Archiv der Kategorie: Nationalpark

Nordwesten 2017 – Columbia River, Mount St. Helens, Mount Rainier

4 Tage Rückfahrt durch Washington: Mount St. Helens und Mount Rainier

21.8.2017 - #197 von Madras nach Norden
21.8.2017 – #197 von Madras nach Norden

Für die letzten 5 Tage bis zur Rückgabe hatten wir geplant (und vorgebucht), noch 1 Nacht in Madras zu bleiben und dann in 4 Etappen (Columbia River, Mount St. Helens, Randle und Mount Rainier) zur Rückgabe des Wohnmobils am Samstagmorgen am Flughafen zu fahren.

Mittlerweile hatte sich aber ergeben, dass Karla am Samstag um 11:30 Uhr von Seattle nach Vancouver fliegt (das ist – mit großem Abstand – die schnellste und billigste Möglichkeit). Bei unserer üblichen Reserve heißt das also, gegen 9:00 Uhr am Flughafen zu sein.

Dafür sollten wir die letzte Nacht besser in Flughafennähe statt am Mount Rainier verbringen und beschließen, die Nacht in Randle wegzulassen, direkt vom Mount St. Helens zum Mount Rainier durchzufahren und dafür die Zeit an der Ostseite des Mount St. Helens zu kürzen.

Wir erkunden die Ostseite des Mount St. Helens (Ape Cave und Windy Ridge), und verbringen 1 ½ Tage im Mount Rainier National Park, hauptsächlich wollen wir wandern. Von dort fahren wir spät abends zum KOA am Flughafen, nur 7 mls Fahrstrecke. Leider sind der KOA und auch die anderen Stadtplätze in SeaTac zunächst ausgebucht … wir haben aber ein paar Tage später Glück mit einem Storno.

Fazit:

  • Die Columbia River Gorge gefällt uns diesmal ausnehmend gut (anders als 2004, wo uns der Regen wohl negativ beeinflusst hat).
  • Der Ostteil des Mount St. Helens ist sehr einsam, landschaftlich wunderschön – aber mit wenig bis keiner Infrastruktur und atemberaubend schlechten Straßen.
  • „Mount Rainier is a mixed bag“, wie uns ein Local sagte:
    – Einerseits extrem voll (an Wochenenden ab ca. 11:00 kommt man nicht mehr rein), auch auf den Wanderwegen.
    – Auf der anderen Seite landschaftlich eine Wucht :-)
  • Der 4.392 m hohe Klotz ist überwältigend groß und selbst aus 100 km präsent.
  • Hinweis: Die Karte rechts zeigt nur im Sommer die Route östlich der Berge. In der kalten Jahreszeit routet Google über die Interstate im Westen.
 

Best of central Washington:

 
Montag, 21.8.: Fahrt von Madras zum Horsethief Lake
22.8.2017 - Horsethief Lake SP, Overflow Area
Horsethief Lake SP, Overflow Area

Nach der Sonnenfinsternis planen wir spontan um und fahren schon direkt zum Horsethief Lake und versuchen dort, schon einen Tag eher einen Platz zu bekommen. Wir essen kurz etwas und fahren gegen 13:00 Uhr los, d.h. genauer: Wir reihen uns in den Riesenstau ein – 2 ½ std für die ersten 18 mls … dabei haben wir noch die günstigste Route nach Nordosten über #97 North, mit vergleichsweise wenig Verkehr, wir brauchen nicht erst durch Madras hindurch und auch nicht die Hauptstrecke Richtung Portland, den #26 West.

Eine kurze Pause machen wir in Maupin (wo wir ein Vermögen für 2 Milchshakes und 2 Burger ausgeben) und fahren ansonsten durch tolle, weite Landschaft zügig bis zum Horsethief Lake im Columbia Hills State Park. Gegen 18:00 Uhr sind wir am Ziel, es ist leider alles ausgebucht, aber wir dürfen in die Overflow Area, die uns sehr gut gefällt.

Der State Park liegt direkt am Columbia River, der hier aufgestaut ist und nur langsam fließt. Der Damm, über den die Eisenbahntrasse führt, trennt den See vom Fluss – dadurch ist der See ruhig und schön warm. Die wenigen Sites des Campgrounds liegen schön unter Bäumen, selbst die Electric-Sites sind recht großzügig. Alles eingebettet in einen schönen Park, mit Wiese, vielen Bäumen, umgeben von großen Felsen. Sogar die Overflow-Area hat Wiese und Bänke – schöner als auf manchen anderen Campgrounds die regulären Sites.

22.8.2017 - Horsethief Butte
22.8.2017 – Horsethief Butte

Hier war eines der Lewis&Clark-Camps, das aber jetzt unter dem aufgestauten Wasser liegt. Ebenso versunken sind tausende von Felsmalereien und -ritzungen, von denen einige Dutzend gerettet wurden und in der Petroglyph-Area des Parks ausgestellt sind. Viele Tiere sind hier, wir sehen Geier und Raubvögel, Rehe, Schlangen und viele Fischschwärme im See.

Wir ruhen uns aus, baden im See, duschen nach 5 Tagen wieder, essen leckere selbst gemachte Fajitas, quatschen noch etwas mit einem Nachbarn, der auch in Madras war.

Ein schöner Ausklang dieses ereignisreichen Tages.

 

Columbia Hill Petroglyphs:

 
Dienstag, 22.8.: The Dalles, Horsethief Lake

Nachts „unterhalten“ uns diverse Züge, die vor dem Bahnübergang des State Parks pflichtschuldig tuten – dabei fährt an dieser Zufahrt nachts garantiert keiner.

Geruhsames Frühstück, wir Eltern spazieren zu den Petroglyphs. Die Landschaft ist sehr schön, eigentlich ein versunkener Canyon. Man kann sich vorstellen, wie es vor dem Aufstauen des Columbia River aussah.

Als Attraktion heute ist Shopping im Safeway vereinbart. Die Kids machen hochmotiviert alles startklar, inklusive spülen, fegen, aufräumen, und gegen Mittag fahren wir nach The Dallas, ca. 9 mls entfernt, das WLAN im Safeway ist das Ziel. Während die anderen einkaufen, gelingt es Michael derweil, doch eine Site für Freitag im SeaTac KOA zu ergattern. Denn wir haben umgeplant und wollen am Samstagmorgen nicht 2 Stunden vom Mt. Rainier aus nach SeaTac fahren, um Karla am Flughafen zu verabschieden und das Wohnmobil abzugeben.

Der Rest des Tags vergeht mit Relaxing pur: Lesen, Baden, Kayak und Paddle Board, nochmal ein Spaziergang zu den Petroglyphs. Abends kommen ein Turkey Vulture und auch ein Zug im Sonnenuntergang vor die Linse :-)

Ja – wir lieben es, zwei Übernachtungen zu haben!

 
Mittwoch, 23.8.: Columbia River, lange Fahrt zum Eagle Cliff Store

Um 10:15 Uhr geht’s los, auf die – wegen der engen Straßen – zeitmäßig längste Etappe der Tour. Wir fahren ca. 1 Stunde am Columbia River vorbei, den Scenic Highway 14. Danach geht es die Forest Road 30 Richtung Mount St. Helens. Direkt zu Beginn kommt das nette The Grind Café, mit Café Latte und WLAN, was nach vielen Tagen WLAN-Abstinenz zu 50 min Pause führt 😂.

Am McClellan Viewpoint gibt es Mittagessen mit tollem Blick auf den Mount St. Helens.

Gegen 15:00 Uhr sind wir am Tagesziel, dem Eagle Cliff Camp. Zwar sind die Hosts hier sehr nett mit einigen Tipps zu Wanderungen, aber der Campground ist alt und verbraucht, sehr dreckig und voller Müll. Kurze Kaffeepause,  die Ladies dringen darauf, alles wieder einzupacken und noch eine Meile zum Visitor Center zu fahren.

Das Pine Creek Work Center of the Mount St. Helens National Volcanic Monument ist sehr schön, mit Filmen,  einer kleinen Ausstellung und Shop. Der Ranger ist Gary Rosenquist, wir haben ihn – 37 Jahre jünger – im Film erkannt. Das ist derjenige, der die weltberühmten Fotos vom Ausbruch gemacht hat, aus nur 10 mls Entfernung (Bear Meadows an FR 99), ganz knapp außerhalb der Lahar-Zone. Später kaufe ich mir bei eBay die Originalausgabe der National Geographic von Jan. 1981, mit der großen Reportage über den Ausbruch.

Michael hat Family Overflow und geht, mit Kamera und iPad zum Lesen bewaffnet, die 1,5 mls zurück zum Campground. Die anderen vier besuchen noch die Ape Cave, ca. 15 mls entfernt.

McClellan Overlook FR 30 am Eagle Cliff Ape Cave

Die vier kommen nach 3,5 Stunden zurück, die Höhle war interessant. Karin und Michael gehen noch hoch zum Eagle Cliff, im Eilschritt gerade noch rechtzeitig, um den Mount St. Helens im letzten Abendrot zu sehen. Es ist spektakulär schön. Gegen 21:00 Uhr sind wir zurück, ein etwas abenteuerlicher Weg im Stockdunklen. Die Kids kommen „plötzlich“ auf die Idee, noch zu grillen und Feuer zu machen: S’mores (Keks, Schokolade, Marshmellow, Keks) sind zu grillen.

Sonnenuntergang auf der Eagle Cliff:

Am späten Abend planen wir dann noch die letzten zwei Tage, um alle Wünsche unter einen Hut zu bringen.

  • Michael möchte die Windy Ridge sehen … also: um 5:45 Uhr aufstehen, die kurvige Straße zur Windy Ridge fahren, dort wird gefrühstückt.
  • Alle wollen im Mount Rainier National Park wandern, wir haben aber dort morgen nicht reserviert … also: gegen 14:00 Uhr am Cougar Rock Campground sein und auf einen fcfs Platz hoffen. Wenn es klappt, fein, wenn nicht halten wir uns den Nachmittag auf und fahren spät abends aus dem Nationalpark Richtung Seattle raus und suchen irgendeinen Campground.
  • Karla „muss“ für Kanada noch Wäsche waschen und packen … also: Am Freitag werden wir um 15:00 Uhr auf dem KOA SeaTac sein.
 
Donnerstag, 24.8.: (Windy Ridge), Mount Rainier

Wie geplant stehen wir Eltern früh auf, machen Kaffee für unterwegs und um 6:10 Uhr geht’s los. Die FR 25 ist atemberaubend … schlecht, einen großen Teil schaffen wir nur mit 10 mph. Das Problem sind nicht Schlaglöcher oder enge Kurven (beides gibt es auch en masse), sondern abgesenkte oder abgerutschte Fahrbahnteile, die man nur mit Schrittgeschwindigkeit nehmen kann (sonst fällt alles, aber wirklich alles aus den Schränken), So fahren wir halt langsam.

Die Windy Ridge Road (FR 99) ist offen, wir freuen uns … aber ab Bear Meadows ist sie dann doch gesperrt, wegen großer Fahrbahnschäden. So frühstücken wir zwei hier mit einem tollen Blick auf den Mount St. Helens, die Kids schlafen noch. Trotzdem schade – diese Aussicht auf den Vulkan und die Spuren des Ausbruchs war ein großer Wunsch. Noch 25 weitere mls auf unglaublich schlechte Straße, so was hatten wir noch nie. Ab #12 wird es dann wieder normal. Aber für diese 53 mls auf FR 25/99 brauchen wir 2:35 Stunden reine Fahrzeit.

In Packwood, einem Ort am #12, der ersichtlich unter der Schließung des einzigen Arbeitgebers, der Holzfabrik, leidet, finden wir das Mountain Goat Café, mit eigener Kaffeerösterei und super leckerem Gebäck. Gegen 10 Uhr, also noch richtig früh, geht es weiter, durch diverse Baustellen und viele enge Kurven in den Mount Rainier National Park, direkt zum Cougar Rock Campground, wo wir gegen 13:00 Uhr ankommen. Voll im Zeitplan :-)

Dort gibt es tatsächlich noch ein paar freie Sites, der Camp Host empfiehlt uns Site A13 und schreibt uns sogar unsere Reservierung vom 25. auf den 24.8. um.

So geht es wieder 2700 ft bergauf, zum Paradise Visitor Center. Wir sehen uns die kleine Ausstellung an, shoppen ein bisschen und ziehen uns Tacos, Pizza, Salat und Nudeln als Mittagessen rein.

Danach wollen wir eine Wanderung machen und beginnen gegen 16:00 Uhr den Skyline Trail,  ca. 5,5 mls mit 1750 Höhenfuß (~530 m) auf 2.100m hoch. Es ist atemberaubend: Landschaft, Ausblicke, die Luft. Wir sehen Mount Adams (70 km Luftlinie), Mount St. Helens (auch 70 km), dann lichtet sich sogar kurz der Nebel über dem Mount Rainier Gipfel. Riesig sieht dieser Fels-und Eisklotz aus, noch 2300 m höher als wir in nur 6 km Entfernung. Später sehen wir in der Ferne dann auch noch Mount Hood, 160 km Luftlinie entfernt, irre, die Fernsicht. 4 Vulkane auf einer Wanderung, grandios.

Außerdem sehen wir Murmeltiere, Blumenwiesen, Gletscher, Wasserfälle. Wir alle sind hin+weg 😀.

Michael und Robert kürzen über den Golden Gate Trail ab (1 mls weniger) und fahren zum Campground vor. Dort liefern sie ein Meisterstück im Leveln ab 😊.

Die anderen drei wandern den Skyline Trail weiter, dann aber doch nicht bis zum Campground (das wären 9 mls über die Straße, 6 mls auf dem Wonderland Trail), es ist mittlerweile 19:00 Uhr und würde zu dunkel werden. Sie trampen und sind gegen 19:30 Uhr auch am Campground.

Zum Abendessen machen die Ladies Kartoffeln und Salat, Robert grillt, Michael schreibt Tagebuch und Luis gibt wertvolle Hinweise („Das Tofu brennt“ 😂) und spendet Lob („Zuhause ist es nie so lecker“ 😳).

 

Wanderung auf dem Skyline Trail:

 

Nordwesten 2017 – Newberry Crater

4 Tage Central Oregon: Cascade-Querung und Newberry Crater

Zunächst hatten wir geplant, 2-3 Tage in der Sisters-Gegend zu verbringen und dort Wanderungen, eventuell auch eine Mehrtageswanderung zu unternehmen. Aus Zeitgründen – bzw. weil wir lieber mehr Zeit am Meer verbringen wollten – entschieden wir uns in der Reiseplanung dagegen. Glücklicherweise – denn die Waldbrände zwischen Mt. Washington und South Sister sind so stark, dass ab 18.8. fast die gesamte Wilderness Area dort gesperrt ist.

So genießen wir zwei geruhsame Fahrtage und zwei erholsame Tage im Newberry Crater.

Fazit:

  • Die Gegend zwischen der Küste und den Cascades (also der #126 von Florence bis östlich von Eugene) ist langweilig, aber recht zügig zu fahren.
  • Schön wird es, sobald man in die Foothills der Cascades kommt, mit schönen Flusstälern und Wäldern.
  • Atemberaubend die Gegend rund um die Sisters (Willamette National Forest): surreale, riesige Lavafelder, Wälder, schneebedeckte Vulkankegel.
  • Wir lieben das Newberry National Monument mit seinen vielen Attraktionen: Buttes, Gipfel, Lava- und Obsidian-Felder, Museen, Hot Springs,  Wanderungen.
  • Kleine, nette Städtchen. Auch Bend ist recht schön.
 

Best of Central Oregon:

 
Donnerstag, 17.8.: Highway 126, McKenzie Bridge

Um 10:45 Uhr geht es auf die Piste, eine lange Fahrt heute in die Cascades. Um die Mittagszeit finden wir das Indigo Café, ein netter, kleiner Öko-Imbiss am #126, bei Blue River, idyllisch hinterwäldlerisch. Zwei Stunden entspannen wir hier mit leckeren Wraps, Reistopf, Nachtisch, Latte … und Wifi. Die Wirtin Elli ist supernett und voller Lebenserfahrung: „Your daughter is fifteen? … Don’t worry, she will grow older … “ :-).

Sie rät uns dringend, noch vor Querung der Cascades voll zu tanken, da wegen der Sonnenfinsternis seit heute in Bend Benzinknappheit herrscht. Oh, oh … nach dem Ranger gestern („Alleine in Madras seien es 500.000 Besucher … ab Freitag soll man damit rechnen, für 50 mls 8 Stunden zu brauchen …“) die zweite Warnung, wie voll es sein wird.

Ein kurzer Abstecher zur Ranger Station und wir erfahren, dass wegen Waldbränden im Three-Sisters National Forest die Gefahr besteht, dass der Scenic McKenzie Highway #242 ab morgen schließt. Wir sollen morgen früh in Sisters anrufen.

Gegen 16:00 Uhr sind wir auf dem idyllischen Paradise Campground, unsere Site liegt direkt am rauschenden McKenzie River, wunderschön. Michael bietet den Kids leichtsinnig eine Wette an: „Wer es rüber schafft, bekommt eine Woche Wifi“. Die beiden nehmen die Wette an, begeben sich in den reißenden Fluss … und als es Luis schnell bis zu den Hüften geht, brechen wir Eltern die Aktion ab. Aber die beiden sind hartnäckig und versuchen es woanders … Karla wird unter Protest zurück beordert, Luis schafft es bis über die Mitte, bricht dann aber zur Sicherheit ab, wird abgetrieben und halb schwimmend, halb stakend kommt er weiter unten wieder an Land. Das Wasser ist so kalt, dass die Beine rot sind und einige Weichteile weh tun. Wir sehen eine Eule, laut unserem Birds of Prey Flyer ist es eine der ganz seltenen Spotted Owl, was auch die spätere Internetrecherche bestätigt.

Die Männer wandern zur Belknap Hot Springs, sehr nett, 8$ pro Stunde Eintritt, die Ladies wandern 1 ½ Stunden den McKenzie River Trail. Ein schöner, sonniger und heißer Tag geht zu Ende.

 
Freitag, 18.8.: Cascades, Newberry National Volcanic Monument
18.8.2017 - Waldbrände, #20 bei Sisters
18.8.2017 – Waldbrände, #20 bei Sisters

Abfahrt gegen 10:00 Uhr, leider ist der #242 wegen der Brände tatsächlich seit heute gesperrt.

So fahren wir die längere Strecke über #126/#20, die aber auch sehr schön ist. Durch Wälder und Lavafelder, vorbei am Mount Washington. Wir sehen die Riesenrauchschwaden des Feuers, die Sonne ist nicht zu sehen über uns. Gegen 13:00 Uhr sind wir im Lavalands Visitor Center, sehr informativ, schöner Trail durch den Cinder Cone Lava Flow.

Anschließend kaufen wir in Sun River ein und sind in 45 min am Newberry Visitor Center.

 

19.8.2017 - Newberry NVM, Paulina Lake
19.8.2017 – Newberry NVM, Paulina Lake

Spätes Mittagessen in der Paulina Lake Lodge, Karla und Luis leihen sich ein Standup Paddle Board. Gegen 17:00 Uhr sind wir an unserer Camp Site im Little Crater Campground, die zwar nicht direkt am See liegt, aber schön unter schattigen Bäumen. Auf der Seeseite sind in diesem Abschnitt keine Sites, so dass wir nur über die Straße zu “unserem” Strand gehen müssen. Das Leveln klappt gut, bis auf die Tatsache, dass wir wieder links und rechts verwechseln und nach sorgfältiger Einweisung noch schräger stehen als vorher 😂.

Wir Jungs wandern zur Hot Springs auf der anderen Seeseite (1,5 mls one way), die Ladies wandern auf den Little Crater. Die Rauchwolken erzeugen einen surrealen, roten Sonnenuntergang. Aber auch sehr unheimlich, welch große Fläche die Rauchschwaden einnehmen – 20-30 mls breit, >100 mls lang.

Die ganzen Tage hier sind sonnig und heiß, aber es riecht nach Rauch und der Himmel ist „diesig“ bedeckt vom Rauch der Waldbrände.

 
18.8.2017 - Newberry National Volcanic Monument, Waldbrand & Sonnenuntergang, Paulina Lake
18.8.2017 – Newberry National Volcanic Monument, Waldbrand & Sonnenuntergang, Paulina Lake

 

Paulina Lake Hot Springs:

 
Samstag, 19.8.: Newberry National Volcanic Monument
19.8.2017 - Newberry NVM, Paulina Falls
Paulina Falls
19.8.2017 - Newberry NVM, Paulina Lake
Paulina Lake

Frau & Kids stehen um kurz nach 6:00 Uhr auf, um 7:15 Uhr geht es los auf den Paulina Peak Trail, ca. 3 mls, ca. 1700 ft hoch auf den Paulina Peak, 7984 ft. Michael bleibt wegen seiner Rückenschmerzen (arggg) im/beim Wohnmobil, frühstückt etwas später, und geht die beiden kurzen Trails zu den Paulina Falls.

Die vier kommen schon gegen 11:00 Uhr zurück, es war sehr schön mit toller Aussicht auf die Three Sisters, die Caldera und den Obsidian Flow.

Nach einer kurzen Pause fahren wir noch einmal zu den Paulina Falls, anschließend wandern wir ausgiebig durch den Big Obsidian Flow. Es ist Wochenende … und mittlerweile ist überall sehr voll. Wir wollen uns gemütlich bei der Lodge auf die Wiese legen, evtl. nochmal ein Paddle Board leihen … aber es ist zu viel und zu kühler Wind. So fahren wir zu unserer Camp Site und chillen. Luis ist nach „höhlen“, Robert braucht ein bisschen Abstand und geht spazieren, die anderen lesen.

Abends basteln Karin und Robert die Sonnenfinsternisblende für Michaels 100-400-Objektiv 😀.

Die Rauchschwaden sind im Laufe des Nachmittags immer mehr geworden, die Gegend westlich von Sisters wird evakuiert, wie uns ein Ranger sagt. Dabei sind wir ~50 mls Luftlinie vom Feuer entfernt, ein bisschen beängstigend ist es schon.

 

Paulina Peak & Falls, Obsidian Flow:


 

Nordwesten 2017 – Olympic National Park

1 Woche Olympic Peninsula

Wir haben Glück und können unser Wohnmobil schon um 8:00 Uhr abholen. Nach einer kleinen Enttäuschung dürfen wir tauschen und bekommen das „gleiche Modell wie immer“, vor allem die Kids freuen sich 😀. Nach 2 Stunden sind wir fertig mit Checkliste, Umpacken, fetter Beute aus dem Resteregal (inkl. 5 Bündel Holz) und fahren in Kolonne zurück zu Alamo, den Mietwagen zurückgeben. Gegen 11:00 Uhr wird Luis im Hotel eingesammelt (für ihn war es zu früh, er musste noch ausruhen ;-) und wir fahren 68 mls bis zum Safeway in Silverdale. 2½  Stunden Einkauf und Koffer ausräumen, dann geht es weiter noch ein paar Meilen zum Scenic Beach State Park.

Spätes Mittagessen bzw. frühes Abendessen, wir genießen die schöne Site, spazieren zum Strand und nehmen auf dem Rückweg den Urwaldpfad rund um den Campground. Gemütlicher Abend. Die Kids wandern später auch noch den Urwaldpfad.

Die nächsten 6 Tage bummeln wir gegen den Uhrzeigersinn um die Olympic Halbinsel, immer abwechselnd an der Küste und im bergigen Inland. Das Wetter meint es mehr als gut mit uns: warm, sonnig, ab und zu Nebel an der Küste.

Fazit zur Olympic Peninsula:

  • Eine unglaublich schöne Vielfalt findet man hier: Hochgebirge mit Gletschern, Regenwald, Tide Pools, wilder Ozeanstrand, Badeseen, Hot Springs, Urwald.
  • Wanderungen, Strand, Tide Pooling, Tiersichtungen waren unsere Highlights.
  • Die 7 Tage passen für uns gut: genug Muße und nicht zu lang.
  • Einen Verbesserungsvorschlag haben wir: Klare Sicht auf der Hurricane Ridge ;-)
 

Best of Olympic Peninsula:

 
 

Nordwesten 2017

27.7.-28.8.2017: Seattle – Kayaktour – Washington&Oregon – Sonnenfinsternis

Der Auslöser für diese Reise war die totale Sonnenfinsternis am 21.8.2017, die von Oregon bis South Carolina quer über die USA zieht: Etwas ganz besonderes, Sommerferien, außerdem war ein Wohnmobilurlaub mal wieder dran … also konnte mit der Planung begonnen werden.

Wie 2012 (Rim2Rim) und 2014 (Rafting) ist ein Outdoor-Erlebnis wieder der einhellige Wunsch. Über Besteigung des Mount Rainier (nein – man braucht Gletschererfahrung und -ausrüstung), Mehrtageswanderung im Regenwald (nein – eventuell zu nass), Gebirgswanderung in den Cascades (wir fanden nichts, was uns ansprach) liefert uns die Google-Suche nach „Outdoor Activity Washington, Oregon” schließlich den Treffer: eine Seekayaktour in den San Juan Islands. Nach intensiver Recherche entscheiden wir uns für die 5-Tages-Tour.

Und schließlich als drittes: Genügend Meilen für vier Freiflüge in der Premium Economy :-)

Also: Die drei Buchungen (Wohnmobil, Meilenflüge, Kayaktour) sind unter einen Hut zu bringen. Mit Geduld, Hartnäckigkeit, vielen Telefonaten und ein bisschen Kompromissen gelingt es … und wir stellen uns diese unvergessliche Reise zusammen :-)

Im Frühjahr entscheidet sich Robert, unser Neffe/Cousin, mit zu fahren. Alle freuen sich :-)

Fazit:

  • Die Kayaktour ist anspruchsvoll, erlebnisreich, Spaß und Abenteuer zugleich. Dazu Adler, Delfine, Robben, Waschbären … und Anstrengung und Muße.
  • Seattle gefällt uns ausgesprochen gut: tolle Lage, weltoffen, liberal, relaxed, friedlich. 
  • Die Vielfalt der Olympic Peninsula: Küste&Meer, Berge, Regenwald, Waldwirtschaft, Gletscher – abwechslungsreich und interessant.
  • Die Oregonküste ist Sand, Fels, Wasser, Luft – irgendwie ist alles immer gleichzeitig.
  • Die Vulkane sind gigantisch, noch aus 100-150 km überwältigend präsent, ehrfurchtgebietend und schön.
  • Und ja – die Sonnenfinsternis ist das erwartete Once-in-a-Lifetime Erlebnis. Wir staunen, sind begeistert und irgendwie ergriffen.

 

 

Nordwesten 2006 – Yellowstone

23.-26.7.2006: Yellowstone National Park

Drei Übernachtungen haben wir gemacht, vorreserviert in den Campgrounds Madison (sehr schön!) und Bridge Bay (okay), beide zum Leidwesen der Großen ohne Duschen. Diesen Riesenpark – immerhin so groß wie das Saarland – haben wir in den 3 Tagen einigermaßen er”fahren” können:

  • Norris und Mammoth Hot Springs am Nachmittag des Anreisetags,
  • Old Faithful und Firehole River am zweiten Tag,
  • Grand Canyon of the Yellowstone am dritten Tag.
  • Tiere ;-) gab’s auch jede Menge.

Am Abreisetag verabschiedet sich der Yellowstone mit einem idyllischen Frühstück am Lake Yellowstone, mit noch ein paar Büffeln auf der Straße und der schönen Fahrt durch den Ostausgang.

Yellowstone: Blick von den Mystic Falls ins Tal des Firehole River
Yellowstone: Blick von den Mystic Falls ins Tal des Firehole River
Fazit:
  • Klar – ein Muss, und es hat sich gelohnt. Drei Tage waren für uns genau richtig.
  • Zwei Wermutstropfen: der Yellowstone ist sehr, sehr voll. Die Parkverwaltung hat die Massen gut im Griff – aber an allen Highlights ist’s voll.
    Und (Stand Sommer 2006): die Visitor Center sind einfach nur Baracken und total uninteressant. Gut, dass neue in Bau sind – sicherlich dann genauso schön wie sonst in USA eigentlich überall.
  • Mit Wanderungen erschließt man sich aber die Einsamkeit: wir haben (Kids-bedingt) nur eine gemacht. Wenn man kann, sollte man ruhig mehr machen.
  • Die Geysire … ehrlich gesagt nicht so dolle, die auf Island sind schöner.
  • Umso atemberaubender die Felder aus heißen Quellen, Blubber- und Schlammlöchern, die Landschaft an sich, und die Tiere.
  • Am schönsten fanden wir: Mammoth Hot Springs, Firehole River, Canyon und die Tiere
 
 

Nordwesten 2004 – Columbia Gorge

23.-25.8. Fahrt durch den Regen nach Norden
  • Von John Day ging es (bei immer stärkerem Regen) über den #26 nach Westen bis in die Warm Springs Indian Reservation. Dort hatten wir uns das Kah-Nee-Ta-Resort (Update: seit Ende 2018 geschlossen) ausgeguckt – mit Erlebnisbad. Die Temperaturen waren nämlich angenehm warm, so dass uns Schwimmen-im-Regen als Stimmungsretter eingefallen war. Stimmte ;-)
    Wir durften sogar mit den Kindern einmal durchs Kasino laufen – was die toll fanden.
  • Am nächsten Tag weiter über #26 und #35 zur Columbia Gorge. Am Mt.Hood hörte der Regen auf – wir waren hoch genug, und jetzt in den Wolken. Laut Reiseführer sind wir nur wenige Meilen vom Gipfel entfernt gewesen, gesehen haben wir aber nichts.
Columbia Gorge
Columbia Gorge

 

  • Die Columbia Gorge war ganz nett – wie das Rheintal, nur größer. Schön das Columbia Gorge Interpretive Center. Wir übernachteten im Cascade-Locks-Koa (heated outdoor ;-).
  • Über den Scenic Highway weiter nach Westen, vorbei an jede Menge Wasserfälle. Uns war wegen des Regens aber nicht nach Spazierengehen, nur die Multnomah Falls mussten sein – wegen der “Postkarten-Fotos”.
  • Recht bald flüchteten wir auf die Interstate (I-84, dann I-5), im Norden sollte besseres Wetter sein. Leider galt das nicht für den Mt.St.Helens – Visibility Zero hieß es: wir besuchten nur das Visitor Center direkt an der I-5.
  • Übernachtung im Trav’L Park bei Tumwater, wieder mit …
    … heated outdoor ;-)
 

 

Nordwesten 2004 – Newberry Crater National Monument

19.-20.8.2004: Newberry Crater
  • Leider wieder ein Tag mit viel Fahren, ohne Campground- Entspannung am Ende :-(
    Die Fahrt zum Newberry Crater zieht sich, am Ziel gibt’s zwar Natur pur, aber sonst nix. Der Cinder Hill CG bietet auch nur Plumpsklos (das gab Stress mit den Großen). Baden in den Seen ist auch nicht, ich hatte unterschätzt wie hoch es hier ist – bei 2000m ist es sehr kalt.
  • Zu empfehlen aber auf dem Weg dahin: das Fernfahrer-Cafe an der Diamond-Lake Junction (#97/#138) – zwei Straßen kreuzen sich in-the-middle-of-nowhere, und es gibt ‘nen Riesen-Parkplatz, Tankstelle und Cafe ;-)
  • Am nächsten Morgen fasziniert der Newberry Crater dann doch: noch größer als der Crater Lake, älter, und sogar “momentan” noch aktiv: der km-lange Obsidian-Flow entstand erst vor 1300 Jahren. Wir wissen jetzt auch, was “Pumice” ist: nämlich Glas, nur mit eingeschlossenen Luftblasen, deshalb schwimmt’s sogar. Und ohne Luft ist es  … Obsidian!
  • Nicht nur deshalb sehr zu empfehlen: das Lava Lands Visitor Center – für Große und Kleine interessant, Vulkane (66 Buttes gibt es rund um Bend), Pfeilspitzenherstellung.
  • Bend ist ein riesiger Siedlungs-“Brei”, und wir kreuzten einen halben Tag hin und her auf der Suche nach einem schönen Campground. Am Ende nahmen wir einen pickepacke-engen Privaten im Norden, mit “heated-outdoor” Pool … und der Tag war dann doch gerettet.
21.8. Bend und Umgebung
  • Bend - American Cars ;-)
    Bend – American Cars ;-)

    Südlich von Bend das allseits gelobte High Desert Museum: selten habe ich meine Söhne (egal ob 5 oder 11 oder 13) so interessiert und fasziniert gesehen. AlleAbteilungen wurden erkundet: walk-through-time (Indianer, Trapper, Siedler, Farmer, Goldgräber, Städte), Indianergeschichte, Desertium, ein Original-Freilicht-Dorf+Sägewerk, …
    Absolut empfehlenswert.

Hinweise:

  • Ich würde den Newberry Crater als (Halb-)Tagestour ohne Übernachtung besichtigen, auf jeden Fall den Obsidian-Flow.
  • Es ist streng verboten, Obsidian in den Parks/Forests mitzunehmen. Sollte man auch wirklich nicht tun (der Spruch “was wäre, wenn jeder der x Millionen Touristen einen Stein mitnimmt” hat seine Berechtigung).
    Das ist andererseits aber auch nicht nötig – die haben hier soviel Obsidian, dass damit buchstäblich die Straßen gepflastert werden (Schotter!). Augen auf, im Rinnstein – außerhalb der Parks! – liegt genug ;-)
  • In Bend an Sommerwochenenden die Übernachtung reservieren!
  • Im High Desert Museum lohnt es sich auch, 2 Tage zu verbringen (die Eintrittskarte gilt für 2 Tage).
 
Big Obsidian Flow:

 

Nordwesten 2004 – Crater Lake National Park

18.-19.8.2004: Crater Lake National Park
  • Der Mt.Mazama brach vor ca. 7000 Jahren aus, und hinterließ diesen 10km breiten Krater, der tiefste (und schönste!!!) See der USA. Rundherum beeindruckende Reste des Ausbruchs: Lava-Wüsten, Obsidian-Felder, Pinnacles; und jede Menge unberührte Natur.
  • Wir kamen von Norden in den Park, durch den “Pumice Desert”, ein ehemaliges weites Tal ist durch den Ausbruch Dutzende Meter mit Asche+Lava gefüllt. Auch heute wächst da noch nichts. Urplötzlich (die Landschaft ist eher flach, man ahnt gar keinen Krater) dann die Aussicht vom West Rim:
Crater Lake
Crater Lake

 

  • Der Mazama CG liegt leider etwas abseits (am Südeingang), Sites und CG sind riesig. Schöne Abendwanderung: Annie Creek Trail, durch einen Canyon, der in Pumice geschnitten ist. (Was ist eigentlich “Pumice”? … rätseln wir seit dem Lassen NP. Auf jeden Fall irgendetwas vulkanisches.)
  • Das Steel-Visitor-Center war nicht so besonders, dafür dann die Fahrt am East Rim entlang. An dieser Seite ist doch richtig Gebirge: Serpentinen, sehr steil, jede Menge Steinschlag.
  • Wieder atemberaubend die Aussicht vom Sun Notch Trail auf das Phantom-Ship, einem kleinen Felsen im See.
  • Lohnend der Abstecher zu den Pinnacles, Überresten von alten “Blubber-Löchern”.
 
Wunderbare Farben und Formen:

 

Nordwesten 2004 – Pazifik und Lassen National Volcanic Park

5.-8.8.2004: San Francisco, Mendocino, Redwoods
  • WoMo bei El Monte abgeholt, hat trotz Early-Pickup (7:30 Uhr Abholen) bis 15:00 Uhr gedauert, ehe wir auf der Straße waren (der linke Außenspiegel war wackelig, hat 2 Stunden gekostet). Dann sind wir noch bis Bodega Bay gefahren: sieht wenig aus, aber war viel zu stressig. Beim nächsten Mal werden wir einen CG in der Nähe der Station nehmen.
  • Die Pazifik-Küste war wie immer schön, richtig entspannend aber erst nördlich von Mendocino. Die Kurverei auf dem #1 zwischen San Francisco und Mendocino war mit dem Wohnmobil sehr mühsam – der Stundenschnitt lag nur bei 20 mph. (Sehr viel angenehmer ist es mit dem Cabrio – siehe meine 2010er Kurztour :-)
  • Schön der Caspar Beach (nördlich von Mendocino): Kayak fahren in der Bucht, Seelöwen! (Einer hat mich 1/2 Stunde begleitet, zum Greifen nahe. War schon ein Erlebnis – schließlich war der länger als das Kayak).
  • Avenue of the Giants: irgendwie langweilig. Dafür toll: die Campgrounds im Redwood Land (BurlingtonGrizzly Creek) – viel Platz, Flüsse zum Waten/Planschen/Baden.
  • Der Tip aus dem “Grundmann” war super: quer ‘rüber ins Landesinnere, über #36, #3, #299. ewige Kurven, einsam, Wälder, ein paar Farmen.
 
 
9.-11.8.2004: Lassen National Volcanic Park

Angeblich lohnt der nicht: “nur eine verkleinerte Ausgabe des Yellowstone”. Wir aber waren begeistert: richtige Vulkane, man sieht die Spuren der Ausbrüche (alle paar 100 Jahre, der letzte 1915-22), Einsamkeit, Seen zum Baden (Manzanita Lake, Summit Lake)

Die Jungs hatten Lust am Wandern ! ! !
Bumpess Hell Trail, 2h, Kinder gehen alleine bis Kings Creek, wo ich sie mit dem WoMo abhole. Nachmittag am Summit-Lake.

Am nächsten Tag ist der Lassen Peak Trail dran: 10.457ft (3.187m) hoch, 2.000ft (600m) Höhenunterschied, keine dicken Amis ;-). Man kann den Auf- und Abstieg gut in 3-4 Stunden schaffen, wer fit ist (wie die beiden) in 2:49:59,96 (handgestoppt, inkl. 40min Pause auf dem Gipfel ;-).

Hinweise:

  • Ich würde das nächste Mal sogar 3 Tage bleiben (das wären dann Netto 2.5 statt 1.5 Tage), und eine Tageswanderung ins Hinterland des Parks machen.
    (Update: Haben wir 2012 gemacht ;)
  • Traumhaft an Sommerabenden: eine Wanderung (1h) um den Manzanita Lake, mit man-glaubt-es-nicht-so-kitschigen Ausblicken (siehe unten)
  • Man braucht Zelt oder WoMo. Die nächsten Orte mit Übernachtungsmöglichkeiten sind Redding oder Red Bluff, und damit mindestens 1.5h Hin- und Rückfahrt (je!).

 

Vulkane und Vulkan-Landschaft:

 

Kalifornien 2001 – Yosemite

17.-18.5.2001: Yosemite National Park
  • Erster Tag der Öffnung des Tioga Pass.Und wir haben Glück: der Tioga-Pass öffnet exakt heute, 17.5., genau passend für uns :-).
  • Die Fahrt über die Tioga-Road ist begeisternd: Tenaya Lake, Berge, Wasserfälle, Murmeltiere … . Mit Stopps haben wir eine guten halben Tag gebraucht.
  • Am ersten Abend geht’s noch zu den Mammutbäumen im Mariposa Grove: wir freuen uns, als kurz nach unserer Ankunft der Touri-Shuttle den Betrieb einstellte (keine Menschenmassen mehr), gehen zu Fuß hoch zum Grove. Oben ist (natürlich) alles schon geschlossen, aber eine wunderschöne Abendstimmung, wir sind ganz allein, mit Rehen auf den Lichtungen, alles in Rot getaucht …
    … aber dann wird es innerhalb von Minuten immer dunkler, wir eilen bergab zum Parkplatz. Die letzte Viertelstunde sehen wir dann nichts mehr, und tasten uns statt über den Waldweg am Asphalt der Straße entlang. Puuhhh – es war ganz schön gruselig.
  • Sequoia-Bäume in der Mariposa Grove.
    Sequoia-Bäume in der Mariposa Grove.

    Wir übernachten in der Yosemite View Lodge in El Portal. Ist zwar außerhalb des Nationalparks (im Park war schon Monate vorher nichts mehr zu kriegen), aber es sind nur 14 Meilen bis ins Yosemite Valley.

  • Am zweiten Tag machen wir die Wanderung zum Vernal und Nevada Fall. Bis zum Vernal Fall nicht so besonders: eine Prozession von unzähligen Touristen. Etwas mehr Natur dann auf der oberen Etappe zum Nevada Fall. (Aber auch hier nicht einsam – aber wir sind eben im Yosemite, das wussten wir vorher.) Schön war’s trotzdem.
  • Auf der Weiterreise nach Sacramento besuchen wir noch das Hetch-Hetchy-Tal. Früher soll es sogar noch schöner als das Yosemite Valley gewesen sein, aber seit 1920 ist es ein Stausee. Heute ist es hier sehr einsam, und man kann gut wandern.