Die Zufahrt zur Nxai Pan ist eine üble Mischung aus Waschbrett und Tiefsand, alle warnen vor dieser 1-1,5 Std. Fahrt. Der Ranger am Gate wünscht uns āgood luck with this African massageā š¤£. Egal – wir halten uns fest und die Ohren zu und brettern die 36 km in 50 min durch.
Im South Camp fühlen wir uns wohl, die Site #1 liegt ganz auĆen, aber nicht weit vom Waschhaus, das wie Fort-Knox gegen die Elefanten befestigt ist. Bevor es diese Sicherung gab, haben die Elefanten regelmƤĆig die Wasserleitungen zerstƶrt. So treibt sich heute nur der āCamp Hostā am Wasserturm (kleines Leck, also Wasser ;-) und auf den Sites herum: ein riesiger Elefant, aber sehr friedlich. Wir halten bei unsere SpaziergƤngen aber trotzdem gehƶrigen Abstand.
Morgens und am spƤten Nachmittag fahren wir zum Waterhole und schauen jeweils ein paar Stunden Safari-Kino. Spannend, wie innerhalb von 5-10 min die Szenerie wechselt, aus dem Nichts groĆe Herden auftauchen, dann denkt man ādas war’s, nichts mehr losā und in dem Moment kommen Hunderte Quilea oder Guineafowls. Morgens sollen immer Lƶwen da sein, wir verpassen sie aber. Die Elefanten am Nachmittag verpasst man nicht, sie sind pünktlich und nicht zu übersehen.
Die im Führer beschriebenen Game Drives (um die Nxai Pan und der Baobab Loop) sind interessant, weil man die Weite und einige kleinere Tiere sieht, wie Laufvögel, Hasen, Eidechsen und auch Bat Eared Foxes. Spektakulär ist es aber wohl in der Regenzeit, wenn man die Migration von tausenden Tieren sieht.
Fazit:
Eine sehr anstrengende An- und Abfahrt, für einen Tag würden wir das nicht machen.
Das Waterhole und die weiten Pans sind auch in der Trockenzeit ein Erlebnis.
Baines Baobab mit den schneeweiĆen SalzflƤchen ist schƶn. EinĀ besonderes Erlebnis muss die Morgen- und AbenddƤmmerung sein, wenn man in einer der 3 Sites dort übernachtet.
Action in der Nxai Pan – klick ins Bild ;-)
Kunst in der Nxai Pan ;-)
(klick) für Video
Spitze sind natürlich die Elefanten, die erst fachgerecht eine feine Matschepampe zubereiten, dann sich mit akrobatische Rüsselschwüngen einspritzen und schlieĆlich auch noch Gesicht und Ohren sorgfƤltig eincremen, manchmal sogar gegenseitig. So ist die Haut für die nƤchsten 24 Stunden gegen Ungeziefer und Sonne geschützt.
Ich möchte künstlerisch mithalten und versuche zwei fotografische Experimente.
Für MilchstraĆenbilder ist wieder kein Neumond in unserer Reisezeit, groĆe EnttƤuschung zunƤchst. Aber in der Kalahari bemerke ich, dass der Mond jeden Tag eine Stunde spƤter aufgeht. In Khumaga ist dann die erste Abendstunde stockdunkel, in Nxai Pan bereits 3-4 Stunden. So suche ich im South Camp bereits am Nachmittag mit dem AR-Mode von PhotoPillsĀ eine Kameraposition, nah am Feuer und bei der die MilchstraĆe gut durch die BƤume zu sehen ist. Natürlich geht der Plan nicht auf und wir ziehen das Stativ im Dunklen noch ein bisschen um. Vor allem der Feuerschein erfordert einiges an Justage, denn vom Feuer wegzugehen traue ich mich natürlich nicht – die Wildkamera hatte nachts ein paar Schakale aufgenommen, auĆerdem gibt es ja auch HyƤnen und Lƶwen.Ā Ich nehme die X-T3 mit dem 16mm/1.4 Objektiv und belichte f/1.8, 13 sec, ISO 1600, mit Schwarzbild.
ICMĀ (Intentional Camera Movement) ist eine Kunstform, bei der man die Kamera bei Einfach- oder Mehrfachbelichtungen bewegt. Aus der Hand erfordert dies viel Ćbung, ich starte erst einmal mit der kontrollierten Form auf dem Stativ:
Man braucht ein Objektiv mit Stativschelle,
eine Kamera, die Mehrfachbelichtung von mindestens 4, besser 8 Bildern erlaubt,
und dreht bei jeder Belichtung das Objektiv in der Objektivschelle weiter.
Es entstehen surreale Wimmelbilder, mit interessanter geometrischer Struktur.
Baines Baobab
Rückfahrt von Baines Baobab, Steenbok
(klick) für Video
Wir haben eigentlich keine Lust, der 36 km langen Rüttelpiste auf dem Rückweg noch 30 km Umweg hinzu zu fügen. Aber wenn man schon mal hier ist …
Der Umweg ist nicht gar so schlimm und die Aussicht auf die Baobabs und vor allem die weiĆen SalzflƤchen wunderschƶn.
Auf dem Rückweg dann wieder groĆes Sichtungsglück: Ca. 50 m entfernt geht neben uns eine Lƶwin seelenruhig parallel zum Weg, sie würdigt uns keines Blickes, wir sind (und bleiben) Luft für sie. Wir stoppen das Auto, weil die Lƶwin unsere Piste kreuzen wird. Ein kleine Pause im Schatten, dann überquert sie die Piste und verschwindet im Gebüsch. Karin quiekt einmal laut … und siehe da, zum ersten Mal schaut die Lƶwin nach uns.
Der Nationalpark umfasst die grƶĆten Salzpfannen der Welt, insgesamt 16.000 km² … aber die sind uns im Sommer zu heiĆ und zu viel zu fahren. Unser Ziel ist der Boteti River, der die westliche Grenze des Parks bildet. Jetzt in der Trockenzeit kommen alle Tiere am spƤten Vormittag in Herden zum Boteti, in der AbenddƤmmerung sind Elefanten und Giraffen die letzten, die wieder abziehen.
Die Zufahrt ist bei jedem Wasserstand abenteuerlich: entweder geht es mit einer winzigen FƤhre über den Fluss oder in der Trockenzeit mit dem Auto durch den Fluss. Die StraĆen im Park sind tiefsandig, man kommt nur mühsam und langsam voran. Besonders aufregend ist, nach dem Game Drive am Fluss mit Anlauf den steilen Hang wieder hoch zu kommen. Manchmal brauchen wir zwei oder drei AnlƤufe – aber den Profis in den Lodge-Fahrzeugen geht es auch nicht anders.
Zwei geruhsame Tage verbringen wir im Khumaga Camp: nette Mitarbeiter, 10 gerƤumige Sites, zwei saubere WaschhƤuser, Wildlife (viele Vƶgel, Elefanten, kleine lƤstige Vervet Affen, Antilopen) – wir chillen, lesen, machen zwei Game Drives am Tag und ein paar kleine Birding Walks und genieĆen die MuĆe.
Eigentlich war für die zweite Nacht die einsame Wildnis-Campsite Tree Island gebucht, 56 km Richtung Pans. Wir brechen auch auf – aber nach 5 km wird die Piste so schlecht (Tiefsand, ein bisschen zugewachsen, lange nicht mehr befahren), dass wir keine Lust haben, 2x 3 Std. uns durchrütteln zu lassen. Wir kehren um und verlƤngern in Khumaga.
Die Game Drives führen zunƤchst oben auf der Steilküste entlang, ab und zu kann man einen kleinen Schlenker zu einem Aussichtspunkt machen. Nach ca. 5 km kommen diverse steile Abfahrten runter zum Fluss – kostet zu Beginn etwas Mut, vor allem, weil man weiĆ, dass man auch wieder hoch muss š³.
Wir sehen groĆe Herden von Gnus, Zebras, Impalas, viele Elefanten und Giraffen, und jede Menge Vƶgel. Erstaunlich viele Geier (es gibt wohl oft was ;-), Reiher, Stƶrche und besonders schƶn: das Ballet der fischenden Pelikane. Mit der neuenĀ X-H2S mit ihrem Instant-Video-Button und der integrierten Bildstabilisierung schaffe ich es auch als Laie, halbwegs gute Videos aufzunehmen.
Fazit:
Auch in der Trockenzeit groĆe Tierherden und eine groĆe Vogelvielfalt.
Schöne Game Drives, aber mühselige Pisten.
Der Khumaga Campground gefällt uns ausgezeichnet.
7.9.: Ćbernahme des Wagens, GroĆeinkauf, 270 km Fahren
Einkaufen
Luft auf 1,5 bar ablassen
Exakt rangiert :-)
Einparken war doch easy :-)
Schubladen, Tisch & Stühle etc.
Kühlschrank
Holz sammeln
Nachtanken
Heute wird ein langerĀ Tag: Wagenübernahme, GroĆeinkauf und dann die lƤngste Fahrtstrecke der Reise. Warum am ersten Tag so lang? Wegen einer Buchungspanne beim Nationalpark-Service sind 4 Wochen vor der Reise zwei der gebuchten Campsites (Sunday Pan) im CKGR weg. Wir müssen nehmen, was noch da ist, und den ersten Teil der Tour in umgekehrter Richtung fahren … und sind im Endeffekt überglücklich, weil wir dadurch anders als geplant den einsameren Westteil des CKGR besuchen.
8.9.2022 – CKGR, Passarge Campsite 3
Deshalb übernehmen wir schon um 6 Uhr unseren Landcruiser. Es ist ein fast neues Fahrzeug, diesmal ein Benziner mit mehr Drehmoment als der Diesel vor 3 Jahren, aber er schluckt 23 l statt 15 l / 100 km. Aber der āWummsā ist toll, keine Probleme in Sand oder Wasser. Nie haben wir ein unsicheres Gefühl. :-)
Die Ausstattung von Travel Adventures Botswana ist wieder super: 1a Reifen, Sitze, Küchenausstattung, Tisch und Stühle, Stauraum, Kühlschrank. Nur der Wassertank ist am ersten Tag schon leck. Wir haben aber genug Trinkwasser dabei – Michael geht ja immer auf mehr als Nummer sicher ;-). Von den 8 Reservekanistern brauchen wir im CKGR vier, von den 2 Ersatzreifen einen in Leopard Plains.
Mit dem Dachzelt sind wir zunƤchst nicht zufrieden: Der Klappmechanismus ist zwar super, aber das Zelt ist niedriger (Michael stƶĆt sich immer mal den Kopf š¤£) und vor allem müssen wir mit den FüĆen über’s Kopfende einsteigen. Aber wir gewƶhnen uns dran und am Ende ist das schnelle Auf-/Abbauen es wert.
Brücken und Wasserquerungen: Vor allen vor den Wasserdurchfahrten hatten wir einige Sorge. Es ist schon unheimlich, wenn das Wasser über die Haube schwappt. Wir sind entweder vorher durchgewatet oder haben andere Fahrer gefragt. Die Brücken kennen wir ja schon – aber das Loch in der Fahrbahn der Forth Bridge ist doch ein Abenteuer, das uns eine Kotflügeldelle einbringt, weil wir am BrückengelƤnder entlang schrabben.
Das fünftgrƶĆte Naturreservat der Welt ist 58.000 km² (doppelt so groĆ wie NRW), ist einsam und hat nur 45 CampsitesĀ . Wir sehen 0 bis 10 Autos pro Tag. In der Trockenzeit gibt es Wasser nur an den wenigen künstlichen Wasserlƶchern, die angelegt wurden, nachdem für die Tiere die Wanderungen zum Delta und zum Boteti durch ViehzƤune versperrt wurden.Ā Umso erstaunlicher ist die Menge und Vielfalt der Tiere: groĆe Springbok-Herden, unter fast jedem Baum Oryxe, viele Kleintiere und jede Menge Vƶgel, auch sehr viele Raubvƶgel. Nur Raubtiere sehen wir nicht, dabei ist das CKGR doch für seine Lƶwen und Leoparden berühmt.
Die Pisten sind in der Trockenzeit gut fahrbar: entweder trockene, glatte Schlammpisten oder nicht so tiefer Sand. An den groĆen, jetzt brettharten Schlammlƶchern sieht man aber, warum in der Regenzeit mindestens zwei Wagen zusammen unterwegs sein müssen.
Die Campsites liegen viele Kilometer voneinander entfernt, eine pro 1.250 Quadratkilometer! Manche haben Plumpsklos (ansonsten: Spaten š³) und eine Feuerstelle. Wir haben Verpflegung und Benzin für 11 Tage, Wasser für 6 Tage mit – nach 5 Tagen kƶnnen wir in Rakops auf jeden Fall Wasser bekommen, aber der Supermarkt soll nur wenig Lebensmittel haben (Reis, Papp und so was), die Tankstelle hat oft keinen Treibstoff mehr. Also gehen wir auf Nummer sicher.
Die Anfahrt ist lang, aber einfach: 190 km über die TeerstraĆe nach Süden, dann links ab auf die 70 km Sandpiste bis zum Tsau Gate, dem Eingang des CKGR. Weiter nach rechts, 15 km bis zum Waterhole, dann rechts und noch 5 km bis zur ersten Campsite Motopi #1. Ich glaube wirklich, das hƤtten wir auch ohne GPS-Karte gefunden. Die drei nƤchsten Campsites (Passarge #3, Letiahau, Kori #1) sind jeweils 60-100 km von einander entfernt, d.h. eine gemütliche Tagesreise. Man kommt mit 25-35 km/h voran, hat also auch Zeit für Pausen, Fotos, Tiersichtungen. Wir planen die Entfernungen so, dass wir am frühen Nachmittag ankommen – wir mƶgen die MuĆe: sich in Ruhe einrichten, chillen, Vƶgel schauen, ein kleiner Spaziergang.
Fazit:
Die Einsamkeit und majestätische Weite ist atemberaubend, ebenso faszinierend wie die vielfältige und überraschend zahlreiche Tierwelt.
Die Campsites sind ein Abenteuer für sich: einsam gelegen, keine oder minimale Ausstattung. Wildnis, wie wir Europäer sie nicht kennen.
Ein groĆe Freude sind die vielen Vƶgel, die in der Trockenzeit natürlich in den Camps schauen, was es so gibt.
Abenteuer … wir sind glücklich … wir lieben das š.
Unterwegs in der Kalahari: Hier ein kleiner Eindruck vom Autofahren und Camping-Leben. Bei āklickā ist ein Video hinterlegt.
Tsau Gate
Fahren mach SpaĆ :-)
Speed 40-50 km/h š (klick)
Mit 20-30 km/h durch Sand (klick)
Alle Autobahnen sind ausgeschildert ;-)
Picknick
Motopi Campsite 1
Passarge Campsite 3
Gesund š
Gemütliches Frühstück
Letiahau Campsite
Kori Campsite 1 (klick)
Umzug für die Nacht š (klick für Timelapse)
Das Highlight: Motopi Waterhole Eine solche Menge an Tieren, Vƶgeln und āActionā haben wir nicht erwartet. Stundenlang schauen wir staunend zu.
Die weite Landschaft:
Tierwelt: Recht viele groĆe SƤugetiere sehen wir, sogar eine Giraffenherde, die hier sehr selten ist. Dazu lustige Laufvƶgel und viele Raubvogelarten. Die Singvƶgel habt ihr ja schon weiter oben gesehen.
Spiegellose Systemkameras wurden erstmals 2008 vorgestellt (Micro Four Thirds). Ich habe sie mir immer mal angeschaut, aber Bildqualität, Autofokus und vor allem der Sucher waren lange Zeit deutlich schlechter als bei digitalen Spiegelreflexkameras.
Besonders der Sucher stƶrte mich: Flimmern, Aussetzer, Rauschen und – am schlimmsten – das zeitverzƶgerte Bild beim Schwenken. Mir wurde dabei sogar schwindelig.
2012 kam Fujifilm mit der X-Serie auf den Markt. Ein Kollege wechselte von Canon APS-C auf die Fuji X-E1 und war begeistert. BildqualitƤt und die Objektive fand auch ichĀ sehr überzeugend, aber Autofokus und vor allem der elektronische Sucher waren mir nochĀ zu schlecht. Aber einĀ deutlicherĀ Fortschritt und es war absehbar, dass in wenigen Jahren die spiegellosen System vorne liegen werden. Auch bei Kameras begann sich digital gegen analog durchzusetzen!Ā AngetanĀ war ich vom Gewicht und der Kompaktheit … aber lange Zeit blieben Spiegelreflexkameras Ā deutlich besser.
2016 ist für mich die Fuji X-T2 auf dem gleichen Level wie Canon 5D III und ich wechsle komplett auf Fuji. Ich bin zufrieden.
2022 erscheint mit der Fuji X-H2S die (bis dahin) mit Abstand schnellste Fuji-Kamera, nach den Firmware-Updates 2023 erreicht der Autofokus nicht ganz die Liga von Sony, aber ist recht gut. Leider sind diese schnellen Kameras durch ihren stacked Sensor nicht gut geeignet für Langzeitbelichtungen. Darum stand ich vor der Wahl: Schneller Autofokus ja/nein? Und wenn ja, weiter Landschaft/Langzeitbelichtungen? Die Antwort war zu erwarten: beides!
Also eine zweite Kamera für Langzeitbelichtungen, dann auch mit mehr als 26 Megapixel. Ich dachte mir … wenn schon denn schon … und so wird es die Mittelformat-Kamera Fuji GFX 100S.
Mit Taxi, Zug, viiieeeel š Zeit am Flughafen, 10 Std. Nachtflug, 3 Std. Aufenthalt in Johannesburg, noch einmal 2 Std. Flug und 1 Std. Warten & Transfer … sind wir insgesamt 26 Std. unterwegs.
Alles klappt gut, keine Hektik, das Gepäck kommt vollständig an. Und Michaels Sorge, dass wie im Sommer Chaos in Frankfurt herrscht, ist so etwas von unbegründet: Wir haben bei der Gepäckabgabe, an der Sicherheits- oder Grenzkontrolle jeweils genau null Menschen vor uns.
Old Bridge Backpackers hat ziemlich unter dem Covid-Lockdown gelitten: Es ist wenig los, die Organisation schlecht wie immer (kein Doppelbett, obwohl viermal angefragt und zugesagt), alles lange nicht mehr renoviert (aber sauber und gut in Schuss) und ganz schlimm: Es gibt kein Frühstück mehr š±.
Aber: Die Lage ist einmalig, das Essen abends ist lecker und wir freuen uns, wieder in Afrika zu sein. Der Thamalakane River führt dieses Jahr viel Wasser, ein ganz anderer Eindruck als vor drei Jahren.
Wir machen einen gemütlichen Spaziergang über die schƶn renovierte Old Bridge und am Ufer des Thamalakane entlang. Die Tierwelt ist schon āAfrikaā, wir gehen früh zu Bett, denn morgen werden wir um 8 Uhr schon abgeholt.
Fazit:
Der Nachtflug ist wieder gut, wir konnten beide etwas schlafen. Umsteigen in Johannesburg ist auch dieses Mal stressfrei.
Old Bridge ist immer noch leger, hat eine tolle Lage und leckeres Essen … aberĀ leiderĀ wird es zunehmend vernachlƤssigt. Schade.
Old Bridge bei hohem Wasserstand, wir starten direkt mit einem Birding-Spaziergang:
1.-6.9.: Kajaktour
3 Mokoros als GepƤckbooteWir und unsere 4 Guides
Wie unsere Kajaktour 2019 buchen wir auch diese Tour bei Kayaktive. Für 6 Tage zahlen wir zusammen 2.500⬠für Kajaks, Zelte, Transport, Verpflegung, einen Kajakguide und Gepäckboot(e).
Zum Besitzer John haben wir in den letzten 3 Jahren immer Kontakt gehabt und unseren Guides von damals geholfen, gut durch die Corona-bedingte Auftragsflaute zu kommen. Wir freuen uns,Ā den Guide Shadrack und den Koch Gee wiederzusehen.
Wir wünschen uns, wieder mit Mokoros statt Motorbegleitboot unterwegs zu sein, weil es leiser ist und man abseits des Hauptarms fahren kann. Da wir für 6 statt 5 Tage mehr Verpflegung mitnehmen müssen, werden allerdings drei GepƤckboote gebraucht … es fühlt sich schon komisch an, vier Leute nur für uns dabei zu haben, aber man gibt eben auch vier Familien ein Einkommen.
Der Wasserstand ist höher als 2019.  So können wir weiter südwestlich als vor 3 Jahren fahren. Hier ist eine offenere Vegetation mit niedrigerem und weniger dichtem Schilf. Deshalb fallen uns die 4-6 Std. Paddeln pro Tag leichter und wir kommen schneller voran. Im Vergleich der beiden Touren sieht man, dass wir diesmal eine längere Strecke paddeln und wandern.
Die Camps sind wieder sehr schƶn, meist unter BƤumen gelegen und natürlich direkt am Wasser š.
Wir starten an der Boro Mokoro Station, ca. 20 km von Maun entfernt. Ā Die Fahrt von Maun mit dem Speedboat dauert 45 min, durch Farmland mit malerisch im Wasser stehenden Kühen, Eseln … und auch mal ein Krokodil š³.
Drei Tage geht es stromauf, 40 km ins Delta hinein.
Dann eine Doppelübernachtung, im schƶnsten Camp 3. Wir genieĆen den Ruhetag und machen eine entspannte Fotopirsch mit Kajak, das Fernglas bzw. die groĆe Kamera auf dem SchoĆ. Ganz nah lassen uns die Tiere ran, weil die Mokoros mit ihren weit sichtbaren Poler nicht dabei sind (und wir im Kajak nicht als Menschen zƤhlen ;-).
Für die Rückreise reichen zwei Tage aus, eigentlich geruhsam stromab … aber am 6. Tag ist so starker Gegenwind, dass wir ohne Paddeln sogar stromauf treiben. Nach den 4,5 Std. sind wir sehr k.o.
Der Tagesablauf ist uns ja schon bekannt: Nach dem Aufstehen kurz vor 6 Uhr geht es  direkt auf 2-3 Std. Game Walk. Danach gibt es ein reichhaltiges englisches Frühstück, dann 3-6 Std. Paddeln mit 45 min Mittagspause. Am Tagesziel wird erst einmal ausgeruht, es gibt Kaffee und Kekse, dann folgt wieder ein Game Walk. Währenddessen bauen die Guides das Lager auf, und wenn wir zurückkommen, ist das Abendessen fertig. Spätestens gegen 21 Uhr gehen wir rechtschaffen müde schlafen.
Fazit:
Der grandiose Neuheitseffekt ist zwar nicht mehr da … aber das Nochmal-Erleben lƤsst uns alles geruhsamer und irgendwieĀ tiefer erleben.
Die Game Walks sind spektakulƤr: Hƶhepunkte sind die Begegnungen mit dem Lƶwenrudel und den Wildhunden – zu FuĆ!Ā
Der kleine Kajakausflug am Ruhetag ist toll: ohne Gepäck(boote), dafür mit Kamera und tollen Tierbegegnungen.
Im Hauptarm ist āvielā los … die 2-3 anderen Boote pro Tag sind ja fast schon ein Massenauflauf āŗļø.
Unsere 3 Lieblingsbilder von der Kajaktour:
Die Junglƶwen und Wildhunde
Afternoon Walk am 2. Tag: Nach fast 6 Std. Paddeln ruhen wir uns lange aus und machen uns erst gegen 18 Uhr auf zum Game Walk. Wir gehen einen Fahrweg vom Fluss weg, sehen Lƶwenspuren im Sand. āGanz frischā meint Shadrack.
Vorsichtig gehen wir weiter, als auf einmal mehrere Löwen im hohen Gras vor uns aufspringen, gottseidank genauso erschreckt wie wir, und von uns weg traben. Im hohen Gras sehen wir sie nur ab und zu auftauchen, mir gelingen mit Mühe ein paar sauber fokussierte Bilder.
Wir bleiben natürlich sofort stehen: āImmer das Tier den Abstand bestimmen lassen, niemals selber nƤhernā ist die Grundregel.
Doch es siegt die Neugier – nicht bei uns – nein, bei den Lƶwen. Sobald der Abstand sich für sie sicher anfühlt, drehen sie sich neugierig zu uns um. Sie erklimmen einen kleinen Hügel und schauen zu uns rüber. Acht junge Lƶwen sind es. Nach 2 min ist die Neugier gestillt, sie trollen sich und verschwinden im hohen Gras. Ein unvergessliches Erlebnis š».
Ruhetag am 4. Tag in Camp 3: Wir beide gehen mittags ein Stück alleine, ein bisschen Bird-Watching in dem kleinen WƤldchen rund um unser Camp. In der Ferne sehen wir auf einmal Wild Dogs – sehr weit entfernt, selbst mit stƤrkstem Zoom unscharf.
Wir gehen sofort ins Camp und melden die Sichtung. Etwas Unglauben, aber auf dem Kamera-Bildschirm sind sie eindeutig zu erkennen. Shadrack geht sofort mit uns wieder los, Karin spottet sie wieder als erste š. Unter Shadracks Anleitung pirschen wir uns in einem groĆen Halbkreis gegen den Wind heran, geschützt durch Büsche. Wir kommen recht nah (20 m), wunderschƶn anzuschauen, aber in der Mittagshitze gibt es für richtig gute Fotos leider immer noch zu viel Hitzeflimmern.
Nach dem Mittagsschlaf starten wir gegen 15 UhrĀ eine geruhsame Sightseeingtour mit den Kajaks, 9,2 km, 2:45 Std. MichaelĀ nimmt die groĆe Kamera auf dem SchoĆ mit – wenn man langsam paddelt, geht das gut. Es werden tolle Bilder: eine Büffelherde wƤlzt sich durchs Wasser, Coppery-tailed Coucals sitzen in einem Baum am Ufer, Elefanten kreuzen vor uns den Channel. Dann sieht Karin wieder Wild Dogs: es ist die gleiche Gruppe aus 3 Tieren.Ā DiesmalĀ direktĀ neben uns, ca. 10 m entfernt. Sie habenĀ keine Scheu, im Kayak zƤhlen wir wohl nicht als Menschen. ZweimalĀ WildĀ Dogs an einem Tag, Wahnsinn š¶.
Unsere Camps
Tag 1:
1 Std. Transfer, 1 Std. Ā B&BB: BegrüĆen, Beladen, Bepacken. Von 10-15 Uhr sind wir unterwegs, ca. 15 km paddeln wir mit 1 Std. Mittagspause.Ā Das Camp liegt unter lichten BƤumen, mit gigantisch schƶnem Sonnenuntergang š.Ā Es gibt leckere HƤhnchenschenkel, Reis und Kürbis.Ā
Tag 2:
Heute brauchen wir lange, um ein halbwegs schƶnes Camp zu finden … am Ende nehmen wir gegen 17 Uhr doch eins ohne BƤume. Aber so spƤt ist der fehlende Schatten kein Problem. Die Lƶwensichtung entschƤdigt uns dann für den anstrengenden Tag š¦. Es gibtĀ Couscous, Ratatouille, SüĆkartoffel und Lamb Chops.
Tag 3+4:
Heute dafür nur 7,5 km, aufregende Hippo-Crossing, und die schƶnste Campsite: idyllisch in einer Flussbiegung, unter vielen BƤumen. Ideal für zwei Tage. Und es ist eine tolle Gegend für Game Walks mit vielen Tierherden und Vƶgeln. Papp, Chakalaka-Sauce, Butternut und Stew š. Steak mit Kartoffelpüree, brauner SoĆe und Gemüse. Gee ist ein toller Koch.
Tag 5:
Heute geht es stromab zurück, die 16 km sindĀ easy going, wir lassen uns immer wieder treiben. Zwei aufregende Hippo-Crossings,Ā ein Elefanten-Crossing. Das Camp ist okay, zwei BƤume spenden Schatten. Je nƤher wir zur Nationalparkgrenze kommen, desto weniger BƤume (und Tierherden) gibt es. Letztes Abendessen: Spaghetti Bolognese š.
Tag 6 Ā ist auch als Easy Going geplant. Nach 90 min Morning Walk spielt uns leider der Gegenwind einen Streich – so stark, dass wir ohne Paddeln sogar stromauf treiben. Also 3 Std. hartes Paddeln ohne Verschnaufen bis zur Mittagspause, dann noch einmal 1,5 Std. … wir kommen doch sehr k.o. an der Boro Station wieder an. Fit sind wir šš.
Schon lange ist es auf unserer Wunschliste, diesmal bauen wir das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) ein, anschlieĆend via Boteti River und Nxai Pan zurück nach Maun, zum Abschluss noch einmal Moremi. In die Kalahari geht es direkt nach der Kajaktour, mit Verpflegung, Wasser und Benzin für 10 Tage, denn ob es zwischen CKGR und den Pans Benzin und Essen gibt, ist nicht garantiert.
Wir übernachten wieder dreimal in Maun, im Old Bridge Backpackers: Nach dem Hinflug, zwischen Kajaktour und Wagenübernahme am nächsten Morgen und vor dem Rückflug.
Gebucht haben wir im Sommer 2021, also mehr als ein Jahr vorher, denn im Moremi muss man die wenigen Campgrounds so weit im Voraus buchen. Und wenn schon denn schon … auch alle anderen buchen wir vor. Vor Ort ist ānurā Moremi und der Ostteil des CKGR voll ausgebucht, im Westteil der Kalahari und in den Pans sind die meisten Sites dagegen unbesetzt.
Unsere Etappen:
30. – 31.8.:Ā Ā Ā Ā Nachtflug nach Johannesburg mit Anschlussflug nach Maun
1. – 6.9.:Ā Ā Ā Ā Ā 6 Tage Kajaktour im Okavangodelta
7.9.:          Wagenübernahme
7. – 11.9.: Ā Ā Ā 4 Tage Central Kalahari Game Reserve
– 3 Ćbernachtungen im sehr einsamen Westteil
– 1 Ćbernachtung im Ostteil
– und weil uns das Kori Camp gar nicht gefƤllt, fahren wir nach 1 Nacht schon weiter
– 1 Ćbernachtung im Boteti River Camp
12. – 15.9.:Ā Ā 4 Tage im Makgadikgadi & Nxai Pan National Park, jeweils 2 Ćbernachtungen im
– Khumaga Camp
– Nxai Pan South Camp
16. – 17.9.:Ā Ā 2 Tage Ausspannen in der Leopard Plains Lodge
18. – 23.9.:Ā Ā 6 Tage im Moremi:
– jeweils 1 Nacht im South Camp und Third Bridge
– jeweils 2 NƤchte in Xakanaxa und Khwai
24. – 26.9.:Ā Ā Ā Ā Rückfahrt nach Maun und Rückflug am nƤchsten Tag/Nacht via Johannesburg nach Frankfurt
Das Old Bridge Backpackers ist von der Lage her immer noch einmalig schön, das Abendessen ist wieder sehr lecker. Die Organisation ist leider ebenfalls wie vor 3 Jahren: schlecht, das reservierte und mehrfach nachgefragte und zugesicherte Tent mit Doppelbett ist zweimal nicht verfügbar.
Eine böse Falle ist aber, dass es kein Frühstück mehr gibt. Ein absolutes Unding, und wohl mit ein Grund, dass es nur wenige Gäste gab.
Ob wir noch einmal hier buchen würden? Preisgünstig ist es, tolle Lage … aber wohl nur, wenn es wieder Frühstück gibt.
=> Eine gute Ausgangsbasis für das Okavangodelta und Rundreisen in Botswana / Namibia, aber leider kein guter Service mehr.
Die drei MotopiĀ Campsites liegen im Nordwesten des CKGR, man erreicht sie über das Tsau Gate: 70 km Sandpiste immer am Vet Fence entlang , dann 15 km bis zum Motopi Waterhole und noch 5 km zur Campsite CKMOT02 (oder war es doch 01 … die Schilder sind nicht mehr lesbar ;-). Es gibt eine Trockentoilette (recht sauber) und eine Eimerdusche (das Wasser muss man mitbringen.
Das Motopi Waterhole ist traumhaft mit sehr sehr vielen Vƶgeln, einigen Oryx, Kudu, Schakalen, StrauĆen.
=> Einfache, grandios einsame Campsite. Viele Vƶgel.
=> 5 Sterne wegen des nur 5 km entfernten Motopi Waterhole.
Im Passarge Valley gibt es drei Campsites, jeweils ca. 20 km von einander entfernt. Passarge #3Ā liegt am weitesten westlich, 12 km vom (kleinen) Passarge Waterhole entfernt – ideal als Zwischenstation, wenn man wie wir von Nordwesten kommt (50 km) oder wenn man den Loop von der Sunday Pan aus macht (65 km).
Die Campsite hat ebenfalls Trockentoilette und Eimerdusche.
=> Einfache, grandios einsame Campsite. Viele Vƶgel.
Letiahau (CKWIL06) liegt ca, 100 km südlich von Passarge #3, also eine bequeme Tagesreise entfernt. Von Osten her sind es ca. 50 -70 km von den Kori- oder Sunday-Campsites.
In der Nähe liegt das Letiahau Waterhole, das bei unserem Besuch allerdings kein Wasser führt.
Die Campsite ist ācomplete wildernessā, also keine Wasser, keine Toilette oder Dusche. Man braucht einen Spaten āŗļø.
=> Schƶn gelegene, groĆzügige, einsame und einfache Campsite.
Die Kori-Campsites liegen 45 km vom Matswere Gate entfernt, ca. 85 km von Rakops, über teils tiefsandige Pisten.
Die NƤhe zum Haupteingang Matswere führt es aber leider mit sich, dass diese Campsites, wie auch die Sunday- und Deception-Campsites sehr frequentiert sind. Und anscheinend auch von einem anderen āPublikumā als die wesentlich einsameren Campsites im Zentrum und Westen des CKGR. Mit der Folge, dass viel Müll herumliegt und Toilette/Feuerplatz kaputt sind. Schade.
=> Die Lage ist wunderbar, aber leider viel Müll und ungepflegt
Wir haben nur eine statt der zwei gebuchten NƤchte hier verbracht.
Das Boteti River CampĀ liegt direkt vor dem Eingang zum Makgadikgadi National Park, auf der westlichen Seite des Boteti River. Es gibt einige Chalets mit Blick auf den Fluss und im hinteren Bereich recht groĆzügige Campsites, schƶn unter BƤumen gelegen. Das zentrale Waschhaus ist 1a.
Sehr schƶn die groĆe, überdachte Dachterrasse mit Blick auf den Fluss und ‘rüber zum Nationalpark. Auch als Camper kann man Frühstück und Abendessen dazu buchen.
=> Gute Ćbernachtungsstation auf dem Weg zwischen Maun und CKGR.
(Wenn man in den Makgadikgadi National Park möchte, würde ich im Khumaga Camp übernachten. Man ist einfach näher an den Game Drives.
Nur 2 km hinter dem Entrance Gate des Makgadikgadi National Park liegt KhumagaĀ mit 10 groĆzügigen Campsites und 2 sauberen WaschhƤusern.
Allerdings muss man vorher den Boteti River überqueren – bei Niedrigwasser fƤhrt man durch den Fluss, ansonsten nimmt man etwas abenteuerlich die FƤhre.
Tolle Game Drives Richtung Norden ans Ufer des Boteti River.
=> Schöne Lage, ideal als Basecamp für Gamedrives
Nach 36 km schlimmster Rüttelpiste hinter dem Entrance Gate des Nxai Pan National Park erreicht man glücklich das South Camp, mit den üblichen 10 Campsites und 2 properen WaschhƤusern. In 60-200 km Umkreis ist das Nxai Pan Waterhole die einzige Wasserstelle – darum sind auch die WaschhƤuser bei den Elefanten heiĆ begehrt und sind Ā aufwƤndig gesichert.
Die Attraktion hier ist das Waterhole, 5 km entfernt. Die weiten und einsamen Grasebenen und Pans faszinieren auch. In der Regenzeit ist es schlammig und in groĆen Teilen unpassierbar.
=> Wenn man die beschwerliche Anfahrt nicht scheut, ein schƶner Campground mit dem Waterhole als (einziger) Attraktion.
Leopard PlainsĀ war früher eine Rinder- und Jagdfarm, die viele Jahre umbewirtschaftet war und verwilderte. Ein namibisch-südafrikanischers Ehepaar hat die Farm gekauft und 2020 die Lodge erƶffnet – kurz vor der Covid-Pandemie. Den monatelangen Lockdown und das Ausbleiben der Touristen haben sie überstanden und weitere Infrastruktur gebaut.
Alles ist sehr geschmackvoll und schƶn, die Inhaber und alle Angestellten sind supernett, es gibt Game Drives, Ausflüge zum Boteti und zur Nxai Pan – vor allem aber viele Vƶgel und sehr informative Game Walks.
=> Eine willkommene und schƶne Abwechslung, die Campingreise mit etwas Luxus und viel Komfort zu unterbrechen. => Super leckeres Essen š
Das South Gate Camp liegt direkt am südlichen Eingang des Moremi Game Reserve. Wird allgemein nur als 4. Wahl der Moremi-Campgrounds gesehen, aber als Einstieg in āCamping in the Wildā und von der Entfernung zu Maun ideal.
Für die Game Drives im südlichen und westlichen Teil von Moremi spart man sich durch Ćbernachten in South Gate die 1,5 Stunden Anfahrt von Maun.
Die Campsites sind groĆ, Waschhaus neu und gepflegt. Ein Sonderstern für die Eliās auf dem Campground.
=> Funktionell, sauber, guter Auftakt für Moremi und Basis für Black Pools
Third BridgeĀ liegt ca. 45 km nordwestlich vom South Gate des Moremi – ein geruhsamer Tages-Game-Drive über Black Pools, Xini Lagoon und wenn an Zeit hat den Mboma Loop.
Es gibt 10 Campsites, alle recht groà und an der Lagune aufgereiht. 2 saubere und schöne Waschhäuser.
Alle Angestellten sind ausgesprochen freundlich.
=> Tolle Lage, neue WaschhƤuser, schƶne Sites, schƶne Game Drives
Xakanaxa hat 9 Campsites, nebeneinander sehr schƶn an der Flood Plain gelegen. Die Site sind schƶn geschnitten, schattig, das Waschhaus wurde 2019 neu erbaut.
Xakanaxa und der Third Bridge Campground sind die beiden idealen Ćbernachtungsmƶglichkeiten im Moremi.
Gut gelegen für Paradise Pools und Dead Tree Island – und natürlich als Start/Ziel auf dem Weg zu Khwai oder nach Süden.
=> Tolle Lage, neue WaschhƤuser, schƶne Sites, schƶne Game Drives.
=> Die Bootstouren von hier sind sehr zu empfehlen.
Der Khwai North Gate Campground liegt am Nordausgang des Moremi Game Reserves. Die Campsites sind nichts besonderes (einzige #3 hat eine schöne Lage zum Khwai River), die Infrastruktur der Sites ist schon recht alt und zum Teil defekt. Dafür einen Stern Abzug. Die Angestellten sind sehr freundlich und hilfreich.
Aber 5 Sterne für die Game Drives entlang des Khwai River, nach Osten und Westen. Ebenso kann man schöne Walks über den Campground und entlang des Rivers machen.
=> Campground ist okay, super Ausgangsbasis für Khwai River und die Flood Plains
=> Achtung: lƤstige Paviane!
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Ein bisschen Statistik
10782
Flugmeilen
6496
Bilder gemacht, mit zwei Fuji-Kameras und zwei iPhones
1776
Bilder aufgehoben, davon 542 Tiere und 479 Vƶgel
1662
km Fahrtstrecke insgesamt, davon 1330 km Sand/Gravel und 453 km Game Drives
382
Liter Super getankt, Verbrauch 23 l / 100 km
165
Vogelarten identifiziert, davon 140 mit Foto, 70 Erstsichtungen
84
km Paddeln
75
km Game Walks
25
Ćbernachtungen, davon 5x Bodenzelt, 15x Dachzelt, 5x Lodge
Nach dem Birding-Highlight 2019 dachten wir, dass Ā dies nicht mehr zu toppen ist.Ā Aber zum einen sind wir mittlerweile wohl āsichtungs-sensiblerā geworden, zum anderen ist die Vogelwelt an den Wasserlƶchern in der Kalahari und den Pans noch dichter, vielfƤltiger und anders als im Delta oder im Moremi, wo es halt überall Wasser gibt.
AuĆerdem sind wir besser gerüstet: zum einen ist die neue Fuji X-H2s mit dem 150-600 mm Objektiv eine ideale Vogel-Kombi, und zum anderen sind wir fitter geworden, wann welche Technik einzusetzen ist. Vor allem BIF (āBirds in Flightā) klappt wesentlich besser, dank schnellerem Autofokus und weil ich gelernt habe, dass hier Dauerfeuer angesagt ist. Ich bin begeistert von der neuen Kamera:
Einfache Bedienung mit den Custom Modes (bewƤhrt: C1=Tiere, C2=Vƶgel, C3= BIF). Man kann schnell umschalten und hat sofort die richtigen Einstellungen.
Autofokus ist super, Vƶgel und Tiere klappen gut, bei unruhigem Hintergrund schalte ich auf AF/MF (habe ich auf A). BIF ist gut.
Aber made in Japan: Elefanten, Giraffen, Reiher werden nicht erkannt ⦠die gibt es wohl in Japan nicht š.
(Nachtrag Januar 2023: Die neue Firmware 3.0 ist jetzt auch bei unruhigem Hintergrund gut … und kann mehr Tiere.)
Ein Akku hƤlt 1,5-3 Tage, selbst mit vielen Filmen und aktivierter Objekterkennung.
Abends helfenĀ Tinkers’ Map und die AppĀ Merlin Bird IDĀ mit der Fotofunktion bei der Erkennung, Ā was wir denn über Tag so alles gesehen haben. In ZweifelsfƤllen hilft Sasol eBirds of Southern AfricaĀ mit noch vielfƤltigeren Bildern, insbesondere von Jungvƶgeln und MƤnnlein/Weiblein.
Wir Ā haben sagenhafte 165 Sichtungen, davon 140 mit Bild (die kommen jetzt alle hier drunter š) und 70 (!) Erstsichtungen.
Die Geschichte zum Bild links, dunkler Vogel vor dunklem Himmel:
Wir sehen keinerlei Eulen, bzw. entdecken sie nicht. In Leopard Plains fragen wir den Guide … und voilĆ , da sehen wir eine. Für die Bestimmung haben Guide, alle Apps und Google geholfen: Nach Silhouette, GrƶĆe und Ort muss es eine Verreaux’s Eagle Owl sein š.)
SpezialitƤten: Immerhin 9 der āGlobally threatened Birds of Botswanaā sehen wir, dazu zwei Erstsichtungen, die wir uns schon lange gewünscht haben (Malachite Kingfisher und Tropical Boubou). Dazu die besten BIF als Collage – die für uns den realen Eindruck sogar noch besser wiedergeben als ein Einzelbild.
6.9.2022 - Rückfahrt von der Kayaktour, Martial Eagle (juvenile) (Kampfadler)
Nach dem tollen Workshop auf Lewis&Harris wollte ich gerne noch einmal einen Workshop mit Tom Mackie machen, denn seine Markenzeichen sind:
– schƶne Locations,
– gute Hotels und leckeres Essen,
– MuĆe, kein Rund-um-die-Uhr-Stress,
– und eine kleine Gruppe.
Kurz: Gentleman-Reisen š.
Es wird dann Scotland in Autumn.
Okay … nicht Schottland komplett, sondern der südlichste Teil der Highlands, rund um das Glencoe Valley, demhistorischen Ort der schottischen Geschichte.
Und … im November, überraschend eine gute Reisezeit: noch gutes, eher windstilles Wetter Ā (stimmt, 10-20 °C und meist heiter bis wolkig), keine Mücken mehr (super!), schƶne HerbstfƤrbung der BlƤtter.
Fazit: Eine entspannte Reise mit tollen Locations, super Wetter und einer netten Truppe. Gelernt habe ich die ā3 P” – siehe Lessons learned.