Alle Beiträge von Michael

Lissabon 2015 – Workshop

20.9. Anreise und erstes Shooting

Um 8:00 Uhr treffen wir in Köln-Bonn schon Serdar, Andre (den zweiten Coach) und zwei weitere Teilnehmer.  Nach einem ersten Schnack geht es ohne Hektik pünktlich um 11:15 Uhr los. Nach 3,5 Stunden landen wir in Lissabon (1 Stunde Zeitverschiebung). Die Koffer dauern ewig, Mietwagen auch, dafür trudeln nach und nach alle 8 Teilnehmer ein: Alex, Rolf aus NRW, Markus (Erfurt), Heike und Stefan (Wiesbaden), Lutz (Erfurt) und Sven (Hannover). Und ich ;-).

Um 17:00 Uhr sind wir im Pestana Sintra Golf Resort. Große, schöne Zimmer, zwei Pools, Restaurant, Bar (und natürlich der Golfplatz ;-).

Es geht direkt los, zum Leuchtturm nach Cascais. Zwei schöne Locations: eine kleine Bucht mit Felstor und Sonnenuntergang, bei Dunkelheit der Leuchtturm vor der Brandung. Es ist kaum Wind, die Wellen sind klein … aber Böen und Wellenhöhe unberechenbar: Zwei werden richtig nass – und ein Stativ wird von einer Böe umgeworfen, Totalschaden der D800s und des 14-24 :-(

Der Abend klingt dann doch gemütlich in einem kleinen italienischen Restaurant aus.

 
21.9. Die erste Nacht wird durchgemacht
22.9.2015 Ponte Vasco da Gama
22.9.2015 Ponte Vasco da Gama

Gemütlich stehen wir um 8:30 Uhr auf, das Frühstück ist leider nur mittelmäßig. Den Vormittag verbringen wir mit Bilderbesprechung, Pool, Ausruhen.

Gegen 13:00 Uhr fahren wir ca. 2,5 Stunden nach Vilanova de Milfontes. Dort liegt in einer Bucht ein ca. 8 Jahre altes Wrack, ein 1996 gestrandetes holländisches Schmugglerboot. Den Nachmittag fotografieren wir das Wrack, die Bucht und das Meer. Ich probiere ein paar Langzeitbelichtungen, konzentriere mich aber dann mit dem 70-300 auf Details am Wrack. Den Sonnenuntergang nehmen wir dann auch noch mit.

Nach dem Abendessen sind wir gegen 23:30 Uhr wieder am Schiffswrack – aber die Milchstraßenfotos fallen wegen Vollmond aus.

Also machen wir uns auf den Rückweg, zu den Stegen von Carrasqueira, gegenüber von Setubal. Sehr malerisch, aber die Stege wackeln dermaßen, dass wir zu zehnt uns immer in die Quere kommen. Nur mir gelingen ein paar Fotos – ich war direkt losgegangen und habe nicht noch 45 min gedöst, um auf die Flut zu warten. Ein paar gute Langzeitbelichtungen und etwas Light Painting sind der Lohn, dass ich gegen die Müdigkeit angekämpft habe.

Um 4:30 Uhr geht’s weiter zur Ponte de Vasco da Gama, zum Sonnenaufgang. Hier können wir dann zeigen, dass wir die erforderliche Technik auch im Schlaf beherrschen ;-).

Durch den Berufsverkehr geht es – mittlerweile ist es Dienstag – zurück zum Hotel, wo wir um 9:15 Uhr pünktlich zum  Frühstück ankommen. Eine lange 24-Stunden-Session geht zu Ende.

 
22.9. Etwas Ausruhen, Azenhas do Mar

Den Tag über erholen wir uns, die meisten holen ein paar Stunden Schlaf nach ;-)

Um 17:00 Uhr geht es los, zum Meerwasserpool von Azenhas do Mar. Schöner Blick, gute Stimmung, aber Wolken sorgen für einen zu schnellen, nicht spektakulären Sonnenuntergang.

Dafür ist das Essen im gleichnamigen Restaurant mehr als exzellent :-).

Um 23:30 Uhr sind wir wieder zurück, noch ein bisschen Bilder sichten und dann falle ich ins Bett.

 
23.9. Leuchtturm und Surfstrand

Die Morgensession am Farol Museu de Santa Marta lasse ich ausfallen, ich schlafe bis 9:00 Uhr wie ein Stein – offensichtlich ist noch Schlaf nachzuholen.

Um 13:00 Uhr geht es zum Nachmittag/Abend nach Santa Cruz, einem Surf-, Familien- und Badestrand. Fotomotive sind der Strand (Praia do Formosa) und ein großer Sandsteinfelsen mit Loch (Penedo do Guincho). Ich tobe mich mit Langzeitbelichtungen aus.

Pech habe ich mit dem 24-105 – erst zerfällt der Lee-Halter in 2 Teile (kann man aber wieder kleben), dann zickt das Objektiv und schaltet immer wieder nicht auf die Arbeitsblende. Einschicken, Garantie – denn das Objektiv ist nagelneu, das alte war vor 3 Monaten mit genau diesem Fehler ausgefallen.

Auf der Rückfahrt nehmen wir noch ein paar Bilder vom Kirchenfest in Sao Pedro da Madeira mit.

Danach suchen wir verzweifelt ein Restaurant. Gegen 21:15 Uhr sehen wir in Carapinheira eine kleines Bistro. Serdar scoutet … sieht gut aus, aber keiner spricht englisch. Als wir geparkt haben, hat der Wirt einen Nachbarn geholt, einen jungen Mann, der für uns übersetzt. Es gibt Minzsteak, Lamm oder Bacalao. Genau wie die Vorspeisen sehr lecker. Und 180€ tutto completto für uns zehn ist echt moderat.

Um 23:50 Uhr sind wir zurück, gerade noch rechtzeitig für ein Bierchen in der Hotelbar. Ein schöner Tag, ein toller Strand, fette Fotobeute :-).

23.9. Santa Cruz
23.9. Santa Cruz – Langzeitbelichtung, 25 sec.
 
24.9. Tidepools, 230 km entfernt
24.9. Vilanova de Milfontes
24.9. Vilanova de Milfontes

Heute geht es noch einmal auf die 2,5 Stunden Fahrt nach Vilanova de Milfontes.

Diesmal allerdings nicht zum Schiffswrack, sondern an den Strand von Alentejo. Dort sind bei Ebbe Minipools zu sehen, die durch eine Mischung aus Salz, Sinter und Bewuchs entstanden sind.

Das Motiv ist Grafik pur, mit sehr hohen Kontrastunterschieden und vielen Spiegelungen. Auf den ersten Blick unstrukturiert, alles sieht eher wie ein großes Durcheinander aus.

Serdar ist ganz cool: „So, es ist alles angerichtet … nun arbeitet euch mal in das Motiv ein!“

Ich finde es echt schwierig reinzufinden, ich beginne, mir mit großen Steinen ein bisschen Struktur zu puzzeln. Nach vielen Versuchen bin ich zufrieden, kein Meisterwerk, aber ganz nett (finde ich ;-). Auf jeden Fall entscheide ich, mich ab jetzt auf die Belichtung zu konzentrieren, also vor allem auf die Beherrschung der Kontraste und Spiegelungen.

Später haben wir ein wunderbares Abendessen in der Strandbar. Gegen 0:30 Uhr sind wir zurück im Hotel, bis 2:30 Uhr werden noch Bilder gesichtet.

 
25.9. Brandung und Sonnenuntergang
25.9. Praia da Adraga
„Mein“ Felsen – Brennweite 45-50 mm, 1-30 sec Belichtung

Praia da Adraga ist nur 25 km vom Hotel entfernt und liegt am offenen Atlantik.  Eine weite Bucht, mit  vielen, schroffen Felsen im und am Wasser.

Nachmittags ist sehr viel Wind, wir erleben hohe Wellen und jede Menge Gischt. An ruhiges Fotografieren mit langen Belichtungszeiten auf dem Stativ ist nicht zu denken. Ich montiere das Sigma 150-600 auf’s Stativ und mit kurzen Belichtungszeiten gelingen einige gute Brandungsbilder.

Am späten Nachmittag schlafen Wind und Wellen ein und ich suche mir „meinen“ Felsen für Langzeitbelichtungen aus. Ein paar surreale Bilder gelingen.

Abends gibt es frischen Fisch im Restaurant Buzio in Praia Maças, das beste der ganzen Reise.

 
 
26.9. Sintra und ein letztes Mal das Meer

Heute ist Kontrastprogramm: die einzige Location ohne Wasser ;-)

Wir verbringen den Vormittag in Sintra. Einige stromern durch die Altstadt und die Gärten, einige machen den Aufstieg zur alten Maurenburg.

Wir sind bewusst früh gekommen, so dass wir einige Zeit vor den Besuchermassen in Ruhe fotografieren können. Besonders die Maurenburg wirkt – einsam und im Nebel – fast mystisch.

Abends fahren wir dann doch noch einmal ans Meer und versuchen, als krönenden Abschluss an der Praia das Maças einen prachtvollen Sonnenuntergang zu erwischen. Leider ist es bewölkt, nur ein roter Schimmer ist zu ahnen.

Aber Meer ist Meer … und schön :-).

Zum Abschluss fahren wir in die Altstadt von Cascais und essen lecker italienisch.

 
Sintra:
Castelo dos Mauros

 
27.9. Rückreise

Der letzte Tag ist immer ein “Krörseltag” … Packen, Abfahren um 10:00 Uhr, Check-in, Warten, 3,5 Stunden Rückflug, Ankunft gegen 18:00 Uhr in Köln/Bonn. Wir alle werden von Frau und Kids abgeholt, schön von den Lieben wieder empfangen zu werden :-).

 
 

 

Nordwesten 2006

Vancouver – Yellowstone – Denver – New York

Unser erster Amerika-Urlaub zu sechst :) . Yellowstone stand fest, nach Detailplanung auch die Strecke (Denver-Bellingham, oder umgekehrt), der Familienrat musste entscheiden, welche Städte noch zusätzlich besucht werden. Diesmal gewann New York, knapp vor Chicago. Bzw. um es genauer zu sagen: Die Kinder wollten Vancouver, New York und Chicago – aber da haben wir Eltern Veto eingelegt ;-)

  • 3 Tage Vancouver zu Beginn.
  • 18 Tage Wohnmobil, von Bellingham nach Denver, siehe Karte (©DeLorme).
  • Abschließend 4 Tage New York.
 

 

Fazit:

Das Highlight der Reise ist natürlich der Yellowstone National Park – mit seinen atemberaubenden Landschaften, den Geysiren, vulkanischen Feldern (irre) und vielen Tieren.

Die anderen Landschaften im Nordwesten (North Cascades National Park, Idaho Scenic Byways, Shoshone Canyon, Wind River Canyon) sind dem Yellowstone aber durchaus ebenbürtig – und bei weitem nicht so voll.

Vancouver ist die Reise auf jeden Fall wert (Stanley Park :),  New York ist sicher schön, aber mit 6 Leuten in drei Altersstufen vielleicht etwas zu anstrengend.

 

Nordwesten 2004

Chicago – California Zephyr – San Francisco – Redwoods – Lassen – Oregon – Seattle

Oregon - malerische Badestelle am Umpqua River
Oregon – malerische Badestelle am Umpqua River

Diese lang geplante Reise (ein Versprechen an die beiden Großen, die im Gegensatz zum Rest der Familie noch nie in USA waren) haben wir nach langem Überlegen ohne unsere Jüngste gemacht: wir wollten ihr (und uns) die Strapazen von Flug und täglichem Fahren nicht zumuten.

Andererseits wollten wir sie nicht 5 Wochen ohne Eltern in Aachen lassen.

Wir haben uns deshalb zu der etwas ungewöhnlichen Zweiteilung der Reise entschlossen:

Teil 1:

Vater und die beiden Großen starteten alleine: Hinflug nach Chicago (2 Tage), dann mit Amtrak (2 Tage) nach San Francisco (3 Tage).  Siehe Karte 1.
Von dort geht es mit dem Wohnmobil durch Nordkalifornien: Pazifik, Redwoods, Lassen NP.
Siehe Karte 2.

Teil 2:

Karin und Luis stoßen in Portland zu uns. Dieser Schlenker ist “flugtechnisch” bedingt, weil wir einerseits direkt fliegen wollen, andererseits den Nordwesten nicht hoch und runter fahren möchten.
Zu fünft geht es dann noch durch Oregon und Washington: Oregon Coast, Crater Lake, High Desert, Columbia Gorge, Seattle.
Siehe Karte 3.

Fazit:

Lange geplant, viel Vorfreude … und es war dann auch super.
Am besten hat gefallen: Chicago und San Francisco, Lassen Park, Crater Lake, Puget Sound + Seattle, und die Badetage in den Flüssen.
Die Fahrerei war aber zuviel, man hätte sich für Oregon oder Washington entscheiden sollen.

 

Nordwesten 2006 – Wohnmobil und Campgrounds

Nie wieder ein Wohnmobil ohne Slide-out :-) … das Mehr an Platz bringt viel Entspannung im täglichen “Aneinandervorbei”. Auch sonst scheinen die Slide-out-Modelle eine Klasse besser als die ohne Slide-out zu sein, z.B. ist der Alkoven deutlich höher, und viele Accessoires sind hochwertiger (Stufe elektrisch, Staufächer, Abwasseranschlüsse). Auch als Chassis erhält man wohl auf jeden Fall das stärkere Modell.

Mit El Monte waren wir auch diesmal sehr zufrieden!
Liste und Wertung der Campgrounds: (weitere Bilder und Kommentare im Foto-Album)

 

Campground Lage Service Gesamt

Fotos

Concrete KOA, #20, Washington

  • Gut geeignet für erste Übernachtung vor/nach der Womo-Übergabe.
  • Grün, Bäume, Pool.
** ** ** Concrete KOA
Winthrop KOA, #20, Washington

  • Guter Standort auch für Wanderungen.
  • Großzügige Sites, Wiese, Pool.
** *** ** Winthrop KOA, Washington
Spring Canyon, Lake Roosevelt NRA, #174, Washington

  • Erholung für ein paar Tage.
  • Baden im Lake, Ranger-Programme.
*** * *** Spring Canyon Campground, Lake Roosevelt NRA
Lewis&Clark Resort, #12, Idaho

  • Als Übernachtungsstop okay.
  • Pool.
** ** * Lewis&Clark Resort, Kamiah, Idaho
Wilderness Gateway, #12, Idaho

  • Wunderschön zur Erholung.
  • Ausgangspunkt für Wanderungen.
  • Baden im Lochsa River.
*** * *** Wilderness Gateway Campground, Idaho
Anglers Roost, #95, Montana

  • Direkt an der Straße, aber nachts nicht viel Verkehr.
  • Als Übernachtungsstop okay.
* ** * Anglers Roost Campground, Montana
Cottonwood BLM, #95, Idaho

  • Viel Natur, große Sites.
  • Baden im Salmon River.
*** * *** Cottonwood BLM Campground, Salmon River, Idaho
Beaverhead River RV Park, Dillin, I-15 Exit 62, Montana
(ehemals Dillon KOA)

  • Erholsamer Übernachtungsstop
  • Pool.
** *** ** Dillon KOA, Montana
Alder KOA, #287, Montana

  • Übernachtung auf dem Weg zum Yellowstone
  • Besichtigung von Nevada/Virginia City

==> Achtung – gibt es nicht mehr. Stand 04/2016

* ** * Alder KOA, Montana
Madison Arm Resort, #287 Montana

  • 5mls Schotterstraße, manche Sites eng.
  • Tolle Lage am Lake Heben.
  • Schwimmen, Bootsverleih.
*** ** ** Madison Arm Resort, Hebgen Lake, Montana
Madison, Yellowstone National Park

  • Schöne zentrale Lage, groß.
  • Ideal als „Basislager“ für den Westteil des Yellowstone.
*** * *** Madison Campground, 2006
Bridge Bay, Yellowstone National Park

  • Sehr (zu) groß, enge Sites.
  • Okay als eine Station.
** * * Bridge Bay Campground, Yellowstone
Cody KOA, #16, Wyoming

  • Recht großzügig, Schatten.
  • Ausgangspunkt für Cody und Umgebung.
** *** ** Cody KOA, Wyoming
Casper East RV Park, I-25 Exit 185, Wyoming

  • Nicht schön, gerade noch okay für Übernachtung.
** *

<Kein Bild>

Ft. Collins Mile-High KOA, #287 und #14, Colorado

  • Ausgangspunkt für den Cache-la-Poudre-Canyon.
  • Gute Station vor/nach Übergabe in Denver.
** *** ** Ft. Collins Mile-High KOA, Colorado

 

Wertung

Lage Service

***

Tolle Natur, große Sites Wasser/Strom, Pool, Laden, sauber, nette Leute

**

Schöne Lage, Sites okay Ein paar Abstriche von ***

*

Stadt, eng und/oder laut wenig bis keine Infrastruktur, aber Dumpstation

laut, eng, … gar nichts (“Boondocking”)
Für die Gesamtwertung zählen für uns hauptsächlich Lage und Sauberkeit.

 

Nordwesten 2006 – New York

30.7.-2.8.2006: New York
New York: Blick vom Empire State Building auf Süd-Manhattan
New York: Blick vom Empire State Building auf Süd-Manhattan

 

Aus Denver kommen wir erst mit 3 Stunden Verspätung weg, gerade noch früh genug, um kurz vor Mitternacht in La Guardia zu landen (ab 24:00 Uhr ist LGA geschlossen).

Die Taxifahrt nach Downtown geht dafür umso schneller ;-) … und das Embassy Suites Manhattan (heute ist dort das Hilton Conrad Hotel) empfängt uns natürlich auch um diese Uhrzeit. Wieder haben wir eine Suite – diesmal aber nur mit einem Schlafzimmer, aber es ist genug Platz.

 

  • Am ersten Tag akklimatisieren wir uns mit ein bisschen Sightseeing:
    Children Museum of Manhattan, Bus fahren, Time Square und Grand Central Station
  • Am zweiten Tag versuchen wir vergeblich, Fahrräder zu leihen – und vergeuden damit den ganzen Vormittag :-(.
    In New York kann man nur Fahrräder für Erwachsene leihen – und das zu Schweinepreisen.
    Wir erholen uns im Central Park (Water Playground), und beschließen den Tag in Southstreet Seaport.
    Abends gehen wir zu zweit in die Bar des Marriott Marquis, 48. Stock :-)
  • Am Vormittag des Abreisetags packen wir und haben nach dem Check-out noch Zeit für eine Fahrt mit der Staten-Island-Ferry.
 
2.-3.8.2006: Rückreise

Keine Schlangen in JFK, die 2 Stunden Verspätung ertragen “wir” mit Gelassenheit (Baldrian ist das Zaubermittel ;-), der Flug mit LH 407 ist super dank ausnehmend freundlicher Besatzung.

In Frankfurt kommen wir zu spät an und müssen einen Zug später nehmen. Dafür ist das Gepäck diesmal in Köln angekommen … um 13:00 Uhr sind wir glücklich, und gar nicht besonders k.o. wieder zuhause in Aachen.

 

Fazit: 

New York ist schön – aber anstrengend.

 

 

Nordwesten 2006 – Cody

26.7.2006: Cody

Nach einer schönen Fahrt durch den Shoshone-Canyon sind wir gegen Mittag  bereits auf dem Cody KOA. Wir sichern uns eine Site unter schattigen Bäumen, die Kinder verschwinden sofort im Pool.

Den Nachmittag verbringen wir im Buffalo Bill Historical Center: Es ist vergleichbar mit dem tollen High Desert Museum in Bend, Besonders schön finden wir die Abteilungen über die Plains Indians und zur Natural History. Beeindruckend ist die Vorführung einer indianischen Musik- und Tanzgruppe – die jungen Männer sind weltoffen und sehen sich als moderne Rockmusiker.

Am Abend dann eine andere Art von Fortbildung: Wir lernen die verschiedenen Rodeo-Varianten kennen. Am beeindruckendsten finden wir das Bull-Riding – insbesondere weil die Bullen(-besitzer) einen separaten Wettkampf bestreiten, nämlich welcher Bulle hat in einer Saison die meisten Reiter abgeworfen.

 
27.-29.7.2006: Thermopolis und Fahrt bis Denver

Den nächsten Tag verbringen wir im Hot Springs State Park von Thermopolis: Picknick, Spaziergang, Thermalbad.

Landschaftlich verdient diese Gegend (die Highways  120, und 20 von Cody bis Shoshoni) eigentlich mehr Zeit – schöne Canyons, Flüsse, heiße Quellen, der Boysen Lake …

Noch zwei lange Fahr-Etappen bis Denver, mit Übernachtungen in Casper und Ft.Collins, dann geben wir das Wohnmobil wieder bei El Monte ab. Technisch war alles immer in Ordnung, Platz- und Komfort-mäßig war sowieso alles bestens, und auch die Rückgabe klappt problemlos.

Fazit:

  • Vier bis fünf Tage für diese Strecke vom Yellowstone bis Denver wären besser gewesen.
  • Highlights: Cody, Thermopolis, die Landschaften
 
Unterwegs in Wyoming:

 

Nordwesten 2006 – Yellowstone

23.-26.7.2006: Yellowstone National Park

Drei Übernachtungen haben wir gemacht, vorreserviert in den Campgrounds Madison (sehr schön!) und Bridge Bay (okay), beide zum Leidwesen der Großen ohne Duschen. Diesen Riesenpark – immerhin so groß wie das Saarland – haben wir in den 3 Tagen einigermaßen er”fahren” können:

  • Norris und Mammoth Hot Springs am Nachmittag des Anreisetags,
  • Old Faithful und Firehole River am zweiten Tag,
  • Grand Canyon of the Yellowstone am dritten Tag.
  • Tiere ;-) gab’s auch jede Menge.

Am Abreisetag verabschiedet sich der Yellowstone mit einem idyllischen Frühstück am Lake Yellowstone, mit noch ein paar Büffeln auf der Straße und der schönen Fahrt durch den Ostausgang.

Yellowstone: Blick von den Mystic Falls ins Tal des Firehole River
Yellowstone: Blick von den Mystic Falls ins Tal des Firehole River
Fazit:
  • Klar – ein Muss, und es hat sich gelohnt. Drei Tage waren für uns genau richtig.
  • Zwei Wermutstropfen: der Yellowstone ist sehr, sehr voll. Die Parkverwaltung hat die Massen gut im Griff – aber an allen Highlights ist’s voll.
    Und (Stand Sommer 2006): die Visitor Center sind einfach nur Baracken und total uninteressant. Gut, dass neue in Bau sind – sicherlich dann genauso schön wie sonst in USA eigentlich überall.
  • Mit Wanderungen erschließt man sich aber die Einsamkeit: wir haben (Kids-bedingt) nur eine gemacht. Wenn man kann, sollte man ruhig mehr machen.
  • Die Geysire … ehrlich gesagt nicht so dolle, die auf Island sind schöner.
  • Umso atemberaubender die Felder aus heißen Quellen, Blubber- und Schlammlöchern, die Landschaft an sich, und die Tiere.
  • Am schönsten fanden wir: Mammoth Hot Springs, Firehole River, Canyon und die Tiere
 
 

Nordwesten 2006 – Montana

19.-22.7.2006: Montana

Zu Beginn ein kleiner Schlenker wieder nach Idaho hinein, auf dem #95 bis zum Salmon River. Die Gegend hier ist schön, aber bei weitem nicht so schön wie am #12. Trotzdem – wieder ein wunderschöner Badenachmittag :-).

Danach reisen wir gemütlich durch den Südzipfel von Montana Richtung Yellowstone:

    • Big Hole, ein 2000m hohes, mit ca. 40km x 100km sehr großes und einsames Hochtal.
    • Stationen in Dillon und Alder, mit den recht touristischen Ghost Towns Nevada City und Virginia City.
    • Quake Lake und Lake Hebgen, wo wir uns vor dem Yellowstone noch mit einem Bade-Nachmittag stärken. Wunderbar das Madison Arm Resort, ca. 5mls Schotterpiste vom #287 entfernt.
Canoeing, Hebgen Lake, Montana
Canoeing, Hebgen Lake, Montana
Fazit:
  • Ein dünnbesiedeltes Land, mit vielen “Gegenden” – aber ohne die ganz großen Highlights.
  • Aber einfach angenehm, hier in Ruhe durchzureisen, wenn man von Westen in den Yellowstone kommt.
 
Unsere Highlights in Montana:

 

Nordwesten 2006 – Idaho Highway 12

16.-18.7.2006: Idaho, Highway #12

Ein Fahrtag (252 mls) vom Lake Roosevelt durch einsames Farmland bis zum #12 in Idaho – dem Northwest Passage National Scenic Byway. Die Etappe wird länger als gedacht, weil die Campgrounds rund um Lewiston nicht schön sind. Wir fahren ca. 50 mls weiter als geplant, bis Kamiah.

Am Clearwater River / Lochsa River gibt es wunderschöne Badestellen, tolle National Forest Campgrounds und schöne Visitor Center in der Nähe der Wilderness Gateway und am Lolo Pass.

Wir verbringen zwei schöne Tage am und im Lochsa River, feiern Michaels Geburtstag, wandern zu den Jerry Johnson Hot Springs (Milepost 152 am #12) und fahren noch bis Hamilton in Montana.

Blick auf Lewiston im Tal des Clearwater River. (Pano-Software von 2006 ;-)
Blick auf Lewiston im Tal des Clearwater River. (Pano-Software von 2006 ;-)
Fazit:
  • Suuuuper – Wasser, Berge, Wildnis, der Highway 12 hat gehalten, was wir uns (lt. WoMo-Forum) davon versprochen hatten.
  • Der Highway 95 im Osten von Idaho hat uns nicht so gefallen – beim nächsten Mal würden wir den Highway 93 im Westen nehmen.
  • Dann auch mit Sawtooth NRA und Craters of the Moon, die diesmal für uns zu weit südlich lagen. (200 mls Umweg waren uns bekennenden Wenigfahrern zuviel ;-)
Baden am Highway 12: