Die Steigerung des dritten P’s der 3P – nach Perseverance (Ausdauer) kommt: Niemals aufgeben!
(Aber die Grenzen sind flieĆend. š)
Sandnessundbrua:
Kein Tag für Landschaftsfotografie, starkes Schneetreiben, 45 Minuten stehen wir mit aufgebauten Stativen und machen ein paar Verzweiflungsbilder. Wir brechen ab und fahren zurück … auf der Brücke sehen wir in der Ferne, dass es aufklart.
Wir kehren um … und landen wieder im Schneetreiben … aber dann, plƶtzlich, 1 Minute Himmel, Sonne, Licht š.
Eismeerkathedrale:
Das bekannte Motiv āWeiĆe und rote Scheinwerferspuren umkurven die Kathedraleā will ich natürlich auch fotografieren … und ich verzweifle an der fehlenden Kooperation der Autos (entweder kommt keins oder alle auf einmal) und der Ampel (wird rot und alle Lichter ballen sich an einer Stelle). Aber Toms Rat ist der richtige: einfach solange Belichtungen mit 15-20 sec machen, bis eine passt š.
Fjelleisen:
Schneetreiben, Nebel, null Sicht, wir verziehen uns ins Restaurant.
Aber ich will nicht aufgeben und ziehe alleine im dichten Schneetreiben wieder los zum Aussichtspunkt … und kurz nach der Ankunft klart es für 5 min auf š.
TromsĆø, nach dem Abendessen:
20 Uhr, wir alle sind müde, drauĆen stürmt und schneit es. Aber ich will āSchnee bei Nachtā fotografieren … und es wird ein magischer Schneespaziergang š.
Okshornan:
Wir sitzen hinter unseren Stativen und warten auf die blaue Stunde. Ein einheimischer Fotograf kommt, schaut kurz und dreht mit den Worten āuninterestingā wieder um. Auf unsere Frage antwortet er: āI want northern lights over Oxhornan – because of the direction, we need very strong northern lights, and calm sea … this happens once every 10 years. I come and look nearly every evening.ā
Mein Ehrgeiz ist geweckt … und sichte meine Bilder der Nordlichter vom Vortag … scheint zu passen, wenn ich die Felswand etwas hƶher und weiter rechts im Bild platziere.
Die zwei Stunden Rückflug nutze ich, um mit Photoshop meine Version von ā1x in 10 Jahrenā anzufertigen š.
Nordlicht vom Vortag
Zugeschnitten und Horizont bereinigt
Okshornan kurz vor blauer Stunde
voilĆ š
Ein Ausschnitt des Nordlichtfotos vom Vortag – so zugeschnitten, dass es genau über die Felsen des Okshornan passt.
2 Stunden bastel ich in Photoshop – 80% davon google und lerne ich, wie man Himmel ersetzt und an einer definierten Geraden spiegelt. Noch ein bisschen Retusche … violĆ .
Schon am Vortag reise ich an, mit MeilenschnƤppchen bekomme ich einen ein 50ā¬-Direktflug in der Business Class von Frankfurt aus. Das Thon Hotel Polar liegt zentral, ideal für StadtrundgƤnge, aber dank Parkhaus auch ein guter Ausgangspunkt für Abstecher mit dem Auto. Die Zimmer sind zwar klein, aber das Frühstück ist super und hat zurecht mehrmals einen Preis in der norwegischen Hotelfrühstücksmeisterschaft gewonnen.
Den Extratag verbringe ich mit SpaziergƤngen und Museumsbesuchen:
– Perspektivet, ein kleines Heimat- und Fotomuseum
– Das Polarmuseum über die Geschichte(n) der norwegischen Polarforscher
Günstiges und leckeres Abendessen im Sabrura Sticks & Sushi.
TromsĆø – Eismeerkathedrale
Diese Architektur-Ikone liegt gegenüber der TromsĆøya (āTroms-Inselā) und ist zusammen mit der langen, geschwungenen TromsĆøbrua ein tolles Fotomotiv.
Innen war ich nicht – der Andrang war einfach zu hoch. Ich war überrascht, wie voll TromsĆø jetzt im Februar war – ausgebucht und überall sind Touristen, hauptsƤchlich aus Asien. Nordlichter sind derzeit wohl der Hit dort.
TromsĆø – Sandnessundbrua
Die Brücke über den Sandnessund liegt beim Flughafen und verbindet Tromsøya mit Kvaløya.
Im Schneetreiben gelingen einige nette Bilder, für wenige Minuten reiĆt der Himmel auf, Licht und Sonne überfluten uns.
TromsĆø – Fylkesvei 862
Die LandstraĆe 862 führt durch die Berge von KvalĆøya, ein Eldorado für Schneewanderer.
Ich versuche erstmals Highkey-Aufnahmen – technisch schaffe ich das natürlich, aber die Herausforderung sind Motiv und Bildausschnitt. Viele Versuche, intensives Nacharbeiten am Rechner, einige wenige gute Bilder.
TromsĆø – Fjellheisen
Die Seilbahn hoch zum Storsteinen bringt uns zu dem Aussichtspunkt über TromsĆø. Aus 420 m Hƶhe blickt man über Eismeerkathedrale, TromsĆøbrua und TromsĆø. Auch ohne Nordlichter sehr schƶn – vor allem nach mehr als zwei Stunden warten und bibbern, bis das Schneetreiben eine kurze Pause einlegt.
TromsĆø – Magischer Schneeabend
Alle sind müde, aber mich reizt das Schneetreiben. Es ist faszinierend, wie innerhalb weniger Minuten dichtes Schneetreiben ohne jede Sicht wechselt zu klarer Luft, dann wieder zu Schneesturm. Zwischendrin immer wieder Phasen mit sanften Schneeflocken.
19.-24.2.2024: Senja
Nach dem Frühstück (leider – das letzte gute Frühstück auf dieser Tour) starten wir die 3,5 Stunden Fahrt an die Westküste von Senja.
Für die nƤchsten 5 NƤchte ist Hamn i Senja (āHafen in Senjaā) unsere Basis. Die schƶnen FerienhƤuser liegen am Hafen, im Haupthaus gibt es einige Zimmer und das Restaurant (ganz okay, aber kein Gourmet-Tempel – typisch norwegisch halt ;-).
Unsere Locations sind ca. 30-60 km entfernt, also in maximal 1 Stunde gut erreichbar. Aber auch rund um Hamn i Senja kann man gut fotografieren.
Hamn i Senja
Rund um das Hotel gibt es viele schƶne Aussichtspunkte. Zwischendurch stromern wir immer mal herum – ein paar Schnappschüsse, Nachtaufnahmen und auch Langzeitbelichtungen.
Senja – Schnee pur
Festgefahrene Schneedecke, wo nicht gerƤumt ist, hohe Schneewehen, einsame HƤuser in Winterlandschaft. Viele Fotomotive.
Senja – Mefjord
Der Aussichtspunkt fordert uns einiges ab, weil der Weg dorthin unter dem Schnee verschwunden ist. Nach vergeblicher Suche gehen wir querfeldein, sehr mühsam, durch zum Teil hüfthohen Schnee. Für knapp 200 m und 10 Hƶhenmeter brauchen wir 20 min. Ich sinke einmal bis zu Brust ein … kostet ziemlich Kraft, da wieder rauszukommen.
Oben stampfen wir uns eine Fläche für Stative (und uns), damit wir beim Fotografieren nicht einsinken.
ZunƤchst sind Wolken, Nebel und fahles Licht, aber dann āexplodiertā der Himmel in surrealen Farben.
Senja – Nordlichter
Wir hatten bis zum vorletzten Tag groĆes Pech: Entweder es gab tolle Nordlichter … über der Wolkendecke. Oder wir hatten klaren Himmel, aber keine Nordlichter. Oder am Tag nach unserem Fjellheisen-Besuch gab es Nordlichter in TromsĆø, aber wir waren schon in Senja, bei bedecktem Himmel.
Nach einer abwechselnden Nachtwache, um die vorhergesagten Nordlichter nicht zu verpassen, die dann aber doch nicht kamen, gaben wir innerlich auf. AuĆerdem waren wir am folgenden Tag müde. Um 22:15 Uhr dann der Rundruf āraus, ein ganz feiner Nordlichtschimmerā.
Und tatsƤchlich, man sieht ein paar. Nicht besonders stark, aber ca. eine Stunde gelingen ganz nette Aufnahmen.
Und ich weiĆ, dass mit der GFX auch bei Blende f/4, 6-8 sec Belichtungszeit und ISO 2000 sehr gute Bilder gelingen.
22.2.2024 – Hamn i Senja, Nordlichter (Panorama aus 7 Bildern)
Senja – Okshornan
Oder auch Devil’s Teeth. Dieser Spot ist sehr bekannt, aber wir haben Glück, keine anderen Fotografen, so dass wir uns jeder einen schƶnen Platz vor dem Gezeitentümpel suchen kƶnnen.
Tom hat Tide und Uhrzeit wieder perfekt abgestimmt, genau die richtige Wasserhƶhe, so dass der Tümpel zwar Wasser enthƤlt, aber nur ab und zu von einen Welle erwischt wird. Kaum Wind – so kƶnnen wir immer wieder den Moment abpassen, wo das Wasser glatt ist und die TeufelszƤhne spiegelt.
(Ich habe bereits die Idee für mein āNever give up“-Werk –> der Ausschnitt und das fahle, blƤuliche Licht des 4. Bilds sind Absicht š.)
Senja – Wildlife
Meine Vogelkamera (X-H2S mit XF 150-600) nehme ich auf Reisen immer mit. Die Ausbeute auf so einem Landscape-Workshop ist aber begrenzt … umso mehr freue ich mich über die BIF-Bilder vom Seeadler. Und die Erstsichtung der Gryllteiste š.
24.2.2024: Ausflug nach Sommerøy, Rückflug
Gut, dass wir 2 Autos haben … denn Tom, Joan und Alec fliegen schon mittags in TromsĆø ab und müssen um 6 Uhr los. Nick und ich kƶnnen in Ruhe frühstücken und starten um 9. Ā Ich liefere ihn um 12 am Flughafen ab … und habe noch gut 5 Stunden Zeit.
Ein kurze Mittagspause unter der Sandnessundbrua … was kƶnnte ich noch unternehmen? Ich entscheide mich, noch weitere 70 km bis SommerĆøy zu fahren, dem westlichsten Punkt hier in der Gegend. Unterwegs stoppe ich in Brensholmen, wo die FƤhre nach Senja abfƤhrt – in the middle of nowhere š. Nur 40 km Luftlinie bin ich hier von Hamn i Senja entfernt, statt 275 km mit dem Auto.
Sommerøy ist über zwei einspurige Brücken erreichbar, ein schöner Fischerhafen, ein kleiner Kro zum Aufwärmen mit leckeren Lite Bites.
Um 19 Uhr geht es mit Eurowings direkt nach Düsseldorf, mit der RE komme ich gut nach Aachen komme.
Mein 5. Workshop mit Tom Mackie – bewƤhrt, geruhsam, tolle Locations, aber diesmal ādankā der bekannt schlechten norwegischen Küche ohne Fine Dining. Wir kochen sogar zweimal selbst.
In Slowenien schwärmten alle von Norwegen im Winter: Schnee pur, Nordlichter, Seascape und Architektur in Tromsø. So buchte ich kurzentschlossen den letzten freien Platz.
Die ersten vier NƤchte verbringen wir in TromsĆø, mit 80.000 Einwohnern die viertgrƶĆte Stadt Norwegens.
Bei viel Schnee und Wind sind gute Fotos eine Herausforderung … never give up wird unser Motto. Sei es beim Abpassen der einzigen Minute mit freier Sicht, oder der Aufgabe, einen geschützten Standort im dichten Schneetreiben zu finden. Oder beim schweiĆtreibenden Aufstieg durch hüfttiefen Schnee zum besten Aussichtspunkt auf den Fjord.
Südwestlich von TromsĆø liegt Senja, die zweitgrƶĆte Insel Norwegens. Eigentlich recht nah … aber die vielen Fjorde erfordern einige Umwege, so dass man ca. 200 km fahren muss. Abenteuerlich auf festgefahrener Schneedecke, aber mit Spikes kein Problem. Senja ist im Winter einsam, die Lichtstimmung bei Schnee, Wolken, Sonne ist wunderschƶn. Nordlichter haben wir nur einmal, recht schwach. Aber das führt zum abschlieĆenden Beispiel von never give up š.
Fazit: Tom Mackie ist immer eine Reise wert – nette Leute, tolle Locations, ich lerne immer etwas dazu. Und: Man braucht definitiv Spikes unter den Schuhen!
20. – 29.9.2024 – Mit Kids & Partnern nach Porthleven
20.-29.9.2024 – Cornwall mit Kids & Co
An der Müritz hieĆ es noch vage: āMüssen wir noch mal machen, so einen Familien-Urlaubā.
Im November whatsapp-te Michael āIch mƶchte so gerne noch mal nach Porthlevenā.
Innerhalb von 20 Minuten antworteten Karin, Karla und Luis āoh jaā
… damit war die Entscheidung ja quasi gefallen
… 3 Tage spƤter stand der Termin fest, das Compass Cottage gebucht
… und das Tamarisk Cottage für die āGroĆenā.
Jule und Ralf kƶnnen auch, Daniel und Florian haben zumindest nichts anderes geplant.
28.9.2024 – De Vere Tortworth Court, 1853 Restaurant
9 Monate danach geht es zu sechst im Cambio-Bus über Dover und Poole nach Porthleven, Daniel kommt via Edinburgh nach, nur Florian hat leider wichtige Firmentermine.
2 Tage Anreise
7 Tage Porthleven mit vielen Ausflügen, Action, Wanderungen (und lecker Essen)
2 Tage Rückreise.
Fazit:
– Eine Supertruppe, wir haben viel SpaĆ š – Wir lieben das Compass Cottage š – Und das englische Essen ist wie immer: super lecker š
– Karin undĀ Michael beschlieĆen, nƤchstes Jahr wieder zu kommen š„°
14.9.2022 – Nxai Pan Waterhole … <klick> für Video :-)
Die 2019er-Tour war so atemberaubend schƶn, dass Michael schon bei der Rückfahrt eine neue Planung begann. 2021 war Karin dann āweichgekochtā š» … aber mit dem Zusatzwunsch, dass die Kayaktour noch einen Tag lƤnger wird. Michael lieĆ sich überzeugen ;-)
2019 hatten wir uns gegen den Besuch der Kalahari entschieden, weil es uns zu einsam für die erste Dachzelttour zu zweit war. Aber mittlerweile sind wir ja alte Hasen …
Nach der Kayaktour verbringen wir also fünf atemberaubend einsame Tage im CKGR (Central Kalahari Game Reserve) und anschlieĆend 4 Tage im Makgadikgadi & Nxai Pan National Park. Zum Abschluss fahren wir noch einmal in das Moremi Game Reserve, diesmal mit 6 Ćbernachtungen.
Mitte 2021 puzzeln wir alle Bausteine zusammen und buchen Kajak, Auto und Camps, wieder über DriveBotswana.
6 Tage Kajaktour im Delta, übernachten auf einsamen Inseln. Gebucht bei Kayaktive.
18 Tage mit dem Landcruiser und Dachzelt durch Central Kalahari, Boteti River, Nxai Pan und zum Abschluss noch einmal Moremi.
Zwischendurch 2 Tage in der schƶnen Leopard Plains Lodge zwischen Kalahari und Pans.
Fazit:
Die Kajaktour ist natürlich wunderschön: nicht so ein Wow-Erlebnis wie beim ersten Mal, wir kennen ja schon vieles, aber wieder eine tolle Mischung aus Activity, Natur und Tieren. Vor allem die Game Walks haben uns diesmal begeistert.
Atemberaubend finden wir die Kalahari: einsame Weite, überraschend viele Tiere und gefühlt ganz allein für uns.
Am Boteti River sehen wir groĆe Tierherden, in der Nxai Pan ist das einzige Wasserloch der Hit.
Zum AbschlussĀ genieĆen wir den Moremi: ausführliche, geruhsame Game Drives, einige Abenteuer mit Wasser und Brücken.
Wir stehen gemütlich auf, unser letztes āFrühstück in the wildā. Um 8 Uhr machen wir einen letzten Morning Walk, sehen ein totes Elefanten-Junges unter der Brücke (es wurde in der Nacht von der Strƶmung dorthin geschwemmt), zwei Waterbucks, einer so gelassen, dass er ruhig liegen bleibt, obwohl wir nur 10 m entfernt vorbei gehen.
Zurück im Camp kümmern sich Angestellte um das Chaos auf der Nachbar-Site: Baboons haben die Mülltonne geplündert und das Zelt aufgerissen und den Inhalt rausgeholt, Tüten und auch das Zelt zerrissen, alles auf der Site verteilt. Wir denken: wie kann man nur, die Mülltonne nicht verriegeln und die Essensachen im Zelt liegen lassen ā¦
⦠Auf unsere Site ist dann die Mülltonne auch geplündert, wir hatten sie verschlossen, aber die Baboons haben die Verriegelung einfach aufgerissen. Nur ein kleines Chaos, die Angestellten sind schon am Aufräumen. Wir entschuldigen uns ⦠und machen ihnen eine Riesenfreude mit unseren vielen restlichen Lebensmitteln und Trinkwasser.
Einpacken, noch einen Reservekanister einfüllen, um 10 Uhr brechen wir nach Maun auf, noch 125 km, davon 95 auf Sand. Wir wechseln uns ab, es geht recht problemlos.Ā Nur Michael hat das Reise-Flug-Kribbeln wieder gepackt: Nerven gespannt, etwas grumpy ⦠Karin bekommt es (aber nur etwas š) zu spüren, als sie vorschlƤgt, in Maun noch den Bata Store zu suchen – die gleichen Schuhe für Luis, die er 2015 in Livingstone gekauft hatte ⦠und seitdem bis heute trƤgt.
Aber Michael beruhigt sich und gelassen gehen wir Tanken, Postkarten kaufen und im dritten Store gibtās zwar nicht die gleichen Schuhe, aber Ƥhnliche.
Krise dann im Old Bridge: trotz Buchung vor 15 Monaten, Email vor 2 ½ Monaten, Nachfrage vor Ort am 31.8., 6.9. und 18.9.: kein Doppelbett ⦠grrrrrrr. Michael streikt, insistiert, wir warten auf die Managerin, die telefoniert mit dem Director ⦠not possible ⦠grrrrr. Wir nehmen Twin Bed, räumen das Auto leer. Wagenrückgabe, die Schäden werden notiert, Klärung aber erst am Montag, ob/was wir bezahlen müssen. (350⬠werden es für den beschädigten Kotflügel, nichts für den abgerissenen Jacking Point.)
Duschen, Chillen, leckeres Essen, kleiner Walk ⦠evtl. auch in anderer Reihenfolge ⦠WhatsApp mit zuhause, noch ein bisschen an der Bar sitzen, gegen 22 Uhr ins Bett.
25./26.9. Rückflug
Wir haben uns Reste und Kekse zum Frühstück aufgehoben, für Instant-Kaffee oder Tee gibt es heiĆes Wasser.
Packen, ein letzter Morning Walk, Transfer zum Flughafen ⦠mit so viel Reserve, dass wir noch gemütlich Mittagessen können im neuen Bistro gegenüber vom Flughafen.
LH 573, 747-8, Seats 85 A/C, Start mit 30 min Verspätung, Ankunft 5:30 Uhr, ½ Std. früher
Alles geht glatt und stressfrei, gegen 10 Uhr sind wir schon zuhause.
Fazit:
Ohne Frage, eine Traumreise. Mit der Mischung, die wir lieben: Natur, Action, Tiere, MuĆe.
Aber zum ersten Mal nicht der Gedanke bei der Abreise: āHier müssen wir noch einmal hin!ā Irgendwie ein Abschied von Afrika, keine Fernreisen mehr …
Aber jetzt, nach einige Monaten, regen sich ganz zaghaft erste Gedanken: Sambia vielleicht?
Statt weiterer Worte, hier die Highlights aus unserem Tagebuch:
29.08. Alle Unterlagen sind vollstƤndig 30.08. Besser zu viel Reserve als zu wenig 31.08. Gute Stimmung, trotz Trauer 01.09. Das iPad stirbt den Hitzetod :-( 02.09. Lƶwen auf dem Game Walk 03.09. Schƶnes Camp, für 2 Tage 04.09. Wild Dogs 05.09. Es geht noch doofer als sich den Kopf zu stoĆen 06.09. Erstsichtungen Striped Kingfisher, Cisticola, Martial Eagle 07.09. 90 km Sand klappen gut, erstes Lagerfeuer mit leckerem Essen 08.09. Wird nicht verraten! 09.09. Springboks, Oryxe, die Landschaft und das Abendessen 10.09. Giraffen und die Swallow-tailed Bee-Eater 11.09. Oryx-Junge und die rütteligste Rüttelpiste aller Rüttelpisten 12.09. Water Crossing durch den, Tiermenge am Boteti 13.09. Relaxing auf Khumaga #2, schon 92 Vogelarten 14.09. Die Springbƶcke am Wasserloch 15.09. 5 Bat-eared Foxes 16.09. Lƶwin bei Baines Baobab 17.09. Die Eule – Spotted Eagle Owl 18.09. Mittagspause im Old Bridge; 53 km Sandpiste gut geschafft 19.09. Wild Dogs mit Jungen, Lƶwinnen, der ganze Game Drive 20.09. 45 Giraffen :-) 4th Bridge Crossing :-( 21.09. Grazing Hippo, 2 gelbe Vƶgel, die Michael gespottet hat, Boat Trip 22.09. Giraffen, Lunch-Paradies, Eli-Baden 23.09. Game Walks am Khwai River 24.09. Evening Walk Old Bridge 25.09. Scotty beamt uns in 22 std. vom wilden Afrika ins dicht besiedelte Deutschland
Nach 9 Tagen Wildnis gönnen wir uns zwei Tage Luxus mit einem richtigen Bett, servierten Mahlzeiten und geführten Aktivitäten.
Leopard Plains liegt zeitlich ungefähr in der Mitte und ist preislich (für Botswana-Verhältnisse) erschwinglich. Die ehemalige Jagdfarm ist 8000 km² groà und wurde Anfang 2020 als Game Resort eröffnet. Man braucht für jede Tierart eine Lizenz, sie haben Lizenzen für Leoparden, Gnu, Oryx, Kudu, Eland, Impala, Steenbok. Nicht für Löwen oder Elefanten, die müssen gemeldet werden und der DNWP transportiert sie dann ab. Wir haben aber das Gefühl, dass die Löwen hier gern geduldet werden ;-).
Für den Wald ist die Abwesenheit von Elefanten ein Segen,: Wir sehen erstmals, wie ein natürlicher, nicht von Elefanten rasierter (zerstörter) Wald aussieht.
Der Tor-Code funktioniert nicht … mit Kletter-Flipflops kein Problem ;-)
Die Zelt-Chalets sind wunderbar, das Essen sehr gut. Die Aktivitäten natürlich nicht so spektakulär wie unsere Game Drives in der Wildnis, aber wir finden interessant, welche Details der Guide erzählt. Richtig gut gefallen uns die Game Walks: Wir sehen viele Vögel und lernen einiges über Bäume und Pflanzen.
Fazit:
Super nette und freundliche Inhaber und Mitarbeiter
Leckeres Essen und informative Game Drives und Game Walks … man darf aber keine Wildnis erwarten.
Geruhsame 6 Tage genieĆen wir diese Vielfalt von Landschaft und Tieren, fahren nur ca. 280 km, plus 2x 100 km Anfahrt. Die vier Campgrounds haben insgesamt nur 39 Sites, dazu ca. 10 Lodges … sehr wenige Menschen also auf 4.800 km².
Auf der Karte sieht man, dass Moremi streckenmƤĆig der kleinste Teil der Reise ist. Aber um den beliebten Vergleich zu machen: doppelt so groĆ wie das Saarland. Also genug Raum für Einsamkeit – und tatsƤchlich, nur in den Camps und in deren direkter NƤhe treffen wir überhaupt andere Autos. Voll, d.h. ein Auto pro Stunde (oder so ;-) ist es nur zwischen Xakanaxa und Khwai und rund um Khwai.
Wir finden wieder schƶne PicknickplƤtze (siehe links), auch wieder mit einer kleinen Eli-Ćberraschung ;-).
Fazit:
Moremi ist wieder das traumhafte Tier- und Vogelparadies. Die Highlights diesmal: Wildhunde, groĆe Giraffenherde, Lƶwen und Wattled Cranes.
6 Tage sind uns nicht zu lang, wir genieĆen die entspannten Game Drives und Picknicks, Ā auf den Campsites die ruhigen Nachmittage und Bird Walks.
Wirklich empfehlenswert: Boat Trip in Xakanaxa oder Third Bridge.
Die Camps: South Gate ist gut als Startetappe, wunderschƶn sind Third Bridge und Xakanaxa, Khwai/North Gate ist okay, aber gefƤllt uns auch diesmal am wenigsten.Ā
Zur Abwechslung findet ihr auf dieser Seite unsere Tagebuchnotizen statt einer redaktionellen Zusammenfassung. Also viel auch darüber, wie unsere Tage so ablaufen.
Highlights im Moremi … klick ins Bild ;-)
(klick) für Video
Wildhunde, Xini Lagoon
Lƶwen, Third Bridge Gate
45 Giraffen, Mboma Loop
(klick) für Video
Boat Trip, Xakanaxa
Wattled Cranes, Khwai Plain
18.9.: Fahrt zum South Gate
Cardinal Woodpecker (f)
Um 10:30 Uhr starten wir in Leopard Plains, nach 85 km sind wir in Maun. Tanken und Einkaufen, alles dauert lange. Wir machen Mittagspause mit Pizza & Pommes im Old Bridge. Um 14:10 Uhr geht es auf die letzten 80 km, 53 km davon Sandpiste. Diesmal ist es ziemlich okay, kein 9 m Sprung wie 2019 ⦠wir sind mittlerweile CKGR und Nxai Pan gestählt ;-).
Nach knapp zwei Stunden sind wir am Moremi South Gate, Check-in geht schnell, wir bekommen Site 7 (mit schƶnem Schattenbaum) statt Site 5 ohne Schatten. Erst mal Kaffee und Kuchen und ausruhen, lesen, Vƶgel schauen (Drongo, Hornbill, Starling, Babbler, Papagei und eine Erstsichtung: Common Scimitarbill, der Sichelhopf – wunderschƶnes Blau, leider kein Foto).
Kurz vor 18 Uhr beginnen wir unser Abendprogramm – routiniert platzieren wir den Wagen auf Anhieb richtig, auch der Rest ist gut eingespielt. Heute gibt es Bratkartoffeln mit Gemüse und viel Zwiebeln.
Am Waschhaus begegnet Michael den Nachbarn von Site 6, die warnen uns:
āAttention, they steal your firewoodā ⦠oops ā¦
āOh no … sooorrryyy … this was me – I thought a guest left it here forĀ others to use. I bring it back immediately!ā
Sie wollten aber auf keinen Fall etwas zurück, haben gelacht und waren froh, dass es doch keine Diebe gibt.
19.9.: Xini Lagoons und Fahrt nach Third Bridge
Eine unruhige Nacht, viel zu heiĆ. Morgens Michael at his best: Er rutscht mit frisch eingecremten FüĆen und Flipflops auf der Zeltleiter aus und schrabbt sich übel das rechte Schienbein š¢š±. Karin versorgt die Wunde, macht sich aber ziemlich Sorgen, weil sie so tief ist.
Heute ist alles was spƤt, um 8:50 Uhr fahren wir erst los. Es wird ein langer, wunderschƶner Game Drive, mit Holzbrücke (First Bridge), Wasserdurchfahrten (Umfahrung Second Bridge, die uns zu baufƤllig ist ⦠āsome do it, but safer is the detourā, wie man uns am South Gate sagt). Und jede Menge Sichtungen:
– Black Pools: GroĆe Gruppe von Wild Dogs, 4 Erwachsene und 14 oder mehr Junge.
– Xini Lagoons: Siesta Tree mit Elefant š³.
Dazu Zebras, Giraffen, Elefanten, Gnus, Impalas, Red Lechwe, Büffel, Fischadler, jede Menge Vögel und ein paar Erstsichtungen: Brown Snake Eagle, African Grey Hornbill, Black Heron, Yellow-billed Kite.
Kurz vor 16 Uhr sind wir am Third Bridge Gate, netter (und schneller) Empfang ⦠und derĀ Hinweis: āOver there are two lions!ā š»š. Wunderschƶn im Abendlicht liegen sie da.
(klick) für Video
Wir bekommen die Alarmtrƶte für Site 1-3 und sollen trƶten, wenn ein Problem ist. Gilt ākein Hunters mehr im Kühlschrankā auch als Problem ?
Kaffee und Kuchen, Mr. und Mrs. Wet T-Shirt (gegen die Hitze!), Tagebuch, Vƶgel bestimmen und eintragen. Und Elefantenbesuch, friedlich.
Um 17 Uhr starten wir einen Abendspaziergang über den Campground bis zur Boat Ramp. Schƶne Abendsonne, eine Lƶwin malerisch unter einem Baum (insgesamt sollen es 5 sein ⦠wo sind die anderen?), immer wieder Elis, viele Vƶgel (u.a. wieder Meyerās Parrots), ein paar Vervet Monkeys.
Angenehmer, nicht so heiĆer Wind. Zum Abschluss besichtigen wir die neue Third Bridge.
Zum Abendessen gibt es Hühnerkeule mit Reis und Curry-Gemüse šš. Michaels Wunde am Schienbein tut nicht mehr weh, nur Knie beugen geht nicht, dann zieht es arg.
20.9.: Mboma Loop und Fahrt nach Xakanaxa
Früh stehen wir auf und erfahren von unseren Nachbarn: Hinter dem Waschhaus, da wo die Spülbecken sind, lagen drei Lƶwen – der Nachbar hat gespült, ohne sie zu bemerken š³.
Wir starten heute schon um  8 Uhr und fahren den Mboma Island Loop: African Darter, Büffel, Giraffen, Impala, Gnu, Lechwe, Zebras.
Das Highlight: Eine groĆe Giraffenherde, wir zƤhlen 45 (!), friedlich und nicht Ƥngstlich, kommen ganz nah, ein ganz Junges, weniger als halb so hoch wie die anderen. Wir schauen 20 min ganz gebannt und gerührt zu. Plus 30 oder mehr Zebras, die der Giraffenherde folgen.
Auf der Weiterfahrt ein Eli-Block, eine friedlich fressende Herde mit 2 ganz Kleinen. Und Carmine Bee-Eater.
20.9.2022 – Moremi, 4th BridgeArzt-Hotline ;-)
Nach 3 Std. und 30 km sind wir wieder am Third Bridge Gate. Karin konsultiert wegen Michaels Wunde 30 min die Ćrzteschaft zuhause, dann geht es los.
Auf der Fourth Bridge ein kleines groĆes Drama: Ein Balken der Fahrābahnā ist heraus gebrochen, man muss 3,5 Balken rechts frei lassen. Ein Mann weist die Fahrer seiner 3er Fahrzeug-Gruppe ein und macht das dann auch für Karin. Sie fƤhrt eigentlich sauber am Loch vorbei, aber etwas schrƤg nach links. Michael hat sich vor dem Auto platziert und sieht, dass das linke Vorderrad sich dem Rand nƤhert. Michael ruft Stopp, der Mann, direkt neben Karins Fenster, sagt aber āgood, go goā ⦠Michael ruft lauter Stopp, der Mann āgo goā ⦠Michael sackt das Herz in die Hose, der linke Vorderreifen ist nur noch halb auf dem ƤuĆersten Balken, er schreit STOPP ⦠und Karin hƤlt. Endlich. Einen Meter rückwƤrts, etwas nach rechts lenken, passt.
Nur der linke Kotflügelschutz ist an der Reling geschrabbt, etwas lose und angebrochen. Aber der Wagen liegt nicht im Wasser š.
Etwas gegenseitig anschreien, eine halbe Stunde sind wir bockig ā¦Ā dieĀ Anspannung entlƤdt sich irgendwie.Ā Ćberhaupt – der blƶde Mann war es, mit seinem dauernden āgo goā.
Paradise Pools
Gegen 13 Uhr sind wir im Xakanaxa Campground, stellen fest, dass die Anmeldung am Xakanaxa Gate ist – da waren wir vor 3,5 km dran vorbei gefahren. Wir beschlieĆen, zurück zu fahren, uns anzumelden und erst einmal eine Versƶhnungspicknickpause in den Paradise Pools zu machen.
Die Paradise Pools sind wieder eine ganz andere Landschaft: Trockenwald, unter Wasser stehender toter Wald.
Wir sehen neben den unvermeidlichen Impalas auch Red Lechwe und Reiher, GƤnse, Yellow-billed Stork, Glossy Ibis.
Auf dem Rückweg nehmen wir die Abkürzung über den Old Airstrip, auf einmal ein etwas längerer Pool, den man durchfahren muss. Aber für die Bridge- und Watercrossing-Queen kein Ding: Low 4, 2. Gang und durch. Der kurze Schwapp über die Motorhaube schockt uns nicht mehr.
Um kurz nach 16 Uhr sind wir wieder an unserer Campsite, es gibt Kaffee und den Rest Kuchen. Dann der Xakanaxa Bird Walk, wieder mit jeder Menge Vƶgeln: Bennettās Woodpecker, Schwalben, Bee-Eater, Black-shouldered Kite (Erstsichtung), Southern Black Tit (Erstsichtung), Coucal, Starlings ⦠da werden wir zuhause noch einiges bestimmen müssen.
Xakanaxa Campsite 5, HyƤnen-Besuch
Wir buchen an der Boat Ramp ein Bootstour für morgen, 16-18 Uhr. Der Preis ist 100ā¬/Std. für das ganze Boot, egal wie viele mitfahren.
Auf dem Rückweg fragen wir an jeder Site, ob sie morgen noch hier sind und mit möchten. Auf den ersten Sites haben wir kein Glück (bzw. doch: Einer reist morgen ab und schenkt uns eine Flasche Rotwein :-). Aber unsere direkten Nachbarn (wir hatten uns mit der Frau schon in Third Bridge unterhalten) haben Zeit und freuen sich. Greg, Marianne und ihr Sohn Aden fahren also morgen mit.
Zum Abendessen gibt es heute mal was einfaches, schnelles: Nudeln mit Ketchup, Ei und Tomaten/Gurken-Salat.
Der Camp-Eli ist oft zu sehen und zu hƶren, er hat nur einen StoĆzahn und soll recht grumpy sein. Um 21 Uhr sind alle anderen schon ādrinnenā, wir gehen noch zum Waschhaus und sind um 21:25 Uhr in der Falle.
Das Wetter war heute viel besser als gestern, zwar genauso viel Sonne, aber kein heiĆer Fƶhn als Wind, sondern ein frischer, kühlender Wind. Abends haben wir uns lange Hosen und Hoodie angezogen. Und hier gibt es zum ersten Mal seit der Kayaktour Mücken, NoBite hilft aber sofort.
21.9.: Jesses und Sitshi Pool, Boat Trip
āGeruhsamer Tagā ist der heutige Programmpunkt. 6:30 Uhr Aufstehen, gemütliches Frühstück. Bereits jetzt schon jede Menge Vƶgel, schƶner Bird Walk. Carmine Bee-Eaters, viele Versuche, bis Michael einen im Flug erwischt, und zwei Erstsichtungen: African Green Pigeon und Black-headed Oriole, und viele kleine, die wir erst zuhause bestimmen kƶnnen.
Xakanaxa, Gamedrive Jesses & Sitshi Pool
Um 10:15 Uhr beginnen wir den Game Drive, an den Lodges vorbei zum wunderschƶnen Jesses Pool. Am Anfang sehr tiefer Betonschlamm, wir setzen einmal auf und brechen hinten links den Jacking Point ab. Danach wird die Piste besser.Ā Wir sehen Pied Kingfisher, Waterbuck, Kites, Lesser Swamp Warbler (Erstsichtung) und ein im flachen Wasser grasendes Hippo.Ā Jede Menge Safari-Autos von den drei Lodges hier. (Okay – Karin meint, es sind nur 2-3 gewesen. ;-) Wie im Forum zu lesen ist: keiner von denen macht auch nur Anstalten, den Weg frei zu machen, wir müssen jedes Mal mühsam ins Gebüsch fahren und rückwƤrts wieder raus. (Ein interessantes Experiment wƤre, auch einmal stur auf dem Weg zu bleiben, bis man Schnauze an Schnauze voreinander steht š.)
Weiter geht es zum Sitshi Pool. Weite WasserflƤche mit Reihern, Lechwe und dem einen oder anderen Raubvogel. Noch ein bisschen Feuerholz sammeln, kurzer WLAN-Versuch am Gate (vergeblich), kurz vor eins sind wir wieder an unserer Site.
Schnelles Mittagsgericht (Reis mit angebratenen Zwiebeln, Curry und etwas – scharfe – Chakalaka-Sauce, geht schnell auf dem Gaskocher). Lesen, Tagebuch, Vƶgel bestimmen und dann im Baum nebenan einen Southern Masked Weaver (Erstsichtung, detektivisch vom Village Weaver unterschieden ;-).
Michaels Schienbein-Wunde sieht aus wie gestern, noch offen, aber nicht geschwollen oder entzündet. Die Frage: offen lassen (heilt besser, aber Michael ist ja so schusselig, dass er sich daran stoĆen wird), oder Pflaster mit Betaisodona (heilt nicht, aber entzündet sich auch nicht). Wir entscheiden uns für den Mittelweg: 45 min Luft, dann Pflaster mit Betaisodona. Morgen noch mal schauen. SpƤter empfiehlt die Nachbarin Mullbinde, damit Luft dran kommt. So machen wir es.
Karin bereitet Brotteig zu, die ersten Schritte (Kneten, Gehen, Kneten, Gehen) klappen gut ⦠spannend, wie das Experiment ausgehen wird.
Boat Trip Xakanaxa Lagoon
Der Boat Trip (2 ¼ Std, 21 km) ist traumhaft. Eine ganz andere Landschaft als die Lagunen, die man von Land sieht, auch ganz anders als im Okavangodelta. Recht breite KanƤle, von hohem Rietgras gesƤumt, dann die groĆe Xakanaxa Lagoon, immer wieder Water Lilly Felder und kurzes Wassergras. In der Ferne BƤume, teils einzeln, teils als Ufersaum von Inseln. Nachbar Greg meint, dass wir an Mboma Island vorbei fahren; dort war gestern morgen unser wunderschƶner Game Drive.
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Wir sehen nicht viele, aber eindrucksvolle Tiere: ein schwimmender Water Monitor, ein alter Elefanten mit groĆen StoĆzƤhnen, der fast bis zur Schulter im Wasser steht und frisst, ein Baby-Krokodil, viele African Jacana, die über die Water Lillies stolzieren. AuĆerdem Coucal (welcher?), Pied Kingfisher, Hadeda Ibis, African Stonechat (Erstsichtung) und als Hƶhepunkt Malachite Kingfisher. Den hatte Michael sich schon lange gewünscht, aber die einzige Sichtung (2019 in der Xaro Lodge) war so kurz, dass nur Karin ihn gesehen hat.
Um 18:30 Uhr sind wir wieder āzuhauseā auf XA5 und beginnen das Abendprogramm. Heute gibt es Nudeln mit Ketchup und Linsen-Burger und natürlich …
⦠Brot: EsĀ ist innen ziemlich gut, eventuell fehlt ein bisschen Salz, aber ganz lecker. Nur auĆen etwas verbrannt ⦠um ehrlich zu sein: es ist Ā oben, unten, auĆen jeweilsĀ 1 cm schwarz.Ā Ā Ā Also 10% Ausbeute sozusagen š¤£.
Gegen 21 Uhr waren Elefanten sehr nah bei den Nachbarn. Und ein Honey Badger und ein Stachelschwein auf unserer Site. Um 21:20 Uhr sind wir im Zelt.
22.9. Fahrt nach Khwai
Elefantenschreck nach dem Frühstück: Wir flüchten ins Auto, er beschnüffelt die offenen Klappen, wirft die Leiter (aus Versehen?) um und trollt sich dann. Nicht so beruhigend ist, dass er vorher und nachher sich mit seinem Kumpel rauft.Ā Und noch beunruhigender, dass es der mit dem einen StoĆzahn ist, der in der VorwocheĀ drei Autos demoliert hat. Aber heute ist er ganz gelassen – bzw. wir sind ruhig, was vielleicht auch zur Entspannung beitrƤgt.
Abfahrt um 8:45 Uhr, Richtung Hippo Pool und North Gate. Auf dem letzten Stück vor dem Hippo Pool ist viel Wasser, durch zwei Pools müssen wir durch, ein tiefer Abschnitt wird weiträumig umfahren. Die Uferstrecke, die wir 2019 gefahren waren, ist überflutet.
Wir bleibenĀ ca. eine halte StundeĀ auf der Aussichtsplattform, sehen natürlich Hippos … aber dann hƶren wir die āquietschende Kinderschaukelā, den Tropical Boubou, ganz nah, weil wir hier oben auf gleicher Hƶhe sind. Uns packt der Ehrgeiz … und tatsƤchlich, wir entdecken ihn und es gelingt sogar ein gutes Foto š.
Dann versuchen wir, entlang des Khwai River bis zum North Gate zu fahren. Viele Wege direkt am Fluss gehen gar nicht, manche sind sehr matschig, einige Male fahren wir durchs Wasser, einige Male fahren wir einen Umweg. Ab und zu müssen wir umkehren. So zockeln wir bis ca. 14 Uhr an den Lagunen (Kgoko Plain, Sexugo Plain) oder am Khwai entlang, sehen Impala, Kudu, Red Lechwe, Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Waterbuck, Hippos, Bateleur und 14 Wattled Cranes.
Dann eine kleine Baumgruppe mit viel Schatten, mit Blick auf eine kleine Lagune. Ein wunderbarer Picknickplatz. Red Lechwe, Sacred Ibis, Open Bill Stork, White-breasted Cormorant, Pied Kingfisher, Spur-winged Goose, African Jacana, Lapwings, Gnu, in der Ferne ein paar Hippos ⦠alles friedlich wie im Paradies. Wir essen die Reste von gestern (Nudeln mit Linsen-Burger), zum Nachtisch Schokolade.
Kurz vor 15 Uhr, nach einer Stunde Entspannung, begeben wir uns auf die restlichen 8 km, an der Khwai Plain entlang. GroĆe Elefanten-Herde beim Baden, die schmeiĆen sich komplett auf die Seite und wƤlzen sich im Wasser bzw. Schlamm.
Am North Gate werden wir ausgiebig gewarnt vor Baboons und HyƤnen, die die Sites heimsuchen und wegschleifen, was Futter sein kƶnnte. AuĆerdem die üblichen Elefanten, auch Hippos kommen ins Camp. Wir sollen immer alles wegpacken, nur Tisch und Stühle dürfen drauĆen sein. Unsere gebuchte Campsite 3 ist ohne Schatten, die Mitarbeiterin empfiehlt uns Campsite 6 mit viel Schatten. Wir dürfen es uns aussuchen und entscheiden uns für Site 6. Site 3 liegt zwar viel schƶner am Fluss, aber ohne Schatten und es sitzt bereits ein groĆer Baboon dort. Kaffee, Kekse, Lesen, Verband wechseln, duschen. Kurz nach 17 Uhr gehen wir zum Fluss, ein bisschen stromauf, sehen einige Vƶgel, u.a. Pied Kingfisher, Black Crake, Currichane Thrush, und Gnus und Elefanten.
Impala-Balett
Feuer, Zelt, zur Feier des Tages ein frisches T-Shirt. Zum Essen gibt es heute āall inā, d.h. alles, was wir an Gemüse noch haben: Reis mit Paprika, Zwiebeln, Kartoffeln, Kürbis, Tomaten aus der Dose, Cajun-Gewürze. Sehr lecker. Michael ist überrascht, wie oft Enten an der Site sind … aber es ist der Zeituhr-Ton von Karins iPhone š.
Morgen, am letzten Camping-Tag, wird es Reis mit Pfeffersauce aus der Tüte und die beiden letzten Eier geben. AuĆerdem haben wir noch Chips, Salzbrezel und Kekse. Und Bier, Cider, Wein und Amarula š· !
23.9.: Game Drive, Ausspannen am letzten Tag
Heute ein früher Morning Drive, nur mit Wasser und Keksen bewaffnet geht es um 6:22 Uhr los. Es ist schon gut, dass sich das Zelt so einfach und schnell zusammenklappen lässt.
Die ersten 45 min, östlich vom Gate, südlich vom River, sind schlimm: Extrem rumpelig ist der Betonschlamm, manche Passagen gehen nur schleichend, oft weniger als Schrittgeschwindigkeit. Nachher wird es besser, dafür kommen einige Wasserdurchfahrten, manche easy-peasy, aber bei zweien schwappt das Wasser über die Motorhaube, einmal recht heftig und es dampft etwas. Aber alles problemlos, keinmal das Gefühl, dass es kritisch ist.
Wir sehen eine groĆe Büffelherde mit einigen kleinen KƤlbern, Hippos mit Krokodil, jede Menge Red Lechwe und Impalas, Zebras. Viele schƶne Vƶgel: Yellow-billed Stork, Great White Pelican und Pink-backed Pelican, Purple Heron, Egrets, Comb alias Knob-billed Duck (aber die Weibchen ohne Knob), jede Menge Doves, erstmals auch die Namaqua Dove.Ā Zum Abschluss fahren wir noch einmal durch die Khwai Plain, westlich vom Gate, und machen vor allem Landschaftsfotos.
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Frühstück, chillen, lesen. Ein paar Kleidungsstücke waschen, Rasieren, T-Shirt immer mal nass machen, Vögel füttern, unbekannter Vogel im Baum (-> Green-backed Camaroptera ?!), Baumhörnchen.
Um 15 Uhr starten wir einen kleinen Rundgang, dabei schrecken wir 2 Hippos auf, die 10 m entfernt im Wasser liegen ⦠Schreck für uns, wir flüchten uns in den Wald. Es ist viel zu heiĆ, wir kehren um und setzen uns lieber in den Schatten und machen uns einen Kaffee.
Zum Sonnenuntergang noch ein kleiner Walk, 45 min am River entlang. Baboon-Herde, zwei Elefanten in der Ferne (okay, einer war nƤher), Papageien, Kingfisher u.v.m.
Der Wind spielt uns heute Streiche, 3x rangieren wir, um nicht im Rauch zu sitzen.
Es gibt Reste: Reis mit 2 hart gekochten Eiern in Pfeffersauce und Tomaten-Gurkensalat.
Die Zufahrt zur Nxai Pan ist eine üble Mischung aus Waschbrett und Tiefsand, alle warnen vor dieser 1-1,5 Std. Fahrt. Der Ranger am Gate wünscht uns āgood luck with this African massageā š¤£. Egal – wir halten uns fest und die Ohren zu und brettern die 36 km in 50 min durch.
Im South Camp fühlen wir uns wohl, die Site #1 liegt ganz auĆen, aber nicht weit vom Waschhaus, das wie Fort-Knox gegen die Elefanten befestigt ist. Bevor es diese Sicherung gab, haben die Elefanten regelmƤĆig die Wasserleitungen zerstƶrt. So treibt sich heute nur der āCamp Hostā am Wasserturm (kleines Leck, also Wasser ;-) und auf den Sites herum: ein riesiger Elefant, aber sehr friedlich. Wir halten bei unsere SpaziergƤngen aber trotzdem gehƶrigen Abstand.
Morgens und am spƤten Nachmittag fahren wir zum Waterhole und schauen jeweils ein paar Stunden Safari-Kino. Spannend, wie innerhalb von 5-10 min die Szenerie wechselt, aus dem Nichts groĆe Herden auftauchen, dann denkt man ādas war’s, nichts mehr losā und in dem Moment kommen Hunderte Quilea oder Guineafowls. Morgens sollen immer Lƶwen da sein, wir verpassen sie aber. Die Elefanten am Nachmittag verpasst man nicht, sie sind pünktlich und nicht zu übersehen.
Die im Führer beschriebenen Game Drives (um die Nxai Pan und der Baobab Loop) sind interessant, weil man die Weite und einige kleinere Tiere sieht, wie Laufvögel, Hasen, Eidechsen und auch Bat Eared Foxes. Spektakulär ist es aber wohl in der Regenzeit, wenn man die Migration von tausenden Tieren sieht.
Fazit:
Eine sehr anstrengende An- und Abfahrt, für einen Tag würden wir das nicht machen.
Das Waterhole und die weiten Pans sind auch in der Trockenzeit ein Erlebnis.
Baines Baobab mit den schneeweiĆen SalzflƤchen ist schƶn. EinĀ besonderes Erlebnis muss die Morgen- und AbenddƤmmerung sein, wenn man in einer der 3 Sites dort übernachtet.
Action in der Nxai Pan – klick ins Bild ;-)
Kunst in der Nxai Pan ;-)
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Spitze sind natürlich die Elefanten, die erst fachgerecht eine feine Matschepampe zubereiten, dann sich mit akrobatische Rüsselschwüngen einspritzen und schlieĆlich auch noch Gesicht und Ohren sorgfƤltig eincremen, manchmal sogar gegenseitig. So ist die Haut für die nƤchsten 24 Stunden gegen Ungeziefer und Sonne geschützt.
Ich möchte künstlerisch mithalten und versuche zwei fotografische Experimente.
Für MilchstraĆenbilder ist wieder kein Neumond in unserer Reisezeit, groĆe EnttƤuschung zunƤchst. Aber in der Kalahari bemerke ich, dass der Mond jeden Tag eine Stunde spƤter aufgeht. In Khumaga ist dann die erste Abendstunde stockdunkel, in Nxai Pan bereits 3-4 Stunden. So suche ich im South Camp bereits am Nachmittag mit dem AR-Mode von PhotoPillsĀ eine Kameraposition, nah am Feuer und bei der die MilchstraĆe gut durch die BƤume zu sehen ist. Natürlich geht der Plan nicht auf und wir ziehen das Stativ im Dunklen noch ein bisschen um. Vor allem der Feuerschein erfordert einiges an Justage, denn vom Feuer wegzugehen traue ich mich natürlich nicht – die Wildkamera hatte nachts ein paar Schakale aufgenommen, auĆerdem gibt es ja auch HyƤnen und Lƶwen.Ā Ich nehme die X-T3 mit dem 16mm/1.4 Objektiv und belichte f/1.8, 13 sec, ISO 1600, mit Schwarzbild.
ICMĀ (Intentional Camera Movement) ist eine Kunstform, bei der man die Kamera bei Einfach- oder Mehrfachbelichtungen bewegt. Aus der Hand erfordert dies viel Ćbung, ich starte erst einmal mit der kontrollierten Form auf dem Stativ:
Man braucht ein Objektiv mit Stativschelle,
eine Kamera, die Mehrfachbelichtung von mindestens 4, besser 8 Bildern erlaubt,
und dreht bei jeder Belichtung das Objektiv in der Objektivschelle weiter.
Es entstehen surreale Wimmelbilder, mit interessanter geometrischer Struktur.
Baines Baobab
Rückfahrt von Baines Baobab, Steenbok
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Wir haben eigentlich keine Lust, der 36 km langen Rüttelpiste auf dem Rückweg noch 30 km Umweg hinzu zu fügen. Aber wenn man schon mal hier ist …
Der Umweg ist nicht gar so schlimm und die Aussicht auf die Baobabs und vor allem die weiĆen SalzflƤchen wunderschƶn.
Auf dem Rückweg dann wieder groĆes Sichtungsglück: Ca. 50 m entfernt geht neben uns eine Lƶwin seelenruhig parallel zum Weg, sie würdigt uns keines Blickes, wir sind (und bleiben) Luft für sie. Wir stoppen das Auto, weil die Lƶwin unsere Piste kreuzen wird. Ein kleine Pause im Schatten, dann überquert sie die Piste und verschwindet im Gebüsch. Karin quiekt einmal laut … und siehe da, zum ersten Mal schaut die Lƶwin nach uns.