Der Nationalpark umfasst die grƶĆten Salzpfannen der Welt, insgesamt 16.000 km² … aber die sind uns im Sommer zu heiĆ und zu viel zu fahren. Unser Ziel ist der Boteti River, der die westliche Grenze des Parks bildet. Jetzt in der Trockenzeit kommen alle Tiere am spƤten Vormittag in Herden zum Boteti, in der AbenddƤmmerung sind Elefanten und Giraffen die letzten, die wieder abziehen.
Die Zufahrt ist bei jedem Wasserstand abenteuerlich: entweder geht es mit einer winzigen FƤhre über den Fluss oder in der Trockenzeit mit dem Auto durch den Fluss. Die StraĆen im Park sind tiefsandig, man kommt nur mühsam und langsam voran. Besonders aufregend ist, nach dem Game Drive am Fluss mit Anlauf den steilen Hang wieder hoch zu kommen. Manchmal brauchen wir zwei oder drei AnlƤufe – aber den Profis in den Lodge-Fahrzeugen geht es auch nicht anders.
Zwei geruhsame Tage verbringen wir im Khumaga Camp: nette Mitarbeiter, 10 gerƤumige Sites, zwei saubere WaschhƤuser, Wildlife (viele Vƶgel, Elefanten, kleine lƤstige Vervet Affen, Antilopen) – wir chillen, lesen, machen zwei Game Drives am Tag und ein paar kleine Birding Walks und genieĆen die MuĆe.
Eigentlich war für die zweite Nacht die einsame Wildnis-Campsite Tree Island gebucht, 56 km Richtung Pans. Wir brechen auch auf – aber nach 5 km wird die Piste so schlecht (Tiefsand, ein bisschen zugewachsen, lange nicht mehr befahren), dass wir keine Lust haben, 2x 3 Std. uns durchrütteln zu lassen. Wir kehren um und verlƤngern in Khumaga.
Die Game Drives führen zunƤchst oben auf der Steilküste entlang, ab und zu kann man einen kleinen Schlenker zu einem Aussichtspunkt machen. Nach ca. 5 km kommen diverse steile Abfahrten runter zum Fluss – kostet zu Beginn etwas Mut, vor allem, weil man weiĆ, dass man auch wieder hoch muss š³.
Wir sehen groĆe Herden von Gnus, Zebras, Impalas, viele Elefanten und Giraffen, und jede Menge Vƶgel. Erstaunlich viele Geier (es gibt wohl oft was ;-), Reiher, Stƶrche und besonders schƶn: das Ballet der fischenden Pelikane. Mit der neuenĀ X-H2S mit ihrem Instant-Video-Button und der integrierten Bildstabilisierung schaffe ich es auch als Laie, halbwegs gute Videos aufzunehmen.
Fazit:
Auch in der Trockenzeit groĆe Tierherden und eine groĆe Vogelvielfalt.
Schöne Game Drives, aber mühselige Pisten.
Der Khumaga Campground gefällt uns ausgezeichnet.
7.9.: Ćbernahme des Wagens, GroĆeinkauf, 270 km Fahren
Einkaufen
Luft auf 1,5 bar ablassen
Exakt rangiert :-)
Einparken war doch easy :-)
Schubladen, Tisch & Stühle etc.
Kühlschrank
Holz sammeln
Nachtanken
Heute wird ein langerĀ Tag: Wagenübernahme, GroĆeinkauf und dann die lƤngste Fahrtstrecke der Reise. Warum am ersten Tag so lang? Wegen einer Buchungspanne beim Nationalpark-Service sind 4 Wochen vor der Reise zwei der gebuchten Campsites (Sunday Pan) im CKGR weg. Wir müssen nehmen, was noch da ist, und den ersten Teil der Tour in umgekehrter Richtung fahren … und sind im Endeffekt überglücklich, weil wir dadurch anders als geplant den einsameren Westteil des CKGR besuchen.
8.9.2022 – CKGR, Passarge Campsite 3
Deshalb übernehmen wir schon um 6 Uhr unseren Landcruiser. Es ist ein fast neues Fahrzeug, diesmal ein Benziner mit mehr Drehmoment als der Diesel vor 3 Jahren, aber er schluckt 23 l statt 15 l / 100 km. Aber der āWummsā ist toll, keine Probleme in Sand oder Wasser. Nie haben wir ein unsicheres Gefühl. :-)
Die Ausstattung von Travel Adventures Botswana ist wieder super: 1a Reifen, Sitze, Küchenausstattung, Tisch und Stühle, Stauraum, Kühlschrank. Nur der Wassertank ist am ersten Tag schon leck. Wir haben aber genug Trinkwasser dabei – Michael geht ja immer auf mehr als Nummer sicher ;-). Von den 8 Reservekanistern brauchen wir im CKGR vier, von den 2 Ersatzreifen einen in Leopard Plains.
Mit dem Dachzelt sind wir zunƤchst nicht zufrieden: Der Klappmechanismus ist zwar super, aber das Zelt ist niedriger (Michael stƶĆt sich immer mal den Kopf š¤£) und vor allem müssen wir mit den FüĆen über’s Kopfende einsteigen. Aber wir gewƶhnen uns dran und am Ende ist das schnelle Auf-/Abbauen es wert.
Brücken und Wasserquerungen: Vor allen vor den Wasserdurchfahrten hatten wir einige Sorge. Es ist schon unheimlich, wenn das Wasser über die Haube schwappt. Wir sind entweder vorher durchgewatet oder haben andere Fahrer gefragt. Die Brücken kennen wir ja schon – aber das Loch in der Fahrbahn der Forth Bridge ist doch ein Abenteuer, das uns eine Kotflügeldelle einbringt, weil wir am BrückengelƤnder entlang schrabben.
Das fünftgrƶĆte Naturreservat der Welt ist 58.000 km² (doppelt so groĆ wie NRW), ist einsam und hat nur 45 CampsitesĀ . Wir sehen 0 bis 10 Autos pro Tag. In der Trockenzeit gibt es Wasser nur an den wenigen künstlichen Wasserlƶchern, die angelegt wurden, nachdem für die Tiere die Wanderungen zum Delta und zum Boteti durch ViehzƤune versperrt wurden.Ā Umso erstaunlicher ist die Menge und Vielfalt der Tiere: groĆe Springbok-Herden, unter fast jedem Baum Oryxe, viele Kleintiere und jede Menge Vƶgel, auch sehr viele Raubvƶgel. Nur Raubtiere sehen wir nicht, dabei ist das CKGR doch für seine Lƶwen und Leoparden berühmt.
Die Pisten sind in der Trockenzeit gut fahrbar: entweder trockene, glatte Schlammpisten oder nicht so tiefer Sand. An den groĆen, jetzt brettharten Schlammlƶchern sieht man aber, warum in der Regenzeit mindestens zwei Wagen zusammen unterwegs sein müssen.
Die Campsites liegen viele Kilometer voneinander entfernt, eine pro 1.250 Quadratkilometer! Manche haben Plumpsklos (ansonsten: Spaten š³) und eine Feuerstelle. Wir haben Verpflegung und Benzin für 11 Tage, Wasser für 6 Tage mit – nach 5 Tagen kƶnnen wir in Rakops auf jeden Fall Wasser bekommen, aber der Supermarkt soll nur wenig Lebensmittel haben (Reis, Papp und so was), die Tankstelle hat oft keinen Treibstoff mehr. Also gehen wir auf Nummer sicher.
Die Anfahrt ist lang, aber einfach: 190 km über die TeerstraĆe nach Süden, dann links ab auf die 70 km Sandpiste bis zum Tsau Gate, dem Eingang des CKGR. Weiter nach rechts, 15 km bis zum Waterhole, dann rechts und noch 5 km bis zur ersten Campsite Motopi #1. Ich glaube wirklich, das hƤtten wir auch ohne GPS-Karte gefunden. Die drei nƤchsten Campsites (Passarge #3, Letiahau, Kori #1) sind jeweils 60-100 km von einander entfernt, d.h. eine gemütliche Tagesreise. Man kommt mit 25-35 km/h voran, hat also auch Zeit für Pausen, Fotos, Tiersichtungen. Wir planen die Entfernungen so, dass wir am frühen Nachmittag ankommen – wir mƶgen die MuĆe: sich in Ruhe einrichten, chillen, Vƶgel schauen, ein kleiner Spaziergang.
Fazit:
Die Einsamkeit und majestätische Weite ist atemberaubend, ebenso faszinierend wie die vielfältige und überraschend zahlreiche Tierwelt.
Die Campsites sind ein Abenteuer für sich: einsam gelegen, keine oder minimale Ausstattung. Wildnis, wie wir Europäer sie nicht kennen.
Ein groĆe Freude sind die vielen Vƶgel, die in der Trockenzeit natürlich in den Camps schauen, was es so gibt.
Abenteuer … wir sind glücklich … wir lieben das š.
Unterwegs in der Kalahari: Hier ein kleiner Eindruck vom Autofahren und Camping-Leben. Bei āklickā ist ein Video hinterlegt.
Tsau Gate
Fahren mach SpaĆ :-)
Speed 40-50 km/h š (klick)
Mit 20-30 km/h durch Sand (klick)
Alle Autobahnen sind ausgeschildert ;-)
Picknick
Motopi Campsite 1
Passarge Campsite 3
Gesund š
Gemütliches Frühstück
Letiahau Campsite
Kori Campsite 1 (klick)
Umzug für die Nacht š (klick für Timelapse)
Das Highlight: Motopi Waterhole Eine solche Menge an Tieren, Vƶgeln und āActionā haben wir nicht erwartet. Stundenlang schauen wir staunend zu.
Die weite Landschaft:
Tierwelt: Recht viele groĆe SƤugetiere sehen wir, sogar eine Giraffenherde, die hier sehr selten ist. Dazu lustige Laufvƶgel und viele Raubvogelarten. Die Singvƶgel habt ihr ja schon weiter oben gesehen.
Spiegellose Systemkameras wurden erstmals 2008 vorgestellt (Micro Four Thirds). Ich habe sie mir immer mal angeschaut, aber Bildqualität, Autofokus und vor allem der Sucher waren lange Zeit deutlich schlechter als bei digitalen Spiegelreflexkameras.
Besonders der Sucher stƶrte mich: Flimmern, Aussetzer, Rauschen und – am schlimmsten – das zeitverzƶgerte Bild beim Schwenken. Mir wurde dabei sogar schwindelig.
2012 kam Fujifilm mit der X-Serie auf den Markt. Ein Kollege wechselte von Canon APS-C auf die Fuji X-E1 und war begeistert. BildqualitƤt und die Objektive fand auch ichĀ sehr überzeugend, aber Autofokus und vor allem der elektronische Sucher waren mir nochĀ zu schlecht. Aber einĀ deutlicherĀ Fortschritt und es war absehbar, dass in wenigen Jahren die spiegellosen System vorne liegen werden. Auch bei Kameras begann sich digital gegen analog durchzusetzen!Ā AngetanĀ war ich vom Gewicht und der Kompaktheit … aber lange Zeit blieben Spiegelreflexkameras Ā deutlich besser.
2016 ist für mich die Fuji X-T2 auf dem gleichen Level wie Canon 5D III und ich wechsle komplett auf Fuji. Ich bin zufrieden.
2022 erscheint mit der Fuji X-H2S die (bis dahin) mit Abstand schnellste Fuji-Kamera, nach den Firmware-Updates 2023 erreicht der Autofokus nicht ganz die Liga von Sony, aber ist recht gut. Leider sind diese schnellen Kameras durch ihren stacked Sensor nicht gut geeignet für Langzeitbelichtungen. Darum stand ich vor der Wahl: Schneller Autofokus ja/nein? Und wenn ja, weiter Landschaft/Langzeitbelichtungen? Die Antwort war zu erwarten: beides!
Also eine zweite Kamera für Langzeitbelichtungen, dann auch mit mehr als 26 Megapixel. Ich dachte mir … wenn schon denn schon … und so wird es die Mittelformat-Kamera Fuji GFX 100S.
Mit Taxi, Zug, viiieeeel š Zeit am Flughafen, 10 Std. Nachtflug, 3 Std. Aufenthalt in Johannesburg, noch einmal 2 Std. Flug und 1 Std. Warten & Transfer … sind wir insgesamt 26 Std. unterwegs.
Alles klappt gut, keine Hektik, das Gepäck kommt vollständig an. Und Michaels Sorge, dass wie im Sommer Chaos in Frankfurt herrscht, ist so etwas von unbegründet: Wir haben bei der Gepäckabgabe, an der Sicherheits- oder Grenzkontrolle jeweils genau null Menschen vor uns.
Old Bridge Backpackers hat ziemlich unter dem Covid-Lockdown gelitten: Es ist wenig los, die Organisation schlecht wie immer (kein Doppelbett, obwohl viermal angefragt und zugesagt), alles lange nicht mehr renoviert (aber sauber und gut in Schuss) und ganz schlimm: Es gibt kein Frühstück mehr š±.
Aber: Die Lage ist einmalig, das Essen abends ist lecker und wir freuen uns, wieder in Afrika zu sein. Der Thamalakane River führt dieses Jahr viel Wasser, ein ganz anderer Eindruck als vor drei Jahren.
Wir machen einen gemütlichen Spaziergang über die schƶn renovierte Old Bridge und am Ufer des Thamalakane entlang. Die Tierwelt ist schon āAfrikaā, wir gehen früh zu Bett, denn morgen werden wir um 8 Uhr schon abgeholt.
Fazit:
Der Nachtflug ist wieder gut, wir konnten beide etwas schlafen. Umsteigen in Johannesburg ist auch dieses Mal stressfrei.
Old Bridge ist immer noch leger, hat eine tolle Lage und leckeres Essen … aberĀ leiderĀ wird es zunehmend vernachlƤssigt. Schade.
Old Bridge bei hohem Wasserstand, wir starten direkt mit einem Birding-Spaziergang:
1.-6.9.: Kajaktour
3 Mokoros als GepƤckbooteWir und unsere 4 Guides
Wie unsere Kajaktour 2019 buchen wir auch diese Tour bei Kayaktive. Für 6 Tage zahlen wir zusammen 2.500⬠für Kajaks, Zelte, Transport, Verpflegung, einen Kajakguide und Gepäckboot(e).
Zum Besitzer John haben wir in den letzten 3 Jahren immer Kontakt gehabt und unseren Guides von damals geholfen, gut durch die Corona-bedingte Auftragsflaute zu kommen. Wir freuen uns,Ā den Guide Shadrack und den Koch Gee wiederzusehen.
Wir wünschen uns, wieder mit Mokoros statt Motorbegleitboot unterwegs zu sein, weil es leiser ist und man abseits des Hauptarms fahren kann. Da wir für 6 statt 5 Tage mehr Verpflegung mitnehmen müssen, werden allerdings drei GepƤckboote gebraucht … es fühlt sich schon komisch an, vier Leute nur für uns dabei zu haben, aber man gibt eben auch vier Familien ein Einkommen.
Der Wasserstand ist höher als 2019.  So können wir weiter südwestlich als vor 3 Jahren fahren. Hier ist eine offenere Vegetation mit niedrigerem und weniger dichtem Schilf. Deshalb fallen uns die 4-6 Std. Paddeln pro Tag leichter und wir kommen schneller voran. Im Vergleich der beiden Touren sieht man, dass wir diesmal eine längere Strecke paddeln und wandern.
Die Camps sind wieder sehr schƶn, meist unter BƤumen gelegen und natürlich direkt am Wasser š.
Wir starten an der Boro Mokoro Station, ca. 20 km von Maun entfernt. Ā Die Fahrt von Maun mit dem Speedboat dauert 45 min, durch Farmland mit malerisch im Wasser stehenden Kühen, Eseln … und auch mal ein Krokodil š³.
Drei Tage geht es stromauf, 40 km ins Delta hinein.
Dann eine Doppelübernachtung, im schƶnsten Camp 3. Wir genieĆen den Ruhetag und machen eine entspannte Fotopirsch mit Kajak, das Fernglas bzw. die groĆe Kamera auf dem SchoĆ. Ganz nah lassen uns die Tiere ran, weil die Mokoros mit ihren weit sichtbaren Poler nicht dabei sind (und wir im Kajak nicht als Menschen zƤhlen ;-).
Für die Rückreise reichen zwei Tage aus, eigentlich geruhsam stromab … aber am 6. Tag ist so starker Gegenwind, dass wir ohne Paddeln sogar stromauf treiben. Nach den 4,5 Std. sind wir sehr k.o.
Der Tagesablauf ist uns ja schon bekannt: Nach dem Aufstehen kurz vor 6 Uhr geht es  direkt auf 2-3 Std. Game Walk. Danach gibt es ein reichhaltiges englisches Frühstück, dann 3-6 Std. Paddeln mit 45 min Mittagspause. Am Tagesziel wird erst einmal ausgeruht, es gibt Kaffee und Kekse, dann folgt wieder ein Game Walk. Währenddessen bauen die Guides das Lager auf, und wenn wir zurückkommen, ist das Abendessen fertig. Spätestens gegen 21 Uhr gehen wir rechtschaffen müde schlafen.
Fazit:
Der grandiose Neuheitseffekt ist zwar nicht mehr da … aber das Nochmal-Erleben lƤsst uns alles geruhsamer und irgendwieĀ tiefer erleben.
Die Game Walks sind spektakulƤr: Hƶhepunkte sind die Begegnungen mit dem Lƶwenrudel und den Wildhunden – zu FuĆ!Ā
Der kleine Kajakausflug am Ruhetag ist toll: ohne Gepäck(boote), dafür mit Kamera und tollen Tierbegegnungen.
Im Hauptarm ist āvielā los … die 2-3 anderen Boote pro Tag sind ja fast schon ein Massenauflauf āŗļø.
Unsere 3 Lieblingsbilder von der Kajaktour:
Die Junglƶwen und Wildhunde
Afternoon Walk am 2. Tag: Nach fast 6 Std. Paddeln ruhen wir uns lange aus und machen uns erst gegen 18 Uhr auf zum Game Walk. Wir gehen einen Fahrweg vom Fluss weg, sehen Lƶwenspuren im Sand. āGanz frischā meint Shadrack.
Vorsichtig gehen wir weiter, als auf einmal mehrere Löwen im hohen Gras vor uns aufspringen, gottseidank genauso erschreckt wie wir, und von uns weg traben. Im hohen Gras sehen wir sie nur ab und zu auftauchen, mir gelingen mit Mühe ein paar sauber fokussierte Bilder.
Wir bleiben natürlich sofort stehen: āImmer das Tier den Abstand bestimmen lassen, niemals selber nƤhernā ist die Grundregel.
Doch es siegt die Neugier – nicht bei uns – nein, bei den Lƶwen. Sobald der Abstand sich für sie sicher anfühlt, drehen sie sich neugierig zu uns um. Sie erklimmen einen kleinen Hügel und schauen zu uns rüber. Acht junge Lƶwen sind es. Nach 2 min ist die Neugier gestillt, sie trollen sich und verschwinden im hohen Gras. Ein unvergessliches Erlebnis š».
Ruhetag am 4. Tag in Camp 3: Wir beide gehen mittags ein Stück alleine, ein bisschen Bird-Watching in dem kleinen WƤldchen rund um unser Camp. In der Ferne sehen wir auf einmal Wild Dogs – sehr weit entfernt, selbst mit stƤrkstem Zoom unscharf.
Wir gehen sofort ins Camp und melden die Sichtung. Etwas Unglauben, aber auf dem Kamera-Bildschirm sind sie eindeutig zu erkennen. Shadrack geht sofort mit uns wieder los, Karin spottet sie wieder als erste š. Unter Shadracks Anleitung pirschen wir uns in einem groĆen Halbkreis gegen den Wind heran, geschützt durch Büsche. Wir kommen recht nah (20 m), wunderschƶn anzuschauen, aber in der Mittagshitze gibt es für richtig gute Fotos leider immer noch zu viel Hitzeflimmern.
Nach dem Mittagsschlaf starten wir gegen 15 UhrĀ eine geruhsame Sightseeingtour mit den Kajaks, 9,2 km, 2:45 Std. MichaelĀ nimmt die groĆe Kamera auf dem SchoĆ mit – wenn man langsam paddelt, geht das gut. Es werden tolle Bilder: eine Büffelherde wƤlzt sich durchs Wasser, Coppery-tailed Coucals sitzen in einem Baum am Ufer, Elefanten kreuzen vor uns den Channel. Dann sieht Karin wieder Wild Dogs: es ist die gleiche Gruppe aus 3 Tieren.Ā DiesmalĀ direktĀ neben uns, ca. 10 m entfernt. Sie habenĀ keine Scheu, im Kayak zƤhlen wir wohl nicht als Menschen. ZweimalĀ WildĀ Dogs an einem Tag, Wahnsinn š¶.
Unsere Camps
Tag 1:
1 Std. Transfer, 1 Std. Ā B&BB: BegrüĆen, Beladen, Bepacken. Von 10-15 Uhr sind wir unterwegs, ca. 15 km paddeln wir mit 1 Std. Mittagspause.Ā Das Camp liegt unter lichten BƤumen, mit gigantisch schƶnem Sonnenuntergang š.Ā Es gibt leckere HƤhnchenschenkel, Reis und Kürbis.Ā
Tag 2:
Heute brauchen wir lange, um ein halbwegs schƶnes Camp zu finden … am Ende nehmen wir gegen 17 Uhr doch eins ohne BƤume. Aber so spƤt ist der fehlende Schatten kein Problem. Die Lƶwensichtung entschƤdigt uns dann für den anstrengenden Tag š¦. Es gibtĀ Couscous, Ratatouille, SüĆkartoffel und Lamb Chops.
Tag 3+4:
Heute dafür nur 7,5 km, aufregende Hippo-Crossing, und die schƶnste Campsite: idyllisch in einer Flussbiegung, unter vielen BƤumen. Ideal für zwei Tage. Und es ist eine tolle Gegend für Game Walks mit vielen Tierherden und Vƶgeln. Papp, Chakalaka-Sauce, Butternut und Stew š. Steak mit Kartoffelpüree, brauner SoĆe und Gemüse. Gee ist ein toller Koch.
Tag 5:
Heute geht es stromab zurück, die 16 km sindĀ easy going, wir lassen uns immer wieder treiben. Zwei aufregende Hippo-Crossings,Ā ein Elefanten-Crossing. Das Camp ist okay, zwei BƤume spenden Schatten. Je nƤher wir zur Nationalparkgrenze kommen, desto weniger BƤume (und Tierherden) gibt es. Letztes Abendessen: Spaghetti Bolognese š.
Tag 6 Ā ist auch als Easy Going geplant. Nach 90 min Morning Walk spielt uns leider der Gegenwind einen Streich – so stark, dass wir ohne Paddeln sogar stromauf treiben. Also 3 Std. hartes Paddeln ohne Verschnaufen bis zur Mittagspause, dann noch einmal 1,5 Std. … wir kommen doch sehr k.o. an der Boro Station wieder an. Fit sind wir šš.
Schon lange ist es auf unserer Wunschliste, diesmal bauen wir das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) ein, anschlieĆend via Boteti River und Nxai Pan zurück nach Maun, zum Abschluss noch einmal Moremi. In die Kalahari geht es direkt nach der Kajaktour, mit Verpflegung, Wasser und Benzin für 10 Tage, denn ob es zwischen CKGR und den Pans Benzin und Essen gibt, ist nicht garantiert.
Wir übernachten wieder dreimal in Maun, im Old Bridge Backpackers: Nach dem Hinflug, zwischen Kajaktour und Wagenübernahme am nächsten Morgen und vor dem Rückflug.
Gebucht haben wir im Sommer 2021, also mehr als ein Jahr vorher, denn im Moremi muss man die wenigen Campgrounds so weit im Voraus buchen. Und wenn schon denn schon … auch alle anderen buchen wir vor. Vor Ort ist ānurā Moremi und der Ostteil des CKGR voll ausgebucht, im Westteil der Kalahari und in den Pans sind die meisten Sites dagegen unbesetzt.
Unsere Etappen:
30. – 31.8.:Ā Ā Ā Ā Nachtflug nach Johannesburg mit Anschlussflug nach Maun
1. – 6.9.:Ā Ā Ā Ā Ā 6 Tage Kajaktour im Okavangodelta
7.9.:          Wagenübernahme
7. – 11.9.: Ā Ā Ā 4 Tage Central Kalahari Game Reserve
– 3 Ćbernachtungen im sehr einsamen Westteil
– 1 Ćbernachtung im Ostteil
– und weil uns das Kori Camp gar nicht gefƤllt, fahren wir nach 1 Nacht schon weiter
– 1 Ćbernachtung im Boteti River Camp
12. – 15.9.:Ā Ā 4 Tage im Makgadikgadi & Nxai Pan National Park, jeweils 2 Ćbernachtungen im
– Khumaga Camp
– Nxai Pan South Camp
16. – 17.9.:Ā Ā 2 Tage Ausspannen in der Leopard Plains Lodge
18. – 23.9.:Ā Ā 6 Tage im Moremi:
– jeweils 1 Nacht im South Camp und Third Bridge
– jeweils 2 NƤchte in Xakanaxa und Khwai
24. – 26.9.:Ā Ā Ā Ā Rückfahrt nach Maun und Rückflug am nƤchsten Tag/Nacht via Johannesburg nach Frankfurt
Das Old Bridge Backpackers ist von der Lage her immer noch einmalig schön, das Abendessen ist wieder sehr lecker. Die Organisation ist leider ebenfalls wie vor 3 Jahren: schlecht, das reservierte und mehrfach nachgefragte und zugesicherte Tent mit Doppelbett ist zweimal nicht verfügbar.
Eine böse Falle ist aber, dass es kein Frühstück mehr gibt. Ein absolutes Unding, und wohl mit ein Grund, dass es nur wenige Gäste gab.
Ob wir noch einmal hier buchen würden? Preisgünstig ist es, tolle Lage … aber wohl nur, wenn es wieder Frühstück gibt.
=> Eine gute Ausgangsbasis für das Okavangodelta und Rundreisen in Botswana / Namibia, aber leider kein guter Service mehr.
Die drei MotopiĀ Campsites liegen im Nordwesten des CKGR, man erreicht sie über das Tsau Gate: 70 km Sandpiste immer am Vet Fence entlang , dann 15 km bis zum Motopi Waterhole und noch 5 km zur Campsite CKMOT02 (oder war es doch 01 … die Schilder sind nicht mehr lesbar ;-). Es gibt eine Trockentoilette (recht sauber) und eine Eimerdusche (das Wasser muss man mitbringen.
Das Motopi Waterhole ist traumhaft mit sehr sehr vielen Vƶgeln, einigen Oryx, Kudu, Schakalen, StrauĆen.
=> Einfache, grandios einsame Campsite. Viele Vƶgel.
=> 5 Sterne wegen des nur 5 km entfernten Motopi Waterhole.
Im Passarge Valley gibt es drei Campsites, jeweils ca. 20 km von einander entfernt. Passarge #3Ā liegt am weitesten westlich, 12 km vom (kleinen) Passarge Waterhole entfernt – ideal als Zwischenstation, wenn man wie wir von Nordwesten kommt (50 km) oder wenn man den Loop von der Sunday Pan aus macht (65 km).
Die Campsite hat ebenfalls Trockentoilette und Eimerdusche.
=> Einfache, grandios einsame Campsite. Viele Vƶgel.
Letiahau (CKWIL06) liegt ca, 100 km südlich von Passarge #3, also eine bequeme Tagesreise entfernt. Von Osten her sind es ca. 50 -70 km von den Kori- oder Sunday-Campsites.
In der Nähe liegt das Letiahau Waterhole, das bei unserem Besuch allerdings kein Wasser führt.
Die Campsite ist ācomplete wildernessā, also keine Wasser, keine Toilette oder Dusche. Man braucht einen Spaten āŗļø.
=> Schƶn gelegene, groĆzügige, einsame und einfache Campsite.
Die Kori-Campsites liegen 45 km vom Matswere Gate entfernt, ca. 85 km von Rakops, über teils tiefsandige Pisten.
Die NƤhe zum Haupteingang Matswere führt es aber leider mit sich, dass diese Campsites, wie auch die Sunday- und Deception-Campsites sehr frequentiert sind. Und anscheinend auch von einem anderen āPublikumā als die wesentlich einsameren Campsites im Zentrum und Westen des CKGR. Mit der Folge, dass viel Müll herumliegt und Toilette/Feuerplatz kaputt sind. Schade.
=> Die Lage ist wunderbar, aber leider viel Müll und ungepflegt
Wir haben nur eine statt der zwei gebuchten NƤchte hier verbracht.
Das Boteti River CampĀ liegt direkt vor dem Eingang zum Makgadikgadi National Park, auf der westlichen Seite des Boteti River. Es gibt einige Chalets mit Blick auf den Fluss und im hinteren Bereich recht groĆzügige Campsites, schƶn unter BƤumen gelegen. Das zentrale Waschhaus ist 1a.
Sehr schƶn die groĆe, überdachte Dachterrasse mit Blick auf den Fluss und ‘rüber zum Nationalpark. Auch als Camper kann man Frühstück und Abendessen dazu buchen.
=> Gute Ćbernachtungsstation auf dem Weg zwischen Maun und CKGR.
(Wenn man in den Makgadikgadi National Park möchte, würde ich im Khumaga Camp übernachten. Man ist einfach näher an den Game Drives.
Nur 2 km hinter dem Entrance Gate des Makgadikgadi National Park liegt KhumagaĀ mit 10 groĆzügigen Campsites und 2 sauberen WaschhƤusern.
Allerdings muss man vorher den Boteti River überqueren – bei Niedrigwasser fƤhrt man durch den Fluss, ansonsten nimmt man etwas abenteuerlich die FƤhre.
Tolle Game Drives Richtung Norden ans Ufer des Boteti River.
=> Schöne Lage, ideal als Basecamp für Gamedrives
Nach 36 km schlimmster Rüttelpiste hinter dem Entrance Gate des Nxai Pan National Park erreicht man glücklich das South Camp, mit den üblichen 10 Campsites und 2 properen WaschhƤusern. In 60-200 km Umkreis ist das Nxai Pan Waterhole die einzige Wasserstelle – darum sind auch die WaschhƤuser bei den Elefanten heiĆ begehrt und sind Ā aufwƤndig gesichert.
Die Attraktion hier ist das Waterhole, 5 km entfernt. Die weiten und einsamen Grasebenen und Pans faszinieren auch. In der Regenzeit ist es schlammig und in groĆen Teilen unpassierbar.
=> Wenn man die beschwerliche Anfahrt nicht scheut, ein schƶner Campground mit dem Waterhole als (einziger) Attraktion.
Leopard PlainsĀ war früher eine Rinder- und Jagdfarm, die viele Jahre umbewirtschaftet war und verwilderte. Ein namibisch-südafrikanischers Ehepaar hat die Farm gekauft und 2020 die Lodge erƶffnet – kurz vor der Covid-Pandemie. Den monatelangen Lockdown und das Ausbleiben der Touristen haben sie überstanden und weitere Infrastruktur gebaut.
Alles ist sehr geschmackvoll und schƶn, die Inhaber und alle Angestellten sind supernett, es gibt Game Drives, Ausflüge zum Boteti und zur Nxai Pan – vor allem aber viele Vƶgel und sehr informative Game Walks.
=> Eine willkommene und schƶne Abwechslung, die Campingreise mit etwas Luxus und viel Komfort zu unterbrechen. => Super leckeres Essen š
Das South Gate Camp liegt direkt am südlichen Eingang des Moremi Game Reserve. Wird allgemein nur als 4. Wahl der Moremi-Campgrounds gesehen, aber als Einstieg in āCamping in the Wildā und von der Entfernung zu Maun ideal.
Für die Game Drives im südlichen und westlichen Teil von Moremi spart man sich durch Ćbernachten in South Gate die 1,5 Stunden Anfahrt von Maun.
Die Campsites sind groĆ, Waschhaus neu und gepflegt. Ein Sonderstern für die Eliās auf dem Campground.
=> Funktionell, sauber, guter Auftakt für Moremi und Basis für Black Pools
Third BridgeĀ liegt ca. 45 km nordwestlich vom South Gate des Moremi – ein geruhsamer Tages-Game-Drive über Black Pools, Xini Lagoon und wenn an Zeit hat den Mboma Loop.
Es gibt 10 Campsites, alle recht groà und an der Lagune aufgereiht. 2 saubere und schöne Waschhäuser.
Alle Angestellten sind ausgesprochen freundlich.
=> Tolle Lage, neue WaschhƤuser, schƶne Sites, schƶne Game Drives
Xakanaxa hat 9 Campsites, nebeneinander sehr schƶn an der Flood Plain gelegen. Die Site sind schƶn geschnitten, schattig, das Waschhaus wurde 2019 neu erbaut.
Xakanaxa und der Third Bridge Campground sind die beiden idealen Ćbernachtungsmƶglichkeiten im Moremi.
Gut gelegen für Paradise Pools und Dead Tree Island – und natürlich als Start/Ziel auf dem Weg zu Khwai oder nach Süden.
=> Tolle Lage, neue WaschhƤuser, schƶne Sites, schƶne Game Drives.
=> Die Bootstouren von hier sind sehr zu empfehlen.
Der Khwai North Gate Campground liegt am Nordausgang des Moremi Game Reserves. Die Campsites sind nichts besonderes (einzige #3 hat eine schöne Lage zum Khwai River), die Infrastruktur der Sites ist schon recht alt und zum Teil defekt. Dafür einen Stern Abzug. Die Angestellten sind sehr freundlich und hilfreich.
Aber 5 Sterne für die Game Drives entlang des Khwai River, nach Osten und Westen. Ebenso kann man schöne Walks über den Campground und entlang des Rivers machen.
=> Campground ist okay, super Ausgangsbasis für Khwai River und die Flood Plains
=> Achtung: lƤstige Paviane!
****
Ein bisschen Statistik
10782
Flugmeilen
6496
Bilder gemacht, mit zwei Fuji-Kameras und zwei iPhones
1776
Bilder aufgehoben, davon 542 Tiere und 479 Vƶgel
1662
km Fahrtstrecke insgesamt, davon 1330 km Sand/Gravel und 453 km Game Drives
382
Liter Super getankt, Verbrauch 23 l / 100 km
165
Vogelarten identifiziert, davon 140 mit Foto, 70 Erstsichtungen
84
km Paddeln
75
km Game Walks
25
Ćbernachtungen, davon 5x Bodenzelt, 15x Dachzelt, 5x Lodge
Nach dem Birding-Highlight 2019 dachten wir, dass Ā dies nicht mehr zu toppen ist.Ā Aber zum einen sind wir mittlerweile wohl āsichtungs-sensiblerā geworden, zum anderen ist die Vogelwelt an den Wasserlƶchern in der Kalahari und den Pans noch dichter, vielfƤltiger und anders als im Delta oder im Moremi, wo es halt überall Wasser gibt.
AuĆerdem sind wir besser gerüstet: zum einen ist die neue Fuji X-H2s mit dem 150-600 mm Objektiv eine ideale Vogel-Kombi, und zum anderen sind wir fitter geworden, wann welche Technik einzusetzen ist. Vor allem BIF (āBirds in Flightā) klappt wesentlich besser, dank schnellerem Autofokus und weil ich gelernt habe, dass hier Dauerfeuer angesagt ist. Ich bin begeistert von der neuen Kamera:
Einfache Bedienung mit den Custom Modes (bewƤhrt: C1=Tiere, C2=Vƶgel, C3= BIF). Man kann schnell umschalten und hat sofort die richtigen Einstellungen.
Autofokus ist super, Vƶgel und Tiere klappen gut, bei unruhigem Hintergrund schalte ich auf AF/MF (habe ich auf A). BIF ist gut.
Aber made in Japan: Elefanten, Giraffen, Reiher werden nicht erkannt ⦠die gibt es wohl in Japan nicht š.
(Nachtrag Januar 2023: Die neue Firmware 3.0 ist jetzt auch bei unruhigem Hintergrund gut … und kann mehr Tiere.)
Ein Akku hƤlt 1,5-3 Tage, selbst mit vielen Filmen und aktivierter Objekterkennung.
Abends helfenĀ Tinkers’ Map und die AppĀ Merlin Bird IDĀ mit der Fotofunktion bei der Erkennung, Ā was wir denn über Tag so alles gesehen haben. In ZweifelsfƤllen hilft Sasol eBirds of Southern AfricaĀ mit noch vielfƤltigeren Bildern, insbesondere von Jungvƶgeln und MƤnnlein/Weiblein.
Wir Ā haben sagenhafte 165 Sichtungen, davon 140 mit Bild (die kommen jetzt alle hier drunter š) und 70 (!) Erstsichtungen.
Die Geschichte zum Bild links, dunkler Vogel vor dunklem Himmel:
Wir sehen keinerlei Eulen, bzw. entdecken sie nicht. In Leopard Plains fragen wir den Guide … und voilĆ , da sehen wir eine. Für die Bestimmung haben Guide, alle Apps und Google geholfen: Nach Silhouette, GrƶĆe und Ort muss es eine Verreaux’s Eagle Owl sein š.)
SpezialitƤten: Immerhin 9 der āGlobally threatened Birds of Botswanaā sehen wir, dazu zwei Erstsichtungen, die wir uns schon lange gewünscht haben (Malachite Kingfisher und Tropical Boubou). Dazu die besten BIF als Collage – die für uns den realen Eindruck sogar noch besser wiedergeben als ein Einzelbild.
6.9.2022 - Rückfahrt von der Kayaktour, Martial Eagle (juvenile) (Kampfadler)
Nach dem tollen Workshop auf Lewis&Harris wollte ich gerne noch einmal einen Workshop mit Tom Mackie machen, denn seine Markenzeichen sind:
– schƶne Locations,
– gute Hotels und leckeres Essen,
– MuĆe, kein Rund-um-die-Uhr-Stress,
– und eine kleine Gruppe.
Kurz: Gentleman-Reisen š.
Es wird dann Scotland in Autumn.
Okay … nicht Schottland komplett, sondern der südlichste Teil der Highlands, rund um das Glencoe Valley, demhistorischen Ort der schottischen Geschichte.
Und … im November, überraschend eine gute Reisezeit: noch gutes, eher windstilles Wetter Ā (stimmt, 10-20 °C und meist heiter bis wolkig), keine Mücken mehr (super!), schƶne HerbstfƤrbung der BlƤtter.
Fazit: Eine entspannte Reise mit tollen Locations, super Wetter und einer netten Truppe. Gelernt habe ich die ā3 P” – siehe Lessons learned.
… oder Irrungen und Wirrungen im Dschungel der FormalitƤten, Ćnderungen, (Non-)Digitalisierung …
Lufthansa š³:
IT ist nicht die Kernkompetenz, and it shows: Formulare und Einreisedokumente sind vorher hochzuladen … aber der Checkin weiĆ von nichts und prüft alles noch einmal von Hand, dauert Stunden. Inakzeptabel. (Der Flug ist wunderbar, GepƤck geht schnell – das kann man.)
Das gleiche beim Checkin für den Rückflug in Glasgow: ewige Wartezeit, alles manuell. Bis eine Mitarbeiterin auf die gute Idee kommt, alle Deutschen mit Online-Pre-Checkin, aber ohne Weiterflug, an einen separaten Schalter zu bitten: Das kann das System mittlerweile. Toll.
UK Immigration š:
Es gibt zwar Restriktionen (geimpft, Day 2 Test), aber die Webseiten für Buchung des Tests und das Ausfüllen der Passenger Locator Form sind super … und bei der Einreise liegt alles vor, ich bin in weniger als 2 Minuten durch die biometrische Passkontrolle … und zu meinem Erstaunen (āWhat do I have to do next?” – “Nothing, welcome to Scotland“) war das schon alles.
Deutschland š:
Die elektronische Einreiseanmeldung im Internet ist einfach … der Grenzbeamte sieht alles auf seinem Schirm … super, so muss es sein.
Aber genug der Beschwerden – ich freue mich, dass Reisen überhaupt geht und genieĆe es, unterwegs zu sein.
31.10. Anreise über Glasgow
MacSorley’s
Metropolitan Cathedral
Metropolitan Cathedral
Metropolitan Cathedral
Metropolitan Cathedral
Metropolitan Cathedral
Metropolitan Cathedral
Metropolitan Cathedral
Wie 2016 nach Stornoway war es mir zu riskant, den Vormittagsflug am 1.11. für das Treffen am Mittag zu buchen. So reise ich schon am Vortag an, buche schon 6 Monate im voraus den Flug und das Motel One direkt an der Central Station.
Eine weise Entscheidung – denn erstens wird der Vormittagsflug kurzfristig abgesagt, ich werde auf den Nachmittag umgebucht (Ankunft 15 Uhr statt 11 Uhr) – und zweitens wurde im April der World Climate Summit nach Glasgow vergeben, Flug- und Hotelpreise gehen durch die Decke, abgesehen davon, dass alles Monate vorher ausgebucht ist. (Das Motel One hatte ich für Ā£89 gebucht, ein Kameramann erzƤhlte mir, dass er Ā£550 bezahlt hat!)
Das Hotel liegt klasse, ich bekomme sogar ein Upgrade auf eine Mini-Suite im obersten Stockwerk mit schƶnem Blick (keine Ahnung, welche Systematik das regelt, aber ich frage nicht). Ich wandere zwei Stunden am River Clyde entlang, wohl behütet von 1000’en Polizisten, die aus ganz UK nach Glasgow gekommen sind. Schƶne Nachtaufnahmen mit dem neuen iPhone 13 Pro.
AnschlieĆend finde ich MacSorley’s, ein Pub mit Home cooked Food (Steak Pie š) und Live Music. Very very typical, lecker und gemütlich.
River Clyde & Bridges:
1.11. Treffen und Fahrt nach Bridge of Orchy
Airport Xpress BusFalls of Falloch
Morgens āmuss” ich noch meinen Krimi zu Ende lesen: Die fünfte Jahreszeit spielt in Strande: Ā Ā
Um 11 Uhr nehme ich den Bus zum Flughafen, treffe dort Tom und Joan. Les, der dritte Teilnehmer, kommt mit dem Auto aus Manchester direkt zum Hotel, 60 mls nƶrdlich von Glasgow.
Auf dem Weg ein kleiner Beifang: Falls of Falloch.
Das Bridge of Orchy Hotel ist klasse, gemütliche Zimmer, Lounge und ein wirklich gutes Restaurant. Als erstes mache ich meinen Day-2-Test ⦠da die vorgeschriebene Priority Box aber 42 mls entfernt ist, werfe ich das Päckchen einfach in einen der vielen roten Briefkästen.
Zum Sonnenuntergang (der aber wegen Wolkendecke ausfƤllt) fahren wir nur 10 min, zum Loch Tulla. Abendessen um 18 Uhr, sehr lecker.
2.11. Ein Sonnentag rund um Bridge of Orchy
Loch Awe
Making of ...
Kilchurn Castle
Making of ...
Kilchurn Castle
Nach dem geruhsamen Anfang gestern erleben wir heute den Tag gespickt mit Highlights.
Um 6:30 Uhr geht es los, zum Kilchurn Castle am Loch Awe. Pünktlich zum Frühstück sind wir zurück im Hotel, ich wage mich an āFull Scottish Breakfastā – schmeckt gut, inklusive Haggis.
Es ist tolles Wetter: Sonne/Wolken, anfangs noch niedriger Nebel, fast windstill ⦠wunderbares Licht. Wir verbringen den Tag rund um Bridge of Orchy:
Loch Etive mit tollem Sonnenuntergang und nassen FüĆen für Tom und Joan.
Der Tag sieht zwar voll aus … es ist aber ein ruhig und entspannt, nirgendwo Hektik, viel MuĆe, sich und die Motive auszuprobieren.
3.11. Aberfeldy & Kenmore
Die Zeiten für Sonnenaufgang und -untergang sind hier im November sehr zivil, Frühstück und Abendessen passen zeitlich wunderbar, jeweils nach der Foto-Session. Heute ist die Abfahrt um 6:45 Uhr, nur 10 min Fahrt bis zur Sunrise Location: Rannoch Moor.
Sonnenaufgang an Loch BĆ
Wolken und Sonne am Lochan na h-Achlaise
Wieder leckeres Frühstück, es geht direkt weiter, in einen langen Tag:Ā
Birks of Aberfeldy, ~50 mls entfernt. Schƶne Wanderung durch farbenprƤchtigen Herbstwald mit vielen WasserfƤllen.Ā
Sonnenuntergang in Kenmore, am Loch Tay. Leider viele Wolken, aber als es fast dunkel ist, kommt für einen kurzen Moment eine schöne Lichtstimmung auf.
Ein langer Tag, die viele frische Luft und auch die Wanderung haben uns müde gemacht.
Was war sonst noch: Day 2 Test ist negativ. Weihnachtsgeschenke nach Botswana geschickt, mit Royal Mail an Phil in Manchester, der sie ins Gepäck nimmt, wenn er Weihachten nach Kasane fliegt und dann an Andy und John, unsere Kontakte für die Botswana-Urlaube, weitergibt.
Aberfeldy & Loch Tay:
4.11. Loch Tulla, Glencoe Lochan
Loch TullaGlencoe Lochan
Noch müde von gestern lasse ich die Sunrise Tour aus. 2 Stunden Extraschlaf sind nƶtig.Ā
Um 10:30 Uhr, nach einem guten Frühstück, brechen wir – wieder bei tollem Wetter – zu den heutigen Locations auf.
Loch Tulla: Bei Windstille gelingen wunderschƶne Langzeitbelichtungen. Wir stromern in Ruhe am Ufer entlang und probieren jede Menge aus.
Nach dem bewƤhrtem Lunch im Kingshouse Hotel (der Haus-Hirsch begrüĆt uns schon) wandern wir einmal um Glencoe Lochan, mit schƶnem Herbstlaub und tollen Spiegelungen.
Aber das Highlight heute ist das Dinner im Holly Tree Hotel – wir alle kƶnnen dem sehr sehr leckerenĀ āRendezvous of Seafoodā nicht widerstehen. (Das Restaurant ist so beliebt, dass man sogar jetzt im November 2-3 Tage vorher reservieren muss.)
Noch 40 min Rückfahrt (ich liebe es – keine stundenlangen Autofahrten bei Tom Mackie š), wir sitzen noch eine Weile zusammen und besprechen Bilder.
Loch Tulla & Glencoe Lochan:
5.11. Glencoe, Glenfinnan, Loch Leven Hotel
Glencoe Valley EntryLoch Leven Hotel, Ballachulish
Gegen 10 Uhr brechen wir unsere Zelte in Bridge of Orchy ab und fahren die ca. 30 mls nach Ballachulish, wieder durch’s schƶne Glencoe Valley.Ā Unterwegs kurze Fotopausen, wir lassen unsere Koffer im neuen Hotel (Loch Leven Hotel, Ballachulish) und fahren noch mal 30 mls weiter nach Glenfinnan – ein Ort, den jeder Schotte (und EnglƤnder und Tourist) sehen muss:
Gegen 17 Uhr sind wir wieder im Hotel, kurz Bilder besprechen, gutes Abendessen, um 20:30 Uhr sind wir alle schon müde.
Das Loch Leven Hotel ist eine Klasse unter dem Bridge of Orchy Hotel, alt und lange nicht renoviert. Mir gefƤllt dieses āauthentische Alter” – die anderen sind nicht so begeistert.
Es regnet krƤftig (ādreaktā nennen die Schotten so ein Wetter), wir bearbeiten Bilder und klƶnen.
Gegen 15:30 Uhr ein Versuch, noch einmal an der Old Glencoe Road oder dem Glencoe Lochan etwas schönes Licht zu erwischen ⦠nein, nur ein paar Doku-Fotos mit dem iPhone.
Abendessen noch einmal im Holly Tree Hotel (wir hatten vorgestern nach dem genussvollen Mahl spontan für heute noch einmal reserviert).
7.11. Loch Leven, Glencoe, Castle Stalker
Ballachulish Bridge
Das Frühstück im Hotel ist sehr gut … als Deutscher brauche ich allerdings auch kein Cooked Breakfast āŗļø.Ā Pünktlich um 9 Uhr hƶrt es auf zu regnen, wie die Wetter-Apps es vorhergesagt haben. Wir verbringen eine Stunde in der NƤhe des Hotels und fotografieren Loch Leven.
Danach geht es zu den Three Sisters im Glencoe Valley. Beim Hochkraxeln rutsche ich aus, Kamera und Stativ sind okay, ein Filter ist aber zerkratzt.
Zum Sonnenuntergang geht es zum Castle Stalker. Leider keine Sonne, so werden es ein paar nette Doku-Fotos.
Abendessen im Hotel, wieder sehr gut. Ein groĆer Schreck aber: Die Nylonbluse der Kellnerin fƤngt an einer Kerze Feuer, brennt sofort lichterloh. Ein Gast wirft ihr die Tischdecke über, verbrennt sich etwas die Hand. Es scheint aber glimpflich auszugehen, die Paramedics (direkt auf der anderen Seite der Brücke ist die Station) bringen sie ins Krankenhaus. Am nƤchsten Morgen erfahren wir, dass es ihr gut geht.
8.11. Rückfahrt nach Glasgow
8.11.2021 – Falls of Dochard
Wir kƶnnen ausschlafen (Dauerregen und Wolken, kein Sunrise Weather), gemütlich geht es um 9:30 Uhr los. Bei diesem Wetter haben wir keine groĆen Erwartungen, gute Bilder zu bekommen. Aber Tom gibt nicht auf und überlegt sich zwei Zwischenstationen, die auch bei bedeckten Himmel āgehen”:
Falls of Dochard, eine malerische alte Brücke und ein weitläufiger Wasserfall, eher sind es Stromschnellen.
Leider ist es zu riskant, sich auf die vom Dauerregen nassen Felsen zu positionieren. Wir bauen unsere Stative auf der Brücke auf … ganz nette Bilder, aber nichts spektakulƤres. Ich hoffe noch ein bisschen auf Bachstelzen und Wasseramseln, die es hier gibt … aber denen ist es offensichtlich zu nass āŗļø.
Milarrochy BayĀ eine der Touri-Attraktionen am Loch Lomond. Man sieht an den ParkplƤtzen (und den Halteverboten auf allen ZufahrtsstraĆen), welcher Andrang im Sommer hier herrscht. Jetzt ist es fast menschenleer.
Der Regen hat aufgehƶrt, es ist dichter Nebel, alles ist schneeweiĆ, eine unwirklich schƶne AtmosphƤre. Uns gelingen tolle High Key Aufnahmen.
Die letzte Nacht in im Dalmeny Park House Hotel ist luxuriös, ein 4-Sterne Radisson. Wir haben noch einmal ein super leckeres Abendessen (und günstiger als in allen bisherigen Restaurants). Zum Abschluss gibt es eine letzte gemeinsame Bildbesprechung, inklusive Präsentation der eigenen Top 10.
Herzlicher Abschied von Les, der die 5 Stunden Fahrt nach Manchester sehr früh am nƤchsten Morgen angehen will.Ā
Milarrochy Bay, inklusive dem Standard-Fake des bekannten Baums (die SpiegelungĀ retuschieren die meisten Fotografen weg):
9.11. Laaanger Rückreisetag
Um kurz nach 10 Uhr setzt Tom uns am Flughafen ab, Joanās Flug geht um 12 Uhr, meiner erst um 16:20 Uhr ⦠ich muss noch 4 Stunden bis zum Koffer-Checkin warten, und hier ist kein Restaurant, keine Lounge offen š³. Ich sichte in Ruhe die 8000 eingescannten Familien-Dias, bis Ordner 61 (von 124) komme ich. Checkin ist wieder ein Lufthansa-IT-Drama, aber immerhin hat die Software in den letzten 9 Tagen gelernt, den pre-Checkin für Deutsche zu verarbeiten.Ā
Der Flug geht pünktlich los, ruhiger Flug … und die Bundespolizei ist IT-mƤĆig auf Zack: Reisepass scannen, System sagt āalles liegt vorā ⦠zack, fertig š.
Gepäck ist schnell da, ich kriege einen ICE früher und bin glücklich gegen 21:30 Uhr zuhause.