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Nordwesten 2017 – Kayaktour

5 Tage Kayaktour von San Juan Island nach Anacortes


Nach der Buchung der 5-Tages-Tourim Herbst 2016 brauchen wir zur Vorbereitung nicht mehr viel zu organisieren: Die Packliste unterscheidet sich kaum von der Raftingtour – eigentlich kaufen wir nur Sonnenhüte und Kayakhandschuhe zusätzlich.

Ein wichtige Entscheidung war noch zu treffen: Nehmen wir zu fünft 1 Zweier + 1 Dreier oder 2 Zweier und 1 Einer? Die beiden kräftigen Jungs plädieren energisch für die Variante mit dem Einer – und da wir alle sehr fit sind, sind auch wir Erwachsenen einverstanden.  Fast forward: Es hat wunderbar geklappt, abwechselnd paddeln wir jeweils zwei halbe Tagesetappen im Einer.

Fazit:

  • Sportlich, anstrengend, Naturerlebnis, Spaß, Relaxing … alles, was wir erwartet hatten, wurde erfüllt.
  • Die Tour ist perfekt organisiert, unser Führer passte wunderbar zu uns: genau die richtige Mischung aus Guide und Kumpel.
  • Wir hatten Einsamkeit erwartet … aber in einem Ballungsgebiet von 4,5 Mio. Einwohnern, die alle Freizeit-verrückt sind, gibt es keine einsame Inselwelt. Viele Schiffe, Ferienhäuser, große Campgrounds, aber trotzdem noch genügend Meer, Ruhe, Natur.
  • Man ist und fühlt sich klein und langsam mit dem Kayak. Aber das ist auch der große Reiz einer solchen Tour: Tief Eintauchen in eine Welt, in der man sich mit eigener Kraft fortbewegt und jede Menge Tiere sieht. 
 
 

 

 

Nordwesten 2017

27.7.-28.8.2017: Seattle – Kayaktour – Washington&Oregon – Sonnenfinsternis

Der Auslöser für diese Reise war die totale Sonnenfinsternis am 21.8.2017, die von Oregon bis South Carolina quer über die USA zieht: Etwas ganz besonderes, Sommerferien, außerdem war ein Wohnmobilurlaub mal wieder dran … also konnte mit der Planung begonnen werden.

Wie 2012 (Rim2Rim) und 2014 (Rafting) ist ein Outdoor-Erlebnis wieder der einhellige Wunsch. Über Besteigung des Mount Rainier (nein – man braucht Gletschererfahrung und -ausrüstung), Mehrtageswanderung im Regenwald (nein – eventuell zu nass), Gebirgswanderung in den Cascades (wir fanden nichts, was uns ansprach) liefert uns die Google-Suche nach „Outdoor Activity Washington, Oregon” schließlich den Treffer: eine Seekayaktour in den San Juan Islands. Nach intensiver Recherche entscheiden wir uns für die 5-Tages-Tour.

Und schließlich als drittes: Genügend Meilen für vier Freiflüge in der Premium Economy :-)

Also: Die drei Buchungen (Wohnmobil, Meilenflüge, Kayaktour) sind unter einen Hut zu bringen. Mit Geduld, Hartnäckigkeit, vielen Telefonaten und ein bisschen Kompromissen gelingt es … und wir stellen uns diese unvergessliche Reise zusammen :-)

Im Frühjahr entscheidet sich Robert, unser Neffe/Cousin, mit zu fahren. Alle freuen sich :-)

Fazit:

  • Die Kayaktour ist anspruchsvoll, erlebnisreich, Spaß und Abenteuer zugleich. Dazu Adler, Delfine, Robben, Waschbären … und Anstrengung und Muße.
  • Seattle gefällt uns ausgesprochen gut: tolle Lage, weltoffen, liberal, relaxed, friedlich. 
  • Die Vielfalt der Olympic Peninsula: Küste&Meer, Berge, Regenwald, Waldwirtschaft, Gletscher – abwechslungsreich und interessant.
  • Die Oregonküste ist Sand, Fels, Wasser, Luft – irgendwie ist alles immer gleichzeitig.
  • Die Vulkane sind gigantisch, noch aus 100-150 km überwältigend präsent, ehrfurchtgebietend und schön.
  • Und ja – die Sonnenfinsternis ist das erwartete Once-in-a-Lifetime Erlebnis. Wir staunen, sind begeistert und irgendwie ergriffen.

 

 

Kalifornien 2001 – Mendocino

19.-20.5.2001: Fahrt über Sacramento nach Mendocino

California State Railroad Museum

  • Es wurde heiß – und wir hatten die zweifelhafte Ehre, in Sacramento die Rekord-Mai-Temperatur (104°F) seit Beginn der Wetteraufzeichung zu erleben.
  • Zwischenstation war Sacramento: sehr schön restaurierte Altstadt, und ein Muss für jeden Eisenbahnfreund – das Railroad Museum (natürlich das größte der USA :-)
  • Dann ging es “quer durch” bis Mendocino: über CA-20, Ukiah, CA-253, und dann buchstäblich durch Wildnis – die Orr Springs Road und die Comptche Ukiah Road. Immer wieder erstaunlich für einen Westeuropäer, wie einsam und groß eine Gegend sein kann.
21.-23.5.2001: Mendocino
  • Mendocino: Sonnenuntergang am Strand des Pine Beach Inn.
    Mendocino: Sonnenuntergang am Strand des Pine Beach Inn.

    Mit diesem Sonnenuntergang empfing uns der Pazifik am Privatstrand des Pine Beach Inn.

  • Mendocino gefiel uns so gut, dass wir spontan um 2 Tage verlängerten: eine sehr unamerikanische Kleinstadt, für Fußgänger, keine Autofahrer-Infrastruktur (nirgendwo ist eine der Supermärkte/Shops mit Riesenparkplatz), Umweltbewusstsein (statt Dieselgeneratoren wie im Death Valley – ein ärgerlicher Witz! – sieht man hier Solaranlagen).
  • Bummeln, Mendocino Headlands State Park, Kuchen in einem der Mendocine Cafes …
  • Höhepunkt war die Kanu-Tagestour den Big River hinauf: mit der Flut ca. 12 mls landeinwärts, und dann mit der Ebbe wieder zurück. Von der Tidenzeiten her hatten wir Glück (Wechsel war gegen Mittag), und die Hinfahrt war echt geruhsam. Aber die Rückfahrt hatte es in sich – der minimale Anschub durch die Ebbe wurde durch starken Gegenwind mehr als aufgehoben, und wir mussten 3 Stunden richtig reinhauen. (Aber jetzt wissen wir, dass wir auch beim „Paddeln unter Stress” gut harmonieren :-).
  • Die Einsamkeit war ein Erlebnis – nach 30 Minuten waren wir mitten in der Wildnis: Tiere (ein Seehund begleitete uns ein Stück), Stille, kein Mensch …
  • Nachtrag, Januar 2008: Mittlerweile ist der Big River Teil des Mendocino Headlands State Parks. Kanuverleih ist jetzt bei Catch-a-Canoe, direkt an der Mündung des Big River.
 

 

Rockies 2014: Utah

23.7. Flaming Gorge NRA

Nach dem grandiosen Sonnenaufang fahren wir aufgeräumt los,.

Es geht gut voran, zwei Baustellenstops, ein Tankstopp – schon um 11:15 Uhr sind wir nach 232 mls in Green River, wo es nach einigem Suchen sogar einen Supermarkt gibt. Ein Schnitt von 50,6 mph, gar nicht schlecht ;-) .

Eine Stunde Einkaufen, dann noch eine gute Stunde für die restlichen 48 mls und wir kommen gegen 13:00 Uhr auf dem Lucerne Campground an – alle noch guter Dinge, ohne Stress oder so.

Hier gibt es Hitze, Sonne, Wasser, Pronghorns auf den Campsites (zu Karlas Bedauern aber nicht auf unserer). Zunächst gehen wir ein vor Hitze, es gefällt uns gar nicht. Als wir uns aber von der Fahrt erholt haben, satt gegessen sind … und das Osprey-Nest entdecken (2 Eltern, 2 Junge :) , Baden, Wasserschlacht machen, chillen … gefällt es uns gut.

Schlussendlich endet der lange Fahrtag in Muße und Erholung … und einem tollen Sonnenuntergang.

 
 
24./25.7. Red Fleet State Park

Wir stehen schon gegen 8:00 Uhr alle ( ;-) ) auf, frühstücken in Ruhe, schwimmen ausgiebig, dumpen.

Heute geht es über den tollen Scenic Highway 44, steil bergauf und bergab, durch die Sheep Creek Formation, den Red Canyon, bis zum Flaming Gorge Dam. Kurze Zwischenstopps machen wir am Moose Lake, Red Canyon Visitor Center and Outlook, am Damm (Golden Eagles oder Geier ?).

 

Dann geht’s runter vom Pass auf 8.450 ft Höhe, insgesamt 9 steile Serpentinen, durch Utahs Gesteinshistorie von den ältesten (530 Mio. Jahre) bis unten, Jurassic, „nur” 75 Mio. Jahre alt. Um 15:15 Uhr sind wir im wunderschönen Red Fleet State Park, insgesamt 4:45 Std für 80 mls Fahrt mit ein paar Pausen. Spätes Mittagessen, Kajak leihen, Baden – also einfach ein Tag Strandurlaub :-) .

Abends schwimmen wir quer über den See (der bildet am Campground eine ca. 250 m breite Bucht) zu den Dinosaur Tracks. Dort sind ca. 150 Abdrücke, zwei Spuren aus ca. je 10 einzelnen Abdrücken. Anschließend chillen und grillen.

Bis 15:30 Uhr bleiben wir am nächsten Tag im Red Fleet State Park, wir dürfen auf unserer Site bleiben: Kajak, Schwimmen, noch einmal rüber schwimmen und Dinosaur Track Trail, Mittagessen.

Schließlich fahren wir die nur noch 11 mls bis Vernal, checken im KOA ein und fahren zum Briefing der Rafting Tour.