Vor langer Zeit in einer Zeitschrift gefunden: die RadtourĀ Kunstwegen.
– An der Vechte entlang, also flach ;-)
– Von Nordhorn bis Zwolle.
– Etwa alle 20 km ist eine Ortschaft, so dass auch für unsere Kids die Etappen nicht zu lang werden.
– Entlang der Strecke jede MengeĀ Kunstwerke im Freien.
Insgesamt war die Tour sehr schön, und auch in etwa so, wie es in den Prospekten und Broschüren beschrieben war.
Die deutsche Seite (von Nordhorn bis Emlichheim) ist mit Kunstwerken “gespickt”, allerdings recht lƤndlich-einsam, mit wenigen (oder tagsüber geschlossenen) GasthƤusern.
Die niederländische Seite ist dichter besiedelt, mit nur wenigen Kunstwerken, aber dafür geht die Strecke fast immer am Wasser entlang (Vechte, Kanäle). Auch Gasthäuser sind problemlos zu finden.
Jederzeit problemlos kann man – samt FahrrƤdern – die Strecke abkürzen: per Zug (Niederlande, ganzjƤhrig) oder per Bus (FietsenbusĀ in Deutschland, erst ab Ostern). Dadurch ist eine “One-Way-Fahrradtour” mƶglich.
Hier die obligatorischen Dokumentaraufnahmen, keine besonders groĆe Kunstausbeute – aber wir waren ja auch mit Kindern unterwegs ;-)
Rund um die Vechte wurden im 18. und 19. Jahrhundert jede Menge KanƤle gebaut.
Auf niederlƤndischer Seite sind die noch heute in Betrieb – im wesentlichen für Freizeit-Skipper, aber gelegentlich auch FrachtkƤhne. Am beeindruckendsten ist dieĀ Fluss-Kanal-Kreuzung: bei De Haandrik kreuzen sich der Coevorden-Vecht-Kanal, der Almelo-De Haandrik-Kanal und die Vechte! Das ganze ist abgesichert durch zwei Schleusen, und funktioniert anscheinend auch bei Hochwasser der Vechte.
Die KanƤle auf der deutschen Seite sind seit den 60er-Jahren nicht mehr in Betrieb. Heute sind sie Erholungsziel und dienen der EntwƤsserung. (SieheĀ “Vechte”Ā – früher war hier überall unwegsames Moor und Sumpf.)
Wir sind denĀ Coevorden-Piccardie-KanalĀ entlang gefahren – sehr nett mit “antiken” Schleusen, Drehbrücken und Ziehbrücken.
Insgesamt sind wir 133 km mit dem Rad gefahren (Luis 144 km – er war einfach mehr unterwegs ;-), das war gut zu schaffen. Das Wetter war (bis auf die 2. Etappe) super – Sonne, wenig Wind, kaum Pollen.
Die Unterkünfte haben wir zum Teil von Aachen aus vorgebucht, oder jeweils am Abend vorher per Telefon.
2.4.:Ā Anreise von Aachen nach Nordhorn. Ā 1. Etappe: Neuenhaus, 12 km
3.4.:Ā 2. Etappe:Ā Emlichheim,Ā 32Ā km
4.4.:Ā 3. Etappe: Hardenberg, 32 km
5.4.:Ā 4. Etappe: Ommen, 25 km
6.4.: 5. Etappe: Zug, Raum Bus bis Neuenhaus, 22 km (plus ca. 75 km Zug und Bus)
7.4.: Mit dem Rad zurück bis Frenswegen, 12 km;  Rückfahrt nach Aachen
Nach langem wieder ein Urlaub mit allen sechs, in den Herbstferien (1.-15.10.)
Diesmal ging’s in denĀ Sotavento Beach ClubĀ auf Fuerteventura, wieder mit TUI und dem Baadingoo-Club.
Im Oktober erschienen und einzig die Kanaren sonnen- und badesicher genug, und wieder war es nicht einfach, einen Club zu finden, der kein āKlotzā ist, Kinderbetreuung ab 3 Jahre bietet, strandnah ist und nicht ein Vermƶgen kostet.
Diesmal hatten wir nicht so viel Kultur wie auf Kreta, aber jede Menge Landschaft, Baden und für die Kinder Animation bis zum Abwinken. (Die GroĆen sahen wir einmal am Tag ;-)
Weg bin ich ;-)
Wüste - wir sind ja auch auf der Höhe der Sahara. Die Dünen El Jable.
Wir Eltern haben fast jeden zweiten Tag einen Ausflug gemacht:
In denĀ Norden, nach Corralejo und El Cotillo.
In den Süden, auf die Halbinsel Jandia.
In denĀ Westen, nach Ajuy und La Pared.
Und in die Umgebung zu den StƤdtchen Tarajalejo und Gran Tarajal.
Der Rückflug war nicht ganz optimal: LTU hatte ein uraltes Flugzeug und die Ankunft in Frankfurt war spätabends, so dass wir statt des Zugs einen Mietwagen nehmen mussten.
Alles in allem: wir hatten viel SpaĆ, schƶnes Wetter, das Hotel war okay, und die GroĆen fanden Club-Urlaub “cool”.
Ausflüge an die Westküste: schöne Strände in Ajuy und La Pared.
Den Westteil von Fuerteventura fanden wir mit Abstand am schƶnsten: wilde Landschaft, Wind, Brandung, Felsküste mit Buchten (nicht nur so’n langweiliger Strand ;-) … und deshalb auch einsam, fast keine Hotels.
Wir sind fast tƤglich an einen dieser schƶnen Orte gefahren.
Ausflüge in den Norden: die Wüsten und die (wilde) Westküste.
Freitags gibt’s im Baadingo-Klub “elternfrei” :-)
Die Kleinen werden von 8-18 Uhr betreut, die GroĆen sind sowieso ganztags verschwunden – wir freuten uns auf einen ausgedehnten Ausflug in den Norden der Insel:
Von Costa Calma nach Norden, über Tarajalejo, Tuineje, Antigua, La Oliva bis Corralejo. Ćstlich davon sind die groĆen Sanddünen El Jable.
Dann ein Tipp aus dem Reise-Knowhow-Führer: von Corralejo aus nach Westen über eine Schotterpiste, direkt am Meer entlang. Wunderschön, durch Lavafelder, an kleinen Strandbuchten vorbei, ab und zu einsame (und arme) Häuser.
Mittagspause im malerischen El Cotillo, ein wirklich netter Fischerort. (In ein paar Jahren wird der aber auch touristisch erschlossen sein – die StraĆen für die Hotelanlagen sind schon gebaut.)
Dann der Rückweg über La Oliva, Betancuria, Pajara und La Pared, wieder nach Costa Calma.
(Achtung: im Marco-Polo-Führer wird als Insider-Tip ein Abstecher ins “malerische Mühlendorf” Puertito de los Molinos angepriesen, ein “wahres Idyll” usw. Bloss nicht – eine Ansammlung von Baracken, keine der erwƤhnten GaststƤtten ist geƶffnet, ein Dieselgenerator drƶhnt ultralaut vor sich hin … schnell wieder weg.)
Es war ein wunderbarer Tagesausflug – durch schƶne Landschaften. Gut gefielen uns: die Dünen, die Nordküste, El Cotillo, die Strecke von Las Olivas über Betancuria nach La Pared.
Ausflug an die Südküste: 30 km Schotterpiste bis Punta de Jandia.
Weg bin ich ;-)
Eine schƶne Halbtages-Tour (von Costa Calma aus) geht bis zum Südende von Fuerteventura: bis Jandia über die gut ausgebaute KüstenstraĆe (vorbei an einigen hƤsslichen “Klƶtzen” – gut, dass wir dort nicht untergekommen waren), die letzten 30km dann über eine Schotterpiste, durch immer wüstenartigere Landschaft. Bald ist es so trocken und windig, dass kein Halm mehr wƤchst.
Am Südende ist der Leuchtturm Punta de Jandia, mit der winzigen Ortschaft Puertito de la Cruz – einige barackenartige HƤuser, zwei Cafes, und jede Menge Wohnwagen der “alternativen” Sorte.
Wir haben eine schƶnen Badenachmittag verbracht, ohne Trubel, mit viel SpaĆ.
Der Sotavento Beach Club liegt in Costa Calma, einem zwar neuen, aber nicht rummeligen Ferienort im Süden von Fuerteventura. Die Zimmer, die Animation (TUI-Baadingo-Club) und die Lage direkt am Meer waren super, der Service ganz okay, das Essen war schlecht (siehe auch unsere Bewertung bei Holidaycheck.de).
Insgesamt kann man aber nicht meckern: wir alle haben uns wohl gefühlt, die Kinder haben einen RiesenspaĆ gehabt, insbesondere die GroĆen – aber das lag sicher auch daran, dass wegen der Herbstferien viele Gleichaltrige da waren.
Springen undĀ Toben in den Pools
Ein paar Einblicke in das Leben der āDjangosā (so heiĆt die Gruppe der 13-16-JƤhrigen bei der Animation) und āDjangasā (so haben wir Eltern die MƤdchen in der Gruppe genannt :-)
Fuerteventura 2005:
Landschaftlich hat Fuerteventura einiges zu bieten …
… wenn man Wüste, Steine, Lava, Vulkane, Meer, spƤrlich “getupftes” Grün mag. Wir fanden es Klasse – ein bisschen erinnerte uns die Landschaft an die Wüsten in Kalifornien, wie Anza Borrego, Joshua Tree, auch Death Valley.
Fuerteventura: La Pared an der Westküste
Cofete im Südwesten, vom Wind umtost.
Malerisches El Cotillo.
Leuchtturm bei Las Playitas
Zuwanderer aus Afrika.
Fuertevenura: Krater bei Tiscamanita
Wüste - wir sind ja auch auf der Höhe der Sahara.
26.9. Praia das MaƧas – mit Big Stopper (10 Blenden), 480 sec, f13 und ISO 160.
Wenn man die Kontrastunterschiede von Land, Wasser und Himmel mit Hilfe vonĀ GrauverlaufsfilternĀ gebƤndigt hat und die ersten gut (oder sogar perfekt) belichteten Fotos im Kasten sind …
… dann kann man noch eine Schwierigkeitsstufe oben drauf legen und mitĀ GraufilternĀ lƤngere Belichtungszeiten versuchen ;-)
Okay – wirklich komplex ist es nicht, aber Konzentration und Ćbung sind recht hilfreich:
Ausgangspunkt ist die korrekte Belichtung mit Grauverlaufs-, aber ohne Graufilter.
Die folgende Schritte werden so miteinander kombiniert, bis die gewünschte Belichtungszeit erreicht ist. Dabei verdoppelt sich mit jeder Blende, um die man die Lichtmenge reduziert, die Belichtungszeit.
ISO sollte für Langzeitbelichtungen um die 100 sein. Bzw. beim āBase-ISOā, z.B. 200 bei der X-T2.
Der GroĆteil wird in einem Schritt durch einen Graufilter erreicht. Der 3-Stop-Filter sorgt für 8-fache Belichtungszeit, der 6-Stop-Filter für 64-fach, der Big Stopper (10x) für 1.000-fache und der Super-Stopper (15x)Ā für 32.000-fache Belichtungszeit.
SchlieĆlich noch mit Blende (und ggfs. ISO) in Drittelschritten den noch fehlenden (oder zuĀ verringernden) Schritt zurĀ gewünschtenĀ Belichtungszeit einstellen. Wobei es aber nicht so drauf ankommt, ob man nun 180 oder 210 sec belichtet.
Manche schaffen es im Kopf, ich zƤhle in einfachen FƤllen die āKlicksā der DrehrƤder undĀ verdoppele/halbiere jeweils im Kopf die Belichtungszeit.
Bei sehr langen Belichtungszeiten nutze ich PhotoBuddy auf dem iPhone, denn ein Fehler passiert schnell, vor allem im Dunklen. Und es ist doch Ƥrgerlich, wenn man nach 6 min feststellt, dass man um einen Faktor 2 oder 4 falsch belichtet hat.
Mittlerweile hänge ich immer noch ein paar Langzeitbelichtungen dran, sobald ich die ersten vernünftigen Fotos im Kasten habe. Meist denke ich sogar daran, den Ausschnitt nicht zu verändern ;-)
20.9. Cabo Raso
21.9. Wrack, Vilanova de Milfontes
22.9. Azenhas do Mar
āNebelā – brechende Wellen
1/10 sec lƤsst Wellendetails noch erkennen, erzeugt aber durch leichtes āVerwischenā einen dynamischen Bewegungseffekt.
25-30 sec lassen alleĀ Details verschwinden, der (zum Teil meterhohe) Brandungsschaum wirkt wie Nebel.
Die Entfernung darf nicht zu groĆ sein, <5-20 m.
āMarmorā – rollende Wellen
1/100-1/200 sec zeigt ohne Wischeffekte scharfe Wellenkonturen.Ā Wirkt gut bei >50-100 m Entfernung.
3 min (200 sec) Belichtung erzeugt einen Marmoreffekt. Sichtbar werden weiĆe BƤnder bzw. FlƤchen – das sind die Bereiche, wo die Wellen bevorzugt brechen.
āFelsā – das Wasser verfestigt sich
1/3 sec erzeugtĀ auch bei groĆen Entfernungen noch den Bewegungseffekt.
6 min (380 sec) lassen den Marmoreffekt verschwinden, das Wasser sieht wie glatt geschliffener Fels aus und spiegelt auch bei Bewölkung das Rot des Sonnenlichts.
Wasserspritzer einfangen …
Tja … Gefühl, Glückssache, Geduld, Kƶnnen … viele Male probiereĀ ich es … wenige Male gelingt es. Hier ist noch klares Verbesserungspotential ;-).
Bei kurzen Belichtungszeiten hilft die Serienbildaufnahme (obwohl ich das nicht mag – man muss anschlieĆend Unmengen vonĀ Bildern sortieren). Wenn die Belichtungszeiten lƤnger als ca. 1/10 sec sind, dann ist der Serienbildmodus zu langsam und es hilft nur Erfahrung, Glück und Vorausschau.
Das Problem ist, zum einen zwei oder mehr Ereignisse (Spritzer, ablaufendes Wasser, Welle bricht o.ä.) abzupassen und zum anderen die Belichtung blitzschnell (oder vorausschauend) den zum Teil abrupt wechselnden Lichtbedingungen anzupassen. Dabei hilft es, in RAW zu fotografieren, weil man dort einige Blenden Reserve für Fehlbelichtungen hat.
25.9. Praia da Adraga
Hier soll gleichzeitig ein leichter Wischeffekt sein (darum 1/3 sec), ablaufendes Wasser und ein mƶglichst groĆer Wasserspritzer.
Insgesamt habe ich fast eine Stunde gebastelt.
Auch hier: Wischeffekt (1/10 sec), ablaufendes Wasser, damit der Sand schön spiegelt, und eine Welle, die im richtigen Moment spritzt.
Dazu f/10, damit auch die Kormorane noch scharf sind. Klappte gut :-)
Das hingegen ist recht einfach:
Bei 600 mm Brennweite wƤhle ich 1/1600 sec, dadurch geht Serienaufnahme.
Auf einemĀ der vielen Bilder brechen sich beideĀ Wellen gleichzeitig und āes spritztā.
Sehr schƶn die VerdichtungĀ durchĀ die 600 mm.Ā
Auch hier 600 mm Brennweite.
Ich passte eine Wellenphase ab, bei der im Vordergrund die Brandung relativ ruhig ist, die nƤchste Wellenserie sich hinten an den Felsen aber schon bricht.