riesenfortschritt für die Menschen an der über 2700 km langen norwegischen Küste zwischen Bergen und Kirkenes an der russischen Grenze. Damals gab es zu den meisten Orten keine Straßenverbindung. Die Geschichte der Hurtigrute findet man aufĀ WikipediaĀ und auf der offiziellenĀ Hurtigrute-Homepage.

Heute ist die Hurtigrute eine Mischung aus Touristen-, Bus- und Transportlinie: im Sommer hauptsƤchlich eine Kreuzfahrt (da wird auch in den Geirangerfjord gefahren), im Winter – wenn viele Straßen im Norden wegen Schnee und Eis gesperrt sind – ist auch heute noch die Hurtigrute eine wichtige Verkehrsanbindung für die Küstenorte. GanzjƤhrig wird die Linie von den Einheimischen als ā€žBusā€œ benutzt – und Fracht hat zu allen Jahreszeiten Vorrang vor Touristen.

Ingesamt ist der Sommer aber ā€žKreuzschifffahrtā€œ (und die wichtigste Einnahmequelle!) – schƶnes Wetter, Fjorde und das ewige Licht nƶrdlich des Polarkreises sind die Attraktionen.

Das ā€žechteā€œ Hurtigruten-Feeling kann man am ehesten noch im Winter oder Frühjahr erleben. Dann sind mehr als die HƤlfte der Passagiere sogenannte ā€žPort-to-Port-Passagiereā€œ, also Einheimische auf dem Weg zur Arbeit, zur nƤchsten Stadt oder sie nutzen das Schiff als Zubringer zu den internationalen FlughƤfen in Bergen oder Kirkenes. Und in den kleinen Orten ist das Hurtigrutenschiff willkommene Abwechslung für die Bewohner – sie kommen wƤhrend des Hafenaufenthalts zum Kaffee an Bord, bei den neuen, großen Schiffen stürmen die Kinder den Whirlpool auf dem Oberdeck ;-)

Auch wir benutzen den Whirlpool einige Male – nachts unter sternenklarem Himmel in eisiger KƤlte ist das ein Erlebnis. Und dabei sehen wir auch das einzige Nordlicht auf unserer Reise. Leider ohne Brille und ohne Kamera ;-(

Der Fahrplan ist jeden Tag der gleiche: 11 Schiffe sind gleichzeitig unterwegs, tƤglich um die gleiche Zeit verlƤsst ein Schiff Bergen und macht sich auf die 5,5 Tage dauernde Reise. 34 HƤfen werden angelaufen, jeder Hafen wird also tƤglich von 2 Postschiffen bedient – einem nordgehendem und einem südgehendem. Der Aufenthalt ist in der Regel 30 Minuten, gerade genug um die ā€žBusā€œ-Passagiere und die Fracht ein- und auszuladen.

Die nordgehenden Route bietet zusätzlich jeden Tag einen längeren Landgang in einer größeren Stadt:
– ƅlesund: 3 Stunden
– Trondheim: 6 Stunden
– BodĆø: 2,5 Stunden
– TromsĆø: 4 Stunden
– Nordkap (HonningsvĆ„g): 3,5 Stunden
– Kirkenes: 2 ¾ Stunden

Dadurch ist die nordgehende Route sehr kurzweilig, die Seefahrt wird tƤglich unterbrochen, für z.B. Museen, Shopping, Ausflüge (Nordkap). Die südgehende Route lƤuft die Orte jeweils umgekehrt (tags <–> nachts) an, mit in der Regel kürzeren Aufenthalten. Dafür hat man tagsüber Landschaft pur. Aber auch nordgehend sieht man genug Landschaft.

Norwegen 2007 – Impressionen

 

Norwegen 2007 – Ausklang an der Ostsee

Als gemütlichen Ausklang besuchten Karin und “die Kleinen” die Verwandtschaft auf dem Ferienbauernhof.
  • Ein paar (geruhsame?) Tage an der Schlei, inĀ Grƶdersby.
  • Baden, Spielen, Reiten …
  • Ausflüge ans Meer …
  • … und an/auf die Schlei.
 

 

Vechte 2007

Wieder eine Radtour in den Osterferien – mit ein paar Ƅnderungen gegenüberĀ 2006 an der Mosel:

  • Das Ziel war die Vechte – ein Flüsschen vom westlichen Münsterland bis in die Niederlande.
    Hauptsache flach war unsere Devise ;-)
  • Kein AnhƤnger für Karla – aber dafür mit “Abschleppstange”.
    Genau das richtige für ihr Alter (4.5 Jahre).
  • Annette begleitete uns.
  • Diesmal waren wir 6 Tage unterwegs, mit 5 Übernachtungen.
 
Anreise mit Multifan und nagelneuem Fahrradträger Wunderschöne Landschaften:
Vechte beiĀ 
Laar, Kanal inĀ Ommen
Und immer wieder:
Spiel, Sport und Spaß ;-)
 

Am schƶnsten waren die “Wasser”-Landschaften: Flussauen, lichte WƤlder, KanƤle, alte Flussarme, Tümpel …

Das Ambiente war lƤndlich und gepflegt – schmucke Bauernhƶfe, fast niedliche Dƶrfer, nette StƤdtchen.

Einziges Manko: auf der deutschen Seite ist die Gastronomie-Infrastruktur dünn (bis lausig) – gut Essen konnte man in den Niederlanden. Mit Ausnahme vom Haus Brünemann in Neuenhaus, da war das Essen super … aber esĀ hat ja auch einen niederlƤndischen Besitzer ;-)

 

Vechte 2007 – die Vechte

Die Vechte entspringt in Darfeld, fließt via Nordhorn, Emlichheim, Ommen bis Zwolle, wo sie in das “Zwarte Water” mündet, dann in die Ijssel und ins Ijsselmeer.

Auf deutscher Seite ist die Vechte 113 km lang, auf niederlƤndischer ca. 60 km.
Das ist wesentlich kürzer als früher, denn seit dem Mittelalter wurde die Vechte immer mehr begradigt und eingedeicht, um einerseits schiffbar zu werden, und anderseits die fast jährlichen Überschwemmungen zu beherrschen.
Außerdem wurde nach und nach die gesamte Moor- und Sumpflandschaft in der Gegend entwässert.

Nur noch an manchen Stellen kann man sehen, wie es hier früher aussah. Einige alte Vechte-Arme sind übrig geblieben. An einigen Stellen wurde der Flusslauf aber renaturiert.

Die schƶnsten Abschnitte der Vechte sind ab Laar flussabwƤrts – zwischen Nordhorn und Emlichheim ist die Vechte im Wesentlichen ein Kanal. Für die Schiffahrt kann die Vechte nicht mehr benutzt werden – alle Einrichtungen sind heute für Hochwasser- und Naturschutz ausgelegt.