Alle BeitrƤge von Michael

Schottland 2021 – Lessons learned

First things first: The essentials to learn are the following:
–Ā ā€žLochā€œ spricht sich Lock und ist ein fjordartiger See oder Meeresarm.
– Wenn er klein ist, dass heißt er ā€žLochanā€œ.
–Ā ā€žGlenā€œ ist eine (enges) Tal.
– Und, wie Tom sagt: The rest is Gaelic, no one understands it.

The 3 P’s – Planning, Positioning, Perserverance

Tom hat sich seit 2016 (Lewis & Harris) weiter entwickelt: nur wenige Locations pro Tag, mit jeweils viel Zeit und Muße. Geblieben ist, dass wir selbständig uns Standorte, Belichtung etc. erarbeiten müssen. (Anmerkung: Zum Erlernen von Belichtungstechnik, Basics des Bildaufbaus, Langzeitbelichtungen sind die Workshops von z.B. PhotoTours4U geeigneter.)


Planning:

2.11.2021 - Loch Etive
Loch Etive

Das ist der Grund für mich, Workshops zu buchen. Welche Location bei welchem Wetter zu welcher Tageszeit oder gar Jahreszeit geht … das ist die Leistung, das Knowhow und die Vorarbeit des Veranstalters.
Einige Grundregeln habe ich mittlerweile natürlich mitgenommen:

  • Seen sind am besten bei Windstille und Struktur im Himmel. Beispiel Loch Tulla.
  • Am Meer bewusst Ebbe und Flut einplanen. Je nach Motiv braucht man Flut (Loch Etive, siehe rechts), oder umgekehrt Ebbe (Playa de Barrica, Nordspanien, 2017).
  • Wenn der Himmel strukturlos ist (also entweder blau ohne Wolken, oder eine graue ā€žSuppe”), dann kann man gut im Wald fotografieren oder solche Motive, wo man den Himmel aus dem Bild weglassen kann. Siehe Birks of Aberfeldy oder Glencoe Lochan.
  • Foto-Equipment (Akkus, alles sauber und getestet) und Kleidung (KƤlte, Regen) gehƶren ebenso zur Planung.
    Und … auf der Hinreise das Kamerahandbuch noch einmal lesen!

Positioning:

Bedeutet für mich, Zeit und FußmƤrsche zu investieren – was in Schottland zusƤtzlich heißt, Gummistiefel zu tragen ā˜ŗļø.
Mittlerweile habe ich manchmal schon ein Gefühl dafür, wo man versuchen kann, ein Bild zu komponieren. Aber meistens sehen die Locations für mich bei der Ankunft weitlƤufigĀ und ohne Anhaltspunkte aus. Probieren, weitergehen, probieren … und immer wieder von Neuem auf Details wie Strommasten, Bildführung, Horizonte u.v.m achten.


Schƶne Locations … und viele, viele Mƶglichkeiten, sich zu positionieren:

(Hinweis: Maus auf ein Bilder bewegen – nur bewegen, nicht klicken, dann pausiert die Bildsequenz und man kann in Ruhe schauen ;)

Als Bild habe ich sofort vor Augen, dass sich im Wasser sowohl das Schloss als auch die rote HerbstfƤrbung der Farne spiegeln sollen. Also wende ich mich nach rechts.
Ich finde dann noch die beiden kleinen Bäume als Rahmen, muss für die Spiegelung ein bisschen den Hang hoch kraxeln (zu den Schafen ;-) und freue mich über das schöne Bild.

50 sec, f13, ISO 160, 24 mm (XF10-24mm)

Wir stromern zwei Stunden an den Ufern des Loch Tulla entlang, suchen windgeschützte Seebereiche, schöne Bildelemente und Wolken.
Am Ende sind wir alle an der gleichen Position, mit diesen Baumgruppen, recht ruhigem Wasser und schönem Wolkenrahmen.
Das schƶnste Bild gelingt (finde ich) Tom: klick

1: 120 sec, f7.1, IS0 160, 16 mm (XF16-55mm)
2: 1/50Ā sec, f10, ISO 160, 10 mm (XF10-24mm)

Hier habe ich den richtigen Riecher, dass die Wolken die aufgehende Sonne verdecken werden, aber Richtung Westen die Wolken von unten beschienen werden. Darum gehe ich 20 min Richtung Osten, umĀ mit der Sonne zu fotografieren, auf Spiegelungen hoffend.
Zweimal Glück: Der Riecher stimmt und das kleine Bootshaus ist ein nettes Add-on.

1/5 sec, f9, ISO 160, 10 mm (XF10-24mm)

 

Perseverance:

4.11.2021 - Glencoe Lochan
Glencoe Lochan
8.11.2021 - Milarrochy Bay, Loch Lomond
Milarrochy Bay, Loch Lomond

Für mich ist Positioning fast vollstƤndig mit Perseverance (Beharrlichkeit) gleich zu setzen … denn genau die brauche ich, um irgendwann, irgendwie die ā€žperfekte” Position und Bildkomposition zu finden.

In der guten Stunde am Glencoe Lochan habe ich gefühlt 30-mal das Stativ ausgerichtet, jeweils ein paar Bildausschnitte probiert … um am Ende 5-6 gelungene Bilder zu haben.

An der Milarrochy Bay mƶchte ich unbedingt die Enten als Fortsetzung der Steine haben … mit Geduld und Glück gelingt es.

Echte Perseverance zeigen Tom und Joan am Loch Etive: Die ideale Position ist auf einer kleiner Grasinsel … aber Ā das Wasser steigt. Ich bin zu feige und springe gerade noch trockenen Fußes zurück auf festen Boden 😊. Ob das Mehr an Spiegelung den Einsatz wert war?

 

Real photographers don’t flee the tide:Ā 


 

Schottland 2021 – Land & Leute

Wir sind drei Teilnehmer …

… und alle sind wir Finanzer. Auch wenn Tom darauf achtet, dass die Teilnehmer zueinander passen, glaube ich eher an Zufall ā˜ŗļø.
Wir verstehen uns gut, und haben viele interessante Themen neben der Photographie.


 
Die Hotels
31.10.2021 - Motel One, Glasgow
Motel One, Glasgow

Das Motel One in Glasgow ist ein gutes Mittelklassehotel: die Lage ist optimal, zwischen Central Station und River Clyde, die Zimmer sind top, das Frühstück leider sehr mittelmäßig.

Die ersten vier NƤchte des Workshops verbringen wir in Bridge of Orchy, ein winziger Ort mit vielleicht einem Dutzend HƤusern, einer kleinen Kirche, einem Bahnhof (in Betrieb) und einer Busstation; und mit dem Bridge of Orchy Hotel, mit mehr als 40 Zimmern das einzige Hotel weit und breit. Die Zimmer sind einfach, klein, aber sauber und haben alles, was man braucht. Das Restaurant ist sehr gut, ebenso das Frühstück.
Ich war überrascht, dass jetzt im November das Hotel ausgebucht war (nicht nur dieses – alle Hotels und Restaurants) … aber der November ist eine sehr beliebte Saison für Wanderer und Fotografen: keine Mücken mehr, die ā€žkleine” Regenzeit im September ist vorbei, noch ist kein Winter.

Viele Wanderer nutzen Bridge of Orchy als Base Camp: Sie fahren mit dem Bus ca. 20-30 km zum Startpunkt und wandern zurück zum Hotel, den West Highland Way.


Die nƤchsten drei Tage sind wir im Loch Leven Hotel, dem alten Ballachulish FƤhrhaus am Loch Leven, bevor die Brücke 1975 gebaut war. Ich liebe solche alten GebƤude mit viel Geschichte (siehe hier einen interessanten Film über die abenteuerlichen FƤhren, die viele Jahrzehnte hier den gesamten Reiseverkehr bewƤltigen mussten). Der FƤhranleger ist auf beiden Seiten noch da.

Das Hotel strahlt alte Pracht aus, ist aber mittlerweile doch renovierungsbedürftig. Und ebenso ausgebucht wie alle anderen Hotels.
Die Zimmer sind (sehr) klein, recht antik eingerichtet, aber in Ordnung. Das Frühstück ist ausgezeichnet, das Restaurant sehr gut.


Die letzte Nacht verbringen wir in der NƤhe des Flughafens, im luxuriƶsen Dalmeny Park House Hotel. Zum Abschluss mƶchte Tom uns noch etwas gƶnnenĀ ā˜ŗļø.


Restaurants

Ceterum censeo … die englische Küche ist ausgezeichnet!

  • Alle drei Hotels haben ausgezeichnete Restaurants, mit schottischen SpezialitƤten.
  • MacSorley’s: ā€žfresh andĀ home cooked“.
  • Holly Tree Hotel: Fine dining, vor allem Sea Food.
  • Nur am Flughafen ist es furchtbar, einzig Starbucks ist geƶffnet.

 

Schottland 2021 – Impressionen

 

Sicilia 2020: Viaggio di ritorno

5.-7.11.: Viaggio di ritorno con ostacoli

Packen geht mittlerweile routiniert, kurz vor 10 Uhr am Donnerstag, 5.11.,Ā sind wir ohne Hektik fertig. Noch ein wenig mit Rossella quatschen, dann will Michael schon mal bei Siremar den Voucher in das Ticket umtauschen … aber, oh Schreck, die 14-Uhr-FƤhre ist gecancelt!
Die Alternative fƤhrt um 17:35 Uhr mit Ankunft 20:15 Uhr in Milazzo … wie soll das gehen, wenn die Fahrt bis Palermo 2 ¼ Stunden dauert und das Boarding um 22 Uhr endet? 😳

Der Mitarbeiter vom Ticket Office gibt sich Mühe, versucht uns auf die schnellere 17:15-Uhr-FƤhre zu buchen, die wƤre schon um 19 Uhr in Milazzo. Am Ende haben wir das Auto auf der 17:35-Uhr-FƤhre gebucht und wir beide haben Tickets für 17:15 – noch ohne Auto, das versucht er noch hinzukriegen. ā€žI will fight for you!ā€œ

Michael trƤgt es erstaunlich gelassen, ruft erst mal bei GNV an, wie spƤt man ankommen darf und was mit umbuchen ist. Die Dame sagt, dass man bis 21 (!) Uhr Check-in machen muss, für den nƤchsten Tag (Freitag) gibt es nur noch eine Innen(😱)kabine (ā€žno wayā€œ), aber Samstag ginge es, wieder mit der La Superba. Das will Karin aber auf keinen Fall – noch zwei Tage lƤnger ā€žirgendwo auf Warteposition sein”. Michael lƤsst sich die Nummer des Ticketoffice in Palermo geben, Karin ruft dort an … ā€žlatest check-in 22:30 Uhrā€œĀ … damit würde sogar die FƤhre um 17:35 Uhr knappest klappen …
Als wir gerade losfahren wollen, kommt der Siremar-Mitarbeiter heraus gelaufen: Das Auto ist auch auf der 17:15-Uhr-FƤhre šŸ‘.

Karin geht noch ein paar Souvenirs kaufen, Michael fährt Tanken (kostet hier auf Lipari zwar 30 ct mehr als in Sizilien, aber wir wollen nach der Ankunft in Milazzo keine Zeit verlieren). Die Parkplätze sind alle voll, also stellt Michael sich in die Wartereihe für die Fähre, das geht bereits.
Dem Siremar-Angestellten schenken wir eine gute Flasche Rotwein, er freut sich sehr, ist gerührt.

Ein letztes Mittagessen in Lipari (morgen schließen alle Restaurants in Lipari komplett, wegen Corona), wir gehen noch einmal ins CaffĆØ La Vela, Capone nehmen wir, sehr lecker. Anschließend bummeln wir durch’s Castello, entspannend. Pal Dan GumĀ (Hu-Ha šŸ˜) vor schƶner Meereskulisse.

Es kommt eine SMS von GNV: Die La Superba hat Verspätung, Check-in bis 23:30 Uhr. Unsere Mischung aus Gelassenheit und Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. 😊

Die FƤhre kommt 5 Minuten zu spƤt, und dann geht ein 3D-Puzzle mit Autos los. Kubisch-dichte Raumpackung  … und das ganze noch so, dass in Vulcano auch noch die Autos, die dort raus wollen, vernünftig stehen. Die FƤhre ist so voll, dass zwei LKWs draußen vor der Luke stehen. In Vulcano noch einmal große Rangiererei … am Ende sind wir erst um 19:45 Uhr in Milazzo … aber als zweite von der FƤhre runter.
Sofort geht’s auf die Piste, wir kommen gut voran, bis auf eine Autobahnsperrung bei Tusa, die uns 20 min Umweg über die kurvige Küstenstraße kostet (und Michael doch die Gelassenheit verlieren lƤsst 😢). Wir sind um 22:15 Uhr da, Check-in klappt schnell, noch ein bisschen im Priority-Bereich warten und den LKWs beim Boarding zuschauen, dann geht’s als letzte auf die FƤhre. (Damit man morgen als erste losfahren kann!)

Die Presidential Suite ist klasse (siehe Video šŸ˜‚: viel Platz, großes Bad, Balkon = frische Luft), überhaupt ist die La Superba ein um Klassen besseres Schiff als die MV Excellent von der Hinfahrt. Wir genießen unser mitgebrachtes Essen und fallen schnell ins fürstliche Bett.

 
 

Freitag, 6.11.: Kreuzfahrt-Feeling, schnell durch Norditalien nach Wassen

6.11.2020 - Sonnenuntergang bei der Einfahrt nachn Genua
Sonnenuntergang bei der Einfahrt nach Genua

Die Suite ist echt erholsam, wir relaxen, lesen, holen uns ab und zu einen Kaffee.

Mittagessen im Self-Service-Restaurant (der Hunger treibt’s rein ;-).

Die eine Stunde VerspƤtung wird aufgeholt, um 19:30 Uhr sind wir in Genua und als erste vom Schiff.

3 ¼ Stunden Fahrt bis Wassen, der Schlüssel liegt wie versprochen im Versteck. Im leeren Hotel (danke, Familie Rampart-Gerig) finden wir unser schƶnes Zimmer, ein kurzer Nacht­imbiss, dann ab ins Bett.

 

Samstag, 7.11.: Schreck an der Grenze, erfolgreicher Corona-Test, um 18 Uhr sind wir wieder zuhause

7.11.2020 - Frühstück, Hotel Gerig, Wassen
Frühstück, Hotel Gerig, Wassen
7.11.2020 - Corona-Einreise-Test, Frankfurt --> negativ :-)
7.11.2020 – Corona-Einreise-Test, Frankfurt –> negativ :-)

Karin kauft im Supermarkt nebenan ein paar Brƶtchen und Joghurt, Michael macht Kaffee und Tee. Um 9:30 Uhr brechen wir auf und sind ohne Stau und Hektik kurz nach 11 Uhr in Basel an der deutschen Grenze … oh Schreck, wo ist die Handtasche 😳 … sie ist nicht im Auto 😱.

Wir drehen um, Karin ist verzweifelt, ruft im Supermarkt an, ob die Tasche vor dem Hotel liegt (wo wir geparkt hatten) … nein. Wir beschließen, nicht die 1 ¾ Stunde nach Wassen zurück zu fahren (ins Hotel kommen wir ja nicht), sondern ohne Tasche (Schlüssel, Kreditkarten, Ausweise …) nach Hause zu fahren. Karin hat sich wieder beruhigt … und an der Grenze winkt man unsĀ ohne Kontrolle durch.

Gegen 15 Uhr noch der Risikogebiet-Einreise-Test in Frankfurt (den wir freiwillig machen, ab morgen ist er verpflichtend), geht super schnell. Um kurz vor sechs sind wir wieder zuhause.

Eine tolle, harmonische, schƶne, spannende Zeit haben wir erlebt ā¤ļø.

 

Nachtrag:
Am Samstagabend kommen schon die Testresultate: negativ šŸ‘
Am Sonntagmittag der Anruf vom Hotel Gerig: Die Handtasche ist im Zimmer 😃, wird Montag nach Aachen geschickt.

 

 

Sicilia 2020: Viaggio di andata

5.-7.10.: Viaggio di andata

Eigentlich geht die Reise ja schon zwei Tage vorher los: Michael erstellt 5 Seiten Packlisten – Foto und Kleidung gibt es schon, aber die Listen für FahrrƤder mit allen Utensilien, Büro, Technik und IT (Drucker) entstehen nur nach und nach.

Suchen dauert anschließend nur ein paar Stunden šŸ˜‚.

Das Auto ist am Sonntagabend schon fertig gepackt und mit den FahrrƤdern beladen … kein Stress am Abfahrtstag.

Am Montag, 5.10., geht es gemütlich um 10 Uhr los.
Die ca. 750 km bis kurz vor dem St. Gotthard-Tunnel gehen super, keine Staus, nur ein paar Mal zäh fließender Verkehr, eine schöne Fahrt am Vierwaldstätter See entlang. Gegen 18 Uhr sind wir in Wassen, übernachten im Hotel Gerig.
Ein kleiner Spaziergang durch Wassen und den Besinnungsweg den Berg hinauf, Abendessen im Hotelrestaurant … um 20 Uhr sind wir schon k.o.

Leider erhalten wir eine Email von GNV: Statt der La Suprema mit Presidential Suite und Balkon fährt die MV Excellent, nur mit Familiy Suite ohne Balkon. Schade 😢.

 

Für Dienstag, 6.10., sind nur ca. 300 km bis Genua zu fahren. Es wird ein geruhsamer Sightseeing-Tag mit drei Etappen:

Lugano: Zwei Stunden Spaziergang am See entlang, schƶne Kunst ā€žim Park”.
Eine reiche Stadt, mit reicher Vergangenheit, sehr gepflegt und in der Saison sicher mit dem entsprechendem Publikum gefüllt. Jetzt im Oktober ist alles sehr geruhsam und locker.

Como: Kurzer Besuch am Lago di Como, beim monstrƶsen Weltkrieg-I-Denkmal von Mussolini, leckere Trancio di Pizza im CafƩ Pura Vida.
Leider ist alles recht heruntergekommen – die besseren Zeiten sind schon lange her.

Als 3. Etappe findet Michael den Geheimtipp Tortona: Eine der Ƥltesten Diƶzesen der Welt (Anfang des 2. Jhd.), Reste eines riesigen Castello, das bis ins 5. Jhd. zurück reicht, Bischofspalast und Kirchen aus dem 11. und 16. Jhd. Dazu die Madonna della Guardia.Ā Super recherchiert … und Karin bricht in lautes Lachen aus, als sie den kümmerlichen Turm sieht, der als einziges vom Castello übrig geblieben ist. šŸ˜‚
Eine kleine, verschlafene Stadt, gerade richtig, um sich kurz die Beine zu vertreten und einen Kaffee zu trinken.

 

Am frühen Abend erreichen wir ohne Hektik das GNV-Terminal in Genua. Karin versucht noch den Torre della Lanterna zu besichtigen (aber: chiuso). Michael will sich schon in die Warteschlange stellen, aber Karin besteht darauf, Proviant zu kaufen. Dann geht’s endlich in den Wartebereich, wir haben massig Zeit (ā€žPriority Disembarking” heißt als letzte an Board zu fahren), also gehen wir noch sehr lecker in der Osteria del Porto essen: Cucina Casalinga.

Gelassen erträgt Michael die Wartezeit bis zum Boarding. Die Family Suite der MV Excellent ist ganz  okay, nur ohne jede Lüftung. Das Schiff ist insgesamt ziemlich herunter gekommen, 2-3 Klassen unter den Schiffen der Colorline, Hurtigruten oder DFDS. Schade.

Pünktlich um 23 Uhr geht es los, schƶner Blick auf den Hafen von Genua, die ersten 2 Stunden geht es uns prima. Dann beginnt allerdings Sturm mit starkem Seegang – Karin leidet sehr, erst gegen Morgen wird es besser. Der Tag vergeht langsam, mit viel Lesen. Die Kabine ist stickig, wegen Corona ist auf dem Schiff alles geschlossen. Michael kündigt an: ā€žWenn auf der Rückfahrt die La Suprema wieder ersetzt wird, buchen wir um, auf das Schwesterschiff La Superba!” (Und so kommt es dann auch ā˜ŗļø.)

 
7.10.2020 - Einfahrt in Palermo
7.10.2020 – Einfahrt in Palermo

In Palermo kommen wir am Mittwoch, 7.10., um 18:45 Uhr an, schöne Blicke auf Hafen und Küstengebirge. Wir sind als erste vom Schiff, schon um 19:05 Uhr, noch eine Stunde Fahrt bis Castellammare del Golfo, wir richten uns kurz im Airbnb ein und genießen den ersten Abend in Sizilien am Hafen mit einem leckeren Dinner im Rosmarina.

 

Sicilia 2020: Stromboli

3.-4.11.: Kurztrip nach Stromboli
3.11.2020 - Casa Carlotta :-)
Casa Carlotta :-)

Wir haben lange überlegt, ob wir trotz der steigenden Infektionszahlen diese Fahrt wagen sollen. Aber auf den Fähren wird sehr strikt Abstand und Maskenpflicht eingehalten und ansonsten sind wir draußen bzw. nur unter uns. Wir wollen den Stromboli abends sehen, also planen wir eine Übernachtung ein:
… Exkursionen im Oktober/November … alle 
lachen, Stromboli is closed in winter. 😳
… Für die Unterkunft weiß Tripadvisor aber Rat und findet ein noch geƶffnetes B&B; zur Sicherheit rufenĀ wir an und wohl extra für uns wird die kleine 
Pension Casa Carlotta geƶffnet. Ein Paradies: schƶne Zimmer, ein wundervoller Garten mit Blick auf den Stromboli, leckeres Frühstück.

Nach der Ankunft am späten Nachmittag ziehen wir sofort los, zum Aussichtspunkt an der Sciara del Fuoco, wir sind bis auf ein paar Minuten die ganze Zeit allein. Auf 330 m Höhe endet der Weg, näher darf man nicht Richtung Gipfel. Zwei Stunden schauen wir fasziniert den Eruptionen des Stromboli zu, wir hören das Fauchen der Schlote, sehen die roten Schlacke glühen. Wunderschön.

Abends erwischt uns dann die Nebensaison: Es ist genau ein Lokal offen – La Trottola bietet Reis, Nudeln, Gemüse und 2 Bier zum Mitnehmen an – und nimmt Offseason-, Stromboli-, Touri- und Nachtzuschlag gleichzeitig. Mit diesen Zutaten machen wir uns ein gemütliches Abendessen in der Pension mit Katze Carlotta. :-)

Am nächsten Tag wandern wir noch einmal im Hellen zur Sciara del Fuoco, anschließend bummeln wir durch die verlassenen Gassen von Stromboli.
Um 16:15 Uhr geht die FƤhre wieder zurück, toller Sonnenuntergang, die Liparischen Inseln sehen magisch aus – alle 7 Inseln sehen wir. :-)

Ein wunderschƶner Abschluss unseres Aufenthalts auf den liparischen Inseln, morgen geht es auf die Rückfahrt. Wir verbringen einenĀ ruhigen Abend: Bilder sichten, Tagebuch schreiben … und das Hotel für die Rückfahrt (Hotel Gerig in Wassen, wie auf der Hinfahrt) vom 5. auf den 6.11 umbuchen, Michael hat doch glatt übersehen, dass die FƤhre einen Tag braucht.Ā 

 

Unsere Wanderung:

 

Sicilia 2020: Isole Eolie

25.10.-5.11.: Lipari & Co

In Milazzo finden wir das Ticket-Office von Siremar, kƶnnen aber nicht glauben, dass dieses verfallene, zugewachsene GelƤnde noch in Betrieb ist. Wir fahren erstmal weiter, finden einen Imbiss und essen 3 kleine Pizzas.
Zurück zum Ticket-Office, da ist auf einmal Licht, ja es ist in Betrieb. Wir tauschen unser Email-Voucher gegen das Ticket ein, haben noch eine gute Stunde Zeit bis zum Boarding und fahren die Küstenstraße entlang der Milazzo-Halbinsel. Schöne Aussichten, das Städtchen gefällt uns.

Gegen 17:45 Uhr kommen wir auf die FƤhre, das Rangieren mit den FahrrƤdern hinten drauf ist etwas abenteuerlich. Pünktlich um 18:15 Uhr geht’s los. Karin hƤlt sich tapfer, es ist leichtes Stampfen. Kurzer Zwischenstopp auf Vulcano, um 20 Uhr sind wir auf Lipari.

Rossella, die Vermietern, wartet am Hafen auf uns, um uns den Weg zu zeigen. Ist auch nötig, wir hätten im Dunkeln den Weg nicht gefunden bzw. nicht getraut zu fahren: Das letzte Stück ist sehr eng, auf der einen Seite geht es steil runter, keine(!) Leitplanke.
Die kleine Wohnung ist einfach, aber okay … die Lage und der Ausblick sind traumhaft.

Seit heute ist quasi Lockdown in Italien: Dringende Empfehlung, nicht zu reisen, weiterführende Schulen sind geschlossen, Restaurants nur noch mittags auf.Ā Wir beschließen, angesichts der weiter explodierenden Infektionszahlen, nur Outdoor-AktivitƤten zu machen und die geplanten Ausflüge nach Vulcano und Stromboli davon abhƤngig zu machen, wie Corona-konform die Fahrten mit den Aliscafi sind. (–> Sind sie, vorbildlich)

In den 11 Tagen hier haben wir viel Arbeit, so dass wir ā€žnur” 3 Tagesausflüge machen kƶnnen. Fast jeden Tag findet sich aber eine Gelegenheit für eine Mittagspause in Lipari-Stadt oder kleinere Ausflüge mit dem Fahrrad – im Zweifelsfall wird eben abends gearbeitet.

Fazit:

  • Die liparischen Inseln sind eine Welt für sich (und rechnen sich selbstĀ nicht zu Sizilien ā˜ŗļø). Das Leben ist entspannter, alles ist gleichzeitig nƤherĀ beieinander (auf der jeweiligen Insel) und weiter entfernt (mit der FƤhre zur Nachbarinsel).
  • Die Mischung aus Bergen,Ā Meer, Geschichte & Kultur und VulkanenĀ begeistertĀ uns. Die Leute sindĀ freundlich und entspannt, was aber auch an der noch durch Corona verstƤrkten Nebensaison liegen mag.
  • Vulkane sind toll šŸ™‚: Lavafelder aus Bimsstein, Obsidian oder Kaolin auf Lipari, Fumarolen und Krater aufĀ Vulcano, aktiveĀ Ausbrüche auf Stromboli.

Die Ƅolischen Inseln (Lipari, Salina, Vulcano, Filicudi, Alicudi, Panarea und Stromboli) liegen 50 km nƶrdlich von Sizilien und sind vulkanischen Ursprungs. Derzeit aktiv sind Stromboli und Vulcano, Lipari gilt als ruhend, der letzte Ausbruch war vor ~1300 Jahren.

 
 

Sicilia 2020: Etna

21.-25.10.: Etna

Wieder eine komplett andere Landschaft: Lavafelder mit ihrer typischen Vegetation aus Gestrüpp, Birken, Nadelbäumen, Kastanien.

Sizilien ist schƶn und sehr unterschiedlich – nach den schroffen Marmorbergen in Castellammare, den Salinen, StrƤnden und Kalkstein-Hügeln in Siracusa haben wir hier Vulkanismus. Wir sind gespannt auf Lipari.

Das Gestein bestimmt das Aussehen der Häuser: Marmor (selbst als Straßenpflasterung) in Castellammare und in Palermo, weißer Kalkstein in Siracusa und jetzt schwarzer Lavastein in Zafferana. Auch die Unterkünfte sind sehr unterschiedlich: Das Stadthaus in Castellammare, die Paradies-Villa in Siracusa und jetzt ein einfaches Zimmer im B&B, aber mit tollem Garten, Pool und Aussicht auf die Straße von Messina.

Zafferana Etnea ist ein kleines Ɩrtchen, direkt am Rand des Parco dell’ Etna, günstig gelegen, um alle Ziele am Ƅtna oder der Küste gut zu erreichen. Der Ort selbst ist eher unspektakulƤr, mit ein paar einfachen Restaurants und Caffeterias.

Noch am Nachmittag der Ankunft fahren wir direkt die ca. 20 km hoch zur Station Etna Sud … und sind fasziniert von der Landschaft, den Serpentinen und dem gewaltigen Ausmaß des Ƅtna.

Fazit:

  • Unser erster ā€žrichtiger” Vulkan … und wir sind beeindruckt. Man spürt die schiere Gewalt kƶrperlich und staunt über die Massen von Lava (kilometerdick),Ā die der Vulkan über Jahrtausende produziert hat.
  • DerĀ Nationalpark Ƅtna ist ein Paradies für Wanderer und Fahrradfahrer. Alleine dafür kann manĀ hier einen ganzen UrlaubĀ verbringen.
  • Das Wetter im OktoberĀ hat es gut mit uns gemeint, wir hatten Sonne und immer so umĀ die 20° C.
23.10.2020 - Exkursion auf den Ƅtna
23.10.2020 – Exkursion auf den Ƅtna
 
 

Sicilia 2020: Siracusa

16.-21.10.: Siracusa

Um 10 Uhr brechen wir auf.: Die FahrrƤder sind montiert, alles ist eingepackt und im Auto verstaut. Super.

Zwei Stunden fahren wir bis Enna, gottseidank haben wir uns für die Autobahn entschieden, über die engen Landsträßchen hƤtte es ewig gedauert. In Enna besichtigen wir das Castello di Lombardia (interessant) und spazieren anschließend die Hauptstraße Via Roma entlang.Ā Noch 1,5 Stunden Fahrt bis Siracusa, dann kommen wir in unserem Airbnb ā€žVilla La Latomiaā€œ an – eine Oase mitten in der Stadt. Wir sind glücklich, die Gastgeberin Francesca ist sehr nett.

Fünf Tage bleiben wir in Siracusa, einer Großstadt mit viel Trubel, viel Verkehr und vielen Touristen (es sind Herbstferien in Deutschland). Eine gute Abwechslung zum eher ländlichen Charakter im Nordwesten.

Fazit:

  • Die Vielfalt gefƤllt uns sehr gut: die Altstadt Ortigia (Bummeln, Restaurants), Kultur (griechisch, rƶmisch, Barock) und Natur (vieleĀ RiservaĀ Naturali) und Ausflugsmƶglichkeiten (Noto).
  • Leider sind viele Riserve geschlossen (Priolo, Cavegrande), nach BrƤnden oder Erdrutschen fehlt das Geld zur Instandsetzung.
  • Unser Airbnb liegt in einer netten Wohngegend mit Einkaufsmƶglichkeiten, kleinenĀ Restaurants.
  • Übrigens, der Verkehr in Sizilien:Ā Geschwindigkeitsbegrenzungen sind eine unverbindliche Empfehlung – 50 km/h statt 30, 80 statt 50, 100 statt 80 usw. ist eine gute Empfehlung, um kein Verkehrshindernis zu sein. MitĀ der Mischung aus Rasen, kein Abstand, Überholen bei jeder Gelegenheit und gleichzeitig absoluter Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer kommen wir erstaunlich gut zurecht. Und: Fahrradfahren ist eine Freude.
 
Die HalbinselĀ Ortigia ist der Kern des antiken Siracusa, das vor 2.500 Jahren schon 1 Mio. Einwohner hatte. Bereits damals war Ortigia die Altstadt, die Bevƶlkerung lebte auf dem Festland in der Neapolis (ā€žNeustadt”) und in Vororten.

Heute ist Ortigia eine Mischung aus Touri-Rummel (Souvenirs, Restaurants, Kirchen und Promenaden) und kleinen, abgeschiedenen Gassen.

Eine schöne Tour ist ein Rundgang außen am Meer entlang: alte Prachthäuser, mittelalterliches Castello und moderne Promenaden. Dazu schöne Lichtstimmung in der Abendsonne.

Einen Nachmittag verbringen wir im Parco archeologico mit den Highlights Latomia del Paradiso, dem Ohr des Dionysos und der Seilergrotte, Teatro Greco, den (kümmerlichen) Resten des größten Tempels der Antike, dem Heron-Tempel (198 m x 22 m) und dem Amfiteatro Romano.

Beeindruckend und schƶn in seinem Zerfall … aber auch hier verkommt alles allmƤhlich, es fehlt Geld.

Die Latomien sind die 2000-2500 Jahre alten Untertage-Steinbrüche, deren Decken eingestürzt sind. Eine liegt direkt neben unserem Airbnb.

Wenn wir eine Pause brauchen, oder nach getaner Arbeit, schwingen wir uns aufs Fahrrad, in die Nachbarschaft zu einem kleinen Café, nach Ortigia oder den Siracusa Bike Path über die alte Bahnstrecke am Meer entlang.

Zwei ā€žschƶneā€œ Erlebnisse haben wir: Eine Hundemeute (20-30 große Hunde) verfolgt uns auf einmal, Michael findet es recht gruselig, Karin entdeckt, dass Klingeln die Meute verschreckt. Dann taucht im Abendlicht der Ƅtna auf, 75 km Luftlinie entfernt. Eine Wucht, wie die Vulkane in Oregon und Washington.

 
17.10.: Riserva naturale di Vendicari
17.10.2020 - Riserva naturale di Vendicari: optische TƤuschung
17.10.2020 – Riserva naturale di Vendicari: optische TƤuschung

Es ist Samstag, Wochenende, also planen wir einen Tagesausflug. Weil warmes Wetter ist, geht es zur Riserva naturale di Vendicari, wo man wandern und baden kann, aber auch Lagunen mit vielen Vƶgeln und die Tonnara besichtigen kann.

Schock: Jede Menge Autos und Touristen, mit etwas Glück finden wir einen Parkplatz. Wochenende halt und zusätzlich viele Touristen. Aber es verteilt sich, die meisten liegen an einem der Strände.

Uns gefƤllt es gut: viele Vƶgel, eine gut erhaltene Tonnara, ein kleines Museum, schƶne Felsen und Meer.
Zum Abschluss baden wir am späten Nachmittag und tollen lange im 25° warmen Meer.

9 kmā€˜chen wandern wir.

 
17.10.2020 - Riserva naturale di Vendicari, La Tonnara
17.10.2020 – Riserva naturale di Vendicari, La Tonnara
 
17.10.: Ā Noto und Noto antica
17.10.2020 - Noto - der Bankautomat kann auch deutsch ;-)))
Der Bankautomat kann auch deutsch ;-)))

Anschließend fahren wir nach Noto, parken wie immer direkt im Herzen der Sehenswürdigkeit (hier am Dom). Eine kleine Stärkung, dann spazieren wir durch das spätbarocke Städtchen, das nach dem Erdbeben 1693 auf dem Reißbrett komplett neu gebaut wurde. Karin stürzt sich auf die Andenkenstände, Michael fotografiert. 

Dann hat Michael die Idee, noch nach Noto Antica zu fahren, 15 km entfernt, der Ort, der nach dem Erdbeben aufgegeben wurde. Über kleine und enge Sträußchen geht es in die Berge. Wir kommen kurz vor Sonnenaufgang an und sind die einzigen.

Tolle Abendstimmung in den überwucherten Ruinen, wo man an einigen Stellen die Pracht von früher noch erahnen kann.

Im Dunkeln geht’s zurück, ein langer, aber toller Tag geht zu Ende.

 
 
20.10.: Riserva Fiume Ciane & Saline di Siracusa

DieĀ RiservaĀ Fiume Ciane ist der größte natürliche Standort von Papyrus in Europa . Ein Geschenk ~230 v. Chr. vom Pharao an den damaligen Herrscher von Siracusa (Heron II. … der mit dem größten Tempel der Welt, siehe oben ;).Ā Wir fahren gemütlich ca. 30 Minuten durch den dichten Stadtverkehr mit dem Fahrrad, dann empfƤngt uns eine lƤndliche Gegend, noch fünf Minuten bis zum Eingang der Riserva. Zwei Stunden wandern wir das Flüsschen bis zur Quelle (Fonte Ciane) … ich zitiere Ovid:

Der Name Ciane stammt von der griechischen Nymphe Kyane, die nach der griechischen Mythologie versuchte, den Raub der Persephone durch den Gott Hades zu verhindern, und sich, weil ihr dies nicht gelang, aus Trauer in Wasser auflƶst (Ovid, Metamorphosen 5, 409–470).

Idyllisch, der hohe Papyrus auf der einen Seite, noch hƶheres Schilf auf der anderen Seite. Wir sind versƶhnt mit dem ā€žchiusoā€œ der letzten Tage. Zum Mittagessen finden wir den kleinen Imbiss ā€žLa Grecaā€œ in Carozziere.

Aber es kommt noch besser: Michael hat gestern in Google Maps den Zugang zur Salina di Siracusa entdeckt. Man kommt gut mit dem Fahrrad hin … bis ein Metallzaun die Weiterfahrt versperrt 😳. Nee – nicht schon wieder chiuso. Aber wir entdecken einen aufgebogene kleine Lücke … FahrrƤder abschließen und an den großen Verbotsschildern vorbei durch den Zaun quetschen šŸ˜‚.

Wir haben die Salinen für uns alleine, müssen einmal ohne Schuhe durch einen kleinen Abfluss zwischen Saline und Meer … und sehen Reiher, Flamingos und viele kleine Vƶgel. Noch einmal 1,5 Stunden stromern wir den schmalen Streifen zwischen Salinen und Meer entlang. Gegenüber in der Sonne liegen Siracusa und Ortigia.Ā 

Wir lieben solche kleinen Entdeckungen.

 

Tierwelt:

 

Sicilia 2020: Castellammare

7.-16.10.: Castellammare del Golfo
8.10.2020 - Ausflug nach Scopello, Castellammare
8.10.2020 – Ausflug nach Scopello, Castellammare

Diese erste Station im Nordwesten von Sizilien liegt zwar außerhalb der berühmten Highlights Siziliens, ist aber landschaftlich mit seinen schroffen Bergen und dem Meer sehr schön. Landwirtschaft und alte Städtchen sorgen für eine geruhsame Atmosphäre.

Wir haben recht viel Arbeit, so dass wir – außer dem Tagesausflug nach Segesta – uns nur ein paar Nachmittage und/oder den Abend für Ausflüge frei nehmen kƶnnen. Aber das ist ja das schƶne an Work & Travel: Wenn man den Rechner zuklappt, ist man im Urlaub 😊.

Und wir merken schon hier, wie anderswo später auch: Fahrradfahren in Sizilien ist angenehm und sicher! Alle Autofahrer nehmen Rücksicht, bremsen, lassen einen vorbei oder vor, halten Abstand. Sehr angenehm, viel besser als in Deutschland.

Fazit:

  • Castellammare ist eine malerische Stadt,Ā jetzt im Oktober entspannend ruhig und hauptsƤchlich von Einheimischen besucht.
  • Eine gute Ausgangsbasis für Ausflüge, mit demĀ Fahrrad (Scopello, StrƤnde, Segesta, Zingaro) oder mit dem Auto (Capo, Erice, Palermo).
  • Das Wetter meint es gut mit uns, bis auf 2 Tage (anĀ denen es aber BindfƤden regnet) haben wir Sonne und angenehme Temperaturen.