5.9.: Wir übernehmen unseren “Landy”
Diesmal entscheiden wir uns für die āfull-blown 4×4ā Variante: ein Toyota Landcruiser von Travel Adventures Botswana. Bereits bei Einweisung und Fahrtraining merken wir, wie robust, schwer, groĆ alles im Vergleich zum HiLux ist. Wir lernen, das Wagenheber-Monstrum zu benutzen, Reifen zu wechseln, wie und wann man Hi4, Lo4 und Differentialsperre nutzt, fahren uns absichtlich im Sand fest Ā und versuchen, uns wieder raus zu buddeln … und hoffen instƤndig, dass wir auf unserer Tour weder einen Platten haben noch uns festfahren. Aber wir haben Glück (bzw.: natürlich sind wir tolle Fahrer): Unser Landy bringt uns überall wie ein Trecker durch, keine einzige Panne. Wenn es im Sand kritisch wird, hilft Lo4. Nur zwischen Linyanti und Ghoha bleiben wir 3x in der Military Truck Spur stecken. Und einmal lƤsst uns der Kühlschrank im Stich: Dass Stromkabel ist durchgescheuert und nette Nachbarn finden den Fehler und flicken uns das Kabel.
Die Ausstattung ist 1a, alles in ausgezeichneter QualitƤt und sehr reichhaltig, es fehlt uns an nichts. Wir brauchen 2 Abende, dann ist alles sortiert:
- Schubladen: Geschirr, Frühstückskram, frische Vorräte, Konserven
- GroĆe Kiste für die gusseisernen Tƶpfe und Pfannen
- Kühlschrank und Gasflasche haben rechts und links ihren Platz.
- Mit Feuerholz, Wasservorrat, Werkzeugkiste ist hinten alles voll.
So bleibt die Rücksitzbank für unser GepƤck: Die Reisetaschen ganz oben, damit man schƶn drin kramen kann. Drunter und drum herum sind Fotorucksack, Schuhe, RucksƤcke, Elektrokiste, WƤschesack verstaut, vorne dann die Kameras, iPad, iPhones, Karten, Kekse, Reiseführer, Akkus mit Ladeutensilien … und wir zwei.
Fazit:
- āRuggedizedā – diese schƶne englische Wort beschreibt den Landcruiser am treffendsten.
- Travel Adventures ist 1a – sowohl die QualitƤt alsĀ auch der Service.
- Der Preis ist allerdings auch 1a – mit Abstand der teuerste Anbieter, etwas gemildert, weil man bei Ćbernahme/Rückgabe in Maun keine Transfer- bzw. Einweggebühr bezahlen muss.
| Unterwegs: StraĆen, Brücken, Sandwege | Roadblocks – Tiere haben immer Vorfahrt! |
5.9.-8.9.: Moremi Game Reserve
Nach der Wagenübernahme und dem GroĆeinkauf für 8 Tage Wildnis ohne Einkaufsmƶglichkeiten fahren wir nur noch 43 km bis zur Mochaba Crossing Lodge. Wir kramen zwei Stunden, erholen uns im Pool und gƶnnen uns das Dinner in der Lodge.
Die drei Tage im Moremi Game Reserve sind geruhsam, insgesamt nur 200 km mit schƶnen Game Drives, erlebnisreichen Picknickpausen und viel MuĆe in den Camps.
- South GateĀ gilt vielen nur als 4. Wahl im Moremi, hat uns als Auftakt aber ausnehmend gut gefallen: gepflegt, schƶne Sites, gute Ausgangsbasis für die Black Pools und Xini Lagoon … und aufregender Elefantenbesuch am Abend.
- Xakanaxa gefällt uns mit seiner Lage an der Lagune am besten. Die Sites sind sehr groà mit schönen Bäumen, ein kleiner Abendspaziergang zur Boat Ramp ist ein guter Auftakt für den Sonnenuntergang auf der Site.
- Khwai North GateĀ liegt ideal für die Game Drives rund um die Khwai River Plain. Die Campsite selbst ist nicht so schƶn – alles recht alt und renovierungsbedürftig, nur Campsite 3 hat eine schƶne Lage. Aber als Ćbernachtungsetappe zwischen Moremi und Savuti ist North Gate sehr passend.
Fazit:
- Moremi hat vielfältige Landschaften  und eine sehr vielfältige Tierwelt.
- Die Entfernungen sind recht klein, so dass die Tagesetappen moderat sind.
- Weite Teile wie Dead Tree Island und Mboma Island haben wir uns für’s nƤchste Mal aufgespart.
6.9.: Black Pools undĀ MokutshomoĀ Picknick
Nach dem Festfahren und mühsamen Ausbuddeln beim Fahrtraining fiebern wir den ersten Sandpisten im Moremi entgegen. Jeder Tiefsandabschnitt wird mit Schwung und ein bisschen Nervenflattern angegangen – haha, alles easy, die wirklich tiefen Sandpisten sehen wir erst im Chobe.
So tuckern wir geruhsam durch trockene Savannen und lichte WƤlder, sehen Impalas, Gnus, Zebras, Giraffen, Baboons und Wardhogs.
Fotos des Tages: Elefantenbesuch im South Camp
7.9.: Bodomatau Lagoons und Makerekwa
Auf den 70 km zwischen South Gate und Xakanaxa sehen wir nur 4 andere Autos, aber tausende Tiere. Trotz der Trockenheit führen die Lagunen noch Wasser, bei weniger Dürre hätten wir sicher einige schwierige Wasserdurchquerungen gehabt, aber so bleibt es bei einer knöcheltiefen Durchfahrt.
Das Picknick in Makerekwa beschert uns einen spannenden Elefantenbesuch.
Foto des Tages: der Leopard an der Bodomatau Lagoon
8.9.: Sexugu und Khwai River Plain
Heute fahren wir zwischen Xakanaxa und North Gate nur knapp 50 km, aber mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von sagenhaften 8 km/h. āŗļø
Immer wieder halten wir zum Fotografieren an, machen ausführliche Pausen am Hide der Hippo Pools und am Duck Pond Camp am Khwai River.
Foto des Tages: einer der vielen Roadblocks
Unser Campingleben š
Unser schnell eingespieltes Programm, sobald wir im Camp ankommen:
- Das Auto muss so stehen, dass Neigung, Anordnung von Tisch, Stühlen, Feuerstelle, Dreckplane und Schatten und Windrichtung (Rauch!) passen. Wir haben da schnell eine harmonische Meisterschaft entwickelt, Geduld und Langmut muss mal der eine (āNein, hier geht nicht, die Plane ist zu weit wegā), mal die andere (āhier ist kein Schatten und der Wagen steht nicht in der Waageā) haben.
- Gemeinsam rƤumen wir Tisch, Stühle und Bodenplane raus, auf die Plane kommen die Topf- und Geschirrkiste sowie Müllsack und die Krimskrams-Ikeatüte. Wobei Karin die Klettermaxe ist, die in die āHƶhleā kriecht und die hinteren Sachen rausholt. Sie weiĆ, wo alles ist. Das Feuerholz wird zur Feuerstelle geschleppt, Anmachholz gesammelt.
- 2 Savannah ƶffnen.
- Karin bereitet das Essen vor, Michael macht Feuer, damit wir fürās Kochen eine schƶne Hƶllenglut haben.
- Sobald das Feuer brennt, baut Michael das Zelt auf, nur zum Runterklappen muss Karin helfen und aufs Dach klettern. Im Dachzelt werden alle Lüftungen geöffnet, die Isomatten unter die Matratze geschoben, alles schön aufgeräumt und die Fliegengitter geschlossen.
- Ziel ist, dass Hƶllenglut und Essenschnibbelei etwa gleichzeitig fertig sind, was bereits am zweiten Tag gut klappt.
- Ca. 1,5 Stunden nach Ankunft ist ein leckeres Essen fertig. Meist gibt es vegetarische Küche (Gemüse, Curry, Frikos), ab und zu auch Würstchen, Kudu-Filet oder super Rindersteaks. Das Kochen auf dem Feuer gelingt gut – Michael lernt schnell, wie man mehrere Herdplatten konstruiert, sogar nach Karins Vorgabe in Stufe 1 bis 3.
- Nach dem Essen heben wir die Reste für die Mittagspause am Folgetag auf. Spülen, alles sorgfƤltig wegpacken … vor 10 Uhr sind wir müde … noch ein bisschen lesen, kuscheln … Wecker auf 6 Uhr.











































































































































































































































































































































































































