4.-6.8. Lake Powell

Südwesten 2010: Lake Powell

Fazit:
  • Wir hatten uns Page und Lake Powell als eine rummelige Touristenhochburg vorgestellt und im Wesentlichen wegen Baden (für die Kinder) und Antelope Canyon diese 2-Tage-Station gewählt.
  • Aber wir finden ein Badeparadies, viel Platz, atemberaubende Ausblicke und Lichtstimmungen … und die vielen Gäste verteilen sich gut.
  • Antelope Canyon, Hayden Visitor Center sind auch einen Besuch wert.
 
4.-6.8.: Lake Powell

Die 130 mls vom Monument Valley durch einsame Steppen gehen sehr schnell, schon um 12:30 Uhr sind wir in Page. (Wir denken 14:30 Uhr -aber haben mal wieder die Stunde Zeitverschiebung falsch rum gezählt ;-).

Auf dem Wahweap-Campground haben wir reserviert – und weil wir so früh sind, ergattern wir eine Site im A-Loop: Blick auf den See, nah am Strand :-).

Danach ist Ausbaumeln angesagt: Pool on der Lodge, Lesen, Schwimmen, Puzzeln … wunderbar friedliches Relaxing. Der Abend klingt aus mit Schwimmen im Sonnenuntergang und Abendessen unter Sternenhimmel.

Am nächsten Tag besuchen wir den Lower Antelope Canyon, am Nachmittag machen wir eine Kayaktour. Schwimmen, Pizza … am Abend dann Gewitter, Wetterleuchten.

Am Morgen vor der Abfahrt: Schwimmen, Frühstück am Wahweap-Overlook und es geht weiter zum Horseshoe Bend und Lees Ferry.

… und noch ein paar Best-of vom Lake Powell:

 

5.8.: Antelope Canyon

5.8. Lower Antelope Canyon
5.8. Lower Antelope Canyon

In der Nacht hatte es geregnet, eine kleine Flash Flood (“nur” zwei Meter hoch – siehe unten) war durch den Lower Antelope Canyon gegangen. Als wir um 9:45 Uhr kamen (wir dachten, es wäre 8:45 Uhr -wieder diese Zeitverschiebung), war der Canyon noch zur Hälfte gesperrt – die Guides waren noch dabei, die Matschepampe am Canyongrund mit Eimern (Wasser raus) und Sand (von oben rein gekippt) zu beseitigen. Am Ende hatten wir Glück und waren in der ersten Gruppe, die wieder ganz durch den Canyon durfte.

Fast eine Stunde verbrachten wir im Canyon und konnten uns nicht satt sehen – und fotografieren, am Ende waren es über 150 Bilder ;-)

Rechts ist eine Bildfolge von den “Top 17” – vom engen Canyon-Einstieg bis zum Ausgang und Rückweg zum Parkplatz. Die Farben schillern von gelb über orange, rot, braun bis ein bisschen schwarz. Der Haupttrick für gute Bilder ist: keinen Himmel im Bildausschnitt haben, sonst klappt’s mit der Belichtung nicht. Die Farben sind mit der Spiegelreflexkamera (Canon 40D) zwar lebendiger und nuancenreicher, aber auch die Ixus-Bilder sind wunderbar, erfordern ein bisschen mehr Photoshop-Aufpeppen. (Wer will, kann ja einmal tippen, welche aus der nebenstehenden Folge Spiegelreflex- und welche Ixus-Bilder sind. Bild 1 ist der Einstieg.)

Zum Thema Flash Floods: “Normale” sind ca. 6 m hoch, 1-2 Mal im Jahr auch bis obenhin (12-15 m). Das Wasser ist 30-50 km/h schnell und schleppt dicke Felsblöcke (bis zu 200 kg) mit sich. Man ertrinkt also nicht, sondern wird erschlagen.
Nach dem Unglück von 1997 (11 Tote) sind Alarmdienste, Rettungsseile und Notausstiege installiert, und bei Flash-Flood-Gefahr werden keine Besucher in den Canyon gelassen. Außerdem – wie unser Guide beruhigend sagte – heute gibt es Handy’s, so dass die Kollegen vom Upper Antelope Canyon frühzeitig warnen können ;-)

 

6./7.8: Lees Ferry

6.-7.8. Lee's Ferry - Balancing Rocks
6.-7.8. Lee’s Ferry – Balancing Rocks

Nur eine kurze Fahrt von Page (58 mls), wieder ein Traum-Campground. Wir picknicken an der Boat-Ramp, die Kids baden (brrr … 12° C), schauen zu, wie die Boote für die Colorado-Durchquerung (längs ;-) vorbereitet werden, wir führen interessante Gespräche:

  • Wie lange dauert’s: 8-16 Tage.
  • Wie teuer: $1500-3500; last minute am günstigsten.
  • Was wird gemacht: halbe-halbe Rafting und Wandern.
  • Wo gibt’s Imformationen: www.azraft.com.

Zwei halbe Tage ohne die großen Highlights, aber mit vielen kleinen Höhepunkten:

  • River Trail: Die Gründung von Lees Ferry 1872 an der einzigen Stelle auf ca. 800 km, an der man mit Wagen an den Colorado River heranfahren kann. Betrieb bis 1928, als die Brücke am Marble Canyon 10 mls südlich in Betrieb genommen wurde. Man spaziert an einigen Häusern und Resten vorbei.
  • Cathredral Wash Wanderung, ca. 3 mls durch ein ausgetrocknetes Bachbett von der Straße bis runter zum Colorado River, ca. 2-3 Stunden. Etwas abenteuerlich, weil man sich immer wieder den Weg suchen muss und ab und zu einige Höhenmeter an/über ausgetrockneten Wasserfällen überwindet.
  • Sonnenuntergang, Nachtwanderung, Zuschauen beim Rafting. Wir mögen so etwas :-)

 

Baden im Colorado River Vorbereitungen zum Rafting Nachtwanderung

 

(245 Aufrufe insgesamt, 1 heute)