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Hurtigruten 2008

Inselwelt südlich von Tramsø
Inselwelt südlich von Tramsø

Eine Traumreise als Geschenk zu Michaels 50. Geburtstag: mit dem Postschiff von Bergen bis Kirkenes.

Wir mussten dies einige Monate im Voraus planen – zum einen, um die Kinder unterzubringen – zum anderen, um die 8 Tage exakt in die schulfreien Osterferien einzupassen.

Als Schiff kam nur eines der größeren, neuen in Frage – Karin bestand auf Stabilisationsrudern und wenigsten ein bisschen Sicherheit vor wellenbedingter Schaukelei. (Wenn sie allerdings gewusst hätte, was ein Sturm auch mit so großen Schiffen macht … siehe links die Bilder der Kong Harald, nur 3 Wochen vor unserer Reise!)

Wir buchten auf der MS Trollfjord, dem (damals) größten und neuesten Schiff der Hurtigrute. Die Tagesstationen waren: ein Tag zu Beginn in Bergen, dann 5 Schiffstage mit Tagesaufenthalten in Ålesund, Trondheim, Bodø, Tromsø und am Nordkapp, Rückflug von Kirkenes.

Fazit: die erhoffte Traumreise, 6 Tage wundervoller Eindrücke und Entspannung :-).

Sonnenuntergang im Vestfjord vor den Lofoten
Sonnenuntergang im Vestfjord vor den Lofoten
 

Hurtigruten 2008 – Impressionen

 

Hurtigruten 2008 – Bergen

Die nordgehende Route erscheint uns als „Ersttäter“ als richtige Mischung zwischen Seereise und Landausflügen. Den Aufenthalt in Bergen verlängern wir um einen Tag, um diese schöne Stadt auch ein bisschen zu besichtigen. Bergen ist seit 1920 Startpunkt der Hurtigrute (vorher ging es noch weiter in den Süden, bis Haugesund und Stavanger).

 

15.3.: Anreise

Wir fliegen ab Frankfurt, mit Umsteigen in Kopenhagen. Alles geht glatt, um 17:30 landen wir in Bergen. Für Kurzweil unterwegs sorgt Karins Last-Minute-Auftrag, so musste der Laptop mit und jeden Tag wird zwei Stunden gearbeitet ;-). Unser Hotel Strand liegt direkt am alten Hafen von Bergen (dem Vagen), wir haben ein schönes Zimmer mit Hafenblick. Das Strand Hotel hat sehr viel Atmosphäre, schließlich ist es das “Stammlokal” des Krimihelden Vark Veum.

Noch am ersten Abend gehen wir zum Hurtigruten-Kai, dort liegt das älteste Schiff der Hurtigrute, die MS Nordstjernen. Dank 9/11 sind auf Druck der Amerikaner zwar weltweit alle internationalen Häfen hermetisch angeriegelt … aber die Norweger nehmen das gelassen („this ISPS stuff“ ;-), wir dürfen ohne Probleme das Schiff besichtigen.

 

16.3. Bergen Sightseeing

Morgens steigen wir auf den Hausberg von Bergen, den Floien. Hoch geht’s zu Fuß, oben stärken wir uns im Ausflugslokal, runter fahren wir mit der Floienbaan. Das Wetter ist für Bergen-Verhältnisse super, wir haben Sonne! Schließlich gilt Bergen mit 248 Regentagen als Regenhauptstadt Europas. Außerdem ist Sonntag – und bei strahlendem Wetter ist ganz Bergen auf dem Floien ;-).

Die Ausblicke auf Bergen und Umgebung sind toll, frische Seeluft, ein nettes Ausflugslokal, eine urige seil-gezogene Bahn.

Nachmittags bummeln wir durch Bryggen, das alte Hanseviertel, und andere ältere Stadtteile. Wunderschön ist das Hanseatische Museum.

Dann schlägt das Wetter um: es wird kalt und es beginnt heftig zu schneien. So schiffen wir uns schon um 17:30 auf „unsere MS Trollfjord“ ein.

 
Einige Eindrücke von Bergen:

 

Hurtigruten 2008 – was ist die „Hurtigrute“?

Der Fahrplan der Hurtigrute (Stand April 2008)
Der Fahrplan der Hurtigrute (Stand April 2008)

„Hurtigrute“ heißt „schnelle Linie“ und war bei der Gründung 1893 ein Riesenfortschritt für die Menschen an der über 2700 km langen norwegischen Küste zwischen Bergen und Kirkenes an der russischen Grenze. Damals gab es zu den meisten Orten keine Straßenverbindung. Die Geschichte der Hurtigrute findet man auf Wikipedia und auf der offiziellen Hurtigrute-Homepage.

Heute ist die Hurtigrute eine Mischung aus Touristen-, Bus- und Transportlinie: im Sommer hauptsächlich eine Kreuzfahrt (da wird auch in den Geirangerfjord gefahren), im Winter – wenn viele Straßen im Norden wegen Schnee und Eis gesperrt sind – ist auch heute noch die Hurtigrute eine wichtige Verkehrsanbindung für die Küstenorte. Ganzjährig wird die Linie von den Einheimischen als „Bus“ benutzt – und Fracht hat zu allen Jahreszeiten Vorrang vor Touristen.

Ingesamt ist der Sommer aber „Kreuzschifffahrt“ (und die wichtigste Einnahmequelle!) – schönes Wetter, Fjorde und das ewige Licht nördlich des Polarkreises sind die Attraktionen.

Das „echte“ Hurtigruten-Feeling kann man am ehesten noch im Winter oder Frühjahr erleben. Dann sind mehr als die Hälfte der Passagiere sogenannte „Port-to-Port-Passagiere“, also Einheimische auf dem Weg zur Arbeit, zur nächsten Stadt oder sie nutzen das Schiff als Zubringer zu den internationalen Flughäfen in Bergen oder Kirkenes. Und in den kleinen Orten ist das Hurtigrutenschiff willkommene Abwechslung für die Bewohner – sie kommen während des Hafenaufenthalts zum Kaffee an Bord, bei den neuen, großen Schiffen stürmen die Kinder den Whirlpool auf dem Oberdeck ;-)

Auch wir benutzen den Whirlpool einige Male – nachts unter sternenklarem Himmel in eisiger Kälte ist das ein Erlebnis. Und dabei sehen wir auch das einzige Nordlicht auf unserer Reise. Leider ohne Brille und ohne Kamera ;-(

Der Fahrplan ist jeden Tag der gleiche: 11 Schiffe sind gleichzeitig unterwegs, täglich um die gleiche Zeit verlässt ein Schiff Bergen und macht sich auf die 5,5 Tage dauernde Reise. 34 Häfen werden angelaufen, jeder Hafen wird also täglich von 2 Postschiffen bedient – einem nordgehendem und einem südgehendem. Der Aufenthalt ist in der Regel 30 Minuten, gerade genug um die „Bus“-Passagiere und die Fracht ein- und auszuladen.

Die nordgehenden Route bietet zusätzlich jeden Tag einen längeren Landgang in einer größeren Stadt:
– Ålesund: 3 Stunden
– Trondheim: 6 Stunden
– Bodø: 2,5 Stunden
– Tromsø: 4 Stunden
– Nordkap (Honningsvåg): 3,5 Stunden
– Kirkenes: 2 ¾ Stunden

Dadurch ist die nordgehende Route sehr kurzweilig, die Seefahrt wird täglich unterbrochen, für z.B. Museen, Shopping, Ausflüge (Nordkap). Die südgehende Route läuft die Orte jeweils umgekehrt (tags <–> nachts) an, mit in der Regel kürzeren Aufenthalten. Dafür hat man tagsüber Landschaft pur. Aber auch nordgehend sieht man genug Landschaft.

Cornwall – Sommerferien 2011

Da 2010 schon fest eingeplant war für USA, kommt der den Kindern fest versprochene Urlaub in Porthleven erst 2011. Aber: Ein Ferienhaus in Cornwall in den Sommerschulferien, dann noch als Sonderwünsche Garten, nah am Meer und in oder nahe bei Porthleven … ist die sprichwörtliche Suche nach dem Heu im Nadelhaufen.

Aber wir haben Glück (und Michael ist hartnäckig ;-) und finden das Compass Cottage in Porthleven: im Ort, mit Garten und Blick aufs Meer, alles ohne Auto erreichbar. Traumhaft :-)

Insgesamt ist unser Fazit:

  • Wir alle sind von Porthleven und Cornwall begeistert: die Landschaft, die freundlichen Menschen, die Luft, das Meer.
  • Die Mischung aus Chillen und Activities gefällt uns sehr.
  • Wir haben für Ostern 2012 das Compass Cottage direkt noch einmal gebucht :-)
 

Cornwall 2009 – Kurzurlaub zu zweit

7.-11.8.2009: Bristol – Land’s End

8.8. - Mevagissey
8.8. – Mevagissey

Zum 10-jährigen Hochzeitstag schenken wir uns die letzte Südengland-Etappe:

Mit dem Flugzeug von Brüssel nach Bristol und dann per Mietwagen einmal Land’s End und zurück.

Das Motto dieser Reise: Häfen und Wanderungen – und von beiden gibt es jede Menge toller Ziele in Cornwall. Die Wanderungen haben wir aus dem Führer Reise Know-How Cornwall.

 

Fotografie: Equipment

Nach nun mehreren Jahren ernsthafter Hobby-Fotografie stelle ich hier einmal meinen Lebenslauf rein … 2004, 2005, 2006, 2008, 2012 und 2016 sind die Stationen.

2004: Die erste Digitalkamera, eine Minolta Z2

minolta_z2-bMein ganzes Leben war ich praktisch ein Nicht-Fotografierer: die Kamera (eine Rollei-Kleinbildkamera) lag das ganze Jahr unbenutzt in der Ecke, im Urlaub habe ich die Canon-SLR meiner Frau ab+zu benutzt, Punkte wie Blende, Tiefenschärfe, Brennweite waren mir ein Rätsel. (Vielleicht geht es anderen ja auch so: die „Lernschleife” von der Aufnahme bis zu dem Zeitpunkt, wo ich das entwickelte Papierbild in der Hand hatte, war mir einfach zu lang. Warum welche Blende, welcher Ausschnitt o.ä. schlecht oder gut war, erschloss sich alleine schon deshalb nicht, weil ich diese Daten nicht mehr wusste ;-)

Dann wurde im Juli 2004 die Minolta Z2 meine erste Digitalkamera. Im Grunde ein “Schrott-Teil” (Billiggehäuse, der Autofokus würfelt, starkes Rauschen) – aber wohl doch insgesamt gute Bildqualität, ein schöner Videomode, und dank der Sofortkontrolle jedes Fotos am LCD-Screen fing ich an, die Grundbegriffe zu begreifen. Außerdem war das Bearbeiten der Bilder im Computer für mich eine Offenbarung, was Bildqualität, Schärfe, Ausschnitt, Belichtung für die Bildwirkung ausmachen.

 
Original, aufgenommen durch die dreckige, getönte Scheibe
Bearbeitet mit Fixfoto. 12 years later – bearbeitet mit Lightroom 6
Das Colorado Valley bei Glenwood Springs
 

Ein Lieblingsthema sind seitdem Panorama-Aufnahmen, die ich in jeder Lebenslage versuche. Hier ein Panorama aus 3 Aufnahmen, “genäht” mit PanoramaStudio:

Weihnachten und Silvester
Weihnachten und Silvester

 

Meine Wunschkamera gibt es derzeit noch nicht: ich hätte gerne die Bildqualität und Auslösegeschwindigkeit einer DSLR (Canon 20D), aber mit Videomode (wie bei Minolta oder Sony), und ohne Wechselobjektiv. Aber für den Kameramarkt gelten ja jetzt auch die PC-Gesetze – also höchstens noch 1 Jahr, und zum halben Preis der heutigen DSLRs ;-) [Dies sagte ich im Februar 2005]

 

2005: Es wird eine Spiegelreflexkamera – die Canon 350D

Autofokus-Qualität und Auslösegeschwindigkeit störten mich an der Minolta Z2 am meisten

… die Testberichte lotsten mich dann zu meiner ersten “richtigen” Kamera.

… die Canon 350D begleitete mich 3 Jahre treu und brav, ich war alles in allem sehr zufrieden.

2006: Der Objektiv-Hunger beginnt … und wird gestillt ;-)

Tja, es kam wie es kommen musste: nix mit “ich mag kein Objektiv-Wechseln, ein Superzoom muss reichen” …
… DSLR-Forum und DForum lehrten mich Begriffe wie “Immerdrauf”, “gute Festbrennweite”, “Telezoom”, “Sportobjektiv” … und all dies wurde es dann auch ;-)

 
2008: Aufstieg zur Canon 40D

“Available Light”-Fotos waren mittlerweile meine Lieblingsmotive geworden: nachts, innen ohne Blitz, Abendstimmung.

Das Rauschen der 350D war hierfür oft zu hoch … da kam die 40D als erste erschwingliche High-ISO-Kamera genau richtig (nach 3 Jahren war’s mit Gewissen und Geldbeutel verträglich ;-).

 
2012: Vom Crop zum Vollformat: Canon 5D Mark III

Weitwinkel, Rauscharmut, Sucher … okay, all diese “Sachgründe” kann man finden, wenn man will ;-)
Ich gebe aber zu, dass der Hauptgrund das reine Haben-Wollen war.

Für Urlaubsbilder, Garten, Ausflüge etc. … okay, da reicht auch eine 40D.

Aber für Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen, Sport, große Ausbelichtungen … ja, da lohnt sich die 5D Mark III wirklich, die Bilder sind deutlich besser, manche sind überhaupt erst mit einer solchen Profikamera möglich.

2013/14: Filter und Stativ

Der Fotoworkshop auf den Lofoten war Anlass und Ursache zugleich:

  • Vor dem Workshop war eine Grundausstattung an Filtern fällig. Die Entscheidung fiel auf Lee-Filter, denn hier gibt es Top-Qualität und vollständige Auswahl:
    – Graufilter 0.9 ND (3 Blendenwerte) und den Big Stopper 3 ND (10 Blendenwerte)
    – Grauverlaufsfilter Soft, in den Stärken 0.3, 0.6 und 0.9
    – Grauverlaufsfilter Hard in 0.6 und 0.9
    – Polfilter
  • Nach dem Workshop war die nächste Investition klar: Stativ und Kopf, geeignet für Langzeitaufnahmen und Vollformatkamera und -Objektive:
    – Nach intensiver Recherche: Karbonstativ Gitzo Systematic, 3er Serie (GT3542LS)
    – und der mittelgroße Kugelkopf Arca-Swiss Monoball Z1.
  • Um leichter unterwegs zu sein, kam später noch ein Gitzo Einbeinstativ dazu, mit dem Markins Q3t Kugelkopf.
 
2016: Umstieg von Spiegelreflex auf Systemkamera: Fuji X-T2

Eigentlich störte nur eins an der Vollformatkamera: Größe und Gewicht. Wanderungen mit 2-2½ kg um den Hals wurden zunehmend zur Qual.

Im Februar las ich dann, dass Christian Ringer („mein“ Mentor auf dem Lofoten-Workshop) von Nikon-Vollformat auf Fujifilm umgestiegen war. Die Gründe klangen überzeugend:  geringeres Gewicht, gute Handhabung, haptische Qualität, Bildqualität „gut genug“ und hohe Qualität der Objektive. Und wenn der Profi Christian Ringer „gut genug“ sagt, dann reicht es ganz sicher auch für mich.

Die Specs der für den Sommer angekündigten Fuji X-T2 überzeugten mich … kurzentschlossen kaufte ich das Vorgängermodell Fuji X-T1 mit dem Kitobjektiv 18-55 … und die Bildqualität war vergleichbar mit der Canon 5D III mit dem 24-105L.

Im September kam die Fuji X-T2 heraus, der letzte Check galt dem elektronischen Sucher (super). Ich tauschte mein gesamtes Canon-Equipment gegen die entsprechenden Fuji-Objektive. Zum ersten Workshop (Lewis&Harris) nahm ich zur Sicherheit noch das Canon-Equipment mit (um Bedienfehler in der Nacht zu vermeiden) … aber das Bedienkonzept der Fuji’s war überzeugend, die Bildqualität hervorragend (siehe Beispiele links), so dass ich am 3. Tag umgestiegen bin und seitdem kein Canon mehr angerührt habe ;-).