Alle Beiträge von Michael

Botswana 2022: Kajaktour

30./31.8.: Hinreise via Johannesburg nach Maun

Mit Taxi, Zug, viiieeeel 😂 Zeit am Flughafen, 10 Std. Nachtflug, 3 Std. Aufenthalt in Johannesburg, noch einmal 2 Std. Flug und 1 Std. Warten & Transfer … sind wir insgesamt 26 Std. unterwegs.
Alles klappt gut, keine Hektik, das Gepäck kommt vollständig an. Und Michaels Sorge, dass wie im Sommer Chaos in Frankfurt herrscht, ist so etwas von unbegründet: Wir haben bei der Gepäckabgabe, an der Sicherheits- oder Grenzkontrolle jeweils genau null Menschen vor uns.

Old Bridge Backpackers hat ziemlich unter dem Covid-Lockdown gelitten: Es ist wenig los, die Organisation schlecht wie immer (kein Doppelbett, obwohl viermal angefragt und zugesagt), alles lange nicht mehr renoviert (aber sauber und gut in Schuss) und ganz schlimm: Es gibt kein Frühstück mehr 😱.

Aber: Die Lage ist einmalig, das Essen abends ist lecker und wir freuen uns, wieder in Afrika zu sein. Der Thamalakane River führt dieses Jahr viel Wasser, ein ganz anderer Eindruck als vor drei Jahren.

Wir machen einen gemütlichen Spaziergang über die schön renovierte Old Bridge und am Ufer des Thamalakane entlang. Die Tierwelt ist schon „Afrika“, wir gehen früh zu Bett, denn morgen werden wir um 8 Uhr schon abgeholt.

 

Fazit:

  • Der Nachtflug ist wieder gut, wir konnten beide etwas schlafen. Umsteigen in Johannesburg ist auch dieses Mal stressfrei.
  • Old Bridge ist immer noch leger, hat eine tolle Lage und leckeres Essen … aber leider wird es zunehmend vernachlässigt. Schade.

 

Old Bridge bei hohem Wasserstand, wir starten direkt mit einem Birding-Spaziergang:

 
1.-6.9.: Kajaktour
1.9.2022 - Kayak Tag 1 - unsere 3 Gepäck-Mokoros
3 Mokoros als Gepäckboote
6.9.2022 - Kayak Tag 6, Rückkehr zur Boro Station
Wir und unsere 4 Guides

Wie unsere Kajaktour 2019 buchen wir auch diese Tour bei Kayaktive. Für 6 Tage zahlen wir zusammen 2.500€ für Kajaks, Zelte, Transport, Verpflegung, einen Kajakguide und Gepäckboot(e).

Zum Besitzer John haben wir in den letzten 3 Jahren immer Kontakt gehabt und unseren Guides von damals geholfen, gut durch die Corona-bedingte Auftragsflaute zu kommen. Wir freuen uns, den Guide Shadrack und den Koch Gee wiederzusehen.

Wir wünschen uns, wieder mit Mokoros statt Motorbegleitboot unterwegs zu sein, weil es leiser ist und man abseits des Hauptarms fahren kann. Da wir für 6 statt 5 Tage mehr Verpflegung mitnehmen müssen, werden allerdings drei Gepäckboote gebraucht … es fühlt sich schon komisch an, vier Leute nur für uns dabei zu haben, aber man gibt eben auch vier Familien ein Einkommen.

Der Wasserstand ist höher als 2019.  So können wir weiter südwestlich als vor 3 Jahren fahren. Hier ist eine offenere Vegetation mit niedrigerem und weniger dichtem Schilf. Deshalb fallen uns die 4-6 Std. Paddeln pro Tag leichter und wir kommen schneller voran. Im Vergleich der beiden Touren sieht man, dass wir diesmal eine längere Strecke paddeln und wandern.

Die Camps sind wieder sehr schön, meist unter Bäumen gelegen und natürlich direkt am Wasser 👍.

  • Wir starten an der Boro Mokoro Station, ca. 20 km von Maun entfernt.  Die Fahrt von Maun mit dem Speedboat dauert 45 min, durch Farmland mit malerisch im Wasser stehenden Kühen, Eseln … und auch mal ein Krokodil 😳.
  • Drei Tage geht es stromauf, 40 km ins Delta hinein.
  • Dann eine Doppelübernachtung, im schönsten Camp 3. Wir genießen den Ruhetag und machen eine entspannte Fotopirsch mit Kajak, das Fernglas bzw. die große Kamera auf dem Schoß. Ganz nah lassen uns die Tiere ran, weil die Mokoros mit ihren weit sichtbaren Poler nicht dabei sind (und wir im Kajak nicht als Menschen zählen ;-).
  • Für die Rückreise reichen zwei Tage aus, eigentlich geruhsam stromab … aber am 6. Tag ist so starker Gegenwind, dass wir ohne Paddeln sogar stromauf treiben. Nach den 4,5 Std. sind wir sehr k.o.

Der Tagesablauf ist uns ja schon bekannt: Nach dem Aufstehen kurz vor 6 Uhr geht es  direkt auf 2-3 Std. Game Walk. Danach gibt es ein reichhaltiges englisches Frühstück, dann 3-6 Std. Paddeln mit 45 min Mittagspause. Am Tagesziel wird erst einmal ausgeruht, es gibt Kaffee und Kekse, dann folgt wieder ein Game Walk. Währenddessen bauen die Guides das Lager auf, und wenn wir zurückkommen, ist das Abendessen fertig. Spätestens gegen 21 Uhr gehen wir rechtschaffen müde schlafen.

Fazit:

  • Der grandiose Neuheitseffekt ist zwar nicht mehr da … aber das Nochmal-Erleben lässt uns alles geruhsamer und irgendwie tiefer erleben.
  • Die Game Walks sind spektakulär: Höhepunkte sind die Begegnungen mit dem Löwenrudel und den Wildhunden – zu Fuß! 
  • Der kleine Kajakausflug am Ruhetag ist toll: ohne Gepäck(boote), dafür mit Kamera und tollen Tierbegegnungen.
  • Im Hauptarm ist „viel“ los … die 2-3 anderen Boote pro Tag sind ja fast schon ein Massenauflauf ☺️.

Unsere 3 Lieblingsbilder von der Kajaktour:

 

Die Junglöwen und Wildhunde

2.9.2022 - Kayak Tag 2, Afternoon Walk, Junglöwen-RudelAfternoon Walk am 2. Tag: Nach fast 6 Std. Paddeln ruhen wir uns lange aus und machen uns erst gegen 18 Uhr auf zum Game Walk. Wir gehen einen Fahrweg vom Fluss weg, sehen Löwenspuren im Sand. „Ganz frisch“ meint Shadrack.

Vorsichtig gehen wir weiter, als auf einmal mehrere Löwen im hohen Gras vor uns aufspringen, gottseidank genauso erschreckt wie wir, und von uns weg traben. Im hohen Gras sehen wir sie nur ab und zu auftauchen, mir gelingen mit Mühe ein paar sauber fokussierte Bilder.

Wir bleiben natürlich sofort stehen: „Immer das Tier den Abstand bestimmen lassen, niemals selber nähern“ ist die Grundregel.
Doch es siegt die Neugier – nicht bei uns – nein, bei den Löwen. Sobald der Abstand sich für sie sicher anfühlt, drehen sie sich neugierig zu uns um. Sie erklimmen einen kleinen Hügel und schauen zu uns rüber. Acht junge Löwen sind es. Nach 2 min ist die Neugier gestillt, sie trollen sich und verschwinden im hohen Gras. Ein unvergessliches Erlebnis 😻.

Ruhetag am 4. Tag in Camp 3: Wir beide gehen mittags ein Stück alleine, ein bisschen Bird-Watching in dem kleinen Wäldchen rund um unser Camp. In der Ferne sehen wir auf einmal Wild Dogs – sehr weit entfernt, selbst mit stärkstem Zoom unscharf.

Wir gehen sofort ins Camp und melden die Sichtung. Etwas Unglauben, aber auf dem Kamera-Bildschirm sind sie eindeutig zu erkennen. Shadrack geht sofort mit uns wieder los, Karin spottet sie wieder als erste 👍. Unter Shadracks Anleitung pirschen wir uns in einem großen Halbkreis gegen den Wind heran, geschützt durch Büsche. Wir kommen recht nah (20 m), wunderschön anzuschauen, aber in der Mittagshitze gibt es für richtig gute Fotos leider immer noch zu viel Hitzeflimmern.

Nach dem Mittagsschlaf starten wir gegen 15 Uhr eine geruhsame Sightseeingtour mit den Kajaks, 9,2 km, 2:45 Std. Michael nimmt die große Kamera auf dem Schoß mit – wenn man langsam paddelt, geht das gut. Es werden tolle Bilder: eine Büffelherde wälzt sich durchs Wasser, Coppery-tailed Coucals sitzen in einem Baum am Ufer, Elefanten kreuzen vor uns den Channel. Dann sieht Karin wieder Wild Dogs: es ist die gleiche Gruppe aus 3 Tieren. Diesmal direkt neben uns, ca. 10 m entfernt. Sie haben keine Scheu, im Kayak zählen wir wohl nicht als Menschen. Zweimal Wild Dogs an einem Tag, Wahnsinn 🐶.

 

Unsere Camps

Tag 1:
1 Std. Transfer, 1 Std.  B&BB: Begrüßen, Beladen, Bepacken. Von 10-15 Uhr sind wir unterwegs, ca. 15 km paddeln wir mit 1 Std. Mittags­pause. Das Camp liegt unter lichten Bäumen, mit gigantisch schönem Sonnen­untergang 😍. Es gibt leckere Hähnchen­schenkel, Reis und Kürbis. 
Tag 2:
Heute brauchen wir lange, um ein halbwegs schönes Camp zu finden … am Ende nehmen wir gegen 17 Uhr doch eins ohne Bäume. Aber so spät ist der fehlende Schatten kein Problem. Die Löwensichtung entschädigt uns dann für den anstrengenden Tag 🦁. Es gibt Couscous, Ratatouille, Süßkartoffel und Lamb Chops.
Tag 3+4:
Heute dafür nur 7,5 km, aufregende Hippo-Crossing, und die schönste Campsite: idyllisch in einer Flussbiegung, unter vielen Bäumen. Ideal für zwei Tage. Und es ist eine tolle Gegend für Game Walks mit vielen Tierherden und Vögeln. Papp, Chakalaka-Sauce, Butternut und Stew 👍. Steak mit Kartoffelpüree, brauner Soße und Gemüse. Gee ist ein toller Koch.
Tag 5:
Heute geht es stromab zurück, die 16 km sind easy going, wir lassen uns immer wieder treiben. Zwei aufregende Hippo-Crossings, ein Elefanten-Crossing. Das Camp ist okay, zwei Bäume spenden Schatten. Je näher wir zur National­park­grenze kommen, desto weniger Bäume (und Tierherden) gibt es. Letztes Abendessen: Spaghetti Bolognese 👍.

Tag 6  ist auch als Easy Going geplant. Nach 90 min Morning Walk spielt uns leider der Gegenwind einen Streich – so stark, dass wir ohne Paddeln sogar stromauf treiben. Also 3 Std. hartes Paddeln ohne Verschnaufen bis zur Mittagspause, dann noch einmal 1,5 Std. … wir kommen doch sehr k.o. an der Boro Station wieder an. Fit sind wir 👍🙂.

 

Wildlife an den Camps

 

Unterwegs im Kajak

 

Gamewalks

 
 

Botswana 2022: Reiseroute

Die Route ist ein „schiefe Acht” mit Mittelpunkt Maun
31.8.-25.9.2022 - Botswana, 1660 km mit Landcruiser & Dachzelt
31.8.-25.9.2022 – Botswana, 1660 km mit Landcruiser & Dachzelt ( © Google, 2022 )

Schon lange ist es auf unserer Wunschliste, diesmal bauen wir das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) ein, anschließend via Boteti River und Nxai Pan zurück nach Maun, zum Abschluss noch einmal Moremi. In die Kalahari geht es direkt nach der Kajaktour, mit Verpflegung, Wasser und Benzin für 10 Tage, denn ob es zwischen CKGR und den Pans Benzin und Essen gibt, ist nicht garantiert.

Wir übernachten wieder dreimal in Maun, im Old Bridge Backpackers: Nach dem Hinflug, zwischen Kajaktour und Wagenübernahme am nächsten Morgen und vor dem Rückflug.

Gebucht haben wir im Sommer 2021, also mehr als ein Jahr vorher, denn im Moremi muss man die wenigen Campgrounds so weit im Voraus buchen. Und wenn schon denn schon … auch alle anderen buchen wir vor. Vor Ort ist „nur“ Moremi und der Ostteil des CKGR voll ausgebucht, im Westteil der Kalahari und in den Pans sind die meisten Sites dagegen unbesetzt.

Unsere Etappen:

  • 30. – 31.8.:    Nachtflug nach Johannesburg mit Anschlussflug nach Maun
  • 1. – 6.9.:          6 Tage Kajaktour im Okavangodelta
  • 7.9.:                  Wagenübernahme
  • 7. – 11.9.:       4 Tage Central Kalahari Game Reserve
    – 3 Übernachtungen im sehr einsamen Westteil
    – 1 Übernachtung im Ostteil
    – und weil uns das Kori Camp gar nicht gefällt, fahren wir nach 1 Nacht schon weiter
    – 1 Übernachtung im Boteti River Camp
  • 12. – 15.9.:    4 Tage im Makgadikgadi & Nxai Pan National Park, jeweils 2 Übernachtungen im
    – Khumaga Camp
    – Nxai Pan South Camp
  • 16. – 17.9.:    2 Tage Ausspannen in der Leopard Plains Lodge
  • 18. – 23.9.:    6 Tage im Moremi:
    – jeweils 1 Nacht im South Camp und Third Bridge
    – jeweils 2 Nächte in Xakanaxa und Khwai
  • 24. – 26.9.:    Rückfahrt nach Maun und Rückflug am nächsten Tag/Nacht via Johannesburg nach Frankfurt
 

 

Camps und Lodges
Bewertung
31.8.2022 - Old Bridge, Maun
31.8.2022 – Old Bridge, Maun

31.8.2022 - Old Bridge, Maun

Das Old Bridge Backpackers ist von der Lage her immer noch einmalig schön, das Abendessen ist wieder sehr lecker. Die Organisation ist leider ebenfalls wie vor 3 Jahren: schlecht, das reservierte und mehrfach nachgefragte und zugesicherte Tent mit Doppelbett ist zweimal nicht verfügbar.
Eine böse Falle ist aber, dass es kein Frühstück mehr gibt. Ein absolutes Unding, und wohl mit ein Grund, dass es nur wenige Gäste gab.

Ob wir noch einmal hier buchen würden? Preisgünstig ist es, tolle Lage … aber wohl nur, wenn es wieder Frühstück gibt.

=> Eine gute Ausgangsbasis für das Okavangodelta und Rundreisen in Botswana / Namibia, aber leider kein guter Service mehr.

***
31.8.2022 - Old Bridge, Maun
7.9.2022 – CKGR, Motopi #2

8.9.2022 - CKGR, Motopi Campsite 1, Pied Crow (Schildrabe)

Die drei Motopi Campsites liegen im Nordwesten des CKGR, man erreicht sie über das Tsau Gate: 70 km Sandpiste immer am Vet Fence entlang , dann 15 km bis zum Motopi Waterhole und noch 5 km zur Campsite CKMOT02 (oder war es doch 01 … die Schilder sind nicht mehr lesbar ;-). Es gibt eine Trockentoilette (recht sauber) und eine Eimerdusche (das Wasser muss man mitbringen.

Das Motopi Waterhole ist traumhaft mit sehr sehr vielen Vögeln, einigen Oryx, Kudu, Schakalen, Straußen.

=> Einfache, grandios einsame Campsite. Viele Vögel.
=> 5 Sterne wegen des nur 5 km entfernten Motopi Waterhole.

*****
8.9.2022 - CKGR, Passarge Campsite 3
8.9.2022 – CKGR, Passarge #3

8.9.2022 - CKGR, Passarge Campsite 3

Im Passarge Valley gibt es drei Campsites, jeweils ca. 20 km von einander entfernt. Passarge #3 liegt am weitesten westlich, 12 km vom (kleinen) Passarge Waterhole entfernt – ideal als Zwischenstation, wenn man wie wir von Nordwesten kommt (50 km) oder wenn man den Loop von der Sunday Pan aus macht (65 km).

Die Campsite hat ebenfalls Trockentoilette und Eimerdusche.

=> Einfache, grandios einsame Campsite. Viele Vögel.

****
9.9.2022 - CKGR, Letiahau Campsite
9.9.2022 – CKGR, Letiahau

9.9.2022 - CKGR, Letiahau Campsite

Letiahau (CKWIL06) liegt ca, 100 km südlich von Passarge #3, also eine bequeme Tagesreise entfernt. Von Osten her sind es ca. 50 -70 km von den Kori- oder Sunday-Campsites.
In der Nähe liegt das Letiahau Waterhole, das bei unserem Besuch allerdings kein Wasser führt.

Die Campsite ist „complete wilderness“, also keine Wasser, keine Toilette oder Dusche. Man braucht einen Spaten ☺️.

=> Schön gelegene, großzügige, einsame und einfache Campsite.

****
10.9.2022 - CKGR, Kori Campsite 1
10.9.2022 – CKGR, Kori #1

10.9.2022 - CKGR, Kori Campsite 1, White-browed Sparrow-Weaver (Camp Host ;-)

Die Kori-Campsites liegen 45 km vom Matswere Gate entfernt, ca. 85 km von Rakops, über teils tiefsandige Pisten.

Die Nähe zum Haupteingang Matswere führt es aber leider mit sich, dass diese Campsites, wie auch die Sunday- und Deception-Campsites sehr frequentiert sind. Und anscheinend auch von einem anderen „Publikum“ als die wesentlich einsameren Campsites im Zentrum und Westen des CKGR. Mit der Folge, dass viel Müll herumliegt und Toilette/Feuerplatz kaputt sind. Schade.

=> Die Lage ist wunderbar, aber leider viel Müll und ungepflegt

Wir haben nur eine statt der zwei gebuchten Nächte hier verbracht.

**
11.9.2022 - Boteti River Camp
11.9.2022 – Boteti River Camp, #5

23.9.2022 - Moremi Khwai, Campsite 6

Das Boteti River Camp liegt direkt vor dem Eingang zum Makgadikgadi National Park, auf der westlichen Seite des Boteti River. Es gibt einige Chalets mit Blick auf den Fluss und im hinteren Bereich recht großzügige Campsites, schön unter Bäumen gelegen. Das zentrale Waschhaus ist 1a.

Sehr schön die große, überdachte Dachterrasse mit Blick auf den Fluss und ‘rüber zum Nationalpark. Auch als Camper kann man Frühstück und Abendessen dazu buchen.

=> Gute Übernachtungsstation auf dem Weg zwischen Maun und CKGR.

(Wenn man in den Makgadikgadi National Park möchte, würde ich im Khumaga Camp übernachten. Man ist einfach näher an den Game Drives.

***
13.9.2022 - Makgadikgadi, Khumaga Campsite 2
13.9.2022 – Makgadikgadi, Khumaga, #2

12.9.2022 - Makgadikgadi, Durchfahrt durch den Boteti

Nur 2 km hinter dem Entrance Gate des Makgadikgadi National Park liegt Khumaga mit 10 großzügigen Campsites und 2 sauberen Waschhäusern.
Allerdings muss man vorher den Boteti River überqueren – bei Niedrigwasser fährt man durch den Fluss, ansonsten nimmt man etwas abenteuerlich die Fähre.

Tolle Game Drives Richtung Norden ans Ufer des Boteti River.

=> Schöne Lage, ideal als Basecamp für Gamedrives

 

*****
15.9.2022 - Nxai Pan, South Camp #1
15.9.2022 – Nxai Pan, South Camp, #1
14.9.2022 - Nxai Pan, South Camp #1, Fort Knox ;-)
Fort Knox ;-)

Nach 36 km schlimmster Rüttelpiste hinter dem Entrance Gate des Nxai Pan National Park erreicht man glücklich das South Camp, mit den üblichen 10 Campsites und 2 properen Waschhäusern. In 60-200 km Umkreis ist das Nxai Pan Waterhole die einzige Wasserstelle – darum sind auch die Waschhäuser bei den Elefanten heiß begehrt und sind  aufwändig gesichert.

Die Attraktion hier ist das Waterhole, 5 km entfernt. Die weiten und einsamen Grasebenen und Pans faszinieren auch. In der Regenzeit ist es schlammig und in großen Teilen unpassierbar.

=> Wenn man die beschwerliche Anfahrt nicht scheut, ein schöner Campground mit dem Waterhole als (einziger) Attraktion.

****
17.9.2022 - Leopard Plains, Lapa
17.9.2022 – Leopard Plains, Lapa

16.9.2022 - Leopard Plains, Tent 1

Leopard Plains war früher eine Rinder- und Jagdfarm, die viele Jahre umbewirtschaftet war und verwilderte. Ein namibisch-südafrikanischers Ehepaar hat die Farm gekauft und 2020 die Lodge eröffnet – kurz vor der Covid-Pandemie. Den monatelangen Lockdown und das Ausbleiben der Touristen haben sie überstanden und weitere Infrastruktur gebaut.

Alles ist sehr geschmackvoll und schön, die Inhaber und alle Angestellten sind supernett, es gibt Game Drives, Ausflüge zum Boteti und zur Nxai Pan – vor allem aber viele Vögel und sehr informative Game Walks.

=> Eine willkommene und schöne Abwechslung, die Campingreise mit etwas Luxus und viel Komfort zu unterbrechen.
=> Super leckeres Essen 🙂

****
18.9.2022 - Moremi South Gate, Campsite 7
18.9.2022 – Moremi South Gate, #7

18.9.2022 - Moremi South Gate

Das South Gate Camp liegt direkt am südlichen Eingang des Moremi Game Reserve. Wird allgemein nur als 4. Wahl der Moremi-Campgrounds gesehen, aber als Einstieg in „Camping in the Wild“ und von der Entfernung zu Maun ideal.

Für die Game Drives im südlichen und westlichen Teil von Moremi spart man sich durch Übernachten in South Gate die 1,5 Stunden Anfahrt von Maun.

Die Campsites sind groß, Waschhaus neu und gepflegt. Ein Sonderstern für die Eli’s auf dem Campground.

=> Funktionell, sauber, guter Auftakt für Moremi und Basis für Black Pools

***
19.9.2022 - Moremi, 3rd Bridge Campsite 2
19.9.2022 – Moremi, Third Bridge, #2

19.9.2022 - Moremi, 3rd Bridge Campsite 2

Third Bridge liegt ca. 45 km nordwestlich vom South Gate des Moremi – ein geruhsamer Tages-Game-Drive über Black Pools, Xini Lagoon und wenn an Zeit hat den Mboma Loop.

Es gibt 10 Campsites, alle recht groß und an der Lagune aufgereiht. 2 saubere und schöne Waschhäuser.

Alle Angestellten sind ausgesprochen freundlich.

=> Tolle Lage, neue Waschhäuser, schöne Sites, schöne Game Drives

 

*****
21.9.2022 - Moremi Xakanaxa Campsite 5
21.9.2022 – Moremi Xakanaxa, #5

21.9.2022 - Moremi Xakanaxa, Boattrip

Xakanaxa hat 9 Campsites, nebeneinander sehr schön an der Flood Plain gelegen. Die Site sind schön geschnitten, schattig, das Waschhaus wurde 2019 neu erbaut.

Xakanaxa und der Third Bridge Campground sind die beiden idealen Übernachtungsmöglichkeiten im Moremi.

Gut gelegen für Paradise Pools und Dead Tree Island – und natürlich als Start/Ziel auf dem Weg zu Khwai oder nach Süden.

=> Tolle Lage, neue Waschhäuser, schöne Sites, schöne Game Drives.
=> Die Bootstouren von hier sind sehr zu empfehlen.

****
23.9.2022 - Moremi Khwai, Campsite 6
23.9.2022 – Moremi Khwai, #6

24.9.2022 - Moremi Khwai Bridge ... vertrauenswerweckend ?!?

Der Khwai North Gate Campground liegt am Nordausgang des Moremi Game Reserves. Die Campsites sind nichts besonderes (einzige #3 hat eine schöne Lage zum Khwai River), die Infrastruktur der Sites ist schon recht alt und zum Teil defekt. Dafür einen Stern Abzug. Die Angestellten sind sehr freundlich und hilfreich.

Aber 5 Sterne für die Game Drives entlang des Khwai River, nach Osten und Westen. Ebenso kann man schöne Walks über den Campground und entlang des Rivers machen.

=> Campground ist okay, super Ausgangsbasis für Khwai River und die Flood Plains
=> Achtung: lästige Paviane!

****

 

Ein bisschen Statistik
10782 Flugmeilen
6496 Bilder gemacht, mit zwei Fuji-Kameras und zwei iPhones
1776 Bilder aufgehoben, davon 542 Tiere und 479 Vögel
1662 km Fahrtstrecke insgesamt, davon 1330 km Sand/Gravel und 453 km Game Drives
382 Liter Super getankt, Verbrauch 23 l / 100 km
165 Vogelarten identifiziert, davon 140 mit Foto, 70 Erstsichtungen
84 km Paddeln
75 km Game Walks
25 Übernachtungen, davon 5x Bodenzelt, 15x Dachzelt, 5x Lodge
17 Wildhunde
13 Löwen
12 Wasserdurchfahrten
4 Holzbrücken
1 geschrottetes iPad
 

Botswana 2022: Birding

Nach dem Birding-Highlight 2019 dachten wir, dass  dies nicht mehr zu toppen ist. Aber zum einen sind wir mittlerweile wohl „sichtungs-sensibler“ geworden, zum anderen ist die Vogelwelt an den Wasserlöchern in der Kalahari und den Pans noch dichter, vielfältiger und anders als im Delta oder im Moremi, wo es halt überall Wasser gibt.

Außerdem sind wir besser gerüstet: zum einen ist die neue Fuji X-H2s mit dem 150-600 mm Objektiv eine ideale Vogel-Kombi, und zum anderen sind wir fitter geworden, wann welche Technik einzusetzen ist. Vor allem BIF („Birds in Flight“) klappt wesentlich besser, dank schnellerem Autofokus und weil ich gelernt habe, dass hier Dauerfeuer angesagt ist. Ich bin begeistert von der neuen Kamera:

  • Einfache Bedienung mit den Custom Modes (bewährt: C1=Tiere, C2=Vögel, C3= BIF). Man kann schnell umschalten und hat sofort die richtigen Einstellungen.
  • Autofokus ist super, Vögel und Tiere klappen gut, bei unruhigem Hintergrund schalte ich auf AF/MF (habe ich auf A). BIF ist gut.
  • Aber made in Japan: Elefanten, Giraffen, Reiher werden nicht erkannt … die gibt es wohl in Japan nicht 😂.
    (Nachtrag Januar 2023: Die neue Firmware 3.0 ist jetzt auch bei unruhigem Hintergrund gut … und kann mehr Tiere.)
  • Ein Akku hält 1,5-3 Tage, selbst mit vielen Filmen und aktivierter Objekterkennung.

17.9.2022 - Leopard Plains, Evening Drive, die einzige Eule (Verreaux's Eagle Owl) (Milch-Uhu)

Abends helfen  Tinkers’ Map und die App Merlin Bird ID mit der Fotofunktion bei der Erkennung,  was wir denn über Tag so alles gesehen haben. In Zweifelsfällen hilft Sasol eBirds of Southern Africa mit noch vielfältigeren Bildern, insbesondere von Jungvögeln und Männlein/Weiblein.

Wir  haben sagenhafte 165 Sichtungen, davon 140 mit Bild (die kommen jetzt alle hier drunter 😄) und 70 (!) Erstsichtungen.

Die Geschichte zum Bild links, dunkler Vogel vor dunklem Himmel:
Wir sehen keinerlei Eulen, bzw. entdecken sie nicht. In Leopard Plains fragen wir den Guide … und voilà, da sehen wir eine. Für die Bestimmung haben Guide, alle Apps und Google geholfen: Nach Silhouette, Größe und Ort muss es eine Verreaux’s Eagle Owl sein 😊.)

 

Spezialitäten:
Immerhin 9 der „Globally threatened Birds of Botswana“ sehen wir, dazu zwei Erstsichtungen, die wir uns schon lange gewünscht haben (Malachite Kingfisher und Tropical Boubou). Dazu die besten BIF als Collage – die für uns den realen Eindruck sogar noch besser wiedergeben als ein Einzelbild.

Okavangodelta:

Central Kalahari:


Makgadikgadi & Nxai Pan:

Moremi:

Leopard Plains & Old Bridge:

 

Botswana 2022: Impressionen

 
 

Schottland 2021

31.10.2021 – 9.11.2021: Fotoworkshop in Schottland
31.10.-9.11.2021: Locations des Fotoworkshops Schottland
31.10.-9.11.2021: Locations des Fotoworkshops Schottland (© Google 2021)
2.11.2021 - Loch Etive: "Okay - Wellies would have been better"
Loch Etive: “Okay – Wellies would have been better”

Nach dem tollen Workshop auf Lewis&Harris wollte ich gerne noch einmal einen Workshop mit Tom Mackie machen, denn seine Markenzeichen sind:
– schöne Locations,
– gute Hotels und leckeres Essen,
– Muße, kein Rund-um-die-Uhr-Stress,
– und eine kleine Gruppe.
Kurz: Gentleman-Reisen 😊.

Es wird dann Scotland in Autumn.
Okay … nicht Schottland komplett, sondern der südlichste Teil der Highlands, rund um das Glencoe Valley, dem historischen Ort der schottischen Geschichte.
Und … im November, überraschend eine gute Reisezeit: noch gutes, eher windstilles Wetter  (stimmt, 10-20 °C und meist heiter bis wolkig), keine Mücken mehr (super!), schöne Herbstfärbung der Blätter.

Fazit: Eine entspannte Reise mit tollen Locations, super Wetter und einer netten Truppe. Gelernt habe ich die „3 P” – siehe Lessons learned.

 

Beeindruckende Landschaften


 

Schottland 2021 – Workshop


Covid Adventure Travel …
31.10.2021 - der A319 wird mit Panzertape geflickt ;-)
Der A319 wird mit Panzertape geflickt 😳

… oder Irrungen und Wirrungen im Dschungel der Formalitäten, Änderungen, (Non-)Digitalisierung …

  • Lufthansa 😳:
    IT ist nicht die Kernkompetenz, and it shows: Formulare und Einreisedokumente sind vorher hochzuladen … aber der Checkin weiß von nichts und prüft alles noch einmal von Hand, dauert Stunden. Inakzeptabel. (Der Flug ist wunderbar, Gepäck geht schnell – das kann man.)
    Das gleiche beim Checkin für den Rückflug in Glasgow: ewige Wartezeit, alles manuell. Bis eine Mitarbeiterin auf die gute Idee kommt, alle Deutschen mit Online-Pre-Checkin, aber ohne Weiterflug, an einen separaten Schalter zu bitten: Das kann das System mittlerweile. Toll.
  • UK Immigration 👍:
    Es gibt zwar Restriktionen (geimpft, Day 2 Test), aber die Webseiten für Buchung des Tests und das Ausfüllen der Passenger Locator Form sind super … und bei der Einreise liegt alles vor, ich bin in weniger als 2 Minuten durch die biometrische Passkontrolle … und zu meinem Erstaunen („What do I have to do next?” – “Nothing, welcome to Scotland“) war das schon alles.
  • Deutschland 👍:
    Die elektronische Einreiseanmeldung im Internet ist einfach … der Grenzbeamte sieht alles auf seinem Schirm … super, so muss es sein.

Aber genug der Beschwerden – ich freue mich, dass Reisen überhaupt geht und genieße es, unterwegs zu sein.

 
31.10. Anreise über Glasgow
31.10.2021 - MacSorley's
MacSorley’s

Wie 2016 nach Stornoway war es mir zu riskant, den Vormittagsflug am 1.11. für das Treffen am Mittag zu buchen. So reise ich schon am Vortag an, buche schon 6 Monate im voraus den Flug und das Motel One direkt an der Central Station.

Eine weise Entscheidung – denn erstens wird der Vormittagsflug kurzfristig abgesagt, ich werde auf den Nachmittag umgebucht (Ankunft 15 Uhr statt 11 Uhr) – und zweitens wurde im April der World Climate Summit nach Glasgow vergeben, Flug- und Hotelpreise gehen durch die Decke, abgesehen davon, dass alles Monate vorher ausgebucht ist. (Das Motel One hatte ich für £89 gebucht, ein Kameramann erzählte mir, dass er £550 bezahlt hat!)

Das Hotel liegt klasse, ich bekomme sogar ein Upgrade auf eine Mini-Suite im obersten Stockwerk mit schönem Blick (keine Ahnung, welche Systematik das regelt, aber ich frage nicht). Ich wandere zwei Stunden am River Clyde entlang, wohl behütet von 1000’en Polizisten, die aus ganz UK nach Glasgow gekommen sind. Schöne Nachtaufnahmen mit dem neuen iPhone 13 Pro.

Anschließend finde ich MacSorley’s, ein Pub mit Home cooked Food (Steak Pie 👍) und Live Music. Very very typical, lecker und gemütlich.

 

River Clyde & Bridges:

 
1.11. Treffen und Fahrt nach Bridge of Orchy
1.11.2021 - Airport Xpress Bus
Airport Xpress Bus
1.11.2021 - Falls of Falloch
Falls of Falloch

 

Morgens „muss” ich noch meinen Krimi zu Ende lesen: Die fünfte Jahreszeit spielt in Strande:   MS Nordica, das Seebestattungsschiff

Um 11 Uhr nehme ich den Bus zum Flughafen, treffe dort Tom und Joan. Les, der dritte Teilnehmer, kommt mit dem Auto aus Manchester direkt zum Hotel, 60 mls nördlich von Glasgow.

Auf dem Weg ein kleiner Beifang: Falls of Falloch.
Das Bridge of Orchy Hotel ist klasse, gemütliche Zimmer, Lounge und ein wirklich gutes Restaurant. Als erstes mache ich meinen Day-2-Test … da die vorgeschriebene Priority Box aber 42 mls entfernt ist, werfe ich das Päckchen einfach in einen der vielen roten Briefkästen.

Zum Sonnenuntergang (der aber wegen Wolkendecke ausfällt) fahren wir nur 10 min, zum Loch Tulla. Abendessen um 18 Uhr, sehr lecker.

 
2.11. Ein Sonnentag rund um Bridge of Orchy

Nach dem geruhsamen Anfang gestern erleben wir heute den Tag gespickt mit Highlights.

Um 6:30 Uhr geht es los, zum Kilchurn Castle am Loch Awe. Pünktlich zum Frühstück sind wir zurück im Hotel, ich wage mich an „Full Scottish Breakfast“ – schmeckt gut, inklusive Haggis.

Es ist tolles Wetter: Sonne/Wolken, anfangs noch niedriger Nebel, fast windstill … wunderbares Licht. Wir verbringen den Tag rund um Bridge of Orchy:

Der Tag sieht zwar voll aus … es ist aber ein ruhig und entspannt, nirgendwo Hektik, viel Muße, sich und die Motive auszuprobieren.


 
3.11. Aberfeldy & Kenmore

Die Zeiten für Sonnenaufgang und -untergang sind hier im November sehr zivil, Frühstück und Abendessen passen zeitlich wunderbar, jeweils nach der Foto-Session. Heute ist die Abfahrt um 6:45 Uhr, nur 10 min Fahrt bis zur Sunrise Location: Rannoch Moor.

  • Sonnenaufgang an Loch Bà
  • Wolken und Sonne am Lochan na h-Achlaise

Wieder leckeres Frühstück, es geht direkt weiter, in einen langen Tag: 

  • Birks of Aberfeldy, ~50 mls entfernt. Schöne Wanderung durch farbenprächtigen Herbstwald mit vielen Wasserfällen. 
  • Sonnenuntergang in Kenmore, am Loch Tay. Leider viele Wolken, aber als es fast dunkel ist, kommt für einen kurzen Moment eine schöne Lichtstimmung auf.

Ein langer Tag, die viele frische Luft und auch die Wanderung haben uns müde gemacht.

Was war sonst noch: Day 2 Test ist negativ. Weihnachtsgeschenke nach Botswana geschickt, mit Royal Mail an Phil in Manchester, der sie ins Gepäck nimmt, wenn er Weihachten nach Kasane fliegt und dann an Andy und John, unsere Kontakte für die Botswana-Urlaube, weitergibt.


Aberfeldy & Loch Tay:

 
4.11. Loch Tulla, Glencoe Lochan
4.11.2021 - Loch Tulla
Loch Tulla
4.11.2021 - Glencoe Lochan
Glencoe Lochan

Noch müde von gestern lasse ich die Sunrise Tour aus. 2 Stunden Extraschlaf sind nötig. 

Um 10:30 Uhr, nach einem guten Frühstück, brechen wir – wieder bei tollem Wetter – zu den heutigen Locations auf.

Loch Tulla: Bei Windstille gelingen wunderschöne Langzeitbelichtungen. Wir stromern in Ruhe am Ufer entlang und probieren jede Menge aus.

Nach dem bewährtem Lunch im Kingshouse Hotel (der Haus-Hirsch begrüßt uns schon) wandern wir einmal um Glencoe Lochan, mit schönem Herbstlaub und tollen Spiegelungen.

Aber das Highlight heute ist das Dinner im Holly Tree Hotel – wir alle können dem sehr sehr leckeren „Rendezvous of Seafood“ nicht widerstehen. (Das Restaurant ist so beliebt, dass man sogar jetzt im November 2-3 Tage vorher reservieren muss.)

Noch 40 min Rückfahrt (ich liebe es – keine stundenlangen Autofahrten bei Tom Mackie 👍), wir sitzen noch eine Weile zusammen und besprechen Bilder.


Loch Tulla & Glencoe Lochan:

 
5.11. Glencoe, Glenfinnan, Loch Leven Hotel
5.11.2021 - Glencoe Valley Entry
Glencoe Valley Entry
5.11.2021 - Loch Leven Hotel, Ballachulish
Loch Leven Hotel, Ballachulish

Gegen 10 Uhr brechen wir unsere Zelte in Bridge of Orchy ab und fahren die ca. 30 mls nach Ballachulish, wieder durch’s schöne Glencoe Valley. Unterwegs kurze Fotopausen, wir lassen unsere Koffer im neuen Hotel (Loch Leven Hotel, Ballachulish) und fahren noch mal 30 mls weiter nach Glenfinnan – ein Ort, den jeder Schotte (und Engländer und Tourist) sehen muss:

– Fort Williams mit dem Caledonian Canal,
Bonny Prinz Charlie Monument,
Glenfinnan Bridge, uns Deutschen besser bekannt als Harry Potter Bridge 😂.

Gegen 17 Uhr sind wir wieder im Hotel, kurz Bilder besprechen, gutes Abendessen, um 20:30 Uhr sind wir alle schon müde.

Das Loch Leven Hotel ist eine Klasse unter dem Bridge of Orchy Hotel, alt und lange nicht renoviert. Mir gefällt dieses „authentische Alter” – die anderen sind nicht so begeistert.


Unterwegs nach Glenfinnan:

 
6.11. Rainy Day

Kein Cooked Breakfast im Hotel (Personalmangel, der Koch kommt nur abends), ein totales No-Go für die englischen Kollegen. Wir wollen in eins der vielen Cafés im Ort fahren …alle closed for the season. Wir suchen mehr als eine Stunde, ich habe innerlich schon auf „Kismet Inshallah, kein Frühstück heute” geschaltet, schließlich finden wir in Fort Williams das tolle Chicago Heights Café.

Es regnet kräftig („dreakt“ nennen die Schotten so ein Wetter), wir bearbeiten Bilder und klönen.

Gegen 15:30 Uhr ein Versuch, noch einmal an der Old Glencoe Road oder dem Glencoe Lochan etwas schönes Licht zu erwischen … nein, nur ein paar Doku-Fotos mit dem iPhone.

Abendessen noch einmal im Holly Tree Hotel (wir hatten vorgestern nach dem genussvollen Mahl spontan für heute noch einmal reserviert).

 
7.11. Loch Leven, Glencoe, Castle Stalker
8.11.2021 - Ballachulish Bridge
Ballachulish Bridge

Das Frühstück im Hotel ist sehr gut … als Deutscher brauche ich allerdings auch kein Cooked Breakfast ☺️. Pünktlich um 9 Uhr hört es auf zu regnen, wie die Wetter-Apps es vorhergesagt haben. Wir verbringen eine Stunde in der Nähe des Hotels und fotografieren Loch Leven.

Danach geht es zu den Three Sisters im Glencoe Valley. Beim Hochkraxeln rutsche ich aus, Kamera und Stativ sind okay, ein Filter ist aber zerkratzt.

Zum Sonnenuntergang geht es zum Castle Stalker. Leider keine Sonne, so werden es ein paar nette Doku-Fotos.

Abendessen im Hotel, wieder sehr gut. Ein großer Schreck aber: Die Nylonbluse der Kellnerin fängt an einer Kerze Feuer, brennt sofort lichterloh. Ein Gast wirft ihr die Tischdecke über, verbrennt sich etwas die Hand. Es scheint aber glimpflich auszugehen, die Paramedics (direkt auf der anderen Seite der Brücke ist die Station) bringen sie ins Krankenhaus. Am nächsten Morgen erfahren wir, dass es ihr gut geht.


 
8.11. Rückfahrt nach Glasgow
8.11.2021 - Falls of Dochard
8.11.2021 – Falls of Dochard

Wir können ausschlafen (Dauerregen und Wolken, kein Sunrise Weather), gemütlich geht es um 9:30 Uhr los. Bei diesem Wetter haben wir keine großen Erwartungen, gute Bilder zu bekommen. Aber Tom gibt nicht auf und überlegt sich zwei Zwischenstationen, die auch bei bedeckten Himmel „gehen”:

  • Falls of Dochard, eine malerische alte Brücke und ein weitläufiger Wasserfall, eher sind es Stromschnellen.
    Leider ist es zu riskant, sich auf die vom Dauerregen nassen Felsen zu positionieren. Wir bauen unsere Stative auf der Brücke auf … ganz nette Bilder, aber nichts spektakuläres. Ich hoffe noch ein bisschen auf Bachstelzen und Wasseramseln, die es hier gibt … aber denen ist es offensichtlich zu nass ☺️.
  • Milarrochy Bay eine der Touri-Attraktionen am Loch Lomond. Man sieht an den Parkplätzen (und den Halteverboten auf allen Zufahrtsstraßen), welcher Andrang im Sommer hier herrscht. Jetzt ist es fast menschenleer.
    Der Regen hat aufgehört, es ist dichter Nebel, alles ist schneeweiß, eine unwirklich schöne Atmosphäre. Uns gelingen tolle High Key Aufnahmen.

Die letzte Nacht in im Dalmeny Park House Hotel ist luxuriös, ein 4-Sterne Radisson. Wir haben noch einmal ein super leckeres Abendessen (und günstiger als in allen bisherigen Restaurants). Zum Abschluss gibt es eine letzte gemeinsame Bildbesprechung, inklusive Präsentation der eigenen Top 10.

Herzlicher Abschied von Les, der die 5 Stunden Fahrt nach Manchester sehr früh am nächsten Morgen angehen will. 


Milarrochy Bay, inklusive dem Standard-Fake des bekannten Baums (die Spiegelung retuschieren die meisten Fotografen weg):

 
9.11. Laaanger Rückreisetag

Um kurz nach 10 Uhr setzt Tom uns am Flughafen ab, Joan‘s Flug geht um 12 Uhr, meiner erst um 16:20 Uhr … ich muss noch 4 Stunden bis zum Koffer-Checkin warten, und hier ist kein Restaurant, keine Lounge offen 😳. Ich sichte in Ruhe die 8000 eingescannten Familien-Dias, bis Ordner 61 (von 124) komme ich. Checkin ist wieder ein Lufthansa-IT-Drama, aber immerhin hat die Software in den letzten 9 Tagen gelernt, den pre-Checkin für Deutsche zu verarbeiten. 

Der Flug geht pünktlich los, ruhiger Flug … und die Bundespolizei ist IT-mäßig auf Zack: Reisepass scannen, System sagt „alles liegt vor“ … zack, fertig 👍.

Gepäck ist schnell da, ich kriege einen ICE früher und bin glücklich gegen 21:30 Uhr zuhause.


 

Schottland 2021 – Lessons learned

First things first: The essentials to learn are the following:
– „Loch“ spricht sich Lock und ist ein fjordartiger See oder Meeresarm.
– Wenn er klein ist, dass heißt er „Lochan“.
– „Glen“ ist eine (enges) Tal.
– Und, wie Tom sagt: The rest is Gaelic, no one understands it.

The 3 P’s – Planning, Positioning, Perserverance

Tom hat sich seit 2016 (Lewis & Harris) weiter entwickelt: nur wenige Locations pro Tag, mit jeweils viel Zeit und Muße. Geblieben ist, dass wir selbständig uns Standorte, Belichtung etc. erarbeiten müssen. (Anmerkung: Zum Erlernen von Belichtungstechnik, Basics des Bildaufbaus, Langzeitbelichtungen sind die Workshops von z.B. PhotoTours4U geeigneter.)


Planning:

2.11.2021 - Loch Etive
Loch Etive

Das ist der Grund für mich, Workshops zu buchen. Welche Location bei welchem Wetter zu welcher Tageszeit oder gar Jahreszeit geht … das ist die Leistung, das Knowhow und die Vorarbeit des Veranstalters.
Einige Grundregeln habe ich mittlerweile natürlich mitgenommen:

  • Seen sind am besten bei Windstille und Struktur im Himmel. Beispiel Loch Tulla.
  • Am Meer bewusst Ebbe und Flut einplanen. Je nach Motiv braucht man Flut (Loch Etive, siehe rechts), oder umgekehrt Ebbe (Playa de Barrica, Nordspanien, 2017).
  • Wenn der Himmel strukturlos ist (also entweder blau ohne Wolken, oder eine graue „Suppe”), dann kann man gut im Wald fotografieren oder solche Motive, wo man den Himmel aus dem Bild weglassen kann. Siehe Birks of Aberfeldy oder Glencoe Lochan.
  • Foto-Equipment (Akkus, alles sauber und getestet) und Kleidung (Kälte, Regen) gehören ebenso zur Planung.
    Und … auf der Hinreise das Kamerahandbuch noch einmal lesen!

Positioning:

Bedeutet für mich, Zeit und Fußmärsche zu investieren – was in Schottland zusätzlich heißt, Gummistiefel zu tragen ☺️.
Mittlerweile habe ich manchmal schon ein Gefühl dafür, wo man versuchen kann, ein Bild zu komponieren. Aber meistens sehen die Locations für mich bei der Ankunft weitläufig und ohne Anhaltspunkte aus. Probieren, weitergehen, probieren … und immer wieder von Neuem auf Details wie Strommasten, Bildführung, Horizonte u.v.m achten.


Schöne Locations … und viele, viele Möglichkeiten, sich zu positionieren:

(Hinweis: Maus auf ein Bilder bewegen – nur bewegen, nicht klicken, dann pausiert die Bildsequenz und man kann in Ruhe schauen ;)

Als Bild habe ich sofort vor Augen, dass sich im Wasser sowohl das Schloss als auch die rote Herbstfärbung der Farne spiegeln sollen. Also wende ich mich nach rechts.
Ich finde dann noch die beiden kleinen Bäume als Rahmen, muss für die Spiegelung ein bisschen den Hang hoch kraxeln (zu den Schafen ;-) und freue mich über das schöne Bild.

50 sec, f13, ISO 160, 24 mm (XF10-24mm)

Wir stromern zwei Stunden an den Ufern des Loch Tulla entlang, suchen windgeschützte Seebereiche, schöne Bildelemente und Wolken.
Am Ende sind wir alle an der gleichen Position, mit diesen Baumgruppen, recht ruhigem Wasser und schönem Wolkenrahmen.
Das schönste Bild gelingt (finde ich) Tom: klick

1: 120 sec, f7.1, IS0 160, 16 mm (XF16-55mm)
2: 1/50 sec, f10, ISO 160, 10 mm (XF10-24mm)

Hier habe ich den richtigen Riecher, dass die Wolken die aufgehende Sonne verdecken werden, aber Richtung Westen die Wolken von unten beschienen werden. Darum gehe ich 20 min Richtung Osten, um mit der Sonne zu fotografieren, auf Spiegelungen hoffend.
Zweimal Glück: Der Riecher stimmt und das kleine Bootshaus ist ein nettes Add-on.

1/5 sec, f9, ISO 160, 10 mm (XF10-24mm)

 

Perseverance:

4.11.2021 - Glencoe Lochan
Glencoe Lochan
8.11.2021 - Milarrochy Bay, Loch Lomond
Milarrochy Bay, Loch Lomond

Für mich ist Positioning fast vollständig mit Perseverance (Beharrlichkeit) gleich zu setzen … denn genau die brauche ich, um irgendwann, irgendwie die „perfekte” Position und Bildkomposition zu finden.

In der guten Stunde am Glencoe Lochan habe ich gefühlt 30-mal das Stativ ausgerichtet, jeweils ein paar Bildausschnitte probiert … um am Ende 5-6 gelungene Bilder zu haben.

An der Milarrochy Bay möchte ich unbedingt die Enten als Fortsetzung der Steine haben … mit Geduld und Glück gelingt es.

Echte Perseverance zeigen Tom und Joan am Loch Etive: Die ideale Position ist auf einer kleiner Grasinsel … aber  das Wasser steigt. Ich bin zu feige und springe gerade noch trockenen Fußes zurück auf festen Boden 😊. Ob das Mehr an Spiegelung den Einsatz wert war?

 

Real photographers don’t flee the tide: 


 

Schottland 2021 – Land & Leute

Wir sind drei Teilnehmer …

… und alle sind wir Finanzer. Auch wenn Tom darauf achtet, dass die Teilnehmer zueinander passen, glaube ich eher an Zufall ☺️.
Wir verstehen uns gut, und haben viele interessante Themen neben der Photographie.


 
Die Hotels
31.10.2021 - Motel One, Glasgow
Motel One, Glasgow

Das Motel One in Glasgow ist ein gutes Mittelklassehotel: die Lage ist optimal, zwischen Central Station und River Clyde, die Zimmer sind top, das Frühstück leider sehr mittelmäßig.

Die ersten vier Nächte des Workshops verbringen wir in Bridge of Orchy, ein winziger Ort mit vielleicht einem Dutzend Häusern, einer kleinen Kirche, einem Bahnhof (in Betrieb) und einer Busstation; und mit dem Bridge of Orchy Hotel, mit mehr als 40 Zimmern das einzige Hotel weit und breit. Die Zimmer sind einfach, klein, aber sauber und haben alles, was man braucht. Das Restaurant ist sehr gut, ebenso das Frühstück.
Ich war überrascht, dass jetzt im November das Hotel ausgebucht war (nicht nur dieses – alle Hotels und Restaurants) … aber der November ist eine sehr beliebte Saison für Wanderer und Fotografen: keine Mücken mehr, die „kleine” Regenzeit im September ist vorbei, noch ist kein Winter.

Viele Wanderer nutzen Bridge of Orchy als Base Camp: Sie fahren mit dem Bus ca. 20-30 km zum Startpunkt und wandern zurück zum Hotel, den West Highland Way.


Die nächsten drei Tage sind wir im Loch Leven Hotel, dem alten Ballachulish Fährhaus am Loch Leven, bevor die Brücke 1975 gebaut war. Ich liebe solche alten Gebäude mit viel Geschichte (siehe hier einen interessanten Film über die abenteuerlichen Fähren, die viele Jahrzehnte hier den gesamten Reiseverkehr bewältigen mussten). Der Fähranleger ist auf beiden Seiten noch da.

Das Hotel strahlt alte Pracht aus, ist aber mittlerweile doch renovierungsbedürftig. Und ebenso ausgebucht wie alle anderen Hotels.
Die Zimmer sind (sehr) klein, recht antik eingerichtet, aber in Ordnung. Das Frühstück ist ausgezeichnet, das Restaurant sehr gut.


Die letzte Nacht verbringen wir in der Nähe des Flughafens, im luxuriösen Dalmeny Park House Hotel. Zum Abschluss möchte Tom uns noch etwas gönnen ☺️.


Restaurants

Ceterum censeo … die englische Küche ist ausgezeichnet!

  • Alle drei Hotels haben ausgezeichnete Restaurants, mit schottischen Spezialitäten.
  • MacSorley’s: „fresh and home cooked“.
  • Holly Tree Hotel: Fine dining, vor allem Sea Food.
  • Nur am Flughafen ist es furchtbar, einzig Starbucks ist geöffnet.

 

Schottland 2021 – Impressionen

 

Sicilia 2020: Viaggio di ritorno

5.-7.11.: Viaggio di ritorno con ostacoli

Packen geht mittlerweile routiniert, kurz vor 10 Uhr am Donnerstag, 5.11., sind wir ohne Hektik fertig. Noch ein wenig mit Rossella quatschen, dann will Michael schon mal bei Siremar den Voucher in das Ticket umtauschen … aber, oh Schreck, die 14-Uhr-Fähre ist gecancelt!
Die Alternative fährt um 17:35 Uhr mit Ankunft 20:15 Uhr in Milazzo … wie soll das gehen, wenn die Fahrt bis Palermo 2 ¼ Stunden dauert und das Boarding um 22 Uhr endet? 😳

Der Mitarbeiter vom Ticket Office gibt sich Mühe, versucht uns auf die schnellere 17:15-Uhr-Fähre zu buchen, die wäre schon um 19 Uhr in Milazzo. Am Ende haben wir das Auto auf der 17:35-Uhr-Fähre gebucht und wir beide haben Tickets für 17:15 – noch ohne Auto, das versucht er noch hinzukriegen. „I will fight for you!“

Michael trägt es erstaunlich gelassen, ruft erst mal bei GNV an, wie spät man ankommen darf und was mit umbuchen ist. Die Dame sagt, dass man bis 21 (!) Uhr Check-in machen muss, für den nächsten Tag (Freitag) gibt es nur noch eine Innen(😱)kabine („no way“), aber Samstag ginge es, wieder mit der La Superba. Das will Karin aber auf keinen Fall – noch zwei Tage länger „irgendwo auf Warteposition sein”. Michael lässt sich die Nummer des Ticketoffice in Palermo geben, Karin ruft dort an … „latest check-in 22:30 Uhr“ … damit würde sogar die Fähre um 17:35 Uhr knappest klappen …
Als wir gerade losfahren wollen, kommt der Siremar-Mitarbeiter heraus gelaufen: Das Auto ist auch auf der 17:15-Uhr-Fähre 👍.

Karin geht noch ein paar Souvenirs kaufen, Michael fährt Tanken (kostet hier auf Lipari zwar 30 ct mehr als in Sizilien, aber wir wollen nach der Ankunft in Milazzo keine Zeit verlieren). Die Parkplätze sind alle voll, also stellt Michael sich in die Wartereihe für die Fähre, das geht bereits.
Dem Siremar-Angestellten schenken wir eine gute Flasche Rotwein, er freut sich sehr, ist gerührt.

Ein letztes Mittagessen in Lipari (morgen schließen alle Restaurants in Lipari komplett, wegen Corona), wir gehen noch einmal ins Caffè La Vela, Capone nehmen wir, sehr lecker. Anschließend bummeln wir durch’s Castello, entspannend. Pal Dan Gum (Hu-Ha 😍) vor schöner Meereskulisse.

Es kommt eine SMS von GNV: Die La Superba hat Verspätung, Check-in bis 23:30 Uhr. Unsere Mischung aus Gelassenheit und Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. 😊

Die Fähre kommt 5 Minuten zu spät, und dann geht ein 3D-Puzzle mit Autos los. Kubisch-dichte Raumpackung  … und das ganze noch so, dass in Vulcano auch noch die Autos, die dort raus wollen, vernünftig stehen. Die Fähre ist so voll, dass zwei LKWs draußen vor der Luke stehen. In Vulcano noch einmal große Rangiererei … am Ende sind wir erst um 19:45 Uhr in Milazzo … aber als zweite von der Fähre runter.
Sofort geht’s auf die Piste, wir kommen gut voran, bis auf eine Autobahnsperrung bei Tusa, die uns 20 min Umweg über die kurvige Küstenstraße kostet (und Michael doch die Gelassenheit verlieren lässt 😢). Wir sind um 22:15 Uhr da, Check-in klappt schnell, noch ein bisschen im Priority-Bereich warten und den LKWs beim Boarding zuschauen, dann geht’s als letzte auf die Fähre. (Damit man morgen als erste losfahren kann!)

Die Presidential Suite ist klasse (siehe Video 😂: viel Platz, großes Bad, Balkon = frische Luft), überhaupt ist die La Superba ein um Klassen besseres Schiff als die MV Excellent von der Hinfahrt. Wir genießen unser mitgebrachtes Essen und fallen schnell ins fürstliche Bett.

 
 

Freitag, 6.11.: Kreuzfahrt-Feeling, schnell durch Norditalien nach Wassen

6.11.2020 - Sonnenuntergang bei der Einfahrt nachn Genua
Sonnenuntergang bei der Einfahrt nach Genua

Die Suite ist echt erholsam, wir relaxen, lesen, holen uns ab und zu einen Kaffee.

Mittagessen im Self-Service-Restaurant (der Hunger treibt’s rein ;-).

Die eine Stunde Verspätung wird aufgeholt, um 19:30 Uhr sind wir in Genua und als erste vom Schiff.

3 ¼ Stunden Fahrt bis Wassen, der Schlüssel liegt wie versprochen im Versteck. Im leeren Hotel (danke, Familie Rampart-Gerig) finden wir unser schönes Zimmer, ein kurzer Nacht­imbiss, dann ab ins Bett.

 

Samstag, 7.11.: Schreck an der Grenze, erfolgreicher Corona-Test, um 18 Uhr sind wir wieder zuhause

7.11.2020 - Frühstück, Hotel Gerig, Wassen
Frühstück, Hotel Gerig, Wassen
7.11.2020 - Corona-Einreise-Test, Frankfurt --> negativ :-)
7.11.2020 – Corona-Einreise-Test, Frankfurt –> negativ :-)

Karin kauft im Supermarkt nebenan ein paar Brötchen und Joghurt, Michael macht Kaffee und Tee. Um 9:30 Uhr brechen wir auf und sind ohne Stau und Hektik kurz nach 11 Uhr in Basel an der deutschen Grenze … oh Schreck, wo ist die Handtasche 😳 … sie ist nicht im Auto 😱.

Wir drehen um, Karin ist verzweifelt, ruft im Supermarkt an, ob die Tasche vor dem Hotel liegt (wo wir geparkt hatten) … nein. Wir beschließen, nicht die 1 ¾ Stunde nach Wassen zurück zu fahren (ins Hotel kommen wir ja nicht), sondern ohne Tasche (Schlüssel, Kreditkarten, Ausweise …) nach Hause zu fahren. Karin hat sich wieder beruhigt … und an der Grenze winkt man uns ohne Kontrolle durch.

Gegen 15 Uhr noch der Risikogebiet-Einreise-Test in Frankfurt (den wir freiwillig machen, ab morgen ist er verpflichtend), geht super schnell. Um kurz vor sechs sind wir wieder zuhause.

Eine tolle, harmonische, schöne, spannende Zeit haben wir erlebt ❤️.

 

Nachtrag:
Am Samstagabend kommen schon die Testresultate: negativ 👍
Am Sonntagmittag der Anruf vom Hotel Gerig: Die Handtasche ist im Zimmer 😃, wird Montag nach Aachen geschickt.